12.02.2010 - Zwischenbilanz Winterdienst
„Der Winterdienst des Landkreises Mittelsachsen ist bereits seit über 90 Tagen im Einsatz und ein Ende der Winterperiode ist so schnell nicht in Sicht“, erklärt Jürgen Zimmermann beim Ziehen einer ersten Zwischenbilanz für die Arbeit des Winterdienstes in dieser Saison.
Die Straßenmeisterei Brand-Erbisdorf hat 91 Einsatztage zu verzeichnen, die Meisterei Freiberg 76, Hainichen 70, Döbeln und Rochlitz 65 und Mühlau 64 Tage. Im gesamten vergangenen Winter waren die Meistereien bis zu 113 Tage im Einsatz – die Kosten beliefen sich auf 2,056 Millionen Euro. In dieser Saison betrugen die Kosten bisher 1,2 Millionen Euro. Jürgen Zimmermann: „Auch wenn derzeit eine lange Winterperiode herrscht, hoffen wir keine Kostensteigerung zu haben.“ Dies zeichnet sich allerdings im Augenblick ab. Auch für das vorhergesagte Wochenendwetter ist der Landkreis gut gerüstet. „Zwar spüren wir durch verstärkte Lieferverzögerungen, dass Streusalz in diesen Tagen ein knappes Gut ist, aber unsere Lager sind mit knapp 1 800 Tonnen gut gefüllt und der Winterdienst kann derzeit ohne Einschränkungen durchgeführt werden."
Sorgen machen Zimmermann die Nachwirkungen des Winters: „Wir gehen davon aus, dass mehr Schlaglöcher und somit mehr Straßenschäden vorhanden sein werden. Bereits jetzt ist es an einigen Stellen deutlich sichtbar.“ Im vergangenen Jahr hat der Landkreis 3 457 Tonnen Mischgut für die Flickung der Straßen verbraucht – 3 600 Tonnen sind für dieses Jahr bestellt. „Ein genaues Bild können wir uns erst machen, wenn der Schnee geschmolzen ist. Erste Untersuchungen haben aber bereits ergeben, dass etwa 35 Prozent der Straßenlänge von Bundes-, Staats- und Kreisstraßen durch den diesjährigen Winter beschädigt wurde. Im vergangenen Jahr lag die Quote bei etwa 30 Prozent.“