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21.02.2012 - Der Ausbau des Breitbandnetzes im Landkreis Mittelsachsen beginnt


<P>Die Strategie- und Ausführungsplanung durch die Telekom Deutschland GmbH zum Ausbau des Breitbandnetzes hat&nbsp; planmäßig zum 1. Januar 2012 begonnen.</P>

Der Ausbau der beteiligten unter- bzw. nichtversorgten Gemeindeteile im Landkreis Mittelsachsen wird bis Ende 2013 abgeschlossen sein. Danach ist eine Breitbandversorgung in 47 Kommunen mit 271 unterversorgten Stadt- und Gemeindeteilen gewährleistet.

Was bedeutet das konkret?
Vertraglich geregelt ist, dass die am Projekt teilnehmenden Gebiete mindestens zwei Megabit pro Sekunde (2 Mbit/s) Datenübertragungsrate im Download als flächendeckende Grundversorgung erhalten. „In einzelnen topografisch ungünstigen Lagen sind Schwankungen möglich. Ob dort 24 Stunden zwei Mbit/s rund um die Uhr gewährleistet sind, kann aus jetziger Sicht noch nicht gesagt werden, denn im Laufe der Ausbauphase können sich aus technischer Sicht noch Optimierungsmöglichkeiten ergeben“, erläutert der erste Beigeordnete Dr. Manfred Graetz.

Zur Umsetzung werden die Technologien Festnetz (xDSL) und Mobilfunk (LTE) genutzt. Das hängt von den regionalen Gegebenheiten und den bereits vorhandenen technischen Voraussetzungen ab, welche Technik zum Einsatz kommt. Möglich ist auch ein Technologiemix.

Zum Auftakt des bevorstehenden Breitbandnetz-Ausbaus fand auf Einladung des ersten Beigeordneten Dr. Manfred Graetz im Landratsamt eine Beratung mit den am Projekt beteiligten Bürgermeistern statt. An dieser Beratung nahmen auch Vertreter der Telekom Deutschland GmbH und  des begleitenden Ingenieurbüros TKI Tele-Kabel-Ingenieurgesellschaft mbH aus Chemnitz teil. Die Bürgermeister erhielten so Gelegenheit, ihre Fragen zu dem Projekt zu stellen. Die Ausbautechnologien, die in den Gemeindeteilen zum Einsatz kommen werden sowie die zeitliche Grobplanung zum Ausbau wurde den Kommunen bereits vorab zur Kenntnis gegeben und können  in geeigneter Weise (Aushang, Amtsblatt oder Internet) veröffentlicht werden. „ Mit den betroffenen Bürgermeistern wird es im Zuge der Ausbauphase weitere detaillierte Absprachen geben“, so Dr. Graetz.
Weiterhin wird für die Information der Bürgerinnen und Bürger zu Beginn des II. Quartals 2012 unter der Adresse www.breitband-mittelsachsen.de eine Informationsplattform im Internet geschalten werden. Auf dieser werden  gemeindeteilbezogen die Versorgungstechnologien und  der jeweilige Ausbaufortschritt ersichtlich sein sowie weitere umfangreiche Hintergrundinformationen zur gesamten Maßnahme. Über den Zeitpunkt der Freischaltung des Portals wird das Landratsamt zu gegebener Zeit informieren.

Hintergrund:

Nach EU-weiter Ausschreibung hatte  die Telekom Deutschland GmbH  den Zuschlag zur Erschließung von 271 Gemeindeteilen in 47 Kommunen des Landkreises erhalten. Das beschloss der Kreistag am 7. Dezember 2011.
Die Gesamtinvestition von 9,81 Millionen Euro wird zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten mit Mitteln des ILE-Förderprogramms des Freistaates Sachsen gefördert. Die Eigenmittel in Höhe von 1,02 Millionen Euro tragen die beteiligten Kommunen.
Der Landkreis hatte im Auftrag der Städte und Gemeinden die Maßnahmeträgerschaft übernommen und das Gesamtprojekt koordiniert. Grundlage für den Ausbau des Breitbandnetzes im Landkreis ist eine im Jahr 2010 durchgeführte Bedarfs- und Verfügbarkeitsanalyse.  

Entsprechend der ILE-Förderrichtlinie sind die Fördermittel aus den regionalen Budgets der ILE/LEADER-Regionen bereitzustellen. Deshalb mussten auf der  Grundlage  eines speziell entwickelten Finanzierungsmodells unter der Voraussetzung einer gemeinsamen Lösung durch die regionalen ILE-/LEADER-Koordinierungskreise entsprechende Beschlüsse gefasst werden. Alle Kommunen, die sich am gemeinsamen Projekt beteiligen, hatten ebenso Beschlüsse zur Bereitstellung der Eigenmittel zu fassen. Mit diesen Kommunen hat der Landkreis entsprechende Verträge abgeschlossen.

Mit der Realisierung dieses hochwertigen Gesamtangebotes wird der Landkreis Mittelsachsen eines der modernsten Breitbandnetze im ländlichen Raum in Deutschland sowohl im Festnetz- als auch im Mobilfunkbereich erhalten, so die Einschätzung des begleitenden Ingenieurbüros TKI Tele-Kabel-Ingenieurgesellschaft mbH aus Chemnitz.