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29.06.2010 - Sozialplanung in Mittelsachsen auf feste Füße gestellt


<P>Am vergangenen Freitag fand in Mittweida auf Einladung des Landratsamtes die Auftaktveranstaltung zur Gründung einer AG Sozialplanung Mittelsachsen statt. </P>

Die Abteilung Soziales des Landkreises Mittelsachsen hat in enger Zusammenarbeit mit der Kreisarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in den letzten Wochen dazu die Weichen gestellt.

„Ziel ist, für Mittelsachsen Strategien zu entwickeln, wie der Landkreis den Auswirkungen des demografischen Wandels begegnen kann und für seine älteren und/oder bedürftigen Bürgerinnen und Bürger die soziale Infrastruktur ausbauen oder verändern muss, um sie bedarfsgerecht zu gestalten und Teilfachpläne zu entwickeln“, erläutert Dieter Steinert, zweiter Beigeordneter und Leiter des Geschäftskreises Soziales und Gesundheit im Landratsamt.

Dazu wurden und werden verschiedene Akteure vor Ort ins Boot geholt. Das sind neben Vertretern der Kreisarbeitsgemeinschaft und Mitarbeitern der Sozialverwaltung z. B. die Pflegekasse, Bürgermeister, der Kommunale Sozialverband Sachsen, Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft, Vertreter von Einrichtungen und Diensten, Selbsthilfegruppen, der Behindertenbeirat, die Gleichstellungsbeauftragte, Wohnungsunternehmen. Diese werden ab September in Unterarbeitsgruppen tätig.
„Dass das Sozialamt mit uns gemeinsam diese Aufgabe angehen wird, ist auch eine große Herausforderung für uns“, meint Angela Gronwaldt, Vorsitzende der Kreisarbeitsgemeinschaft und Regionalleiterin Chemnitz beim Paritätischen Wohlfahrtsverband. „Im ländlichen Raum wird sich eine umfassende und abgestimmte Planung der Lebensbedingungen vor Ort sowie sozialer Hilfs- und Unterstützungsangebote anders gestalten wie in städtischen Zentren. Es wird kein allgemeines Konzept geben können“, so Gronwaldt weiter.

 „Wir möchten eine am tatsächlichen Bedarf orientierte Unterstützungs- und Angebotsstruktur mit fachlich und wirtschaftlich angemessenen Standards schaffen“, so Gabriele Pfeil, Leiterin der Abteilung Soziales des Landkreises, „es gibt keine Modelle für den ländlichen Raum, auf die man detailliert schauen kann, aber wir meinen, mit der Fachlichkeit und der Kreativität jedes Einzelnen sollte es uns gelingen!“

Positiv zu werten ist, dass alle Teilnehmer der Auftaktveranstaltung ihre aktive Bereitschaft zur Mitarbeit und Gestaltung zugesichert haben. In der Diskussion wurde deutlich, dass an vielen Stellen gleichgelagerte Probleme zu bewältigen sind und dies nur auf einer gemeinsamen Plattform möglich ist, welche künftig die AG Sozialplanung Mittelsachsen bietet.