
Die Neuinfektionen durch Noroviren ist tendenziell rückläufig, dagegen ist eine Häufung von Atemwegsinfekten zu verzeichnen.
Die Zahl der in der 4. Kalenderwoche den Hygiene-Außenstellen des Gesundheitsamtes gemeldeten Neuinfektionen durch Noroviren ist tendenziell rückläufig (Freiberg: 17 Fälle, Döbeln: 2 Fälle, Mittweida: 18 Fälle). Damit erhöht sich die Gesamtzahl aller im Jahre 2009 im Landkreis bisher erfassten Norovirus-Erkrankungen auf 340. Der Gipfel der spezifischen Brech-Durchfall-Erkrankung ist überschritten. Das Robert-Koch-Institut sprach von einer deutschlandweiten Winterepidemie. Auch in Mittelsachsen waren zumeist Pflege- und Kindereinrichtungen betroffen. Das sächsische Herdbekämpfungsprogramm zur Verhütung und Bekämpfung von Norovirus-Infektionen hat sich bewährt. Eine Prophylaxe durch wirksame Maßnahmen der Hände- und Toilettenhygiene wird noch immer angeraten.
Dagegen bewegt sich die Zahl der sogenannten „unspezifischen“, nicht näher diagnostizierten Durchfälle weiter auf einem erhöhten jahreszeitlichen Niveau.
Ein erheblicher Anstieg ist bei den akuten respiratorischen Erkrankungen zu verzeichnen. In der 4. KW wurde allein aus den Freiberger Meldepraxen zu 1.059 neuen Fällen unspezifischer Atemwegsinfektionen berichtet. Es ist von einer epidemischen Lage auszugehen. In der Region Mittweida verdoppelte sich die Zahl der Infekte in der Altersgruppe der 8- bis 17-jährigen. Im Altkreis Döbeln sind manche Schulklassen nur noch zur Hälfte besetzt. Hauptsymptome sind Fieber, Husten, Schüttelfrost und Gliederschmerz. Eingebettet in den allgemeinen Erkältungskrankheiten verbirgt sich die echte Influenza-Virusgrippe. Seit Jahresanfang gelang im Landkreis Mittelsachsen in 48 Fällen akuter Atemwegserkrankungen bei vorwiegend ungeschützten Kindern der Nachweis von Influenza-A (41) und von Influenza-B (7). Von der Grippeschutzimpfung wird jetzt aber abgeraten. Dafür gewinnen Schutzmaßnahmen der persönlichen Hygiene wie die Vermeidung enger sozialer Kontakte, die Nutzung von Ein-Weg-Taschentüchern oder die reichliche Zufuhr von Vitaminen an Bedeutung. Die Häufung von Atemwegsinfekten in der Grundschule Flöha (3./4. KW) ist zum Stillstand gekommen.