Neues aus dem Landkreis Mittelsachsen http://www.landratsamt-mittelsachsen.de de-de TYPO3 News Mon, 10 Dec 2018 19:20:44 +0100 Mon, 10 Dec 2018 19:20:44 +0100 TYPO3 EXT:news news-2298 Mon, 10 Dec 2018 10:23:00 +0100 Information der Wohngeldbehörde zur Servicestelle Freiberg ab 2019 /das-amt/neuigkeiten/information-der-wohngeldbehoerde-zur-servicestelle-freiberg-ab-2019.html Der letzte Sprechtag des Bereiches Wohngeld in der Servicestelle Freiberg, Frauensteiner Straße 43, Flachbau, Zimmer 614 a, findet am 18. Dezember 2018 in der Zeit von 09:00 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 18:00 Uhr statt. Ab 1. Januar 2019 wird der Sprechtag der Wohngeldbehörde des Landratsamtes Mittelsachsen in der Servicestelle Freiberg aufgrund der gesunkenen Inanspruchnahme eingestellt.

Die Abgabe und Ausgabe von Wohngeldanträgen ist, wie bisher, in den Stadt- und Gemeindeverwaltungen des Landkreises möglich. Bei Bedarf können auch weiterhin Termine für eine Beratung in Freiberg unter Telefon 03731 799-6362 zu den üblichen Sprechzeiten des Landratsamtes Mittelsachsen vereinbart werden.

Achtung: 
Die Sprechzeiten der Wohngeldbehörde der Stadtverwaltung Freiberg bleiben hiervon unberührt.

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news-2323 Fri, 07 Dec 2018 07:02:01 +0100 Sieger des Kleingartenwettbewerbs stehen fest /das-amt/neuigkeiten/sieger-des-kleingartenwettbewerbs-stehen-fest.html Im Rahmen der Sitzung des Kreistages wurden die Sieger des Wettbewerbs „Schönste Kleingartenanlage Mittelsachsen 2018“ gekürt. Es gab drei Kategorien: eine bis 30, 31 bis 60 und mehr als 60 Parzellen. „Kleingärten prägen das Ortsbild, verbessern das Stadtklima, sind Räume der Erholung und fördern das Miteinander. Menschen finden sich zusammen und engagieren sich“, so der erste Beigeordnete Dr. Lothar Beier. Diese soziale Komponente war bei den Besuchen der Jury immer wieder deutlich spürbar. Die zirka 400 mittelsächsischen Kleingartenvereine stellen einen bedeutenden Anteil an der Flächennutzung dar. Derzeit bewirtschaften sie rund 450 Hektar. „Sie leisten einen Beitrag zur sinnvollen Bodenbewirtschaftung und erfreuen mit ihren angebauten Blumen und Pflanzen zahlreiche Spaziergänger“, erklärt Dr. Beier.

Gewonnen hat in der Kategorie bis 30 Parzellen die Anlage „Zur Buschdrehe“ im Halsbrücker Ortsteil Conradsdorf mit 18 Parzellen. „Innerhalb eines Jahres wurden zur Einhaltung der Rahmenkleingartenordnung weitestgehend alle Nadelgehölze entfernt, durch den Flächengewinn konnte eine intensive kleingärtnerische Nutzung erzielt werden“, so der Leiter des Referates Naturschutz Udo Seifert. Den zweiten Platz erhielt die Anlage „Erich Götzelt“ in Freiberg. Diese umfasst 22 Parzellen. „Hier werden zudem alte historische Gartenlauben erhalten“, so Seifert.

In der Kategorie mit 31 bis 60 Parzellen erhielt die Kleingartenanlage „Naherholung Freiberg“  mit 40 Parzellen den ersten Platz. Seifert: „Diese Gartenanlage besticht durch ein Insektenhotel und einer Kräuterspirale. Auffallend waren sehr viele Pfirsichbäumen in der Anlage die aufgrund des diesjährigen Wetters einen reichen Ertrag verzeichneten.“ Den zweiten Platz erhielt die Anlage „Albert Funk“ in Freiberg. „Das Besondere hier war eine Fläche, wo jeder Beeren pflücken kann und Schautafeln mit Hinweisen zu Flora und Fauna“, erklärt der Referatsleiter. Der dritte Platz ging an den Anlage Lützelhöhe in Frankenberg. Sie hat 58 Parzellen. Hervorzuheben waren hier die gepflegten naturbelassenen Hauptwege in der Anlage. Sachpreise erhielten die Anlagen „Claußallee“ in Freiberg und „Jahnhöhe“ in Flöha.

Gewonnen haben in der Kategorie ab 61 Parzellen die Anlage „Einigkeit“ in Freiberg mit 69 Parzellen. Durch die Beseitigung von Nadelgehölzen in den letzten zwei Jahren gestalteten die Kleingärtner ihre Parzellen um und erreichten dadurch eine intensivere gärtnerische Bewirtschaftung. Die Kleingartenanlage „Waldfrieden“ aus Freiberg mit mehr als 154 Parzellen erhielt den zweiten Platz. „Sie war die größte Anlage unter den Teilnehmern und zeichnet sich durch übersichtlich ausgeschilderte Hauptwege aus, des Weiteren verfügt sie über eine Freiland-Kegelbahn“, so Seifert. Den dritten Platz belegte die Anlage „Pappelallee“ Frankenberg mit 102 Parzellen, hier hat ein junger Vorstand die Leitung der Anlage übernommen. Geplant ist die Gestaltung einer generationsübergreifenden Anlage. Als Dank für die Beteiligung an dem Wettbewerb erhielten die Anlagen „Freies Land“, „Häuersteig“ und „Am Wasserturm“ aus Freiberg ebenfalls Sachpreise.

Bewertet wurden sowohl die Gesamtanlage als auch ausgewählte Einzelgärten sowie drei Einzelgärten pro Anlage. Die Jury prüfte unter anderem die Gestaltung der Haupteingänge, Sauberkeit, Pflegezustand sowie die Beschaffenheit der Wege. Auch das Vorhandensein von Gemeinschaftseinrichtungen, die Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit, Parzellennummerierung und der Zustand der vorhandenen Gehölze waren Kriterien. Anhand der erreichten Punkte wurden die Platzierungen ermittelt. Die Jury bestand aus zwei Teilnehmern des Landratsamtes, dem Regionalverband Freiberg und leider nur teilweise aus dem Regionalverband Mittweida. Zusammenfassend wurde durch die Jury festgestellt, dass der Bestand an Wald- und Nadelgehölzen erheblich dezimiert wurde und damit ein wesentlicher Beitrag zur kleingärtnerischen Nutzung in den Parzellen geschaffen wurde. Es beteiligten sich die Regionalverbände Freiberg und Mittweida. Der nächste Wettbewerb findet in vier Jahren statt.

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news-2320 Thu, 06 Dec 2018 07:54:24 +0100 Verdienstmedaille für Christa Michel /das-amt/neuigkeiten/verdienstmedaille-fuer-christa-michel.html Als langjährige Vorsitzende und Gründungsmitglied des Vereins der Freunde und Förderer der Musikschule Carl Philipp Emanuel Bach Döbeln e. V. engagiert sich Christa Michel ehrenamtlich. Durch ihre Arbeit trägt sie dazu bei, dass die talentierten Jungen und Mädchen der Musikschule der Mittelsächsischen Kultur gGmbH in hohem Maße eine öffentliche Anerkennung erfahren. Aus diesem Grund ist die Döbelnerin mit der Verdienstmedaille des Landkreises Mittelsachsen ausgezeichnet worden. Der erste Beigeordnete Dr. Lothar Beier überreichte ihr die Ehrung im Rahmen der Kreistagssitzung. „Seit 2001 steht Christa Michel dem Förderverein vor. Dieser setzt sich nicht nur für die besondere Förderung von begabten Schülerinnen und Schülern ein, sondern sorgt auch dafür, dass Mädchen und Jungen aus sozial schwächeren Familien die Musikschule besuchen können“, erklärte er. Unter Christa Michels Leitung hat sich der Verein zudem als wichtiger Helfer bei der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen sowie bei der Beschaffung zusätzlicher Instrumente erwiesen. „Für ihre Leistungen und ihren beständigen Einsatz war Frau Michel bereits für den Sächsischen Bürgerpreis 2017 nominiert. Das zeigt, wie geschätzt und geachtet sie ist. Nun ist sie die erste Trägerin der mittelsächsischen Verdienstmedaille“, so Dr. Beier. Christa Michel war selbst einmal Schülerin an der Musikschule. Nach ihrem Musiklehrerstudium war sie viele Jahre an Döbelner Schulen als Musiklehrerin und Kulturorganisatorin aktiv.

Träger der Verdienstmedaille

  • 2016: Heiner Stephan aus Leisnig – für sein außergewöhnliches Engagement zur Bewahrung des Klosters Buch als einmaliges, sächsisches Kulturgut (Verleihung: 03/2017)

  • 2017: Ehrenfried Keller aus Conradsdorf – für seinen unermüdlichen und langjährigen Einsatz als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes (Verleihung: 03/2018)

  • 2018: Christa Michel aus Döbeln – für ihre Leistungen und ihren beständigen Einsatz als langjährige Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer der Musikschule Carl Philipp Emanuel Bach Döbeln e. V. (Verleihung: 12/2018)

Hintergrund und Vergabemodalitäten

Die Verdienstmedaille wird als Zeichen der Würdigung und dankbaren Anerkennung für die Verdienste um den Landkreis Mittelsachsen und seiner Bevölkerung gestiftet. Sie wird an Personen verliehen, die sich insbesondere im sozialen, kulturellen, sportlichen, wirtschaftlichen und politischen Bereich oder auf dem Gebiet des Umwelt- und Naturschutzes engagieren und dem Wohl der Gesellschaft dienen. Das Engagement und die Leistungen daraus sollen vor allem dem Landkreis und seiner Bevölkerung zu Gute kommen. Zugleich wird mit der Verleihung der Verdienstmedaille angestrebt, außergewöhnliches ehrenamtliches Wirken öffentlich anzuerkennen, den bedeutenden Beitrag von ehrenamtlicher Arbeit in Mittelsachsen beispielhaft zu würdigen und das Ehrenamt als wertvollen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens zu befördern.

Einmal im Jahr wird die Verdienstmedaille verliehen. Im Landratsamt können laufend Vorschläge eingereicht werden, ein offizieller Aufruf erfolgt im Sommer. Bis 30. September läuft die entsprechende Frist. Mitte 2018 wurden die Vergabemodalitäten angepasst. Neu ist, dass der Landrat den Vorschlag in der letzten jährlichen Sitzung des Kreistages begründet, die Kreisrätinnen und Kreisräte einen entsprechenden Beschluss fassen und die Medaille direkt im Anschluss an den Träger überreicht wird. Nach der bisherigen Regelung lag zwischen dem Einreichen der Vorschläge und der Vorberatung im Verwaltungs- und Finanzausschuss (VFA) sowie dem Kreistagsbeschluss rund ein halbes Jahr. Der VFA berät auch weiterhin im Vorfeld über die bis zum 30. September des laufenden Jahres eingereichten Vorschläge.

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news-2319 Thu, 06 Dec 2018 07:17:48 +0100 Aus der Sitzung des Kreistages vom 5. Dezember 2018 /das-amt/neuigkeiten/aus-der-sitzung-des-kreistages-vom-5-dezember-2018.html Am 5. Dezember trat der Kreistag Mittelsachsen zur 20. Sitzung im Veranstaltungssaal des Beruflichen Schulzentrums für Technik und Wirtschaft „Julius Weisbach" in Freiberg zusammen. Wirtschaftsförderung im Überblick 2018

Im Rahmen der Kreistagssitzung am 5. Dezember gab der 1. Beigeordnete Dr. Lothar Beier einen Überblick über die wirtschaftlichen Aktivitäten im Landkreis. In insgesamt 15 geförderten gewerblichen Maßnahmen investierten Unternehmen in diesem Jahr knapp 64 Millionen Euro. Damit wurden etwa 680 Arbeitsplätze erhalten beziehungsweise neu geschaffen. Weiterhin stellte Dr. Beier die maßgeblichen Förderrichtlinien der Wirtschaftsförderung vor. In über 40 Einzelprojekten wurden 2018 Standortmarketing und Kooperationen unterstützt, darunter aktuell der Kinospot „Mittelsachsen ist mein Platz zum Wachsen“. Die Fachkräfteallianz hatte in diesem Jahr ein Finanzvolumen von knapp 470.000 Euro. Zu den Fachkräfteprojekten zählt unter anderem der Job- und Karrieretag am 27. Dezember 2018 in Freiberg. Für das Modellvorhaben Land(auf)Schwung war es mit 45 bewilligten Maßnahmen und über 260 Anfragen in der Nestbau-Zentrale ein sehr arbeitsreiches Jahr. Verschiedene Kreisentwicklungsprojekte rundeten das Portfolio ab. Gleichzeitig betonte Beier, dass Wirtschaftsförderung nur in einem funktionierenden Netzwerk möglich sei, in welchem der Landkreis die koordinierende Rolle innehat. Weitere Informationen: www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de

Informationen zum Asyl

In diesem Jahr wurden dem Landkreis 464 neue Asylsuchenden durch den Freistaat Sachsen zugewiesen. Das geht aus der aktuellen Berichterstattung des Leiters der Stabsstelle Asyl- und Ausländerangelegenheiten Dieter Steinert hervor. Darunter befinden sich auch 66 Kinder. „Sie wurden im Landkreis geboren, werden aber formal an uns zugewiesen“, so Steinert. Gleichzeitig gab es bis Ende Oktober 489 Abgänge, darunter 54 Abschiebungen und 98 freiwillige Rückreisen. Zum Stand Ende Oktober waren 1 572 Asylsuchende durch den Landkreis in Wohnungen, Wohnprojekten oder in den Gemeinschaftsunterkünften in Freiberg, Döbeln, Lunzenau und Striegistal untergebracht. Bis Ende Oktober erhielten 911 Personen eine Aufenthaltserlaubnis, davon 309 aus humanitären Gründen beziehungsweise 285 zur Ausbildung.  „Der Familiennachzug macht sich noch nicht bemerkbar“, erklärte der Leiter der Stabsstelle. In diesem Zusammenhang zogen von hier lebenden 13 anerkannten Flüchtlingen 26 Personen zu. Diese leben in Döbeln, Mittweida und Freiberg. Eine Familie zog von Freiberg nach Brand-Erbisdorf und eine weitere mit zwei Personen nach Chemnitz. Seit April erhielten 86 anerkannte Flüchtlinge eine Wohnsitzauflage. „Das heißt, sie müssen sich innerhalb des Landkreises ihren Wohnsitz nehmen, wir legen aber nicht fest, in welcher Kommune“, so Steinert. Man versuche auf eine ausgewogene Verteilung hinzuwirken, beispielsweise mit einer Wohnungsbörse. 98 Wohnungen stehen dafür in 13 Städten und Gemeinden zur Verfügung. Des Weiteren führte Steinert über die Verwendung von Fördermitteln für die Integration aus, darüber werden beispielsweise die Bildungs- und Kommunalen Integrationskoordinatoren finanziert sowie die Servicestelle Sprach- und Integrationsmittler und Gemeindedolmetscherdienste, die Rückkehrberatung und die Sozialarbeit. „Wir werden uns weiter um die entsprechenden Gelder von Bund und Land bemühen“, so Steinert abschließend.

Erster Doppelhaushalt verabschiedet

Der Kreistag hat den ersten Doppelhaushalt des Landkreises Mittelsachsen beschlossen. Er umfasst die Haushaltsjahre 2019 und 2020 und orientiert sich somit zeitlich am Doppelhaushalt des Freistaates. Die Aufwendungen des Ergebnishaushaltes steigen 2019 auf 387 Millionen Euro und 2020 auf 408 Millionen Euro. Ursächlich für die weiteren Aufwüchse sind unter anderem ein weiterer Anstieg sozialer Leistungen sowie der Zuschüsse für den öffentlichen Personennahverkehr. Für den Breitbandausbau sieht der Kreishaushalt 2019 5,1 Millionen Euro vor. 2020 steigt durch die vorgesehenen Neuausschreibungen der Rettungsdienstleistungen das Haushaltsvolumen weiter an. „Der soziale Bereich umfasst mit fast 50 Prozent der Auszahlungen erneut den größten Teil des Haushaltes“, so der Leiter der Abteilung Finanzen und Controlling Andreas Müller. Allein für die Leistungen für Unterkunft und Heizung sind jeweils 36 Millionen Euro in den beiden Jahren geplant. Für Leistungen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe sind 2019 und 2020 Aufwendungen in Höhe von jeweils 45 Millionen Euro veranschlagt. „Aber auch betraglich kleinere Einzelveranschlagungen sollten Erwähnung finden: Gemäß Kreistagsbeschluss vom September wurde in den Kreishaushalt auch die Erhöhung der Förderung des Kreisfeuerwehrverbandes Mittelsachsen auf 70.000 Euro berücksichtigt“, so Müller. Für Investitionen des Landkreises sind für beide Haushaltsjahre Auszahlungen in Höhe von 56 Millionen Euro geplant. Für Baumaßnahmen an Kreisstraßen insgesamt werden davon 2019 11 Millionen und 2020 über 12 Millionen Euro bereitgestellt. Diese Baumaßnahmen beinhalten beispielsweise die „Entschärfung“ des Burgberges Kriebstein entlang der Kreisstraße (K) 8215, die Erneuerung der K 7702 zwischen Hammerleubsdorf und Gahlenz sowie den Ausbau der K 7542 zwischen Naunhof und Bockelwitz. Auch im Hochbau sind mehrere Investitionsmaßnahmen vorgesehen, wie die Sanierung beziehungsweise der erforderliche Anbau für ein Therapiebecken an der Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in Flöha. Im Doppelhaushalt ist keine Kreditaufnahme vorgesehen. Müller: „Die Pro-Kopf Verschuldung liegt Ende 2020 bei rund 41,50 Euro, einer der niedrigsten Werte in Sachsen.“ Die Beteiligung der Städte und Gemeinden an den überörtlichen Aufgaben und der Daseinsfürsorge des Landkreises werden über die sogenannte Kreisumlage erhoben. Diese sinkt im Vergleich zu diesem Jahr von 31,65 auf 30,50 Prozent.

In Abstimmung mit dem mittelsächsischen Kreisvorstand des Sächsischen Städte- und Gemeindetages erhielten in der laufenden Haushaltsdiskussion erstmals alle Kommunen des Landkreises den Haushaltsplanentwurf und damit die Möglichkeit, sich unmittelbar zur ihrer eigenen Leistungsfähigkeit und der vorgesehenen Kreisumlage zu positionieren. Hiervon machten 22 Kommunen Gebrauch. „Es waren offene Gespräche mit dem Kreisvorstand des Städte- und Gemeindetages. Mit der Absenkung möchten wir die Kommunen etwas entlasten. Denn die oft genannten Mehreinnahmen bei den Städten und Gemeinden, werden durch die allgemeinen Kostensteigerungen nicht mehr gedeckt. Aber dies löst nicht das Grundproblem der finanziellen Ausstattung der Kommunen“, so der erste Beigeordnete Dr. Lothar Beier. Er dankte dem Kreistag für die Zustimmung und betonte, dass mit einem Doppelhaushalt eine Planungs- und Handlungssicherheit für den Kreis entstünde, um gerade im Jahr 2020 beispielsweise schnell ausschreiben zu können.

Jahresabschluss festgestellt

Entsprechend der Information im vergangenen Kreistag werden die Jahresabschlüsse in den kommenden Sitzungen des Gremiums nachgeholt. Jahresabschlüsse bilden unter anderem eine wichtige Grundlage für die Genehmigung des Haushaltes. Infolge der Einführung der neuen Haushaltsführung Doppik und der Erstellung der hierzu erforderlichen Eröffnungsbilanz kam es zu der Verzögerung. Am 5. Dezember stellten die Mitglieder des Kreistages den Jahresabschluss 2014 fest. In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde dem Kreistag der Beteiligungsbericht des Landkreises für das Geschäftsjahr 2017 vorgelegt. Darin werden die vorhandenen unmittelbaren Beteiligungen des Landkreises an zwölf Gesellschaften, die weiteren neun mittelbaren Beteiligungen und die neun Zweckverbände ausführlich dargestellt.

Radewegekonzeption fertiggestellt

Die Fortschreibung der touristischen Radewegekonzeption ist fertig. In diesem Rahmen wurden 19 sogenannte Hauptrouten ausgearbeitet. Sie verdichten das SachsenNetz Rad und verbinden Grund- und Mittelzentren sowie touristische Hauptziele, wie die Altstadt Freibergs mit der Radrennbahn Rossau oder Frankenberg mit dem Sonnenlandpark in Lichtenau. Sie führen über klassische Radwege, landwirtschaftliche Wege oder direkt auf den Straßen mit Mischverkehr. „Es wurde aber versucht, große Bundesstraßen außen vor zu lassen“, so der erste Beigeordnete Dr. Lothar Beier. Die nun in die Konzeption aufgenommenen Routen haben eine Länge von knapp 270 Kilometern und sind einzeln ausführlich dargestellt: vom Höhenprofil bis zum Zustand der Wege. Die Befahrbarkeit ist bei rund 80 Prozent der Wege gut bis mittel und bei rund zehn Prozent schlecht. „Dieses Dokument bildet für die Städte und Gemeinden die wichtige Grundlage für die Einwerbung von Fördermitteln zur Ertüchtigung der Wege. Aber auch der Kreis ist gefragt, seinen Anteil zur Verbesserung der Routen zu leisten“, so Dr. Beier. Insgesamt beträgt das geschätzte Investitionsvolumen 5,6 Millionen Euro.

Richtlinie zur Gewährung von Kosten der Unterkunft und Heizung angepasst

Da die Preise für Wohnungsmieten und Wohnungsnebenkosten in den vergangenen zwei Jahren gestiegen sind, hat der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung die Richtlinie zur Gewährung von Kosten der Unterkunft und Heizung vom 14. Dezember 2016 angepasst. Dies ist wichtig für die Gewährung von sozialen Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts, wie des Jobcenters oder bei der Grundsicherung im Alter. Sie regelt, welche Wohnkosten angemessen sind. Die entsprechenden Werte hat das Unternehmen Analyse und Konzepte Beratungsgesellschaft für Wohnen, Immobilien, Stadtentwicklung mbH mit Hilfe von Verbraucherpreisindex sowie Angebotsmieten von Wohnungsunternehmen und privaten Vermietern ermittelt. Angepasst wurden die Richtwerte für abstrakt angemessene Unterkunftskosten. Innerhalb des Landkreises gibt es regional unterschiedliche Mietniveaus. Deshalb gibt es drei sogenannte Mietkategorien. Beispielsweise bewegt sich laut Richtlinie die Höhe der angemessenen Kosten der Unterkunft für einen 1-Personen-Haushalt mit einem Wohnflächenbedarf von maximal 50 Quadratmetern zwischen 283,50 und 295,50 Euro (alt: zwischen 278 und 290 Euro), zuzüglich Heizkosten. „Die Kosten werden regelmäßig überprüft, bei Bedarf angepasst und teilweise vom Bund erstattet“, erläutert der zweite Beigeordnete Jörg Höllmüller. Die Richtlinie tritt zum 1. Januar 2019 in Kraft.

Änderung der Landkreisgrenze Mittelsachsen-Zwickau

Im Zuge des Flurbereinigungsverfahrens Niederfrohna ändert sich die Grenze zwischen den Landkreisen Mittelsachsen und Zwickau. Eine rund 1,9 Hektar große Teilfläche geht von der Gemarkung Mühlau (Mittelsachsen) an die Gemeinde Niederfrohna (Zwickau) über. Diese befindet sich im Außenbereich und ist unbewohnt. „Damit gehen auch die Baulast und die Verkehrssicherungspflicht eines ländlichen Weges an die Gemeinde Niederfrohna über“, erläutert Pia Weißenberg, Abteilungsleiterin Integrierte Ländliche Entwicklung und Geoinformation. Die Bürgermeister der betreffenden Gemeinden gaben bereits ihre Zustimmung für die Änderung der Grenzen. Da diese gleichzeitig die Kreisgrenze bildet und sich somit die Flächengröße beider Landkreise ändert, ist auch die Zustimmung der Kreistage von Mittelsachsen und Zwickau erforderlich. Das mittelsächsische Gremium stimmte den Plänen zu und beauftragte die Flurbereinigungsbehörde des Nachbarlandkreises gleichzeitig mit der weiteren Bearbeitung. „In der Folge wird ein Flurbereinigungsplan aufgestellt. In diesem wird ein Stichtag festgelegt, an dem die Grenzänderung in Kraft tritt“, erklärt Pia Weißenberg.

Naturschutzstationen erhalten Unterstützung

Die Mitglieder des Kreistages ermächtigten Landrat Matthias Damm, für die finanzielle Unterstützung von Naturschutzstationen eine Kooperationsvereinbarung mit der zuständigen Landesstiftung für Natur und Umwelt abzuschließen. Insgesamt erhält der Landkreis 99.225 Euro vom Freistaat Sachsen. „Die Naturschutzstationen tragen durch ehrenamtliches Engagement und praktische Naturschutz- und Landschaftspflege wesentlich zum Erhalt der Artenvielfalt bei und leisten einen großen Beitrag im Bereich der Umweltbildung“, so der erste Beigeordnete Dr. Lothar Beier. Außerdem ermächtigte der Kreistag den Landrat weitere entsprechende Kooperationsvereinbarungen in den Folgejahren abzuschließen. Der Freistaat Sachsen stellt die Mittel bereit. Das Landratsamt begleitet die Auszahlung verwaltungsseitig.

„Brücken in die Zukunft“-Maßnahmeplan angepasst

Der Maßnahmeplan für das Investitionsprogramm „Brücken in die Zukunft“ wurde mit dem Beschluss des Kreistages angepasst. Insgesamt stehen dem Landkreis gut 13 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld stammt vom Bund in Höhe von 3,2 Millionen Euro und vom Land in Höhe von 10,2 Millionen Euro. Rund 500.000 Euro vom Bund wurden zusätzlich an die Städte und Gemeinden übertragen. Anpassungen waren bei neun von insgesamt 27 Maßnahmen notwendig: So reduzierten sich die Kosten der energetischen Sanierung der Turnhalle am Förderschulzentrum Brand-Erbisdorf, da in der Planungsphase effektivere Lösungen für die Ausführung der Arbeiten entwickelt wurden. Ähnlich verhält es sich mit der Erneuerung der Heizungsanlage im Feuerwehrtechnischen Zentrum in Freiberg und der Sanierung der Wärmeerzeugeranlage am Beruflichen Schulzentrum „Julius Weisbach“ in Freiberg. „Wir tun alles dafür, um die Kosten zu halten, aber an vielen Stellen merken wir deutlich die Kostenmehrungen im Baubereich“, erklärt der Leiter der Abteilung Interner Service Peter Schubert. Eine Kostensteigerung gibt es beispielsweise bei der Sanierung der Kreisstraße 7532 in der Ortslage Forchheim bei Döbeln. Entgegen ersten Planungen müssen jetzt Abwasserkanäle erneuert und Medien verlegt werden. Kostenmehrungen gab es beispielsweise in Folge von zusätzlichen Bodenstabilisierungen bei der Fahrbahnerneuerung zum Burgeingang in Rochsburg und der Erneuerung der Blitzschutzanlage im Zuge der energetischen Sanierung des Hauses A des Landratsamtes Mittelsachsen am Standort Mittweida. Die angestrebte Neugestaltung des Haupteingangsbereichs des Hauptstandortes in Freiberg an der Frauensteiner Straße 43 befindet sich in der Planungsphase, die Gesamtbaukosten wurden angepasst. Es ergibt sich ein Minderbedarf von rund 800.000 Euro.  

Einführung einer Aufwandsentschädigung für Organisatorische Leiter Rettungsdienst und die Leitende Notärzte ab Januar

Ab Januar bekommen die ehrenamtlich tätigen Organisatorischen Leiter Rettungsdienst (OrgL) und die Leitenden Notärzte (LNA) des Landkreises Mittelsachsen eine höhere Entschädigungspauschale: Zusätzlich zur pauschalen Entschädigung bei Übernahme eines 24-Stunden-Bereitschaftsdienstes in Höhe von 24 Euro erhalten OrgL künftig eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro pro Einsatzstunde. LNA werden bisher monatlich mit einer Pauschale in Höhe von 100 Euro entschädigt. Mit Inkrafttreten der Satzung zum 1. Januar 2019 steht ihnen eine zusätzliche Aufwandsentschädigung von 30 Euro pro Einsatzstunde zu. Das hat der Kreistag mit der 2. Änderung der Satzung entschieden. Als Träger des Rettungsdienstes bestellt der Landkreis OrgL und LNA. Die Satzungsänderung sei aus zwei wesentlichen Gründen erforderlich geworden, so Steffen Kräher, Leiter der Abteilung Ordnung, Sicherheit und Veterinärwesen: „Die Bereiche wurden angepasst, weil der Landkreis seit der Auflösung des Rettungszweckverbandes Landkreis Leipzig und Region Döbeln nun für den gesamten Landkreis Mittelsachsen zuständig ist. Die Höhe der Entschädigung wurde zum Erhalt und zur Gewinnung ehrenamtlicher Mitglieder sowie zur Gewährleistung der Sicherstellung der Aufgaben bei Unglücksfällen und Notlagen angehoben.“ Tritt solch eine Großschadenslage ein, koordiniert ein Leitender Notarzt die ärztliche Versorgung. Diese Funktion wird mit notfallerfahrenen Notärzten besetzt, die einen entsprechenden Lehrgang absolviert haben. Um eine effiziente Versorgung zu gewährleisten, wurden in Mittelsachsen nun zwei LNA-Bereiche gebildet. Bereich I umfasst die Versorgungsbereiche der Rettungswachen Mittweida, Frankenberg, Hainichen, Leisnig und Döbeln mit der Außenstelle Naußlitz sowie die Versorgungsbereiche der Rettungswachen Burgstädt, Penig und Rochlitz mit der Außenstelle Geringswalde. LNA-Bereich II umfasst die Versorgungsbereiche der Rettungswachen Dittmansdorf, Mulda, Clausnitz, Eppendorf, Flöha und Freiberg mit der Außenstelle Brand-Erbisdorf.

Der Organisatorische Leiter Rettungsdienst unterstützt den Leitenden Notarzt bei der Einsatzführung und erledigt Führungs- und Koordinationsaufgaben am Einsatzort. Er verfügt über eine umfassende rettungsdienstliche Ausbildung sowie eine Qualifikation mit dem Schwerpunkt rettungsdienstlicher Führung. Die OrgL werden künftig in drei statt bisher zwei Bereichen organisiert sein. Bereich I umfasst die Versorgungsbereiche der Rettungswachen Burgstädt, Penig und Rochlitz mit der Außenstelle Geringswalde, Bereich II die Versorgungsbereiche der Rettungswachen Mittweida, Frankenberg, Hainichen, Leisnig und Döbeln mit der Außenstelle Naußlitz und OrgL-Bereich III besteht aus den Rettungswachenversorgungsbereichen Dittmansdorf, Mulda, Clausnitz, Eppendorf, Flöha und Freiberg mit der Außenstelle Brand-Erbisdorf.

Zur Finanzierung der Mehrausgaben erläutert Kreiskämmerer Andreas Müller, dass die Kosten für die Mitglieder der Gruppen OrgL und LNA nicht als Kosten des Rettungsdienstes durch die Kostenträger im Rettungsdienst, dies sind unter anderem die gesetzlichen Krankenkassen, übernommen werden. „Diese erstatten dem Landkreis seit 2013 lediglich eine Pauschale in Höhe von 15.000 Euro. Wir rechnen mit Mehrausgaben von jährlich 7.800 Euro, die aus dem Kreishaushalt zu decken sind“, so Müller. Die Kreisverwaltung hält die Einführung einer Einsatzpauschale jedoch für unerlässlich. „Zum einen, um damit unsere Anerkennung für diese verantwortungsvolle Aufgabe auszudrücken, und zum anderen um auch in Zukunft geeignete und engagierte Organisatorische Leiter Rettungsdienst und Leitende Notärzte bestellen zu können“, erklärte der erste Beigeordnete Dr. Lothar Beier.

Zukunft der Abfallentsorgung thematisiert

Der Landkreis ist für die Abfallentsorgung auf seinem Territorium verantwortlich. An erster Stelle steht dabei die Entsorgungssicherheit. „Dies soll nicht zuletzt aber auch unter günstigen wirtschaftlichen Bedingungen erfolgen, um auch weiterhin stabile Abfallgebühren sicherzustellen“, sagte der erste Beigeordnete Dr. Lothar Beier anlässlich der Kreistagssitzung am 5. Dezember. Der Kreistag fasste den Beschluss, die Mitgliedschaft im Abfallwirtschaftsverband Chemnitz (AWVC) zu beenden und eine entsprechende Zweckvereinbarung zwischen Landkreis und AWVC über die Entsorgung der Restabfälle und der sperrigen Abfälle aus dem Gebiet des ehemaligen Landkreises Döbeln anzupassen.

Anpassung der Zweckvereinbarung für Restabfälle aus dem Bereich Döbeln

Der mittelsächsische Kreistag hatte 2010 mit Beschluss festgelegt, dass der Landkreis Mittelsachsen zum 31. Mai 2013 aus dem Abfallverband Nordsachsen austritt. Gleichzeitig hat er die Entsorgung der kommunalen Abfallmengen des Altkreises Döbeln ab 1. Juni 2013 auf den Abfallwirtschaftsverband Chemnitz übertragen. Dafür wurde im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit eine Zweckvereinbarung abgeschlossen, die zum 31. Mai 2020 ausläuft. Der AWVC hat dem Landkreis Mittelsachsen deren Fortführung angeboten. „Der AWVC ist für den Landkreis bisher immer ein zuverlässiger Partner bei der Entsorgung der Restabfälle und sperrigen Abfälle gewesen“, so Dr. Beier. Mit der 2018 durchgeführten Ausschreibung und Vergabe hat der AWVC bis zum 31. Mai 2025 die Grundlagen dafür geschaffen, dass die Entsorgungssicherheit für anfallende Restabfälle und sperrige Abfälle der Verbandsmitglieder und weitere am freien Markt akquirierte Abfälle bis dahin sichergestellt ist. Mit der Fortführung der AWVC-Vereinbarung liegt dem Landkreis ein wirtschaftliches Angebot für die Entsorgung der Abfälle aus dem Gebiet Döbeln vor.

Recherchen der Entsorgungsdienste Kreis Mittelsachsen GmbH (EKM) zufolge könnten am freien Markt durchaus etwas niedrigere Preise erzielt werden. „Dabei darf aber nicht außer Acht gelassen werden, dass eine derartige Vergabe an Dritte fast nur durch eine europaweite Ausschreibung erfolgen kann – was zusätzliche Kosten verursacht“, so EKM-Geschäftsführer Jens Irmer. Darüber hinaus sei davon auszugehen, dass die Abfälle dann über weitere Strecken zur Entsorgungsanlage gebracht werden und vorher umgeladen werden müssen – was zu weiteren Mehrkosten (Transport, Bau/Ertüchtigung Umladestation, Umschlagkosten) führt. „Mit den zu erwartenden Mehrkosten würden eventuell mögliche günstigere Behandlungspreise kompensiert“, erläuterte er. Die beschlossene Änderung tritt zum 1. Juni 2020 in Kraft.

Beendigung der Mitgliedschaft im Abfallwirtschaftsverband Chemnitz (AWVC)

In einem zweiten Beschluss befasste sich der Kreistag mit dem avisierten Austritt aus dem AWVC. Bereits im März 2017 hatte das Gremium per Beschluss entschieden, vorerst bis 31. Mai 2025 als Mitglied im AWVC zu verbleiben. Neben Mittelsachsen sind die Stadt Chemnitz und der Erzgebirgskreis Mitglied. Nachfolgend aufgeführte Sachverhalte und Entwicklungen haben jedoch dazu geführt, diese Entscheidung zu revidieren:

  • Der Kreistag des Erzgebirgskreises hat in diesem Jahr den Austritt des Kreises aus dem AWVC zum 31. Dezember 2019 beschlossen, um eine einheitliche Mitgliedschaft im Zweckverband Abfallwirtschaft Südwestsachsen (ZAS) für den Erzgebirgskreis zu erreichen.

  • Der AWVC hat eine europaweite Ausschreibung und Vergabe zur Entsorgung der ihm zu überlassenden Restabfälle und sperrigen Abfälle für den Zeitraum 1. Juni 2020 bis 31. Mai 2025 durchgeführt. Im Ergebnis wird deutlich, dass behandelte Abfälle derzeit auf dem Markt weniger nachgefragt und zudem in der Entsorgung teurer sind als unbehandelte Abfälle.

  • Zukünftig sind gravierende Rückgänge der an der Restabfallbehandlungsanlage Chemnitz (RABA) zugeführten Abfallmengen zu erwarten.

  • Zudem wurde seitens des AWVC angekündigt, dass die Annahmegebühr des AWVC für sperrige Abfälle und Restabfall für seine Mitglieder ab 2019 steigen werden. Selbst das Ergebnis der europaweiten Ausschreibung für den Zeitraum ab 1. Juni 2020 kann diese Steigerung nicht ausgleichen.

Die Entsorgungsdienste Kreis Mittelsachsen GmbH hatte deshalb ein Gutachten beauftragt, in dem die zukünftigen Optionen für die Verwertung von Restabfällen und sperrigen Abfällen des Landkreises Mittelsachsen bewertet werden. Es wurden zwei grundsätzliche Szenarien untersucht: Verbleib im AWVC über den 31. Mai 2025 hinaus oder Austritt aus dem AWVC und eigenverantwortliche Verwertung der Abfälle. „Das Gutachten kommt zu dem eindeutigen Ergebnis, dass der Austritt aus dem AWVC und die Ausschreibung der Behandlung von Restabfall und Sperrmüll ab dem 1. Juni 2025 in Eigenverantwortung des Landkreises Mittelsachsen die deutlich günstigere Option ist“, erläuterte EKM-Geschäftsführer Jens Irmer.

Der Landkreis Mittelsachsen will mit dem vorliegenden Beschluss ebenfalls sein Interesse zur Beendigung seiner Mitgliedschaft im AWVC bekunden, damit dies sowohl im AWVC als auch in der Landesdirektion offiziell bekannt wird. Alle Entscheidungen zum Austrittsersuchen des Erzgebirgskreises können dann sowohl im AWVC als auch in der Landesdirektion mit dem Wissen getroffen werden, dass auch der Landkreis Mittelsachsen seine Mitgliedschaft im AWVC beenden will. „Das hätte letztendlich die Auflösung des Verbandes zur Folge. Der Landkreis Mittelsachsen strebt deshalb eine einvernehmliche Regelung der Beendigungsmodalitäten mit allen Verbandsmitgliedern an“, so der erste Beigeordnete Dr. Lothar Beier abschließend.

Finanzierung von Sachsens ältester Buslinie sichergestellt

Der Kreistag hat den Abschluss der Verkehrsfinanzierungsvereinbarung zwischen den Landkreisen Zwickau und Mittelsachsen über die Sicherstellung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) auf den Linien 611 Niederfrohna-Tauscha-Chursdorf-Burgstädt-Mohsdorf und 657 Mittweida-Burgstädt-Hartmannsdorf-Limbach-Oberfrohna beschlossen. Die Vereinbarung tritt zum 1. Januar 2019 in Kraft und läuft auf unbestimmte Zeit. Danach verpflichtet sich der Landkreis Zwickau, Ausgleichzahlungen an den Landkreis Mittelsachsen zu leisten, um die Aufwendungen für die Verkehrsleistungen zu tragen. Für 2019 summieren sich die Ausgleichszahlungen voraussichtlich auf rund 37.000 Euro für insgesamt 48 600 Fahrplankilometer auf beiden Linien. Die Zahlung erfolgt quartalsweise. „Regiobus Mittelsachsen bedient diese kreisübergreifenden Linien unverändert. Beide sind traditionell gewachsen. Die Linie 657 beispielsweise besteht seit dem 9. August 1906, verkehrt seitdem auf nahezu identischem Linienweg zwischen Mittweida und Limbach-Oberfrohna und ist damit die älteste Omnibuslinie Sachsens“, erläutert Thomas Kranz, Abteilungsleiter Verkehr und Bauen. Seit 3. September 2007 ist die Linie 611 als Schülersonderlinie unterwegs, sie wurde 2009 nach Wittgensdorf verlängert. „Sie ist für jedermann zugänglich, besitzt aber insbesondere für den landkreisübergreifenden Schülerverkehr eine große Bedeutung“, ergänzt er. Für beide Linien läuft die Konzession für die Regiobus Mittelsachsen GmbH bis zum Ende des öffentlichen Dienstleistungsauftrages am 31. Juli 2020.

Neue Prioritätenliste zum Bau von Kreisstraßen beschlossen

Der Kreistag beschloss die neue Prioritätenliste für den Bau der Kreisstraßen. Sie bildet ab dem Jahr 2021 die Grundlage für die investiven Vorhaben bis in das Jahr 2026. Zuvor wurde das 710 Kilometer lange Netz der Kreisstraßen befahren und Zustandsnoten von rund 2 400 einzelnen Abschnitten ermittelt. Das Ergebnis wertete das zuständige Referat mit den Straßenmeistern aus. „Damit wollten wir Fehler in der technischen Erfassung vermeiden und die Erfahrung unserer Straßenmeistereien durch ihre tägliche Arbeit an den Kreisstraßen nicht unberücksichtigt lassen“, erklärt Claudia Richter, Leiterin des Referates Straßenbau und -verwaltung. Die neue Liste enthält 113 Straßenabschnitte und 40 Ingenieurbauwerke, wie Brücken oder Stützmauern, aus dem gesamten Kreisgebiet. Diese sind aber nicht in eine konkrete Reihenfolge gegliedert, denn die Abarbeitung erfolgt nach anderen Gesichtspunkten. Richter: „Das ist davon abhängig, ob Medienträger oder Kommunen sich beteiligen, wie lange Baurechtsverfahren dauern, welche Fördermittel bereitstehen oder ob beispielsweise Umleitungen möglich sind oder mit anderen Projekten kollidieren.“ Einzelne Abschnitte auf der Liste sind zwischen 100 Meter und knapp zwei Kilometer lang. Die Referatsleiterin betont, dass nicht in jedem Fall ein grundhafter Ausbau mit Aufweitung des Straßenquerschnittes erfolgen muss. Schon eine qualitative Fahrbahnerneuerung im Bestand ist eine Aufwertung der Straße und verlängert die Nutzungsdauer. „Das müssen wir aber von Fall zu Fall entscheiden. Wir hoffen, die Maßnahmen alle realisieren zu können“, so Richter abschließend.

Kreistag bestätigt mittelsächsische Förderschulstandorte

In Mittelsachsen existieren sieben Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen: in Burgstädt, Flöha, Freiberg, Rochlitz, Roßwein, Döbeln und Waldheim. Zu allen Standorten hat sich der mittelsächsische Kreistag in seiner Sitzung am 5. Dezember bekannt. Dafür wurde eine entscheidende Formulierung des Teilschulnetzplanes Förderschulen angepasst. In der bis dato gültigen Fassung von März 2011 hieß es, dass „auf dem Territorium des Landkreises Mittelsachsen sechs Schulen zur Lernförderung mit den Standorten Burgstädt, Flöha, Freiberg, Rochlitz, Roßwein sowie Döbeln oder Waldheim Bestand haben“. Zudem war festgelegt, dass die Schülerzahlen in Döbeln und Waldheim beobachtet werden und „mittelfristig über das Erfordernis beider Standorte zu befinden“ ist. Diese Beobachtung hat gezeigt: Die Zahl der Schüler mit besonderem Förderbedarf ist tendenziell weiter zunehmend. Im Altkreis Döbeln nahm zwischen 2011 und dem Schuljahresbeginn 2018/19 die Zahl der Lernenden um 43 Prozent zu. Differenziert nach den Standorten betragen die Steigerungen am Standort Waldheim circa 32 Prozent, am Standort Roßwein rund 31 Prozent und am Standort Döbeln rund 70 Prozent. Die Anzahl der Schüler mit einem Förderbedarf liegt im Altkreis Döbeln bei rund 10,5 Prozent. Daraus ergibt sich, dass im Altkreis Döbeln alle drei Standorte auf Dauer fortzuführen sind. „Mit dem heutigen Kreistagsbeschluss gibt es Planungssicherheit für alle sieben Standorte. Der bisherige Beobachtungsstatus war insbesondere für die Schlossbergschule Döbeln ein Hemmnis“, so der erste Beigeordnete Dr. Lothar Beier. Denn das Gebäude ist sanierungsbedürftig. „Aufgrund des Beobachtungsstatus blieb eine Förderung über die Richtlinie Schulbauförderung rechtlich bislang versagt“, ergänzt der zweite Beigeordnete Jörg Höllmüller. Träger der Einrichtung ist die Große Kreisstadt Döbeln. Die Mitglieder des Kreistages haben Landrat Matthias Damm damit beauftragt, die Genehmigung der obersten Schulaufsichtsbehörde, des Sächsischen Kultusministeriums, einzuholen.

Im Landkreis Mittelsachsen gibt es insgesamt 14 Förderschulen: Sieben mit dem Förderschwerpunkt Lernen, davon ein Förderzentrum mit dem weiteren Förderschwerpunkt Sprache, fünf mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, zwei mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung. Im Schuljahr 2018/2019 lernen aktuell insgesamt 1 722 Mädchen und Jungen in den Einrichtungen.

Ausbildungskompetenzzentrum für Agrarwirtschaft, Ernährung und Hauswirtschaft

Im kommenden Jahr entsteht ein Ausbildungskompetenzzentrum für die Berufsbereiche Agrarwirtschaft, Ernährung und Hauswirtschaft in Freiberg. Hierfür wird das Fachschulzentrum Freiberg-Zug dem Beruflichen Schulzentrum für Ernährung, Haus- und Agrarwirtschaft in Freiberg zugeordnet. „Damit haben wir dann ein Alleinstellungsmerkmal in der Region: In einem Haus können wir die Erstaus- und Fortbildung anbieten“, so der zweite Beigeordnete Jörg Höllmüller. Schon in den vergangenen Jahren gab es zwischen den Einrichtungen eine enge inhaltliche und organisatorische Zusammenarbeit. Des Weiteren sollen mit der Zusammenlegung neben dem Beruflichen Schulzentrum „Julius Weisbach“ ein zweites Berufliches Schulzentrum dauerhaft gesichert und mehr Synergieeffekte genutzt werden. So wird eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Freistaat Sachsen und dem Landkreis angestrebt. Ziel ist, dass das pädagogische Personal schulartübergreifend zum Einsatz kommt – mit bis zu fünf Prozent des Gesamtkontingentes des Stundenvolumens. Höllmüller: „Eine Besonderheit, denn die Lehrer am Fachschulzentrum-Zug sind beim Kreis angestellt, die Lehrer des Berufsschulzentrums beim Freistaat.“ Der Schulleiter wird vom Freistaat gestellt, die Kompetenz des Leiters des Fachschulzentrums bleibt unverändert. Das neue „Berufliche Schulzentrum für Agrarwirtschaft, Ernährung und Hauswirtschaft Freiberg mit Fachschulzentrum Freiberg-Zug“ wird zum 1. August 2019 mit rund 600 Schülern gegründet, unterrichtet wird in der Turnerstraße 5, der Bergstiftsgasse 1 und der Hauptstraße 150. „Perspektivisch möchten wir uns auf die Turnerstraße und Hauptstraße konzentrieren, denn das Freiberg-Kolleg benötigt in der Bergstiftsgasse mehr Kapazität“, so Höllmüller.

Kreistag votiert für Erwerb des Konzert- und Ballhauses Tivoli

Der Kreistag Mittelsachen hat Landrat Matthias Damm ermächtigt und beauftragt, dem Erwerb des Freiberger Konzert- und Ballhauses Tivoli in der Gesellschafterversammlung der Saxonia Standortentwicklungs- und -verwaltungsgesellschaft mbH zuzustimmen. „Gemeinsam mit der Universitätsstadt Freiberg haben wir uns für den Erhalt dieses Traditionshauses entschieden, da es von  großer gesellschaftlicher und kultureller Bedeutung für den gesamten Landkreis ist. Weder in Mittelsachsen noch im ländlichen Umfeld findet sich eine vergleichbare Kultureinrichtung, die diesen Leistungsumfang bietet. Großveranstaltungen wären sonst nur in Leipzig, Dresden, Chemnitz oder Riesa möglich“, so der erste Beigeordnete Dr. Lothar Beier. Der Abteilungsleiter für Finanzen und Controlling Andreas Müller erläuterte den Kreisräten im Vorfeld der Abstimmung Eckdaten zur Einrichtung, die eine flexible Nutzung für bis zu 1 500 Gäste ermöglicht, zur Bausubstanz, dem künftigen Geschäftsmodell des Tivoli sowie zu den Chancen und Risiken des Erwerbs durch die Saxonia. Der Kauf des Grundstücks nebst Inventar des Konzert- und Ballhauses Tivoli kostet 1,225 Millionen Euro. Eine Betreibung durch die Saxonia erfolgt nicht. Final laufen die Gespräche mit einem künftigen Betreiber. Diese sind weit fortgeschritten. Die Gesellschafterversammlung der Saxonia Standortentwicklungs- und -verwaltungsgesellschaft mbH tagt am 10. Dezember 2018.

Rechnungshof prüfte Informationssicherheit in der Landkreisverwaltung im Zeitraum 2015/16

Der Sächsische Rechnungshof (SRH) hat im Landkreis Mittelsachsen eine überörtliche Prüfung der Organisation der Informationssicherheit in der Landkreisverwaltung Mittelsachsen in den Jahren 2015 und 2016 als „Dokumentenaudit“ durchgeführt. Über das Ergebnis sind die Mitglieder des Kreistages informiert worden. „Die Anmerkungen spiegeln die Situation von vor drei Jahren wider. Gerade der IT-Bereich ist jedoch ein sehr dynamischer. In der inzwischen vergangenen Zeit wurden einige Prozesse bereits umgesetzt beziehungsweise angeschoben“, erläutert Stephan Poley, Informationssicherheitsbeauftragter im Landratsamt Mittelsachsen. Die Prüfer empfahlen beispielsweise die sogenannte Informationssicherheitsleitlinie so anzupassen, „dass ausreichende Ressourcen für den gesamten Informationssicherheitsprozess und deren Organisation bereitzustellen sind“. „Es waren stets finanzielle Ressourcen in angemessener Weise vorhanden. Diese gingen jedoch aus verschiedenen Produktkonten des Haushaltes hervor. Im Zuge der Erstellung des Doppelhaushaltes 2019/2020 wurde das entsprechende Budget für die Organisation der Informationssicherheit konkreter herausgearbeitet, damit diese Ausgaben künftig auch von Außenstehenden besser nachvollzogen werden können“, ergänzt Poley. Hinzu kommt, dass sich in Bezug auf die Modernisierung der Grundschutzmethodik die Ermittlung des Schutzbedarfs gegenüber vergangenen Jahren seitens des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) verändert hat. „Der entsprechende Umstellungsprozess wird vorrangig gestaltet. Um die Anregungen der Prüfer vollumfänglich umzusetzen, setzt das Landratsamt Mittelsachsen auch auf externen Sachverstand“, so Stephan Poley. Tests und Notfallübungen würden künftig nach den Vorgaben des BSI-Standards durchgeführt und protokolliert. „Die Informationssicherheit in der Landkreisverwaltung ist gegeben. Auf Basis der organisatorischen Vorgaben und der aktuellen technischen Entwicklung arbeitet das Referat Informationstechnik des Landratsamtes jedoch stetig daran, die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit insbesondere der personenbezogenen und geschäftskritischen Daten in den Fachverfahren durch geeignete Maßnahmen bestmöglich zu schützen“, ergänzt der Referatsleiter Informationstechnik Heiko Eichinger abschließend.

Kreistag lehnt Finanzierung alternativer Alarmierungssysteme ab

Die Mehrheit der Mitglieder des Kreistages hat einen Antrag zur Finanzierung alternativer Alarmierungssysteme bei den Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Mittelsachsen abgelehnt. Ziel war es, den Kommunen den Eigenanteil für die Anschaffung alternativer Alarmierungssysteme zu ersetzen. Hintergrund ist der Aufbau eines neuen Alarmierungssystems durch den Landkreis, welches zunächst nicht einwandfrei funktionierte. Es folgten Nachbesserungen, mehrfach wurde dazu öffentlich kommuniziert. „Seit September dieses Jahres haben hard- und softwareseitige Veränderungen das Empfangsverhalten im Netz positiv verändert und die Alarmierungssicherheit wesentlich verbessert“, erklärte der erste Beigeordnete Dr. Lothar Beier. Zu diesem Zeitpunkt stellte der Systemlieferant ein Software-Update für die Meldeempfänger bereit. „Im folgenden Schritt sollen nun gemeinsam mit den Nutzern Bereiche mit immer noch unzureichender Versorgungsqualität ermittelt werden, um gegebenenfalls zusätzliche digitale Alarmumsetzer zu planen und in das Netz zu implementieren“, ergänzte Steffen Kräher, Leiter der Abteilung Ordnung, Sicherheit und Veterinärwesen. Er verwies darauf, dass alternative Alarmierungssysteme zum einen ebenfalls keine 100-prozentige Alarmierungssicherheit gewährleisten können und zum anderen den hierfür geltenden einschlägigen Richtlinien entsprechen.  

Einführung eines Sozialtickets diskutiert

Im Kreistag wurde die Einführung eines Sozialtickets für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) behandelt. Berechtigt sein sollen Leistungsempfänger nach dem Sozialgesetzbuch II (Hartz IV) und XII (Sozialhilfe). Ähnliche Modelle gibt es in den Großstädten Dresden und Leipzig. Landrat Matthias Damm  erhielt einen entsprechenden Prüfauftrag, der die Nutzung von Fördermitteln und Erstellung eines Finanzierungskonzeptes erhält.

Terminplan festgelegt

Ende des Jahres entscheidet der Kreistag über die Terminplanung im kommenden Jahr. Da die Legislaturperiode im kommenden Jahr endet, wurde nur das erste Halbjahr behandelt. Demnach kommt das Gremium am 27. März zu seiner letzten Sitzung zusammen. Die Kommunalwahl findet am 26. Mai 2019 statt, die Konstituierung des neuen Kreistages ist für den 7. August geplant.

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news-2317 Wed, 05 Dec 2018 12:35:36 +0100 Kreis weitet Breitbandoffensive mit konkretem Förderantrag aus /das-amt/neuigkeiten/kreis-weitet-breitbandoffensive-mit-konkretem-foerderantrag-aus.html Das zweite landkreisgeführte Projekt für den geförderten Breitbandausbau im Landkreis Mittelsachsen geht in die Beantragungsphase. Das sogenannte Cluster B – Nord umfasst die Städte Döbeln, Leisnig, Roßwein und Waldheim sowie die Gemeinden Kriebstein und Zschaitz-Ottewig mit insgesamt 139 Ortsteilen. Das ergibt eine Fläche von 308 Quadratkilometern mit 51 871 Einwohnern. „Aus den bisherigen Grobschätzungen ergeben sich für etwa 3 000 förderfähige Anschlüsse investive Projektkosten in Höhe von 31 Millionen Euro“, erläutert der Projektkoordinator Breitbandausbau Mittelsachsen Mattias Borm. Da aus allen beteiligten Kommunen Bereitschaftserklärungen vorliegen, bereitet er für den Breitbandausbau die nächsten Schritte vor: In Vorbereitung der Beantragung der Bundesfördermittel wird bis zum 7. Dezember 2018 ein neues einheitliches Markterkundungsverfahren über die Gesamtfläche gestartet. „Dieses ist die Voraussetzung für eine korrektere Bestimmung der aktuell noch förderfähigen Anschlüsse und deren Verteilung im Projektgebiet“, erklärt Borm. Darin enthalten seien auch die Anschlüsse in Gewerbegebiete sowie an Schulen und Krankenhäusern, welche durch die seit November geltenden Neuregelungen der Förderfähigkeit besonderer Anschlusspunkte zusätzlich zum bisherigen Bestand, wieder förderfähigen sind. Parallel dazu werden spätestens bis zum 21. Dezember 2018 die kommunalrechtlichen Vereinbarungen mit allen Clusterteilnehmern vorbereitet sein. Das Markterkundungsverfahren wird bis zum 18. Januar 2019 und die Auswertung dazu noch im selben Monat abgeschlossen werden.

Spätestens Anfang Februar soll dann der mit korrekten Daten untersetzte Förderantrag beim Bund eingereicht und mit der Vorbereitung der Ausschreibung begonnen werden. „Eile ist geboten“, erklärt der Breitbandkoordinator, „da zum einen sämtliche Projektaktivitäten und das Gesamtprojektvolumen aller Cluster zum Kreistag am 27. März 2019 feststehen sollen und der Landkreis zum anderen den Breitbandausbau weiter voranbringen möchte.“

Das bedeutet, dass in den nächsten Tagen auch die konkreten Planungen für weitere Cluster im Südraum des Landkreises beginnen werden, kündigte Mattias Borm an. Ein erstes landkreisgeführtes Projekt – das Cluster A im Süd-West-Raum mit den Kommunen Burgstädt, Claußnitz, Hartmannsdorf, Königshain-Wiederau, Lunzenau, Mühlau, Taura – ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt beantragt. „Für rund 1 300 Anschlüssen werden Investitionskosten in Höhe von rund 18 Millionen Euro veranschlagt“, so Borm.

Hintergrund:

Die Clusterprojekte richten sich an die landkreiszugehörigen Kommunen, die keine beziehungsweise keine wirtschaftlich sinnvolle Möglichkeit haben, ein erfolgreiches Einzelprojekt durchzuführen. Die Strategie des Landkreises ist es, den flächendeckenden Breitbandausbau im gesamten Kreisgebiet sowohl durch die Unterstützung der eigenständigen als auch durch die Durchführung der kreisgeleiteten Projekte sicherzustellen.

Realisierung der Flächendeckung heißt konkret: „Bis zum Jahresende 2018 wird für jede Kommune des Landkreises ein sinnvolles Verfahren des geförderten Ausbaus, das heißt für alle Anschlüsse unterhalb 30 Mbit, insbesondere unter Berücksichtigung der aktuellen Sonderaufrufe für Gewerbe, Krankenhäuser und Schulen, in Gang gebracht“, erläutert der mittelsächsische Breitbandkoordinator Mattias Borm. Bis zum ersten Kreistag 2019 werden alle Projekte vom Umfang und den Kosten bestimmt und alle Förderanträge gestellt sein. „Auf deren Grundlagen können dann alle abschließenden kommunalrechtlichen Entscheidungen getroffen werden“, ergänzt er. Die Realisierung erfolgt in den Jahren 2019 bis 2024.

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news-2318 Wed, 05 Dec 2018 07:35:00 +0100 Inbetriebnahme der Integrierten Regionalleitstelle (IRLS) Chemnitz-Erzgebirge-Mittelsachsen abgeschlossen /das-amt/neuigkeiten/inbetriebnahme-der-integrierten-regionalleitstelle-irls-chemnitz-erzgebirge-mittelsachsen-abgeschl.html Am Morgen des 5. Dezember 2018 um 06:22 Uhr wurde mit der Umschaltung der Leitstelle Freiberg auf die Integrierte Regionalleitstelle (IRLS) in Chemnitz die Inbetriebnahme der IRLS Chemnitz erfolgreich abgeschlossen. Der erste Notruf aus dem Bereich Mittelsachsen ging um 06:31 Uhr in der IRLS in Chemnitz ein. Die IRLS in Chemnitz umfasst jetzt einen Leitstellenbereich von 4 162 Quadratkilometern und ist zuständig für fast eine Million Einwohner. Damit werden zukünftig alle Notrufe für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz über die europaweit einheitliche Rufnummer 112 aus den Gebieten der Stadt Chemnitz, dem Erzgebirgskreis und dem Landkreis Mittelsachsen in der IRLS in Chemnitz eingehen und durch 85 Disponenten im Schichtbetrieb rund um die Uhr an 18 Einsatzleitplätzen bearbeitet.

Außer der Vorwahl für die Telefonnummer des Krankentransports 0371 19222 ändert sich für Hilfesuchende und Anrufer aus dem bisherigen Leitstellenbereich Freiberg durch die Aufschaltung nichts.

Für die Einwohnerinnen und Einwohner im Einzugsbereich im ehemaligen Leitstellenbereich Freiberg sind mit der Inbetriebnahme der neuen Leitstelle keine wesentlichen Änderungen verbunden. Feuerwehr und Rettungsdienst sind wie gewohnt über die Rufnummer 112 zu erreichen. Lediglich für Anfragen zum Krankentransport muss nun die Chemnitzer Vorwahl (0371) 19 222 gewählt werden.

Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen können einen Notruf auch per Fax direkt an die 112 absetzen. Das dafür notwendige Formular (mehrsprachig) sowie ergänzende Informationen sind unter www.feuerwehr-chemnitz.org beziehungsweise www.chemnitzer-feuerwehr.de abrufbar.

Die Integrierte Regionalleitstelle basiert auf einer Vereinbarung zwischen der Stadt Chemnitz, dem Erzgebirgskreis, dem Landkreis Mittelsachsen und dem Rettungszweckverband Chemnitz-Erzgebirge aus dem Jahr 2010. Die Grundsteinlegung für den Neubau erfolgte am 12. September 2012.

Die jetzt abgeschlossene Errichtung der IRLS begann am 22. März 2017 mit der Aufschaltung der Stadt Chemnitz und dem ehemaligen Landkreis Stollberg, gefolgt von der Umschaltung der Leitstelle Grimma (Altlandkreis Döbeln) am 29. August 2017, der Leitstelle Annaberg (Altlandkreise Annaberg und Mittlerer Erzgebirgskreis) am 1. März 2018, der Zuschaltung des Altlandkreises Aue-Schwarzenberg von der IRLS in Zwickau am 8. Mai 2018 und wurde nun mit der Übernahme der Leitstelle Freiberg für den Landkreis Mittelsachsen am 5. Dezember 2018 abgeschlossen

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news-2300 Mon, 03 Dec 2018 10:49:00 +0100 Richtlinie Integrative Maßnahmen Teil 2: Antragstellung für Projekte 2019 /das-amt/neuigkeiten/richtlinie-integrative-massnahmen-teil-2-antragstellung-fuer-projekte-2019.html Anträge für die Förderung über die Richtlinie Integrative Maßnahmen Teil 2 im Jahr 2019 können ab sofort in der Stabsstelle Ausländer- und Asylangelegenheiten im Stabsbereich Koordination Unterbringung und Integration eingereicht werden.  Gefördert werden können ehrenamtliche Sprachkurse (bis zu 500 Euro) und Projekte von ehrenamtlichen Initiativen (bis zu 3.500 Euro), die niedrigschwellige Angebote für Migrantinnen und Migranten schaffen, mit dem Ziel, Kenntnisse der deutschen Sprache und Kultur zu erwerben sowie Orientierung in der Region zu erhalten. Außerdem kann ein Zuschuss für die Bereitstellung von Arbeitsgelegenheiten für Asylbewerber und Geduldete beantragt werden (bis zu 500 Euro). Anträge mit Projektstart zum 1. Januar 2019 müssen bis 20. Dezember 2018 eingereicht werden.

Anträge für das laufende Jahr 2019 sollen bis spätestens 14 Tage vor Maßnahmebeginn vorliegen. 

Nähere Informationen sowie Antragsformulare sind im Internet unter www.landkreis-mittelsachsen.de/das-amt/behoerden/stabsbereich-koordination-unterbringung-und-integration.html abrufbar. 

Kontakt:
Stabsbereich Koordination Unterbringung und Integration
Tel. 03731 799-3329
E-Mail nicole.stockmann@landkreis-mittelsachsen.de

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news-2297 Fri, 30 Nov 2018 10:15:00 +0100 Hinweise an gewerbetreibende Bauträger, Baubetreuer und Finanzanlagenvermittler /das-amt/neuigkeiten/hinweise-an-gewerbetreibende-bautraeger-baubetreuer-und-finanzanlagenvermittler.html Bis zum 31. Dezember 2018 sind die Prüfungsberichte beziehungsweise Negativerklärungen dem Landratsamt zu übermitteln Bauträger und Baubetreuer sowie Finanzanlagenvermittler sind verpflichtet, bis zum 31. Dezember 2018 ihre Prüfungsberichte beziehungsweise Negativerklärungen für das Geschäftsjahr 2017 an das Landratsamt Mittelsachsen, Abteilung Ordnung und Sicherheit, Referat Allgemeine Ordnungsangelegenheiten, Frauensteiner Straße 43, 09599 Freiberg, zu übermitteln. Da es sich beim Vorlagetermin um eine gesetzlich vorgeschriebene Frist handelt, können Fristverlängerungen nicht in Aussicht gestellt werden. 

Wer entgegen der Makler- und Bauträgerverordnung oder der Finanzanlagenvermittlungsverordnung einen Prüfungsbericht oder eine Erklärung nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig übermittelt, handelt ordnungswidrig. Dies kann mit einer Geldbuße bis zu 5.000 Euro geahndet werden.

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news-2296 Fri, 30 Nov 2018 06:00:00 +0100 Notrufe gehen bald aus ganz Mittelsachsen in Chemnitz ein /das-amt/neuigkeiten/notrufe-gehen-bald-aus-ganz-mittelsachsen-in-chemnitz-ein.html Seit März 2017 gehen in Chemnitz in der Integrierten Regionalleitstelle (IRLS) Notrufe ein. Die IRLS wird zukünftig für die Stadt Chemnitz, den Erzgebirgskreis sowie den Landkreis Mittelsachsen zuständig sein. Bisher wurden in Chemnitz der Altkreis Döbeln und der Erzgebirgskreis integriert.  Der Mittelsachsenkurier sprach mit Steffen Kräher, Abteilungsleiter Ordnung, Sicherheit und Veterinärwesen im Landratsamt, zum Übergang der Rettungsleitstelle Freiberg nach Chemnitz:

Im August 2017 ging die Rettungsleitstelle Grimma, die für den Döbelner Bereich zuständig war, in die Integrierte Regionalleitstelle Chemnitz über. Wann folgt der Umzug der Rettungsleitstelle Freiberg?
Die Umstellung der Rettungsleitstelle Freiberg nach Chemnitz wird voraussichtlich in der Nacht zum 5. Dezember erfolgen. Es laufen jetzt die letzten Vorbereitungen hierfür: Vom Datenabgleich bis zur Schulung der Mitarbeiter − und das unter laufendem Betrieb, was für uns eine große Herausforderung darstellt.

Was ändert sich für die Bürgerinnen und Bürger aus der Freiberger und Mittweidaer Region, für die die Rettungsleitstelle Freiberg zuständig war?
Für die Bürgerinnen und Bürger ändert sich nichts. Unbemerkt für die Anrufer gehen über die Rufnummer 112 die Notrufe für den Rettungsdienst und die Feuerwehr bei der IRLS in Chemnitz ein und nicht in Freiberg. Von dort aus wird wie bisher die notwendige Hilfe angefordert und koordiniert. Die Standorte der Rettungswachen und Feuerwehren im Landkreis, von denen die Helfer zu den Einsätzen ausrücken, bleiben unverändert.

Welche Standorte sind das?
Rettungswachen befinden sich in Freiberg mit Außenstelle Brand-Erbisdorf, Mulda, Frauenstein, Clausnitz, Dittmannsdorf, Flöha, Eppendorf, Mittweida, Frankenberg, Hainichen, Rochlitz mit Außenstelle Geringswalde, Penig, Burgstädt, Döbeln, Leisnig und Naußlitz. 

Wo bestelle ich ab dem Zeitpunkt des Übergangs nach Chemnitz einen Krankentransport?
Dies erfolgt dann in der Leitstelle in Chemnitz. Daher ändert sich die Vorwahl für die Anforderung der Krankentransporte: statt Freiberg (03731) nun Chemnitz (0371).

Die neue Nummer lautet also: 0371 19222.

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news-2295 Tue, 27 Nov 2018 15:12:00 +0100 Schwerbehindertenrecht und Landesblindengeld: Einzelfallbezogene Auskünfte kurzzeitig nicht möglich /das-amt/neuigkeiten/schwerbehindertenrecht-und-landesblindengeld-einzelfallbezogene-auskuenfte-kurzzeitig-nicht-moeglich.html Im Referat Schwerbehindertenrecht und Landesblindengeld des Landratsamtes Mittelsachsen erfolgt in der Zeit vom 29. November mittags bis voraussichtlich 3. Dezember 2018 mittags eine technische Anpassung des Fachprogrammes. Aus diesem Grund sind einzelfallbezogene Auskünfte im Bereich Schwerbehindertenrecht und Landesblindengeld während dieser Zeit nicht möglich. 

Es können nur allgemeine Auskünfte erteilt werden. Anträge und andere Dokumente werden vom Bereich Schwerbehindertenrecht und Landesblindengeld jedoch entgegengenommen. Es gelten die üblichen Sprechzeiten des Landratsamtes.
 

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news-2283 Mon, 26 Nov 2018 08:35:00 +0100 Über sieben Kilometer Kreisstraßen in 2018 gebaut – auch im Winter laufen Arbeiten /das-amt/neuigkeiten/ueber-sieben-kilometer-kreisstrassen-in-2018-gebaut-auch-im-winter-laufen-arbeiten.html Über den Winter bleiben vier Kreisstraßen im Zuge von Bauarbeiten gesperrt. So in Geringswalde, Mohsdorf, Goßberg und Kiebitz. „Auch im Winter kann weitergebaut werden, außer es gibt Schnee und Eis“, so die zuständige Referatsleiterin Claudia Richter. Beispielsweise sind Kanalbau- oder Plasterarbeiten möglich. Es sind sehr große Maßnahmen von jeweils fast einer oder über einer Million Euro. „Natürlich versuchen wir Winterbaustellen zu vermeiden, aber dies ist im Hinblick auf den aktuellen Bauablauf und der erforderlichen Arbeitsschritte leider nicht immer möglich. Daher bitten wir die Bevölkerung um Verständnis“, so Landrat Matthias Damm.

Rund 1,5 Kilometer beträgt die Länge des Bereichs der Kreisstraße in Geringswalde, Langenauer Straße. Das Projekt hat ein Volumen von rund 1,2 Millionen Euro und soll im April abgeschlossen werden. Noch bis Herbst 2019 laufen die Arbeiten an der Kreisstraße 8208 im Burgstädter Ortsteil Mohsdorf. Zunächst liegt der Schwerpunkt auf der Erneuerung einer Brücke im Anschluss erfolgte der Neubau und die Sanierung der angrenzenden Stützwände. Die Kosten betragen hier 750.000 Euro. „Ein Ende ist in Sicht“, so läutet Richter die Erklärungen zur Kreisstraße 7547 in Kiebitz ein. Schon zwei Drittel der 1,3 Millionen Euro umfassenden Investition sind fertiggestellt, der Rest erfolgt bis Mai. Im Striegistaler Ortsteil Goßberg baut der Kreis für 1,6 Millionen Euro im Zuge der Hochwasserschadensbeseitigung die Brücke neu, die eigentlich bis Ende Dezember stehen sollte. Da es unter anderem Probleme mit der Wasserhaltung gab, geht Richter von einer Fertigstellung im April aus.

Geöffnet wird hingegen die Kreisstraße 7712, die Ortslage des Halsbrücker Ortsteils Niederschöna. Bis Ende Dezember soll dort noch gearbeitet werden. Wie in Kiebitz ist hier der schwierigste Bereich der Strecke fertig gebaut – konkret zwischen der Bundesstraße 173 und der Schulgasse. Im kommenden Jahr folgt dann noch der restliche Abschnitt bis kurz vor die Brücke über den Rodelandbach. Die Maßnahme kostet rund 1,1 Millionen Euro. Begonnen hat im Herbst der Bau der Kreisstraße 8203 im Frankenberger Ortsteil Mühlbach. Richter: „Die eigentlichen Arbeiten der Stützmauer und der Straße mit einer Länge von 200 Metern starten im Frühjahr, derzeit wird die Busumfahrung hergestellt.“ Einige Projekte stehen auf der Zielgeraden, wie zum Beispiel die Fahrbahnerneuerung der K8260 auf einer Länge von zwei Kilometer im Peniger Ortsteil Obergräfenhain mit einem Umfang von 900.000 Euro und der erste Abschnitt der Fahrbahnerneuerung der Kreisstraße zwischen Friedebach und Dorfchemnitz. „Um die Befahrung im Winter zu gewährleisten, wurde das Projekt geteilt. Rund 800 Meter sind bis Ende November fertig, der Rest erfolgt im kommenden Jahr mit einem Umfang von 1,2 Kilometer“, erklärt Claudia Richter. Sie rechnet mit einer Dauer der Arbeiten von zehn bis zwölf Wochen im kommenden Jahr.

Insgesamt zieht Richter eine positive Bilanz für das Jahr 2018. Auf einer Gesamtlänge von 7,5 Kilometer wurden die Streckenabschnitte für rund zehn Millionen Euro erneuert bzw. ausgebaut und 15 Maßnahmen realisiert. „Gerade in der Beseitigung von Hochwasserschäden sind wir gut vorangekommen“, erklärt die Referatsleiterin. Eigentlich sollten alle über 200 Vorhaben bis Ende Juni 2019 abgerechnet sein, für vier Projekte hat der Landkreis eine Verlängerung beantragt. Dies betrifft die Brückenerneuerungen in Mohsdorf, Littdorf und in Erlau. „Gerade bei den Ingenieurbauwerken merken wir den Preisanstieg. Dies führte zu Verzögerungen, da die teureren Kosten auch durchfinanziert werden müssen“, erläutert Claudia Richter. Sie betont aber bestmöglich zu kalkulieren und die Ergebnisse bei der Mehrzahl der Ausschreibungen zeigen dies auch.

„Auch im ersten Doppelhaushalt 2019/2020 sind Straßen wieder ein Schwerpunkt“, betont Landrat Matthias Damm. Derzeit werden die konkreten Daten noch in den Gremien diskutiert. „In den vergangenen Monaten rückten die Belange des ländlichen Raums immer mehr in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Wie gilt es den diesen attraktiv zu gestalten? Straßen sind im Hinblick auf Mobilität ein wichtiger Baustein“, so Damm abschließend.

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news-2289 Fri, 23 Nov 2018 07:08:55 +0100 In Sachen guter Pflege – Informationsveranstaltungen des Pflegenetz Mittelsachsen /das-amt/neuigkeiten/in-sachen-guter-pflege-informationsveranstaltungen-des-pflegenetz-mittelsachsen.html Viele Fragen entstehen bereits, bevor Hilfe benötigt oder Pflege in Anspruch genommen wird. Dabei wäre es frühzeitig gut zu wissen, wohin man sich bei eintretendem Unterstützungsbedarf wenden kann und welche Versorgungsangebote eine Entlastung bieten. Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe für Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Mittelsachsen finden Informationsveranstaltungen in den Gemeinden durch das Pflegenetz Mittelsachsen (Landratsamt) statt. Hierbei werden typische Fragen zum Thema Pflege, dem Älterwerden im eigenen Zuhause sowie zu verschiedenen Entlastungs- und Unterstützungsangeboten aufgegriffen. Die Veranstaltungen können kostenfrei und ohne Anmeldung besucht werden. Sie finden zu verschiedenen Terminen in den Städten und Gemeinden des Landkreis Mittelsachsen statt. Rückfragen können interessierte Bürgerinnen und Bürger per E-Mail an pflegenetz@landkreis-mittelsachsen.de oder telefonisch an 03731 799-6228 richten.

Aktuelle Termine:

  • 12. Dezember 2018, Gemeinde Taura
    16:30 Uhr – 18:00 Uhr, Bürgerhaus Taura, Köthensdorfer Straße 2, 09249 Taura

  • 13. Dezember 2018, Gemeinde Niederwiesa
    16:00 Uhr – 17:30 Uhr, Begegnungsstätte der AWO Kreisverband Freiberg e. V., Dresdner Straße 24, 09577 Niederwiesa

  • 10. Januar 2019, Gemeinde Kriebstein 
    15:00 Uhr – 16:30 Uhr, Bürgerhaus Ehrenberg, Dorfstraße 51, Kriebstein/OT Ehrenberg

Weitere Termine in anderen Städten und Gemeinden folgen.

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news-2282 Fri, 23 Nov 2018 06:29:00 +0100 Naturschutzkalender 2019 erschienen /das-amt/neuigkeiten/naturschutzkalender-2019-erschienen.html Das Landratsamt Mittelsachsen hat das neunte Mal in Folge den Kalender „Naturschätze in Mittelsachsen“ herausgegeben. Die zwölf Kalenderblätter des Jahres 2019 enthalten wieder Interessantes und Wissenswertes über Flora, Fauna und besondere Landschaften des Landkreises Mittelsachsen – in Wort und Bild vorgestellt. Die Autoren sind überwiegend vom Landkreis bestellte ehrenamtliche Naturschützer, die ihre Bilder und Fachinformationen der Redaktion unentgeltlich zur Verfügung stellten. Der Bezug des Kalenders gegen eine Schutzgebühr in Höhe von 2,50 Euro kann unter folgendem Kontakt abgestimmt werden:  

Kontakt: 
Referat Naturschutz 
Tel. 03731 799-4160

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news-2292 Fri, 23 Nov 2018 06:28:00 +0100 Besuch in Polen /das-amt/neuigkeiten/besuch-in-polen.html Eine mittelsächsische Delegation besuchte kürzlich Pilchowice, um gemeinsam 100 Jahre Unabhängigkeit in Polen zu feiern. Waldemar Dombek, Landrat des Partnerlandkreises Gleiwitz, hatte den zweiten Beigeordneten des Landkreises Mittelsachsen Jörg Höllmüller eingeladen, mit einer Delegation aus Bobritzsch-Hilbersdorf in deren Partnergemeinde Pilchowice zu kommen, um gemeinsam den Unabhängigkeitstag zu feiern. Dieser jährte sich am 11. November zum 100. Mal. Am 11. November 1918 hatte der Staat seine Unabhängigkeit wiedererlangt, nachdem er 123 Jahre durch Preußen, Österreich-Ungarn und Russland geteilt war. Die Delegation aus Mittelsachsen nahm an einer Kranzniederlegung mit Mahnwache und heiliger Messe in der Kirche in Wilcza, einem Ortsteil von Pilchowice, sowie dem anschließenden Festakt im dörflichen Kulturhaus teil. Kinder und Jugendliche spielten die Landesgeschichte nach. Jörg Höllmüller erinnerte in seinem kurzen Grußwort an die Opfer des polnischen Volkes in den Weltkriegen und den europäischen Gedanken. Zudem sagte er, dass „wir ohne den von Lech Walesa  und seiner Solidarność-Streikbewegung sowie den von Papst Johannes Paul II angeschobenen Prozess vielleicht heute nicht hier zusammengekommen wären“. 

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news-2217 Tue, 20 Nov 2018 08:26:00 +0100 Breitgefächerte Berufsorientierung /das-amt/neuigkeiten/breitgefaecherte-berufsorientierung.html Zum zwölften Informationstag „Berufsorientierende Beratung“ sind für Samstag, 24. November, interessierte Schülerinnen und Schüler in das Berufliche Schulzentrum (BSZ) für Technik und Wirtschaft „Julius Weisbach” nach Freiberg eingeladen. Zwischen 09:00 und 13:00 Uhr stellen mehr als 75 Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen verschiedene Ausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Berufen vor. Zudem präsentiert das BSZ seine Schulräume sowie Fachkabinette und Ausbildungsmöglichkeiten.

Um 10:30 Uhr und 12:00 Uhr gibt es im Außenbereich Schauvorführung am Feuerwehrfahrzeug. Die Vorträge „Der andere Weg zum Abitur ‒ das Berufliche Gymnasium“ (10:00, 11:00 und 12:00 Uhr) sowie „ein Beruf ‒ 1 000 Möglichkeiten“ runden das kostenfreie Angebot auf dem Gelände am Schachtweg 2 in Freiberg ab.

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news-2281 Mon, 19 Nov 2018 07:47:37 +0100 Suchtstatistik 2017 vorgestellt /das-amt/neuigkeiten/suchtstatistik-2017-vorgestellt.html Alkohol bleibt die Droge Nummer eins im Landkreis Mittelsachsen. Das geht aus der Suchtstatistik 2017 hervor, die in der vergangenen Woche vorgestellt wurde. Dabei werden die  Beratungsgespräche in den Suchtberatungsstellen sowie die Behandlungen im Fachkrankenhaus Hochweitzschen ausgewertet. „Die Dunkelziffer ist weitaus höher, denn wir können nur die Menschen erfassen, die sich Hilfe suchen“, so der zweite Beigeordnete Jörg Höllmüller. Er verwies auf das Hilfesystem im Landkreis Mittelsachsen mit mehreren Suchtberatungsstellen und ein ausgebautes gemeindepsychiatrisches Netzwerk. „Es ist für die Betroffenen ein großer Schritt sich einzugestehen, dass sie eine Beratung benötigen. Einen Impuls setzen dabei oft Angehörige, die ebenfalls die Beratungsstellen aufsuchen“, erklärt der Psychiatriekoordinator im Landkreis Matthias Gröll.

Rund 1 200 Fälle der Alkoholsucht wurden registriert, Schwerpunkt bilden hier die Altersspannen zwischen 18 und 55 Jahren. Bezüglich des Tabakkonsums weist die Statistik 561 und in der Gruppe „andere Stimulanzien“ 351 Fälle aus. „Dazu gehört auch die Droge Crystal, daher haben wir hier eher Jüngere erfasst“, so Gröll weiter. Gleiches gelte bei Cannabinoide mit 190 Fällen. „Die Breite der Suchterkrankungen ist groß.

Auch zur exzessiven Mediennutzung suchten bereits Menschen die Beratungsstellen auf“, ergänzt der zweite Beigeordnete. Gröll erklärt gegenüber den Medien, dass Suchterkrankungen eher schleichend verlaufen und es wichtig sei, die Betroffenen ruhig und besonnen auf dieses sensible Thema anzusprechen. „Es ist natürlich immer ein Grat, wann beginnt Sucht – kann man auch einen Tag zum Beispiel auf Alkohol verzichten“, verdeutlicht Gröll. Er appelliert sich offen damit auseinanderzusetzen und bei Bedarf das vertrauliche Gespräch der Beratungsstellen zu suchen.

Adressen der Suchtberatungsstellen:

Diakonie Freiberg e. V.,
Suchtberatungs- und -behandlungsstelle Freiberg
Peterstraße 44/46, 09599 Freiberg     
Annette Schlichting 
Tel. 03731 482-0 
E-Mail sucht-1@diakonie-freiberg.de 

Blaues Kreuz in Deutschland e. V.
Suchtberatungs- und -behandlungsstelle Mittweida 
Neustadt 11, 09648 Mittweida
Ulrich Bretschneider 
Tel. 03727 930-579 
E-Mail suchtberatung.mittweida@blaues-kreuz.de 

Diakonie Döbeln e. V. 
Suchtberatungs- und -behandlungsstelle Döbeln 
Otto-Johnsen-Straße 4, 04720 Döbeln
Martin Creutz 
Tel. 03431 7126-26, -18
E-Mail creutz@diakonie-doebeln.de

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news-2275 Fri, 16 Nov 2018 07:02:48 +0100 Landkreis bringt Erfahrung für Nachwuchsgewinnung im Naturschutz ein /das-amt/neuigkeiten/landkreis-bringt-erfahrung-fuer-nachwuchsgewinnung-im-naturschutz-ein.html Der ehrenamtliche Naturschutz hat in Mittelsachsen eine enorme Bedeutung. Daher beschäftigte sich der Landkreis schon frühzeitig mit der Nachwuchsgewinnung und initiierte das Projekt „Junior Ranger Natur“, welches heute als „Junge Naturwächter“ geführt wird. Dieses soll nun sachsenweit ausgebaut werden und der Landkreis bringt sich hier aktiv in den Prozess ein. „Unsere Erfahrungen flossen in die Erarbeitung eines Handlungsleitfadens mit eingeschlossenem Curriculum ein, der an das zuständige Ministerium in der vergangenen Woche übergeben wurde“, erklärt der erste Beigeordnete Dr. Lothar Beier. Dieser gilt für Basiskurse, sprich die ersten beiden Jahre. Bei der Erstellung kooperierte Mittelsachsen mit dem SMUL und der Landesstiftung für Natur und Umwelt. Im nächsten Schritt entwickeln die Beteiligten dann einen Handlungsleitfaden mit Curriculum für die Folgejahre der Ausbildung – die sogenannten Praxisbausteine. „Später sollen Absolventen vertiefend für ehrenamtliche Naturschutzaufgaben geschult und für eine Mitarbeit in Naturschutzprojekten längerfristig gebunden werden“, nennt Dr. Lothar Beier das damit verbundene Ziel.

Aktuell sind im Landkreis mehr als 110 Kinder und Jugendliche im Projekt „Junge Naturwächter“ involviert, davon sind einige bereits im sechsten Jahr dabei. „Das zeigt das Interesse an der heimischen Flora und Fauna und wir hoffen, dass dies lange anhält“, so Beier. Auf der anderen Seite zeige dies deutlich, wie zeitig man hier schon Grundlagen legen muss. Einen ausdrücklichen Dank richtete der erste Beigeordnete an die Mitwirkenden und auch an die Eltern der Kinder und Jugendlichen.  

Durch folgende Umweltbildungseinrichtungen werden im Landkreis parallel zum Schuljahr 2018/19 „Junge Naturwächter Sachsen“ ausgebildet:

  • Natur- und Freizeitzentrum Töpelwinkel e. V.,

  • Naturschutzstation Weiditz e. V.,

  • Grüne Schule grenzenlos e. V.

  • NABU-Kreisverband Freiberg ( perspektivisch auch bei der NABU-Ortsgruppe in Burgstädt, bis dahin können sich interessierte junge Leute der dort aktiven NAJU-Gruppe anschließen)

  • Landschaftspflegeverband Mulde/Flöha e. V. (hier: Naturschutzhelfer Matthias Vogel)

Vor zwei Wochen erfolgte die Berufung von 85 Naturschutzhelfern und sieben Kreisnaturbeauftragten für den Zeitraum 2018 bis 2023. Erstmals bestellt wurden zwei neue Beauftragte und sieben Helfer, die weiteren Personen wurden erneut bestellt. „Ihre Aufgabe besteht unter anderem in der Betreuung von bestimmten Schutzgebieten mit der Ausführung von Pflege und Entwicklungsmaßnahmen oder auch die Erfassung von Arten“, so Dr. Beier. Das Aufgabenfeld der Naturschutzbeauftragten umfasst beispielsweise zusätzlich die Koordination der ehrenamtlichen Arbeit sowie die fachliche Betreuung der Naturschutzhelfer.

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news-2274 Fri, 16 Nov 2018 06:51:08 +0100 Trockenheit hält weiter an – Zurückhaltung bei Wasserentnahme ist geboten /das-amt/neuigkeiten/trockenheit-haelt-weiter-an-zurueckhaltung-bei-wasserentnahme-ist-geboten.html Die Trockenheit macht bereits ab Frühjahr in  den Gewässern, dem Ökosystem und bei einem Teil der Wassernutzen unmittelbar bemerkbar. Die Spätfolgen bzw. Auswirkungen der langanhaltenden Phase ohne ergiebigen/nachhaltigen Niederschlag können nur schwer eingeschätzt werden. Aus Gründen des Wohls der Allgemeinheit, insbesondere der Ordnung des Wasserhaushalts und des Schutzes der Natur wurde seitens der unteren Wasserbehörde entschieden, eine Allgemeinverfügung (15. August 2018) zu erlassen. Negativen Beeinträchtigungen und somit möglicherweise einer Verstärkung der angespannten Situation wurde somit vorgebeugt. Die Allgemeinverfügung umfasste dabei die Beschränkung des Eigentümer- und Anliegergebrauchs an oberirdischen Gewässern, der sonst gesetzlich geregelt ist und keiner wasserrechtlichen Erlaubnis bedarf.

„Die Allgemeinverfügung wurde von den Bürgern und Unternehmen wahrgenommen und weitestgehend entsprechend berücksichtigt. Viele Betroffene nahmen Kontakt mit der unteren Wasserbehörde auf und baten um wasserrechtlichen sowie fachlichen Rat“, so der erste Beigeordnete Dr. Lothar Beier.  

Eingegangene Anzeigen wurden geprüft und soweit erforderlich – also wenn eine unerlaubte Gewässerbenutzung/Wasserentnahme erfolgte, verwaltungsrechtlich aufgearbeitet. Insgesamt sind zehn Verfahren eingeleitet worden, noch keins ist abgeschlossen. Vordergründig handelt es dabei um Privatpersonen, insbesondere im Hinblick auf Gartenbewässerung.

Auch wenn die Allgemeinverfügung ab dem 6. Oktober 2018 nicht mehr wirksam ist, dürfen Eigentümer oder Anlieger von Gewässergrundstücken nur dann erlaubnisfrei Wasser aus den Bächen und Flüssen entnehmen, wenn dadurch keine negativen Beeinträchtigungen für die Gewässerökologie zu befürchten sind. „Andere“ Gewässerbenutzungen bleiben grundsätzlich erlaubnispflichtig. „So beispielsweise ist Schöpfen erlaubt, Wasserentnahme mittels Pumpe und das Anstauen von Wasser bleibt verboten“, so Dr. Beier weiter.

Beier appelliert: „In jedem Fall sind alle weiterhin aufgerufen die Wasserentnahmen immer an die natürlichen Gegebenheiten anzupassen und Gewässer mit gewissenhafter Zurückhaltung zu benutzen.“

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news-2268 Wed, 14 Nov 2018 13:46:09 +0100 Neues Gesicht für Homepage www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de und Schaltung von Kinospots /das-amt/neuigkeiten/neues-gesicht-fuer-homepage-wwwwirtschaft-in-mittelsachsende-und-schaltung-von-kinospots-1.html Mit „Mittelsachsen ist mein Platz zum Wachsen“ macht die Region bereits seit einiger Zeit mit Postkarten und Imagebroschüre auf sich aufmerksam. Nun gibt es auch ein passendes Video dazu. Gezeichnet von einer mittelsächsischen Illustratorin wird der Bogen der „Platz zum Wachsen“-Kampagne in einem animierten Cartoon weitergespannt. „Wir wollen uns mit diesem Film abheben. So gibt es gereimte Verse kombiniert mit Zeichentrick“, erklärt Landrat Matthias Damm. Ende November läuft er darüber hinaus in Kinos in 15 Städten in ganz Deutschland, so in Berlin, Stuttgart, Wiesbaden, Dortmund, Duisburg, Essen. Ganz bewusst sei die Werbeschaltung in die Vorweihnachtszeit gelegt. „In diesen Tagen und Wochen ist meist das Heimatgefühl und die Gedanken an Familie und Freunde groß. Mittelsachsen habe einen großen Fachkräftebedarf und wir möchten mit unseren Mitteln versuchen diesem zu begegnen“, so Damm weiter. Abrufbar ist das Video auf der überarbeiteten Internetpräsens: www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de. Mit dem Relaunch der Homepage konzentriert sich das Standortmarketing für die Wirtschaftsregion Mittelsachsen auf seine Zielgruppen. So wurden die Angebote jetzt noch stärker auf Unternehmen, Fachkräfte und Schüler zugeschnitten.

Bewährtes:

Die Firmendatenbank für Unternehmen auf der Suche nach Kooperationspartnern, das Karriereportal für Fachkräfte auf der Suche nach beruflicher Veränderung und das Schülerportal mit Infos zu Ausbildung, Ferienjob und Co. bleiben der Website erhalten. Neu ist, dass die einzelnen Angebote jetzt zentral und strukturiert unter den jeweiligen Rubriken aufzufinden sind. Auch der Service der Nestbau-Zentrale ist prominent nicht nur für Rückkehrer oder Firmen, die diesen Service nutzen wollen, auf der Startseite zu finden. Darüber hinaus erzählen Mittelsachsen ihre Erfolgsgeschichte in der Nachhaltigkeitsregion. Aktuelle Wirtschaftsinformationen und Termine werden noch ausführlicher präsentiert.

Neues:

Die Infothek auf der Internetseite wurde ebenfalls verbessert. Sie hat unten auf der Startseite ihren festen Platz. Das Informationsmaterial steht zum Download zur Verfügung und kann auch bequem am Bildschirm durchgeblättert werden. Diese Funktion ermöglicht dem Leser ein besseres Erleben der Broschüren im Überblick. „Das neue Gesicht der Wirtschaftsseite ist bewusst nachhaltig und authentisch. Alle Bilder zeigen echte Mittelsachsen, denen man bei uns tatsächlich über den Weg läuft. Das war uns sehr wichtig. Denn wir wollen, dass sich die Region mit der Seite identifiziert und so ist es kein Zufall, dass zum Beispiel Geschäftsführer Dirk Sittner für die Rubrik Unternehmen steht und die Mitglieder des Beirates der Wirtschaftsregion Nachhaltigkeit mit eigenen Worten erklären“, sagt Dr. Lothar Beier, erster Beigeordneter in der Landkreisverwaltung. Die Wirtschaftsregion Mittelsachsen ist geprägt von einem vielfältigen Branchenmix. Voraussetzung dafür sind die Menschen vor Ort, ihre Fähigkeiten, ihr gesamtes Können, welches in einem breiten Spektrum an Produkten und Dienstleistungen – von solider und kreativer Handwerksqualität bis hin zu High-Tech-Erzeugnissen Ausdruck findet. Nicht zuletzt übernehmen die Unternehmen Verantwortung für morgen und folgen so dem Prinzip der Nachhaltigkeit – dem Kerngedanken der Homepage

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news-2225 Wed, 14 Nov 2018 09:19:00 +0100 Veranstaltung: Wege für eine inklusive Kulturarbeit im Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen /das-amt/neuigkeiten/veranstaltung-wege-fuer-eine-inklusive-kulturarbeit-im-kulturraum-erzgebirge-mittelsachsen.html Die Landräte der Landkreise Erzgebirge und Mittelsachsen, der Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen, die Kommunalen Behindertenbeauftragten und die Servicestelle Inklusion im Kulturbereich laden am 19. November von 10:00 bis 13:30 Uhr zur Veranstaltung „Auftakt Inklusion!“ in die Musikschule Flöha, Bahnhofstraße 8 a, ein.  Auf dem Weg in eine inklusivere Gesellschaft ist auch der Kulturbereich gefragt. Die 2017 vom Landesverband Soziokultur Sachsen gegründete Servicestelle Inklusion im Kulturbereich möchte diesen Prozess im Freistaat Sachsen unterstützen und hat dazu die Veranstaltung initiiert. Ziel ist es, sich mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Kultureinrichtungen und Initiativen des Kulturraumes und mit Betroffenen über Wege und Perspektiven einer inklusiven Kulturarbeit zu verständigen. Neben Fachimpulsen und Erfahrungsberichten aus der Praxis, wird die Servicestelle ihre Angebote vorstellen. 

Zur Vertiefung des Themas folgen dem Auftakt weitere Fachveranstaltungen, so beispielsweise am 11. Dezember von 09:30 bis 17:00 Uhr ein Workshop in Chemnitz: „Barrierefreie Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsplanung“.
 

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news-2266 Tue, 13 Nov 2018 11:41:31 +0100 Aus der Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses /das-amt/neuigkeiten/aus-der-sitzung-des-verwaltungs-und-finanzausschusses.html Am 12. November fand die 28. Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses des Kreistages statt. Sozialumlage an den KVS steigt

Die Mitglieder des mittelsächsischen Verwaltungs- und Finanzausschusses haben eine überplanmäßige Auszahlung für die Sozialumlage an den Kommunalen Sozialverband Sachsen (KVS) in Höhe von rund 172.000 Euro beschlossen. Grund ist eine Haushaltsanpassung seitens des KVS, in deren Folge die Sozialumlage neu berechnet wurde. Der erforderliche Betrag wird seitens des Landkreises über Minderauszahlungen für die Kosten der Unterkunft und Heizung nach SGB II gedeckt. Der KVS ist ein öffentlich-rechtlicher Dienstleister für Beihilfe, Bezüge und Zusatzversorgung. Der Verband veranschlagt für seine Pflichtmitglieder – die Landkreise und kreisfreien Städte – für den über die eigenen Erträge hinausgehenden Finanzbedarf eine Sozialumlage.

Anschaffung neuer Software

Im kommenden Jahr erhalten die rund 1 400 Mitarbeiter des Landratsamtes Mittelsachsen neue Microsoft-Programme. Der Verwaltungs- und Finanzausschuss beauftragte Landrat Matthias Damm, den Zuschlag zur Neulizenzierung von Microsoft-Lizenzen in Höhe von rund 1,023 Millionen Euro zu erteilen. Für die Durchführung des Auftrages wird ein Rahmenvertrag mit einer Laufzeit von drei Jahren geschlossen.  Zuletzt hatte es 2010 eine Anpassung gegeben. Zu diesem Zeitpunkt waren die Verträge der drei Altlandkreise aus dem Jahr 2007 zusammengeführt worden. „Da Microsoft den technischen Support für die gegenwärtig eingesetzten Produkte einstellen wird, ist diese Neulizenzierung jetzt erforderlich, um bis Ende 2019  die Migration abschließen zu können“, erläuterte der zuständige Referatsleiter Heiko Eichinger.  

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news-2263 Mon, 12 Nov 2018 09:26:57 +0100 Anträge für Investitionsprogramm „Lieblingsplätze für alle“ können eingereicht werden /das-amt/neuigkeiten/antraege-fuer-investitionsprogramm-lieblingsplaetze-fuer-alle-koennen-eingereicht-werden.html Auch im kommenden Jahr stehen dem Landkreis Mittelsachsen wieder Gelder für das Investitionsprogramm „Lieblingsplätze für alle“ zur Verfügung. Sie kommen vom Freistaat und sollen zum Abbau baulichen Barrieren genutzt werden. Bis zu 25.000 Euro stehen pro Maßnahme zur Verfügung. „Wir freuen uns, dass das Programm erneut aufgelegt wurde und sich die Barrierefreiheit im Landkreis verbessert“, so der zweite Beigeordnete Jörg Höllmüller. In den vergangenen Jahren habe sich dank des Fördergeldes einiges bewegt. Seit 2014 entstanden für rund 1.005.000,00 Euro beispielsweise Rampen, Treppenlifte oder Akustikanlagen – insgesamt gab es 73 realisierte Vorhaben. „Die Palette der Möglichkeiten ist groß, es wurden beispielsweise schon Evakuierungsstühle finanziert“, erklärt der Vorsitzende des Behindertenbeirates Sven Jeschke. In seinem Gremium werden die eingereichten Anträge geprüft und priorisiert. Final entscheidet es die Sächsische Aufbaubank. „Die Überzeichnung des Programms in den vergangenen Jahren zeigt, welchen Bedarf es gibt und daher hoffen wir auf eine dauerhafte Etablierung der Förderung“, so Sven Jeschke weiter. Gelder können Kultur-, Freizeit- und Bildungseinrichtungen, auch gastronomische Betriebe und Gesundheitseinrichtungen können Anträge stellen. Er appelliert an die Eigentümer von Immobilien sich in ihren Räumen umzusehen. „Rampe ist das klassische und wichtige Hilfsmittel, aber finden sich Blinde oder Sehschwache zum Beispiel in den Räumen zurecht. Hier könnten Tafeln oder Markierungen helfen“, so Jeschke weiter.

Die Anträge sind mittels des nebenstehenden Antragsformulars ergänzt um einen Kostenvoranschlag sowie ein aussagekräftiges Foto spätestens bis zum 24. Januar 2019 im Landratsamt Mittelsachsen, Geschäftskreis Ordnung, Soziales und Gesundheit einzureichen.  Antragsberechtigt sind Eigentümer von öffentlich zugänglichen Einrichtungen aber auch Betreiber (Mieter/Pächter) mit einer schriftlichen Zustimmung des Eigentümers für die Baumaßnahme.

Hinweis:
Es können nur vollständige Anträge entgegen genommen und berücksichtigt werden. Nach Eingang der entsprechenden Förderanträge werden die Projekte unter Beteiligung des Behindertenbeirates ausgewählt.

Als Ansprechpartner für das Antragsverfahren steht im Geschäftskreis Ordnung, Soziales und Gesundheit Uwe Donner unter Telefon 03731 799-3382 zur Verfügung. 

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news-2222 Mon, 12 Nov 2018 08:58:00 +0100 Veranstaltungen im Rahmen der Frauenwoche /das-amt/neuigkeiten/veranstaltungen-im-rahmen-der-frauenwoche.html Im Rahmen der Sächsischen Frauenwoche sind am 17. und 22. November Veranstaltungen in Mittelsachsen geplant. Auch der Landkreis Mittelsachsen und die Stadt Freiberg beteiligen sich an der Sächsischen Frauenwoche des Landesfrauenrates vom 16. bis 26. November. Diese steht im Zeichen der häuslichen und sexualisierten Gewalt an Frauen und Mädchen. Gemeinsam mit dem Frauenschutzhaus sind zwei Veranstaltungen geplant:

Am 17. November findet unter dem Motto „Schritte für ein gewaltfreies Leben“ ein Gang durch Freiberg mit anschließendem Picknick am Rathaus und einer Luftballon-Aktion statt. Start ist 10:00 Uhr am Kinopolis in Freiberg. 

Am 22. November wird ab 19:00 Uhr im Kinopolis in Freiberg der Film „Niemand anderes“ vom Medienprojekt Wuppertal zum Thema sexualisierte Gewalt gezeigt.

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news-2259 Thu, 08 Nov 2018 11:46:28 +0100 Nachkalkulation der Abfallgebühren vorgestellt /das-amt/neuigkeiten/nachkalkulation-der-abfallgebuehren-vorgestellt.html Der Ausschuss für Umwelt und Technik unter anderem über die Gebührenüberschüsse im Bereich Abfall, die Notsanierung des Dachs der Mehrzweckhalle in Brand-Erbisdorf und die Auftagsvergaben im Straßenbau. Im Ausschuss für Umwelt und Technik am Mittwoch wurden die Nachkalkulation der Abfallgebühren für die Jahre 2016 und 2017 vorgestellt. Bei Einnahmen von 30,4 Mio. Euro für beide Jahre wurde ein Gebührenüberschuss von 4,7 Mio. Euro erzielt. Hintergründe hierfür waren einerseits gestiegene Einnahmen durch verstärkte Nutzung  von Restabfallbehältern sowie durch gestiegene Erlöse in der Vermarktung von Wertstoffen. Andererseits konnten die Ausgaben durch Optimierungen sowohl im Einkauf als auch in der Abfallwirtschaft gesenkt werden. Außerdem wurden Sanierungsmaßnahmen von Deponiekörpern auf die Folgejahre verschoben. Der erzielte Überschuss fließt in die nächsten Gebührenkalkulationen bis zum Jahr 2022 ein und kann damit einen Teil der zu erwartenden Kostensteigerungen kompensieren.

Das Landratsamt schafft sich ein einheitliches elektronisches Schließsystem an. Hierzu erfolgt derzeit die Ausschreibung. Für die Zuschlagserteilung wurde der Landrat durch den Ausschuss für Umwelt und Technik ermächtigt. Der Einbau erfolgt in den kommenden zwei Jahren. Damit werden die teilweise veralteten sowie wartungs- und kostenintensiven Schließanlagen ersetzt. In allen Gebäuden ist dann der Zugang über Transponder möglich. Dadurch können die Zutrittsmöglichkeiten flexibler  und schneller angepasst werden. Hinzu kommt eine lange Nutzungsdauer, geringer Verschleiß und Wartungsbedarf. Die Kosten belaufen sich auf rund 400.000 Euro. Im Jahr 2021 soll das System in allen Gebäuden der Verwaltung eingebaut sein.

Eine Teilfläche des Dachs der Mehrzweckhalle des Bernhard-von-Cotta Gymnasiums musste saniert werden. Anlass war der Wassereintritt durch das Dach, was Ende 2017 festgestellt wurde. Hinzu kamen Abtropfstellen am Dachrand. Bei der Ursachenermittlung kam heraus, dass große Teile der Dämmung tropfnass waren, was wiederum auf eine große Gewichtsbelastung für das Dach schließen ließ. Um hier eine Sperrung der Halle zu verhindern, begannen im September umfangreiche Sanierungsarbeiten. Diese umfasst neben der eigentlichen Erneuerung unter anderem den Einbau von Notüberläufen, um bei Starkregen den nichtsanierten Teil des Daches zu entlasten, eine Gas-Dichtheitsprüfung nach Fertigstellung oder auch mehrere Revisionshauben zur laufenden Nachkontrolle. Die Kosten belaufen sich auf rund 174.000 Euro. Der Ausschuss für Umwelt und Technik gab entsprechend notwendige Mittel frei.

Im Ausschuss für Umwelt und Technik informierte die Verwaltung über die Vergabe von Bauleistungen an Kreisstraßen. Hintergrund ist eine Ermächtigung des Kreistages an den Landrat entsprechende Bauleistungen zu vergeben. So erhielt der Chemnitzer Verkehrsbau die Zuschläge für  die Fahrbahnerneuerungen der Kreisstraße 7733 zwischen Dorfchemnitz und Friedebach (1. Bauabschnitt) und der Braunsdorfer Straße in Niederwiesa (K7703),  außerdem wird noch eine Deckenerneuerung der K 8231 bei Seifersbach durch die Firma übernommen. Die Maßnahmen sind bereits abgeschlossen bzw. werden in den kommenden Wochen beendet –bis auf Niederwiesa. Diese wird im kommenden Jahr realisiert. Sie haben insgesamt ein Volumen von rund 835.000 Euro. Für rund 461.000 Euro erneuert die Max Bögl Stiftung im kommenden Jahr die Fahrbahn der Kreisstraße zwischen Ottendorf und Röllingshain und die Firma Gunter Hüttner erhielt den Zuschlag für den ersten Abschnitt des Ausbaus der Ortslage Mühlbach, der K 8203 mit einem Volumen von 735.000 Euro. Die eigentlichen Arbeiten erfolgen im kommenden Jahr, derzeit wird die Umfahrung für den Bus hergestellt.

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news-2258 Thu, 08 Nov 2018 11:42:06 +0100 Jugendhilfeausschuss berät über Kita-Fördermittel /das-amt/neuigkeiten/jugendhilfeausschuss-beraet-ueber-kita-foerdermittel.html Der integrative Kindergarten „Sonnenkäfer“ in Niederbobritzsch und der evangelische Kindergarten „Lebensbaum“ in Burgstädt erhalten Fördergeld aus dem Bundes-Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2017 – 2020“. Der Fördersatz beträgt 66 Prozent. Außerdem berieten die Mitglieder über die Fortschreibung der Jugendhilfeplanung und es gab eine Information zur Schulsozialarbeit. Der Jugendhilfeausschuss hat in seiner Sitzung am 5. November 2018 die Fortschreibung des Teilfachplans B der Jugendhilfeplanung des Landkreises für 2021 bis 2026 beschlossen. Dieser umfasst die Bereiche Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, erzieherischer Kinder- und Jugendschutz. Grundlage bildet der Plan für den Zeitraum 2016 bis 2020. Die Ergebnisse von Studien zu Lebenslagen von jungen Menschen, wie beispielsweise „Jugend in Sachsen“, „5. Sächsischer Kinder- und Jugendbericht“ sowie der „15. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung“, sollen in die Planungen einfließen. Nach der abgeschlossenen Vorbereitungsphase erfolgt nun die Feststellung des Bestandes vorhandener Einrichtungen und Angebote. Dieser Bestandsfeststellung schließen sich die Bedarfsermittlung sowie die Maßnahmeplanung und der Bericht an. An der Planung wirken sowohl die freien Träger als auch Kinder und Jugendlich mit.  „Die Fortschreibung bildet die Grundlage für die Sicherung und bedarfsgerechte Weiterentwicklung qualifizierter Angebote und Leistungen in den Bereichen Jugendarbeit, Jugendverbands-und Jugendsozialarbeit sowie Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz“, erläutert die zuständige Abteilungsleiterin für Jugend und Familie, Heidi Richter.

Der integrative Kindergarten „Sonnenkäfer“ in Niederbobritzsch und der evangelische Kindergarten „Lebensbaum“ in Burgstädt erhalten Fördergeld aus dem Bundes-Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2017 – 2020“.  Unterstützt werden Investitionen, sprich Neu-, Aus-, Umbau, Sanierung, Renovierung und Ausstattung, die der Schaffung beziehungsweise Ausstattung zusätzlicher Betreuungsplätze dienen. „Dabei handelt es sich laut Gesetz um solche Plätze, die entweder neu entstehen oder diejenigen ersetzen, die ohne Erhaltungsmaßnahmen wegfallen würden“, so die Abteilungsleiterin für Jugend und Familie, Heidi Richter. Auf die beiden ausgewählten Kindereinrichtungen trifft der letztgenannte Fakt zu.  In Niederbobritzsch entsteht ein Ersatzneubau für 54 Kindergartenplätze. In Burgstädt erhält der Kindergarten „Lebensbaum“ einen Anbau. Dort entstehen zusätzlich zu den vorhandenen 60 Plätzen zehn neue Krippen- und fünf Kindergartenplätze. Dem Landkreis stehen für 2019 und 2020 – vorbehaltlich der Bereitstellung der Haushaltsmittel – Bundesmittel in Höhe von jeweils rund 1,08 Millionen Euro zu. Bis zum 30. Juni 2018 waren alle freien Träger von Kindertageseinrichtungen sowie die Städte und Gemeinden zur Abgabe ihrer Bedarfsanforderung aufgerufen. 44 Meldungen gingen ein.  18 konnten aus verschiedenen Gründen nicht berücksichtigt werden, etwa weil sie beispielsweise bereits für eine anderweitige Förderung vorgesehen sind oder weil sie die Förderkriterien nicht erfüllen. Die übrigen 26 Maßnahmen haben ein Gesamtvolumen von 7,8 Millionen Euro. Die eingegangen Unterlagen wurden fachlich und jugendhilfeplanerisch bewertet,  im Ergebnis fiel die Wahl auf die beiden genannten Einrichtungen. Der Landkreis Mittelsachsen leistet als örtlicher Träger der öffentlichen Jugendhilfe Zuschüsse zu den Baukosten. Diese sind für die „Sonnenkäfer“ insgesamt mit reichlich 90.000 Euro geplant, für den Kindergarten „Lebensbaum“ mit mehr als 125.000 Euro.

Heidi Richter, Abteilungsleiterin für Jugend und Familie, informierte die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses darüber, dass der Freistaat Sachsen für das Haushaltsjahr 2019 insgesamt 30.500.000 Euro zur Förderung von Schulsozialarbeit eingestellt hat. Das Geld wird entsprechend  der vom Statistischen Landesamt erfassten Schülerzahlen für das Schuljahr 2017/2018 an die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt. „An allgemeinbildenden Schulen in Mittelsachsen wurden zum Stichtag  27 660 Schülerinnen und  Schüler unterrichtet. Somit steht dem Landkreis, vorbehaltlich der Zustimmung des Landtages zum Doppelhaushalt des Freistaates, ein maximales Förderbudget von reichlich 2,3 Millionen Euro zur Verfügung", führte sie aus. Entsprechende Anträge auf Förderung der mittelsächsischen Schulsozialarbeit werden fristgerecht beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz eingereicht, ergänzte Heidi Richter.

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news-2224 Wed, 07 Nov 2018 06:00:00 +0100 Wo gibt es noch Schleiereulen im Landkreis? /das-amt/neuigkeiten/wo-gibt-es-noch-schleiereulen-im-landkreis.html Die Zahl der Tiere ist aufgrund zahlreicher Einflüsse rückläufig. Sie gelten als stark gefährdet. Die Naturschutzstation Weiditz  bittet deshalb Bürgerinnen und Bürger um Hinweise. Sie sind gerade einmal knapp 40 Zentimeter groß, schlank, langbeinig, werden bis zu 340 Gramm schwer und verdanken ihren Namen ihrem auffälligen Gesichtsschleier − die Schleiereulen. Doch Tyto alba − so ihr wissenschaftlicher Name − ist selten geworden. Sie wurde in der Roten Liste Sachsens hochgestuft. Früher nur „gefährdet“, ist sie nunmehr in Kategorie zwei „stark gefährdet“ gelistet. 

Mithilfe ist gefragt − Bestand im Landkreis erfassen
Die Naturschutzstation Weiditz möchte erreichen, dass sich die Schleiereulensituation im Landkreis Mittelsachsen verbessert. Zunächst arbeiten die Naturschützer daran, den Bestand der Schleiereule im Landkreis zu erfassen und daraus Möglichkeiten für den Schutz der Tiere und vor allem für die Erhaltung und Schaffung von neuen Brutplätzen abzuleiten. Einige Nistplätze, insbesondere im Altkreis Rochlitz und Hainichen, wurden vor vielen Jahren für die Schleiereule in Kirchen oder große Scheunen eingebaut und werden seitdem durch engagierte Naturschützer betreut. Darüber hinaus gibt es jedoch große Wissenslücken. Diese gilt es zu füllen. „Dazu sind wir auf die Unterstützung der Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises angewiesen. Wir bitten um Informationen über Beobachtungen von Schleiereulen oder über Funde der für diese Art typischen Gewölle − das sind Speiballen aus unverdaulichen Nahrungsteilen −, die durch einen mattschwarzen, teerartigen Überzug gekennzeichnet sind“, erläutert Marion Gringer von der Naturschutzstation Weiditz.

Den Rückgang der Zahl der Tiere erklärt sie mit dem Wegfall von potenziellem Lebensraum. Dieser sei eng mit den Siedlungen der Menschen und der landwirtschaftlichen Nutzung der Flächen verbunden. „Heute brütet die Schleiereule fast ausschließlich in Kirchen und Scheunen“, so Gringer. Doch weil im Zuge von Sanierungsarbeiten vorhandene Öffnungen und Luken verschlossen werden, kommt es zu einem Verlust an Brutplätzen. Daher ist es wichtig, neue Nistplätze anzubieten. „Eine weitere Bedrohung des Lebensraumes entsteht durch die Versiegelung von Flächen, durch intensive Landwirtschaft und den Einsatz von Giften zur Mäusebekämpfung“, ergänzt sie.

Informationen über Sichtungen, aber auch Vermutungen zum Vorkommen der Schleiereule, zu Gewöllen sowie Ruhe- oder Nistplätzen werden in der Naturschutzstation Weiditz entgegengenommen. „Ferner freuen wir uns über jedes Angebot von Eigentümern großer Scheunen oder von Kirchenvorständen, einen Schleiereulenkasten beherbergen zu wollen“, schließt Marion Gringer. 

Kontakt:
Naturschutzstation Weiditz
Tel. 03737 40284
E-Mail info@natur-weiditz.de

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news-2216 Tue, 06 Nov 2018 06:00:00 +0100 Mentorenprogramm: Fachleute im Ruhestand gesucht /das-amt/neuigkeiten/mentorenprogramm-fachleute-im-ruhestand-gesucht.html Der Landkreis unterstützt den Senior Experten Service von der Stiftung der Deutschen Wirtschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH bei der Suche nach Fachleuten im Ruhestand als Senior-Coaches oder Ausbildungsbegleiter zur Unterstützung von Azubis im Rahmen der Ausbildungsinitiative VerA. Viele junge Menschen haben Probleme während der Ausbildung. Hier hilft der Senior Experten Service (SES) mit seiner Initiative VerA zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen. Das Mentoren-Programm bringt ehrenamtliche Fachleute im Ruhestand mit Auszubildenden zusammen. 

Das Referat Wirtschaftsförderung des Landratsamtes informiert, dass ein Teil der Auszubildenden große Herausforderungen meistern muss, denen sie nicht oder nicht immer gewachsen sind. In diesen Fällen könnte die Hinzuziehung eines erfahrenen Experten helfen, das Ausbildungsziel zu erreichen. Willkommen ist jeder, der seine Berufs- und Lebenserfahrung weitergeben will. VerA ist kostenfrei und richtet sich an Auszubildende in allen Berufen sowie an Teilnehmerinnen und Teilnehmer an berufsvorbereitenden Maßnahmen. Die Dauer, den Rahmen und die Inhalte der Zusammenarbeit legt jedes Duo im Einzelfall fest. Die Senior-Experten erhalten für ihre ehrenamtliche Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung. 

Kontakt: 
Tel. 0228-26090-40
E-Mail chemnitz@vera.ses-bonn.de
Internet vera.ses-bonn.de

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news-2247 Fri, 02 Nov 2018 09:58:49 +0100 Neue Rettungswache Penig zur Nutzung übergeben /das-amt/neuigkeiten/neue-rettungswache-penig-zur-nutzung-uebergeben.html Der Rettungswagen in Penig rückt seit 1. November 2018 aus dem Gewerbegebiet im Peniger Ortsteil Wernsdorf aus. Auf einem von der Stadt Penig erworbenen Gelände entstand in den vergangenen Monaten eine neue Rettungswache. Das vom Landkreis errichtete Gebäude wird dem Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Rochlitz e.V. zur Nutzung übergeben. Die Kosten des markanten Neubaus liegen bei rund 1,8 Millionen Euro – und damit sowohl im Budget- als auch Zeitrahmen. Nötig wurde der Bau durch geänderte Normen und Aufgabenprofile im Rettungsdienst. Der derzeitige Standort an der Reitzenhainer Straße in Penig gehört dem Leistungserbringer, dem DRK. Das Bestandsgebäude hätte unter wirtschaftlichen Aspekten nicht an den jetzigen Standard für eine Rettungswache angepasst werden können. Die Kosten für die Investition werden zum Großteil von den Krankenkassen getragen. Untergebracht werden im Neubau zwei Rettungs- und ein Krankentransportwagen sowie Reservefahrzeuge. Das neue Gebäude beherbergt auch eine Waschgarage mit Desinfektions- sowie Aufenthalts-, Umkleide-, Sanitär- und Lagerräumen. „So sind optimale Bedingungen für die tägliche Aufgabenerfüllung und Ausbildung im Rettungsdienst entstanden. Moderne Strukturen und Bedingungen sind sehr wichtig - auch für die  18 Mitarbeiter und drei Auszubildenden, die sich tagtäglich selbstlos für das Wohl anderer einsetzen“, so Landrat Matthias Damm.

Mitte 2017 begann der Bau der Rettungswache mit vier Stellflächen und einer Waschgarage mit Desinfektionsraum sowie den dazugehörigen Aufenthalts-, Umkleide-, Sanitär- und Lagerräumen. Die Rettungswache wurde zweigeschossig konzipiert. Im Untergeschoss wurden vier Fahrzeugstellplätze, eine Waschgarage, ein Desinfektionsraum, Lagerräume für Kfz und medizinisches Verbrauchsmaterial sowie ein Apothekenraum geschaffen. Im Obergeschoss befinden sich ein großer Aufenthaltsraum mit Küche, zwei Ruheräume, ein Büro für den Leiter der Rettungswache, Abrechnungsmöglichkeiten sowie Umkleide- und Sanitärräume. Bedingt durch die Energieeinsparverordnung wurde ein besonders hohes Maß an Wärmedämmung eingehalten. Darüber hinaus wird über eine Luft-Wärme-Pumpe besonders umweltfreundlich geheizt.

Der Landkreis ist Träger des Rettungsdienstes im Landkreis Mittelsachsen. Weitere Rettungswachen befinden sich in Freiberg mit der Außenstelle Brand-Erbisdorf, Mulda, Clausnitz, Dittmannsdorf, Flöha, Eppendorf, Mittweida, Frankenberg, Hainichen, Rochlitz mit Außenstelle Geringswalde, Penig, Burgstädt, Döbeln, Leisnig und Naußlitz.

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news-2220 Fri, 02 Nov 2018 08:42:00 +0100 First Responder in Neuhausen − bevor der Rettungsdienst eintrifft /das-amt/neuigkeiten/first-responder-in-neuhausen-bevor-der-rettungsdienst-eintrifft.html Seit Oktober wird in Neuhausen der Rettungsdienst durch First Responder der Feuerwehr unterstützt. First Responder sind ehrenamtliche, qualifizierte Ersthelfer, die das zeitliche Intervall vom Eintreten eines lebensbedrohlichen Notfalls und erster rettungsdienstlicher Versorgung verkürzen.  Insbesondere bei einem Kreislaufstillstand sinken die Überlebenschancen mit jeder Minute, in der nicht mit Herz-Lungen-Wiederbelebung behandelt wird, rapide. Zur Ausstattung gehört deshalb auch ein Defibrillator, um einen Herzstillstand mit Kammerflimmern sofort behandeln zu können.

First Responder als Ersthelfergruppe sind also in die Rettungskette eingebunden und werden durch die Rettungsleitstelle zu festgelegten Notfallsituationen parallel zum Rettungsdienst alarmiert. Seit vielen Jahren besteht bereits in der Gemeinde Eppendorf eine First-Responder-Gruppe und es gibt in weiteren Gemeinden des Landkreises Initiativen zum Aufbau dieser Ersthelfergruppen.

In diesem Zusammenhang bittet das Referat Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz vorhandene Automatische Externe Defibrillatoren (AED) zu melden. Ein Formular ist unter www.landkreis-mittelsachsen.de eingestellt.

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news-2223 Thu, 01 Nov 2018 09:03:00 +0100 Diskussion über Chancengleichheit in der Zukunft /das-amt/neuigkeiten/diskussion-ueber-chancengleichheit-in-der-zukunft.html Für den 6. November lädt die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Interessierte zu einer Diskussion über eine chancengerechte Gestaltung einer Gesellschaft im demografischen Wandel ein. Dabei steht vor allem die Frage im Mittelpunkt, wie die Erwerbs- und Sorgearbeit in Zukunft gestaltet werden muss, um beiden Geschlechtern die Gelegenheit zu geben, ein existenzsicherndes Einkommen zu erzielen, sich beruflich weiterzuentwickeln und sich dennoch um die Familie zu kümmern. Diskussionsgrundlage bildet der zweite Gleichstellungsbericht der Bundesregierung.

Die Veranstaltung beginnt um 16:00 Uhr im Hotel Regenbogenhaus, Brückenstraße 5 in Freiberg.
 

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