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22.02.2012 - Welterbekonvent beschließt „Charta Montanregion Erzgebirge“


<P>Der Welterbekonvent Erzgebirge hat in seiner dritten Sitzung die „Charta Montanregion Erzgebirge“ verabschiedet. Die Sitzung fand in der Bergstadt Zwönitz statt.</P>

Der Welterbekonvent Erzgebirge hat in seiner dritten Sitzung am 15. Februar mit der „Charta Montanregion Erzgebirge“ ein aus sieben Punkten bestehendes Papier verabschiedet, das Grundsätze für die künftige Entwicklung und Inwertsetzung der Welterbestätte in Verbindung mit der Bewahrung der ausgewählten Güter festlegt.

Die Vertreter der drei Landkreise sowie der 33 Städte und Gemeinden versammelten sich dazu in der Bergstadt Zwönitz, die neben der Gemeinde Langenweißbach und dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge als neues, stimmberechtigtes Mitglied in den Konvent aufgenommen wurde. Mit den in der „Charta Montanregion Erzgebirge“ beschlossenen Leitlinien „Schutz und Erhalt“, „Nachhaltige Weiterentwicklung“, „Stärkung der Identität“, „Zusammenarbeit“, „Sensibilisierung und Information“, „Erlebbarkeit“ und „Konfl iktmanagement“ werden die Verpflichtungen einer Welterbestätte mit den Herausforderungen einer sich weiterentwickelten montanen Kulturlandschaft in Einklang gebracht. Dazu gehören auch die Vermittlung der Bergbautraditionen mit ihrer identitätsstiftenden Wirkung an künftige Generationen sowie die touristische Inwertsetzung und Erlebbarkeit der nominierten Objekte als Sachzeugen der über 800-jährigen Bergbaugeschichte der Region. „Nach dem Bekenntnis der Staatsregierung zum Projekt gehen wir binnen vier Wochen mit der Verabschiedung der ,Charta Montanregion Erzgebirge' einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Antragstellung“, so Landrat Volker Uhlig.

Die Charta Montanregion Erzgebirge wird nach Beschlussfassung in den kommunalen Gremien durch die Landkreise, Städte und Gemeinden im Welterbekonvent unterzeichnet und als Bestandteil der Antragsunterlagen für die Beantragung des Welterbetitels bei der UNESCO eingereicht. Weitere Tagesordnungspunkte der Sitzung waren die Festlegung eines Objektbetrages der Städte und Gemeinden für das Jahr 2012 sowie der diesjährige Budgetplan. Ferner informierten die Projektsteuerung – die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH – und die Projektpartner – die Technische Universität Bergakademie Freiberg/Institut für Industriearchäologie, Wissenschaftsund Technikgeschichte sowie der Tourismusverband Erzgebirge e. V. – über die Konstituierung der Arbeitsgruppen Management, Tourismus und Denkmalpflege.