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23.10.2009 - Tag der Winterbereitschaft

Winterdienst

Foto: Landratsamt

Abschließend geprüft wurde die Winterdiensttechnik beim traditionellen Tag der Winterbereitschaft am 23. Oktober 2009.

Der Landkreis Mittelsachsen ist nun auch offiziell auf den Winterdienst vorbereitet. Beim traditionellen Tag der Winterbereitschaft sind letzte Fahrzeuge und ihre Winterdiensttechnik abschließend geprüft worden und es fanden allgemeine Koordinierungsgespräche mit der Polizei und den beteiligten Fremdfirmen zum Winterdienst statt. „Eine Einsatzbereitschaft war bereits vorher gewährleistet, trotz des zeitigen Wintereinbruchs vor elf Tagen konnten wir eine Verkehrssicherheit gewährleisten“, erklärt Volker Uhlig. Seit diesem Tag ist die Straßenmeisterei Brand Erbisdorf im Einsatz und bringt täglich etwa sechs Tonnen Streusalz auf die Straßen. Weitere Meistereien des Landkreises gibt es in Hainichen, Mühlau, Rochlitz, Döbeln und Freiberg. Insgesamt sind diese für ein 1700 Kilometerlanges Netz an Bundes-, Staats-, und Kreisstraßen zuständig.

Im vergangenen Jahr war der 29. Oktober der erste Einsatztag des Winterdienstes im Landkreis Mittelsachsen, erst im Frühjahr war die Saison zu Ende. Der vergangene Winter hat in dem Bereich Kosten in Höhe von 1,7 Million Euro verursacht. „Wir konnten trotz des harten Winters, die Sicherheit des Verkehrs gewährleisten“, so Jürgen Zimmermann. „Es mussten auch Straßen gesperrt werden, die erst nach dem Einsatz schwerer Technik, wie einer Schneefräse, wieder freigegeben werden konnten.“ Über 14.000 Tonnen Salz wurde auf die Straßen gebracht.

Der Ausschuss für Umwelt und Technik hat in seiner Sitzung am 7. Oktober einem Lieferauftrag für bis zu 14 300 Tonnen Auftausalz im Wert von bis zu 876.000 Euro zugestimmt.  Die Winterdiensttechnik ist von der landkreiseigenen Amtswerkstatt in Chemnitz überprüft und gegebenenfalls repariert worden. Für die Erfüllung der Aufgabe stehen dem Landkreis zwölf Mehrzweckgeräteträger UNIMOG U 400, zwölf 2-Achs-Lastkraftwagen, eine Schneefäse vom Typ SIL und 4 Kleingeräteträger MULTICAR zur Verfügung. Hinzukommen noch weitere 34 Räum- und Streufahrzeuge privater Leistungsanbieter, die bereits durch den Landkreis gebunden wurden. Um den Winterdienst noch effizienter zu gestalten, investiert der Landkreis in moderne Streutechnik, so z. B. werden Streumengen in Abhängigkeit der Belagstemperatur definiert. So lassen sich Streustoffeinsparungen bis zu 30 Prozent feststellen. Des Weiteren verfügen die neuen Streuautomaten über ein satellitengestütztes Datenerfassungssystem, wodurch der zur Nachweisführung wichtige Räum- und Streubericht per Mausklick erstellt und die Abrechnung genauer durchgeführt werden kann. „Gerade in Zeiten in denen die Gelder knapper werden ist der Einsatz solcher Technik wichtig und wir sind bestrebt diese in allen Meistereien einzuführen, bisher ist sie in Brand Erbisdorf und Mühlau im Einsatz“, erklärt Landrat Volker Uhlig.

Als Abschluss der Vorbereitungen des Winterdienstes werden die letzten Schneezäune im Landkreis aufgestellt. Sie haben eine Länge von knapp 20 Kilometern. Das Aufstellen der Zäune konnte deshalb noch nicht abgeschlossen werden, weil die Felder teilweise noch nicht abgeerntet wurden. Ein weiterer Grund besteht in der Durchnässung der Felder, die ein Aufstellen der Zäune unmöglich macht.“, erklärt Zimmermann.

Hainichen:

Technik: 2 Unimog mit Streuer und Pflug, 2 LKW  mit Streuer und Pflug, 6 Fremdfahrzeuge aus der Region, eine Anbau- Fräse und eine Anbaurandwallschleuder
Schneezaun 7040 Meter
Betreuungskilometer: 267 Kilometer  (Bundesstraßen 54 Kilometer, Staatsstraßen 100 Kilometer und Kreisstraßen 113 Kilometer)

Brand Erbisdorf:

Technik: 2 Unimog mit Streuer und Pflug, 2 LKW  mit Streuer und Pflug und fünf Fremdfahrzeuge der Region eine Anbau- Fräse und eine Anbaurandwallschleuder
Schneezaun: 10100  Meter
Betreuungskilometer: 268 Kilometer (Bundesstraßen 41 Kilometer, Staatsstraßen 130 Kilometer und Kreisstraßen 97 Kilometer)

Mühlau:
 
Technik: 2 Unimog, 2 LKW und 1 Multicar, 4 Fremdfahrzeuge, eine Anbau-Fräse und eine Anbaurandwallschleuder
Schneezaun: 8180 Meter
Betreuungskilometer: 238 (Bundesstraßen 48 Kilometer, Staatsstraßen 99 Kilometer und Kreisstraßen 91 Kilometer)

Rochlitz:

Technik: 2 Unimog, 2 LKW 1 Multicar, fünf Fahrzeuge von Fremdfirmen eine Anbau-Fräse und eine Anbaurandwallschleuder
Schneezäune: 17500 Meter
Betreuungskilometer: 282 Kilometer (Bundesstraßen 45 Kilometer, Staatsstraße 84 Kilometer und Kreisstraße 153 Kilometer)

Döbeln:

Technik: 2 Unimog, 2 LKW und 1 Multicar, und acht Fahrzeuge von Fremdunternehmen eine Anbau-Fräse und eine Anbaurandwallschleuder
Schneezaun: 10439 Meter
Betreuungskilometer: 303 Kilometer (Bundesstraßen 49, Kilometer, Staatsstraße 97 Kilometer und Kreisstraße 157 Kilometer)

Freiberg:

Technik: 2 Unimog, 2 LKW und 1 Multicar, 6 Fremdfahrzeuge, 1 Schneefräse SIL eine Anbau-Fräse und eine Anbaurandwallschleuder
Schneezaun: 11820 Meter
Betreuungskilometer: 270 (Bundesstraßen 49 Kilometer, Staatsstraßen 125 Kilometer und Kreisstraßen 96 Kilometer)