Neues aus dem Landkreis Mittelsachsen http://www.landratsamt-mittelsachsen.de de-de TYPO3 News Fri, 20 Apr 2018 00:58:11 +0200 Fri, 20 Apr 2018 00:58:11 +0200 TYPO3 EXT:news news-1751 Thu, 19 Apr 2018 08:39:00 +0200 Die Forstbehörde informiert zur Bewältigung der Sturmschäden /das-amt/neuigkeiten/die-forstbehoerde-informiert-zur-bewaeltigung-der-sturmschaeden.html Die beiden Stürme „Herwart“ vom 29. Oktober 2017 mit zirka 0,8 Millionen Kubikmeter und „Friederike“ vom 18. Januar 2018 mit 1,2 Millionen Kubikmeter Schadholz haben „Kyrill“ mit 1,8 Millionen Kubikmeter noch übertroffen. Fast ein Jahreseinschlag, der 2,3 Millionen Kubikmeter beträgt, fiel somit in den Wäldern aller Eigentumsarten Sachsens diesen Stürmen zum Opfer, davon zu 70 Prozent im Wald des Freistaates Sachsen, zu 30 Prozent im Privat- und Körperschaftswald. Schadholzmengen, speziell im Landkreis Mittelsachsen, sind nicht bekannt. Die Mengen der Forstbezirke Leipzig, Chemnitz und Marienberg hochgerechnet, ergibt eine Größenordnung zwischen 150 000 und 200 000 Kubikmeter im Landkreis. Überwiegend ist die Baumart Fichte betroffen, deren Nutzholz ab April durch den Nadelnutzholzbohrer und ab Mai durch farblich wirksame Holzpilze rapide entwertet werden wird. Zudem bietet Schad- und Lagerholz Brutraum für Borkenkäfer, die in diesem Frühjahr in der letzten Dekade des April beginnen werden, neue Fichten zu besiedeln. Aus dieser Waldschutzsituation ergibt sich ein hoher Handlungsdruck für betroffene Waldbesitzer, zuständige Forstleute und Forstdienstleister.

Dringender Handlungsbedarf

Zunächst ist es zwingend nötig, dass jeder Waldbesitzer seinen Waldbestand auf Sturmschäden kontrolliert. Bäume, die für Waldbesucher ein Sicherheitsrisiko darstellen, sind vordringlich zu Boden zu bringen. Waldwege sind frei zu räumen, damit auch andere Waldbesitzer an ihre Flächen herankommen und Holz abfahren können. Schadholz der Fichte und anderer Nadelbaumarten aufzuarbeiten und aus dem Wald zu bringen, hat Priorität vor Laubholz. Einzelschäden zu beseitigen, rangiert vor Schadschwerpunkten. Käferherde vom Vorjahr haben Vorrang vor noch unbesiedeltem Sturmschadholz. Starkes vor schwaches Holz, Südhänge vor anderweitig exponierten Standorten, sind weitere Prinzipien geordneter Schadensanierung im Wald. 

Stellt man als Waldbesitzer fest, dies kurzfristig nicht selbst bewältigen zu können, dann sollte umgehend Kontakt mit den zuständigen Leitern der Privat- und Körperschaftsforstreviere des Staatsbetriebs Sachsenforst beispielsweise über den Internetauftitt www.sachsenforst.de/foerstersuche oder die Kreisforstrevierleiter der Forstbehörde des Landkreises über Telefon 03731 799-3621, sowie direkt mit Forstdienstleistern, aufgenommen werden. 

Borkenkäfer

Von Käfern dicht besiedeltes Dünnholz und Rinde zu verbrennen, ist ein Weg zur Sanierung eines Waldortes, den jedoch eine Forstfachkraft bestätigen sollte. Die Anmeldung des Feuers bei der Gemeinde als Ortspolizeibehörde und der Leitstelle der Feuerwehr sind ratsam. Die Forstbehörde hält dazu ein Merkblatt bereit. 

Seitens des Naturschutzes sind schützenswerte Lebensräume und Arten möglichst zu schonen, auch wenn dadurch Mehraufwand entsteht. Gleiches gilt für Wasserschutzzonen und Brunnenfassungen. 

Weiterhin ist es wichtig, Wildschutzzäune um Forstkulturen, die durch Sturmschäden unwirksam wurden, schnell instand zu setzen und eingedrungenes Schalenwild herauszutreiben. Sollten Waldflächen schadbedingt gesperrt worden sein, dann ist die Notwendigkeit dafür zu prüfen, die Forstbehörde des Landkreises ist zu informieren und bei mehr als zwei Monaten Dauer eine Genehmigung oder Verlängerung zu beantragen.

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news-1760 Tue, 17 Apr 2018 17:50:27 +0200 Erste Regionalkonferenz „Wohnintegration im Landkreis Mittelsachsen“ /das-amt/neuigkeiten/erste-regionalkonferenz-wohnintegration-im-landkreis-mittelsachsen.html Vertreter des Landratsamtes Mittelsachsen, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Vorstände und Geschäftsführer mittelsächsischer Wohnungsunternehmen haben heute gemeinsam darüber beraten, wie eine flächendeckende Verteilung der anerkannten Flüchtlinge und die Umsetzung der Wohnsitzauflage gelingen kann. Die Landkreisverwaltung trägt als untere Unterbringungsbehörde die Verantwortung für die Unterbringung der gemäß Flüchtlingsaufnahmegesetz von der Landesdirektion zugewiesenen Asylbewerber. „Dabei setzen wir auf Ausgewogenheit zwischen zentraler und dezentraler Unterbringung“, so Landrat Matthias Damm. Ziel sei, die Herausforderungen der Wohnsitzauflage für anerkannte Flüchtlinge und des zu erwartenden Familiennachzuges für Geflüchtete in Mittelsachsen gemeinsam anzugehen, ergänzte er. Der Einladung der Stabsstelle Asyl folgten Vertreter von Kommunen und Wohnungsunternehmen sowie das Jobcenter, insgesamt gab es 40 Teilnehmer.  Zudem waren auch Integrationskoordinatoren vertreten, die flächendeckend im Landkreis tätig sind und seit reichlich einem Jahr die Bürgermeister und Ehrenamtlichen aktiv vor Ort unterstützen. Im Rahmen eines Fachaustausches und konstruktiver Gespräche verständigten sich die Vertreter über Maßnahmen, wie diese Herausforderungen erfolgreich bewältigt werden können. So soll beispielsweise eine Wohnungsbörse geschaffen werden. „Wir stellen uns vor, dass die kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungsunternehmer uns regelmäßig über freie Wohnungen informieren, die die Integrationskoordinatoren bedarfsgerecht vermitteln können“, erläuterte der Leiter der Stabsstelle Asyl Dieter Steinert das Prinzip. Die Asyl- beziehungsweise Ausländerbehörde bündelt die Angebote und ist zentrale Anlaufstelle für Nachfragen der Wohnungsunternehmen und der Geflüchteten gleichermaßen. 

Bei der Konferenz berichteten großen Freiberger Wohnungsunternehmen von ihren Erfahrungen hinsichtlich der Vermietung an Flüchtlinge. „Bereits seit 2016 existiert ein gemeinsames Engagement aller Beteiligten, das Thema Wohnintegration zum Wohle der Mieter anzugehen“, erläuterte Steinert. Die Ausführungen seien bei den übrigen Teilnehmern auf positive Resonanz gestoßen. Die Wohnungsunternehmen könnten die Unterbringungen von Geflüchteten auch als Chance sehen, punktuellen Wohnungsleerstand im eigenen Bestand abzubauen und bestehende Strukturen den neuen Rahmenbedingungen anzupassen. „Die Bereitschaft, sich dieses Themas anzunehmen, ist vorhanden“, so Steinerts Einschätzung. Er betonte, dass diese Konferenz als Auftakt für weitere Gespräche zu verstehen ist. „Im zehnten Jahr des Bestehens des Landkreises Mittelsachsen können wir damit unter Beweis stellen, dass wir Mittelsachsen gut gemeinsam agieren können“, so das Fazit von Landrat Matthias Damm.

Informiert wurden außerdem über weitere Integrationsprojekte, die entweder von der Stabsstelle selbst initiiert oder unterstützend begleitet werden. Dazu gehört auch die Etablierung eines Übergangsmanagements, welches sich derzeit in Planung befindet. Anerkannte Flüchtlinge erhalten eine ausführliche Beratung und sollen so motiviert werden, ihren Wohnsitz im gesamten Landkreis zu wählen.

Der Harthaer Bürgermeister Ronald Kunze bilanzierte: „Die erste Regionalkonferenz zur Wohnintegration im Landkreis Mittelsachsen war eine gelungene Veranstaltung, um einen umfassenden Wissensstand zur Rechtslage und zu den Ausgestaltungsmöglichkeiten zu bekommen. Ich stehe dem Thema offen gegenüber. Ich nehme viele Informationen mit nach Hartha, die es jetzt auch im Gespräch mit den Wohnungsunternehmen auszuwerten gilt.“

Der Vorsitzende des Städte- und Gemeindetages (SSG) Mittelsachsen Ronny Hofmann ergänzte: „Von der Regionalkonferenz mit Bürgermeistern und Wohnungsunternehmen geht ein positives Signal zur Zusammenarbeit aus. Es ist erfreulich, dass nun alle Vertreter in den weiteren Erfahrungsaustausch treten beziehungsweise auch erste Maßnahmen umsetzen.“

Hintergrund Wohnsitzauflage:
Der Landkreis Mittelsachsen ist durch einen Erlass des Freistaates Sachsen seit dem 1. April 2018 verpflichtet, bei künftigen Aufenthaltserlaubnissen eine Wohnsitzauflage für das Gebiet des Landkreises Mittelsachsen auszusprechen. Nur in begründeten Ausnahmefällen, wie zum Beispiel Arbeit, Studium oder andere familiäre Gründe, ist von einer Wohnsitzauflage abzusehen. Optional kann auch ein konkreter Ort zugewiesen oder ein Ort von der Wohnsitznahme ausgeschlossen werden. In zweiten Fall spricht man von einer negativen Auflage. Die Wohnsitzauflage ist mit einem hohen Verwaltungsaufwand verbunden: Die Betroffenen müssen beispielsweise angehört werden und gegebenenfalls ein Benehmen mit dem Kommunen hergestellt werden, so der Leiter der Stabsstelle Asyl Dieter Steinert. Er erklärt, dass eine negative Wohnsitzauflage nicht einfach durchzusetzen ist. So muss in jedem Einzelfall juristisch sicher begründet werden, warum beispielsweise in einem bestimmten Ort eine bessere Integration möglich wäre als in einem anderen Ort.

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news-1758 Tue, 17 Apr 2018 11:29:11 +0200 Beseitigung von Winterschäden Straßen beginnt /das-amt/neuigkeiten/beseitigung-von-winterschaeden-strassen-beginnt.html Der Frühling hält in Mittelsachsen Einzug und damit ändert sich das Aufgabengebiet der Straßenmeistereien: Vom Winterdienst zur Frühjahrsflickung. Durchschnittlich 125 Tage waren die sechs Straßenmeistereien in Brand-Erbisdorf, Döbeln, Hainichen. Rochlitz, Freiberg und Mühlau seit Oktober im Einsatz. Dies waren 25 Tage mehr im Vergleich zum Vorjahressaison. Der Verbrauch des Streusalzes ist hingegen gesunken: von 14000 auf 9000 Tonnen. „Der Winter verlief bis auf wenige Tage mild. Durch die kühlen Temperaturen in den Morgenstunden waren die Mitarbeiter unterwegs und mussten nur punktuell, aber in Tagen gesehen oft streuen“, erklärt der zuständige Referatsleiter im Landratsamt Dirk Schlimper die Diskrepanz zwischen der höheren Zahl an Einsätzen und dem niedrigeren Salzverbrauch. Landrat Matthias Damm bedankt sich in diesem Zusammenhang bei allen Beschäftigten und Fremdfirmen für deren Engagement: „Es ist eine große Herausforderung und Aufgabe, Tag für Tag die Straßen zu präparieren und so die Sicherheit für uns Verkehrsteilnehmer erheblich zu erhöhen.“ Trotz aller Bemühungen konnte es aufgrund schwieriger Wetterlagen, beispielsweise in Form von Schneeverwehungen, zu Einschränkungen kommen. „Wir haben es mit Natur zu tun und da sind trotz vorhandener Schneezäune und eines dauerhaften Einsatzes auch die Grenzen des Winterdienstes sichtbar“, ergänzt Dirk Schlimper. Derzeit bleiben noch ein bis zwei Fahrzeuge pro Meisterei mit der entsprechenden Technik ausgerüstet, um in kalten Nächten schnell reagieren zu können. In der eigenen Amtswerkstatt in Hainichen werden die Streuer und Schieber in den Sommermonaten geprüft, Verschleißteile ersetzt und gegebenenfalls repariert. Außerdem werden die Streusalzlager in den Meistereien wieder aufgefüllt. Sie haben eine Kapazität von insgesamt 8200 Tonnen.

Der milde Winter hat an den Straßenkörpern des 1600 Kilometerlangen Netzes an Bundes-, Staats- und Kreisstraßen seine Spuren hinterlassen. „Der häufige Wechsel der Temperaturen um den Bereich des Gefrierpunktes hat den Strecken zugesetzt“, so Schlimper. Erste Reparaturmaßnahmen laufen bereits seit vergangener Woche. Zunächst sind die schlimmsten Stellen in der Priorität ganz oben. So genanntes Heißmischgut wird dabei für die Beseitigung der Schadstellen eingesetzt. Schwerpunkte bilden dabei die Bundesstraßen 107, 169, 173 und 180, die Staatsstraße 241 zwischen Mühlau und Burgstädt, die Kreisstraßen 7530 zwischen Schweta und der Staatsstraße 34 sowie die K 8212 zwischen Mittweida und Ringethal. Im vergangenen Jahr wurden im Rahmen der „Frühjahrsflickung“ rund 2400 Tonnen Asphalt in Eigenleistung mit einem Volumen von rund 180.000 Euro verbaut. „Wir gehen derzeit von einem ähnlichen Wert in diesem Jahr aus“, so Schlimper. Er betont, dass derzeit die schlimmsten Schadstellen bis Juni beseitigt werden. Im Anschluss folgen großflächigere Ausbesserungen. Dabei werden größere Teile der Straße entsprechend ausgefräst und neu asphaltiert werden. „Dies geschieht je nach Zuständigkeit im Bereich der Bundes- und Staatsstraßen in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Straßen und Verkehr“, erläutert der Referatsleiter abschließend.

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news-1749 Tue, 17 Apr 2018 07:24:00 +0200 Schönste Kleingartenanlage Mittelsachsens gesucht /das-amt/neuigkeiten/schoenste-kleingartenanlage-mittelsachsens-gesucht.html Landrat Matthias Damm lobt den Wettbewerb um die „Schönste Kleingartenanlage von Mittelsachsen 2018“ aus. Mit den Vorsitzenden der fünf teilnehmenden Regionalverbände aus Brand-Erbisdorf, Freiberg, Mittweida und Döbeln wurden deshalb bereits die Wettbewerbsbedingungen abgestimmt. Es wird bei den Anlagen in drei Kategorien unterschieden:

  1. Kategorie: 1 bis 30 Parzellen/pro Anlage

  2. Kategorie: 31 bis 60 Parzellen/pro Anlage

  3. Kategorie: ab 61 Parzellen/pro Anlage

Die Bewertungskriterien für die Anlagenbegehungen sehen wie folgt aus:

Teil I: Bewertung der Gesamtanlage 

  • Die Gartenordnung soll bei Begehung der Anlage vorliegen.

  • Besonders hervorzuhebende Aktivitäten und Leistungen des Vereins werden erläutert.

  • Zu bewerten sind:

  • Gestaltung der Haupteingänge, Vereinsschild am Haupteingangsbereich, Sauberkeit und Pflegezustand; Zugänglichkeit der Kleingartenanlage für die Öffentlichkeit tagsüber, Schaukasten mit aktuellem Inhalt, Parzellen– Nummerierung vorhanden, Beschaffenheit der Wege in der Gartenanlage, Gehölze [max. 9 Punkte]

  • Vorhandensein von Gemeinschaftseinrichtungen für Spiel, Sport sowie geselliges Beisammensein (Grillplatz, Festwiese) [max. 3 Punkte*]

  • Vorhandensein von Gemeinschaftseinrichtungen für Instandhaltung und Pflege der Anlage (zum Beispiel Geräteschuppen, Kompostplatz, Bauhof, Lagerplatz etc.) [max. 3 Punkte*] 
    Ein Zusatzpunkt für außergewöhnliche Besonderheiten ist möglich.

Insgesamt möglich sind maximal 15 beziehungsweis 16 Punkte.

Teil II: Bewertung der Einzelgärten
Bewertet werden drei Einzelgärten pro Anlage.
Wird zufällig ein leer stehender Garten ausgewählt, so werden die ausgelosten Ersatzgärten in die Bewertung mit einbezogen.
Gärten, die vom Weg aus für die Bewertung nicht oder teilweise einsehbar sind, werden mit Punktabschlägen belegt.

1. Pflegezustand

  • Eingangsbereich (Pflegezustand und Einsehbarkeit des Kleingartens) [max. 2 Punkte]

  • Wege innerhalb des Gartens; möglichst keine Versiegelung (Ausnahme Hauptweg); Sitzbereich ausgenommen [max. 2 Punkte]

  • Gartenlaube oder Sitzplatz vorhanden [max. 1 Punkt]

2. Kleingärtnerische Nutzung

  • Flächenaufteilung nach Nutzungsarten (je 1/3 Gemüse/Beeren/Obstgehölze/Blumen) zum Rasen beziehungsweise bauliche Anlagen zum Beispiel Gewächshäuser [max. 3 Punkte]

  • Baum-, Gehölz- und Heckenschnitt [max. 3 Punkte]

  • Kompost vorhanden [max. 1 Punkt]

  • Regentonnen vorhanden [max. 1 Punkt]

  • Beete angelegt, bepflanzt und gepflegt [max. 3 Punkte]

    Möglich sind in diesem Teil maximal 16 Punkte.

*Diese Punktevergabe wird nur bei großen Kleinartenanlagen (ab 61 Parzellen) angewandt.

An einer Teilnahme interessierte Vereine melden sich bitte bis zum 18. Mai 2018 bei ihren zuständigen Regionalverbänden an. Vereine, die bei keinem Regionalverband organisiert sind, können sich beim Landratsamt Mittelsachsen, Referat Naturschutz, Leipziger Straße 4 in Freiberg über nachfolgenden Kontakt anmelden. 

Durch jeden Regionalverband können die drei besten Anlagen an das Landratsamt bis Ende Mai gemeldet werden. Die gemeldeten Vereine werden durch die Bewertungskommission, zusammengesetzt aus je einem Vertreter der Regionalvereine und dem Landratsamt Mittelsachsen, begangen und bewertet.

Prämiert werden die ersten drei Preisträger mit Geldpreisen: je 90 Euro für die ersten, 50 Euro für die zweiten und 25 Euro für die dritten Plätze in den jeweiligen Kategorien. Sachpreise sind für die Plätze vier bis sechs vorgesehen.

Kontakt:
Landratsamt Mittelsachsen
Referat Naturschutz und Landwirtschaft
Manuela Ziegler
Tel. 03731 799-4160
E-Mail manuela.ziegler@landkreis-mittelsachsen.de

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news-1753 Fri, 13 Apr 2018 08:50:17 +0200 Fröhlicher Alltag - Leben mit Pflegekindern /das-amt/neuigkeiten/froehlicher-alltag-leben-mit-pflegekindern.html Der Alltag mit einem Pflegekind stellt die Pflegeeltern immer wieder vor neue Herausforderungen. Durch belastende Erlebnisse in der frühen Kindheit haben diese Kinder oft kein Vertrauen in sich und in die sie versorgenden Erwachsenen. Das führt im Alltag immer wieder zu unbegreiflichen und auch originellen Situationen und Handlungen des Kindes.  Der Alltag mit einem Pflegekind stellt die Pflegeeltern immer wieder vor neue Herausforderungen. Durch belastende Erlebnisse in der frühen Kindheit haben diese Kinder oft kein Vertrauen in sich und in die sie versorgenden Erwachsenen. Das führt im Alltag immer wieder zu unbegreiflichen und auch originellen Situationen und Handlungen des Kindes. 

Zum Thema „Fröhlicher Alltag − Leben mit Pflegekindern“ trafen sich Pflegeltern und Fachkräfte des Pflegekinderdienstes des Landkreises Mittelsachsen im März zu zwei weiterbildenden Gesprächsrunden mit Referentin Kirsten Fischer in Döbeln und Freiberg. Sie ist seit 2005 freiberufliche Dozentin und Beraterin im sozialen Bereich. In ihren sehr bildhaften, lebendigen Beiträgen ging es vielfach darum, das Tun des Pflegekindes und seine Geschichte verstehen zu lernen. Nur so kann sich ein Verständnis für das normale Tun des Kindes, was für Außenstehende „unnormal“ wirkt, entwickeln. 

Die Organisation und Durchführung solcher Veranstaltungen zur Fortbildung und Möglichkeit des Austausches für Pflegeeltern sind eine wichtige Aufgabe des Pflegekinderdienstes. Jedes Jahr finden zirka drei Termine an unterschiedlichen regionalen Standorten des Landkreises statt. Außerdem werden Paare oder auch Einzelpersonen, die einem Pflegekind bei sich ein Zuhause geben wollen, bereits im Vorfeld einer Aufnahme in die Familie umfangreich geschult.  

Die Sozialarbeiter des Pflegekinderdienstes wissen, nur mit viel Information und Austausch lässt sich einem fremden Kind ein Platz in der eigenen Familie geben.

Wenn auch Sie sich dieser Aufgabe stellen wollen, freuen wir uns über Ihren Anruf.
 

Kontakt:
Landratsamt Mittelsachsen
Referat Allgemeiner Sozialer Dienst
Pflegekinderdienst
Tel. 03731 799-6210, -6265

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news-1752 Fri, 13 Apr 2018 08:35:24 +0200 21. April: Tag der offenen Tür am Fachschulzentrum /das-amt/neuigkeiten/21-april-tag-der-offenen-tuer-am-fachschulzentrum.html Das Fachschulzentrum Freiberg-Zug (FSZ) plant im kommenden Schuljahr 2018/2019 die Eröffnung von zwei neuen Fachschulklassen im Bildungsgang zum/zur Staatlich geprüften Techniker/- in für Landbau. Der Lehrgang wird in Vollzeit und im Wintermodell angeboten. Die Fortbildung ist gebührenfrei, beinhaltet die Erlangung der Ausbildereignung und kann über BAföG beziehungsweise Meister-BAföG gefördert werden. Nähere Informationen zu den Fortbildungsgängen am FSZ, aber auch zur Ausbildung in den Grünen Berufen, kann man im Rahmen des diesjährigen Tages der offenen Tür im Fachschulzentrum Freiberg erhalten, der am 21. April 2018 von 10:00 bis 16:00 Uhr stattfindet. Die Fachschüler haben interessante und vielfältige Themen der Land- und Hauswirtschaft vorbereitet. Dies kann in einem Rundgang durch das Schulgebäude und die Außenanlagen erkundet werden. Stationen zum Thema Grünlandbearbeitung und -pflege, Boden und Düngung, landwirtschaftliche Nutztierhaltung sowie zur ausgewogenen Ernährung und anderen interessanten Arbeitsfeldern des Berufsbildes der Hauswirtschaft runden das Programm ab. Im Rahmenprogramm erwartet die Gäste Dixieland-Jazz vom Feinsten von den Rivertown Dixies aus Flöha, die Besichtigung der Wanderausstellung „Sachsens Geschichte unterm Acker“ sowie Voltigiervorführungen. 

Auf einem Bauernmarkt bieten sächsische Direktvermarkter ihre regionalen Produkte an und die Kleinsten kommen beim Ponyreiten voll auf ihre Kosten.
(Gerd Alscher, Schulleiter)
 

Kontakt:
Fachschulzentrum Freiberg-Zug
Hauptstraße 150, 09599 Freiberg
Tel. 03731 799-4561 
E-Mail fachschulzentrum@landkreis-mittelsachsen.de
Internet www.fsz-fg-zug.de

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news-1748 Thu, 12 Apr 2018 15:03:11 +0200 Brauchtumsfeuer – die untere Forstbehörde informiert /das-amt/neuigkeiten/brauchtumsfeuer-die-untere-forstbehoerde-informiert.html Sie beabsichtigen ein Brauchtumsfeuer beispielsweise ein Maifeuer, Osterfeuer oder Hexenfeuer zu entfachen? Aus forstrechtlicher Sicht sind nachfolgende Aspekte zu beachten. Das Waldbrandrisiko ist in den vergangenen Jahren unter anderem durch längere, zusammenhängende Hitze- und Trockenperioden deutlich angestiegen. Der Funkenflug eines offenen Feuers stellt generell ein hohes Gefahrenpotential für angrenzende Waldflächen, aber auch für einzelnstehende Feldgehölze, dar. Um den Schutz dieser wertvollen Landschaftsteile zu gewährleisten, ist bei offenen Feuern grundsätzlich ein Mindestabstand von 100 Metern zum Wald einzuhalten. Ausnahmen sind streng reglementiert und bedürfen gegebenenfalls der Genehmigung der Unteren Forstbehörde. Diese Regelungen gehen aus § 15 des Sächsischen Waldgesetzes hervor. Unabhängig von den gesetzlichen Bestimmungen sollten Sie unbedingt auf eine hinreichende Entfernung zu Bäumen, Hecken und Sträuchern achten.

Die Anwesenheit der Feuerwehr entbindet grundsätzlich nicht von der Einhaltung der gesetzlichen Regelungen sowie der Anzeigepflicht bei der jeweiligen Stadt- beziehungsweise Gemeindeverwaltung.

Bestenfalls ist das Brennmaterial erst am Tag des Abbrennens aufzuschichten. Bereits im Vorfeld angehäuftes Material ist zum Schutz der darin befindlichen Tiere – wie zum Beispiel Igel, Mäuse, Vögel und unzählige Insektenarten – vor dem Verbrennen unbedingt umzuschichten. Dies gebietet der Naturschutz. Außerdem darf nur naturbelassenes Material (Holz, Äste) verbrannt werden.

Informationen über die aktuelle Waldbrandgefährdung geben die Waldbrandgefahrenstufen. Diese sind für die Territorien der Städte und Gemeinden im Internet unter www.landkreis-mittelsachsen.de (blaues Piktogramm „Waldbrand“) einzusehen. Die Waldbrandgefahrenstufe wird Ihnen auch durch Ihre Stadt- oder Gemeindeverwaltung sowie die Forstbehörde des Landkreises Mittelsachsen bekanntgegeben. Einen schnelleren und unkomplizierten Zugriff auf die aktuellen Waldbrandgefahrenstufen im Freistaat bietet auch die App „Waldbrandgefahr Sachsen“.

Wie aus den nachfolgenden Hinweisen zu den Waldbrandgefahrenstufen hervorgeht, ist bezüglich des Entfachens eines Brauchtumsfeuers die Situation ab Stufe 3 als kritisch zu bewerten.

Waldbrandgefahrenstufe „1“:

  • Es ist sehr wenig Gefährdungspotential vorhanden!

Waldbrandgefahrenstufe „2“:

  • Erhöhte Umsicht und Vorsicht, um Zündquellen zu vermeiden!

  • Keine gefährdungsbedingte Einschränkung des Betretens;

  • Wege mit trockener Bodenvegetation nur im unbedingt notwendigen Umfang befahren; Vorsicht beim Parken (heiße Auspuffanlage)!

  • Gefährdungsträchtige Arbeiten im Wald, wie Verbrennen von Schlagreisig, Schweißen, Sprengen, Ausbringen leicht brennbarer Chemikalien u.a.m. sollten unterbleiben ‐ gegebenenfalls erhöhte Sicherheitsmaßnahmen treffen!

Waldbrandgefahrenstufe „3“:

  • Die Situation wird kritisch und bedarf bewusster Einschränkungen!

  • Das Betreten bleibt grundsätzlich erlaubt. Vorsicht beim Befahren!

  • Gefährdungsträchtige Arbeiten (s. o.) sollten grundsätzlich unterlassen werden.

  • Öffentliche Feuerstellen und Grillplätze im und am Wald sollten nicht genutzt werden.

  • Für Brauchtumsfeuer kann der gesetzliche Mindestabstand von 100 Metern zum Wald bereits zu gering sein.

  • Auch Waldbesitzer, deren Beschäftigte und Jagdausübungsberechtigte sowie Anlieger an Waldgrundstücken sollten die im § 15 Sächsisches Waldgesetz (siehe unten) getroffenen Ausnahmeregelungen nicht ausüben.

Waldbrandgefahrenstufe „4“:

  • Aktiver Brandschutz des Waldes durch äußerste Vorsicht und weitere Einschränkungen!

  • Beschränktes Betretungsrecht: In Waldgebieten sollten öffentliche Straßen und Wege sowie Waldwege aller Arten nicht verlassen werden.

  • Die Forstbehörde kann ausgewiesene Parkplätze sowie touristische Einrichtungen im Wald sperren sowie weitere Maßnahmen zum Schutz des Waldes einleiten.

  • Zuständige Behörden treffen gegebenenfalls zusätzliche Brandschutzmaßnahmen.

Waldbrandgefahrenstufe „5“:

  • Maximaler Schutz des Waldes vor Bränden durch:

  • Sperrung des Waldes. Die Forstbehörde und Waldeigentümer können betroffene Waldgebiete zeitweilig sperren und damit jegliches Betreten und Befahren untersagen.

  • Ausnahmen gelten nur für Waldbesitzer und deren Beauftragte zwecks Kontrolltätigkeiten und für durch die Forstbehörde speziell genehmigte Arbeiten, für die Forstbehörde selbst und Kräfte des Brandschutzes, Rettungsdienstes und Katastrophenschutzes.

  • Weiteres kann im Einzelfall durch den Landrat verfügt werden.

Für Rückfragen stehdie untere Forstbehörde gern zur Verfügung.

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news-1741 Fri, 06 Apr 2018 11:09:37 +0200 Fahrbahnerneuerung der Kreisstraße in Höckendorf /das-amt/neuigkeiten/fahrbahnerneuerung-der-kreisstrasse-in-hoeckendorf.html In der Ortslage Höckendorf der Gemeinde Kriebstein wird ab kommender Woche auf der Kreistraße 8212 die Fahrbahn erneuert. Hier die Details:

Wo und was wird gebaut?

Fahrbahnerneuerung K 8212 OL Höckendorf Gemeinde Kriebstein, 1. BA

Was wird gemacht? 

  • Erneuerung der Trag- und der Deckschicht mit Hilfe eines Kaltrecycling-Verfahrens über einer Länge von 710 Metern

  • Neuprofilierung des Straßengrabens einschließlich Entwässerungsleitung zur Vorflut

Von wann bis wann wird gebaut?

Baubeginn 9. März 2018, Bauende voraussichtlich 4. Mai 2018

Umleitungsstrecke

Die Umleitung erfolgt über Ringethal, Weinsdorf und Rossau.

Kosten

  • Fördermittelquelle KstB Teil B

  • Höhe der Fördermittel 90 Prozent

  • Höhe der Gesamtinvestition rund 250 000 Euro

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news-1739 Thu, 05 Apr 2018 16:28:25 +0200 Jugendschöffen gesucht /das-amt/neuigkeiten/jugendschoeffen-gesucht.html Noch gut 25 Interessenten können sich für das Ehrenamt „Jugendschöffe“ in der Abteilung Jugend und Familie des Landratsamtes bewerben. Insgesamt werden für das Amtsgericht Döbeln 92 Bewerbungen benötigt. Sein Zuständigkeitsbereich umfasst die Altkreise Döbeln und Mittweida.   67 Bewerbungen liegen hier bereits vor. „Für das Amtsgericht Freiberg mit dem Gebiet des Altlandkreises Freiberg haben wir die erforderliche Bewerbungszahl von 64 mit 58 nahezu erreicht“, erklärt die Leiterin der Abteilung Heidi Richter. Sie ist optimistisch, dass die notwendige Zahl an Interessenten auch beim Amtsgericht Döbeln erreicht wird. Durch das Amt eines Schöffen nimmt das Volk an der Rechtsprechung teil. Ihre Stimme hat bei Beratung und Abstimmung über das Urteil das gleiche Gewicht wie die eines Berufsrichters. Der Schöffe soll grundsätzlich zu nicht mehr als zwölf Sitzungstagen im Jahr herangezogen werden.

Neben der Erstattung von Fahrtkosten und sonstigen notwendigen Auslagen erhält der Schöffe eine Entschädigung für Zeitversäumnis und Verdienstausfall.

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news-1730 Wed, 04 Apr 2018 11:04:00 +0200 TANDEM Sachsen im Landkreis Mittelsachsen gestartet − neue Chancen für Familien /das-amt/neuigkeiten/tandem-sachsen-im-landkreis-mittelsachsen-gestartet-neue-chancen-fuer-familien.html Im Februar 2018 startete ein neuartiges Förderprogramm für Familien im Landkreis Mittelsachsen. In mittelsächsischen Städten und Gemeinden leben langzeitarbeitslose Eltern, die trotz guter Arbeitsmarktlage und sinkender Arbeitslosigkeit noch keinen Arbeitsplatz finden konnten. Das Modellprogramm TANDEM des Freistaates Sachsen richtet sich an Elternpaare und Alleinerziehende, die mit ihren Kindern in Bedarfsgemeinschaften leben und damit auf Leistungen des Jobcenters angewiesen sind.  Um was geht es konkret?
Im Unterschied zu anderen Fördermaßnahmen steht bei TANDEM Sachsen die gesamte Familie im Vordergrund der Förderung und Unterstützung. Jedes Familienmitglied wird nach seinen individuellen Bedürfnissen gefördert, um so den Anspruch auf gesellschaftliche und berufliche Teilhabe im Sinne von Integration in Ausbildung, Beschäftigung und Bildung zu realisieren. Weitere Intentionen des Förderprogramms sind die Alltagsstrukturen der teilnehmenden Familie zu stabilisieren, Bildungschancen zu erhöhen sowie verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit, Hilfebedürftigkeit und Stigmatisierung zu durchbrechen und insbesondere die Erwerbschancen der Eltern auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu erhöhen.  

Wie erfolgt die Umsetzung?
Zur Umsetzung in Mittelsachsen wurde als Projektträger das CJD Sachsen − eine Einrichtung des Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands e. V. − beauftragt. Es gibt landkreisweit zwei Projektstandorte, jeweils einen in Freiberg (Domgasse 2a) und einen in Döbeln (Obermarkt 14). 
Beratungsteams des beauftragten Trägers − in der Regel Sozialpädagogen und Psychologen − begleiten und unterstützen die Eltern und ihre Kinder gleichermaßen. Durch Kooperation mit Fallmanagern des Jobcenters und Beratern des örtlichen Jugendamtes erfolgt über die Regelangebote hinaus ganzheitliche Betreuung. 

Was können teilnehmende Familien erwarten?
Das Modellprojekt beinhaltet umfassende Lebenskompetenzförderung in jeglicher Hinsicht. Ziel ist es, durch gezielte Aktivierung, Beschäftigungs- und Arbeitsmarktförderung mindestens ein Elternteil in ein nachhaltiges Beschäftigungsverhältnis zu vermitteln. Gleichzeitig erhalten Kinder und Jugendliche der teilnehmenden Familien bestmögliche Förderung im Hinblick auf die Entwicklung persönlicher und sozialer Kompetenzen. Das können Angebote zur individuellen Lernförderung, Prävention und Gesundheitsförderung oder auch Angebote in kreativen, sportlichen oder künstlerischen Bereichen sein. Je nach Alter der Kinder oder Jugendlichen wird auch die Lebensphase des Überganges von Schule in Ausbildung, Studium und Beruf unterstützt und gefördert. 

Familien, die an einer Teilnahme an TANDEM interessiert sind, können sich an ihre zuständige Integrationsfachkraft im Jobcenter Mittelsachsen wenden. 

TANDEM Sachsen wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und aus Landesmitteln des Freistaates Sachsen in einem Zeitraum von drei Jahren gefördert. 

Grundlage der Zusammenarbeit vor Ort bildet eine Kooperationsvereinbarung zwischen Projektträger, Jobcenter und Jugendamt. 
 

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news-1729 Tue, 03 Apr 2018 10:53:07 +0200 Kampagne „Sprechen Sie lieber MIT Ihrem Kind!“ /das-amt/neuigkeiten/kampagne-sprechen-sie-lieber-mit-ihrem-kind.html Vielerorts sieht man Erwachsene, die mit dem Kinderwagen spazieren gehen, gemeinsame Mahlzeiten mit Kindern am Esstisch einnehmen oder zusammen Zeit auf dem Spielplatz verbringen − jedoch „nebenbei“ ganz intensiv in ihr Handy vertieft sind. Die Kampagne des Jugendamtes „Sprechen Sie lieber MIT Ihrem Kind“ will Erwachsene für das bewusste Erleben und Gestalten gemeinsamer Zeit mit Kindern sensibilisieren, um damit den Bedürfnissen der Kinder nach Zuwendung und ungeteilter Aufmerksamkeit gerecht zu werden. Kleine Kinder orientieren sich in ihrer Entwicklung an den Bezugspersonen um sie herum und benötigen ihre umfassende Zuwendung. Diese beinhaltet auch die direkte Ansprache, Blickkontakt und ungeteilte Aufmerksamkeit der Erwachsenen für die Signale des Kindes. Die Plakataktion greift dieses Grundanliegen auf und setzt 2018 erneut einen Impuls in der öffentlichen Wahrnehmung für das bewusste Zeitnehmen für Kinder, um diesen die Aufmerksamkeit und Zuwendung zu schenken, die sie für ein gesundes Aufwachsen benötigen. Eltern möchten immer das Beste für ihre Kinder und bemühen sich sehr. Familien von heute sehen sich jedoch oft großen Herausforderungen gegenüber, die Gesellschaft verändert sich und viele Themen prägen den heutigen Alltag der Menschen, die noch vor einigen Jahren eine untergeordnete oder gar keine Rolle spielten. Ein wesentliches Element in der modernen digitalen Welt sind Medien und soziale Netzwerke geworden. Die intensive Nutzung von Handy oder Smartphone nimmt oft einen großen zeitlichen Anteil des Tages ein und ist für Kinder wie für Erwachsene ein wichtiges Thema. Oft wünschen sich Kinder bereits im Vorschulalter ein Handy zum Kommunizieren, Spielen, zur Informationsbeschaffung, als Statussymbol oder auch als Gesprächsthema unter Freunden. Auch ein Großteil der Erwachsenen schätzt das Smartphone als wichtigen Begleiter, welches regelmäßig und intensiv im privaten und beruflichen Bereich genutzt wird. 

Es ist nicht das Ziel der aktuellen Plakataktion, über die Bedeutung der modernen Medien zu urteilen oder gar die Handynutzung in Frage zu stellen. Die Botschaft lautet, wieder bewusster die gemeinsame Zeit mit Kindern zu erleben und zu gestalten. Um dieses Grundanliegen durch den Landkreis zu tragen, werden die Plakate den mittelsächsischen Kindertageseinrichtungen, Horten, Beratungsstellen, Logo- und Ergotherapien, Partnern der Familienbildung und Arztpraxen und weiteren Interessierten zur Verfügung gestellt, die diese nun im Rahmen ihrer Möglichkeiten der Öffentlichkeit präsentieren und somit aktiv im Netzwerk präventiver Kinderschutz und Frühe Hilfen mitwirken. 

Für konkrete Nachfragen beziehungsweise Bestellungen der kostenfreien Informationsmaterialien stehen die Koordinatorinnen der Abteilung Jugend und Familie im Referat Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD), Netzwerk präventiver Kinderschutz und Frühe Hilfen gern zur Verfügung.

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news-1718 Thu, 29 Mar 2018 09:18:13 +0200 Verdienstmedaille zum zweiten Mal vergeben /das-amt/neuigkeiten/verdienstmedaille-zum-zweiten-mal-vergeben.html Ehrenfried Keller ist während der ersten Kreistagssitzung des Jahres 2018 mit der Verdienstmedaille für seinen unermüdlichen und langjährigen Einsatz als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes ausgezeichnet worden. Weitere Themen der Sitzung waren unter anderem die Fortschreibung des Verwaltungsstandortskonzeptes, das Leitbild für Mittelsachsen sowie Straßenbaumaßnahmen. Verdienstmedaille des Landkreises an Ehrenfried Keller verliehen

Die Verleihung der zweiten Verdienstmedaille des Landkreises Mittelsachsen fand im feierlichen Rahmen zur Sitzung des Kreistages am 28. März 2018 statt. Ehrenfried Keller erhielt die Auszeichnung von Landrat Matthias Damm für seinen unermüdlichen und langjährigen Einsatz als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes. „Betrachtet man sich den Lebenslauf und seinen persönlichen Werdegang, stellt man fest, dass Ehrenfried Keller Zeit seines Leben auf das Engste mit der Freiwilligen Feuerwehr verbunden ist. Der gelernte Landmaschinen- und Traktorenschlosser trat 1972 mit 22 in die Freiwillige Feuerwehr seines Heimatortes Conradsdorf ein und gehört dieser bis heute an“, so Damm in seiner Laudatio. Bereits mit 25 Jahren übernahm Keller die Leitung der Wehr, die er bis 2007 innehatte. Der heute 67-jährige Ehrenfried Keller war am 28. August 1990 Gründungsmitglied des Kreisfeuerwehrverbandes und zugleich erster Vorsitzender des Verbandes bis zur ersten Kreisgebietsreform 1994.  „Unter seiner Leitung gelang der Aufbau neuer Strukturen und eine erfolgreiche Entwicklung des Verbandes zum Vorteil der angeschlossenen Ortswehren“, ergänzte Damm. Dasselbe galt für den Aufbau und die Entwicklung des Kreisfeuerwehrverbandes Mittelsachsen. „Das geschah bei Kamerad Keller stets in sachlich konstruktiver Art und Weise, wofür ihm Respekt und Anerkennung entgegen gebracht wurde“, so der Landrat. Von 2013 bis 2015 gehörte Ehrenfried Keller zudem der Projektgruppe Digitalfunk des sächsischen Innenministeriums an, um seine Erkenntnisse nutzbringend einzubringen.
Einmal im Jahr wird die Verdienstmedaille verliehen. Im Landratsamt können ab sofort wieder Vorschläge für das Jahr 2019 eingereicht werden, ein offizieller Aufruf erfolgt im Sommer. Bis 1. September läuft die entsprechende Frist, bevor Ende dieses Jahres im Kreistag die Entscheidung zur Verleihung der dritten Medaille getroffen wird. Im vergangenen Jahr erhielt Heiner Stephan aus Leisnig die Auszeichnung für sein außergewöhnliches Engagement zur Bewahrung des Klosters Buch als einmaliges, sächsisches Kulturgut.

Hintergrund Kreisfeuerwehrverband Mittelsachsen

Mit der Kreisgebietsreform 2008 galt es, die bestehenden drei Kreisbände Döbeln, Mittweida und Freiberg zu einem Verband zusammenzuführen.  Mit der Gründung des Kreisfeuerwehrverbandes Mittelsachsen am 15. Januar 2009 wurde der Grundstein für den neuen Verband gelegt und am 13.März 2010 lösten sich die ehemaligen Kreisverbände auf, so dass die Verbandsarbeit aufgenommen werden konnte. „Kamerad Keller an der Spitze hat mit seinem Vorstand bestehende Bedenken ausgeräumt und einen funktioniere Organisation aufgebaut und entwickelt“, so Landrat Matthias Damm. Zu Jahresende 2017 gehörten dem Verband 51 Stadt- beziehungsweise Gemeindefeuerwehren mit 211 Ortsfeuerwehren, einer Betriebs- und einer Werkfeuerwehr an. Diese zählen 5100 aktive Feuerwehrmitglieder, davon 444 Frauen. Zugehörig sind außerdem 97 Jugendfeuerwehren mit 1361 Mitgliedern sowie 19 Kinderfeuerwehren mit 240 Mitgliedern. Am vergangenen Wochenende übergab Keller den Vorsitz des Kreisfeuerwehrverbandes Mittelsachsen an seinen Nachfolger Michael Tatz.

Wohnsitzauflage für Flüchtlinge

Der Leiter der Stabsstelle Asyl Dieter Steinert informierte den Kreistag über die Umsetzung der Wohnsitzauflage im Bereich Asyl in Mittelsachsen. Ab kommender Woche ist das Landratsamt durch einen Erlass des Freistaates Sachsen verpflichtet, bei künftigen Aufenthaltserlaubnissen eine Wohnsitzauflage für das Gebiet des Landkreises auszusprechen. Nur in begründeten Ausnahmefällen, wie zum Beispiel Arbeit, Studium oder andere familiäre Gründe, ist von einer Wohnsitzauflage abzusehen. Optional kann auch ein konkreter Ort zugewiesen oder ein Ort von der Wohnsitznahme ausgeschlossen werden. Im zweiten Fall spricht man von einer negativen Auflage. Ein Bescheid hat eine maximale Gültigkeit von drei Jahren. Mit dem Erlass beabsichtigt die Staatsregierung eine Entlastung der kreisfreien Städte, die bislang die Hauptlast der Integration zu tragen haben. Freiberg trägt mit fast 50 Prozent der aus humanitären Gründen untergebrachten Ausländer die Hauptlast im Landkreis Mittelsachsen. 
Die Kreisstadt stellte einen Antrag bei der Landesdirektion auf Zuzugsbeschränkung für Asylsuchende und Flüchtlinge. Die Wohnsitzauflage ist mit einem hohen Verwaltungsaufwand verbunden, die Betroffenen müssen beispielsweise angehört werden und gegebenenfalls ein Benehmen mit dem Kommunen hergestellt werden, so der Leiter der Stabsstelle Asyl Dieter Steinert. Er erklärt, dass eine negative Wohnsitzauflage nicht einfach zu erstellen sei. So muss juristisch sicher begründet werden, warum beispielsweise in einem Ort keine gute Integration möglich wäre und in einem anderen Ort gleichwohl eine bessere. 
Bereits seit Oktober letzten Jahres arbeitet die Stabsstelle an einem Konzept zur regionalen Verteilung anerkannter Flüchtlinge im Landkreis Mittelsachsen. Von den Kursen und Angeboten für Asylbewerber und Flüchtlinge konzentrieren sich derzeit viele in der Kreisstadt Freiberg und es muss, so Dieter Steinert, gelingen, in der Fläche entsprechende Angebote vorzuhalten, beziehungsweise zu schaffen. Nach Steinerts Angaben wird ein Kriterienkatalog zur Bewertung der Kommunen erarbeitet, um so für die Steuerung ein objektives Bild zu erhalten. Schwerpunkte sind unter anderem Verkehr, Gesundheitswesen, Schulen, Vereine oder Integrationsinitiativen. „Außerdem möchten wir die Flüchtlinge auf das Leben in der Wohnung vorbereiten. Dies passiert einerseits mit einer Broschüre namens ,WohnRatGeber‘, die beispielsweise als Unterrichtsstoff in den Integrationskursen eingebaut werden kann, und andererseits mit gleichnamigen Vorträgen gemeinsam mit der Verbraucherzentrale in Gemeinschaftsunterkünften und im Jobcenter“, so der Leiter der Stabsstelle Asyl Dieter Steinert.

Bilanz geprüft

Die Eröffnungsbilanz des Landkreises 2013 wurde durch den Sächsischen Rechnungshof geprüft und der Bericht dem Kreistag zur Kenntnis ausgereicht. In diesem geht die Behörde unter anderem auf die Ermittlung des Infrastrukturvermögens beziehungsweise dessen Ansetzung sowie den Umgang mit Rückstellungen ein. „Es ist eine komplexe Materie mit vielen Details. Eine Stellungnahme zu den Hinweisen und teilweisen Anpassungen konnten wir an unsere Rechtsaufsicht und gegenüber den Kreisräten abgeben“, so der Leiter der Abteilung Finanzen und Controlling Andreas Müller. Die Eröffnungsbilanz weist eine Summe in Höhe von 650 Millionen Euro aus. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Einführung des neuen Rechnungswesens Doppik. Denn wie in der Wirtschaft müssen Abschreibungen auf Vermögensgegenstände erfolgen, um damit neue Investitionen zu finanzieren. Deshalb wurden alle Vermögensgegenstände des Landkreises bewertet: vom Auto über Liegenschaften bis hin zu technischen Anlagen – aber auch Forderungen und Verbindlichkeiten flossen mit ein. So bilanziert der Landkreis Flurstücke mit einer Gesamtfläche von 8.574.550 Quadratmetern. Das Infrastrukturvermögen beträgt rund 343 Millionen Euro inklusive Brücken, Straßen und Abfallbeseitigungsanlagen. Maschinen, technische Anlagen und Fahrzeuge haben einen Wert von 14,9 Millionen Euro, dazu gehören zum Beispiel auch Einsatzwagen im Bereich des Rettungsdienstes oder der Technischen Einsatzleitung bei Großschadensereignissen. 161 Gebäude stehen im Eigentum des Landkreises, hinzukommen unbebaute Flächen. Sie haben einen Wert von rund 170 Millionen Euro. „Es war ein sehr aufwendiger Prozess und an dieser Stelle sei den Beteiligten für ihr Engagement gedankt“, so Landrat Matthias Damm. Ein weiterer Tagesordnungspunkt beschäftigte sich mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2013 durch das Rechnungsprüfungsamt. Erstmals erfolgte dieser unter doppischen Gesichtspunkten. Das Rechnungsprüfungsamt empfahl dem Kreistag die Feststellung des Jahresabschlusses mit der Maßgabe, die weitere Umsetzung der Doppik mit einem Maßnahmen- und Terminplan zu begleiten. 
Der Kreistag ermächtigte den Landrat ein Darlehen in Höhe von sechs Millionen Euro aufzunehmen. Das Geld wird für Investitionen benötigt. Vor einer Vertragsunterzeichnung werden Angebote von fünf Banken eingeholt und entsprechend bewertet. Es ist seit Jahren die erste Neukreditaufnahme des Landkreises. Die Pro-Kopf-Verschuldung lag zum 1. Januar bei 36,45 Euro und wird zum 1. Januar 2019 bei 49,65 Euro liegen, im sachsenweiten Vergleich eine sehr niedrige Zahl. Rechtsaufsichtlich könnten es bis zu 250 Euro sein.

Leitbild „Mein Mittelsachsen 2008 • 2018 • 2028“ veröffentlicht

Was ist Mittelsachsen? Wer sind wir Mittelsachsen? Die Antworten auf diese Fragen fallen manchem noch schwer. Der Landkreis Mittelsachsen ist ein junger Landkreis, entstanden 2008 durch die  Zusammenlegung der Kreise Freiberg, Mittweida und Döbeln. Die Einwohner  lernen, sich mit diesem Landkreis zu identifizieren, sich als Mittelsachsen zu fühlen und zu verstehen. Das dauert  – mindestens eine Generation. Und es braucht klare Ziele, klare Werte. 
„Mit dem Leitbild für Mittelsachsen wollen wir zeigen, wie es bei uns ist – und gemeinsam Visionen erarbeiten, wo wir uns hin entwickeln“, so Landrat Matthias Damm. Ein Redaktionsteam des Landratsamtes hat es in Zusammenarbeit mit Dr. Sylva-Michèle Sternkopf und Stefanie Hartmann von der Dr. Sternkopf Media Group Flöha in Worte gefasst und gestaltet. In dem knapp 50-seitigen Heft kommen Kinder, Frauen und Männer aus Mittelsachsen zu Wort. Sie erzählen, warum sie gern im Kreis leben – und welche Träume und Wünsche sie haben. Wilma Gerold betreut als Übungsleiterin ehrenamtlich eine Kinder- und Jugendturngruppe und wünscht sich, „dass viele Mittelsachsen Spaß am Sport haben und sich ehrenamtlich in Vereinen engagieren“. Sechs Visionen bilden die Grundlage:

  • Vision 1 - Mittelsachsen ist zusammengewachsen

  • Vision 2 - Unsere Menschen bleiben hier

  • Vision 3 - Jeder findet Arbeit und hat eine berufliche Perspektive

  • Vision 4 - Wir Mittelsachsen lieben Kinder

  • Vision 5 - Wie heben unsere Schätze

  • Vision 6 - Wir Mittelsachsen packen's an

„Mittelsachsen ist in sich verschieden, das war vor zehn Jahren so, das ist heute so und wird auch in Zukunft so sein. Aber genau das sind unsere Potenziale und unsere Stärken“, meint Landrat Matthias Damm. Die Mentalitäten der Menschen im großen Flächenlandkreis sind traditionell unterschiedlich gewachsen.  Diese Unterschiedlichkeiten seien aber „ein unheimliches Pfund“. Regionale Verwurzelung und die Individualität sowie die verschiedene  Art und Weise, wie Menschen denken und fühlen, hätten auch ihren Reiz, ergänzt der Landrat.

Diese unterschiedlichen Erwartungen spiegeln sich in dem Leitbild wider. Denn die Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises durften sich aktiv an der Erarbeitung des Leitbildes beteiligen. Dafür war ein Fragebogen erarbeitet worden, dessen Beantwortung  online oder über die Gemeinden zwischen dem 20. April und 3. Juni 2016 eingebracht werden konnte. Auch eine öffentliche Debatte zum Leitbild-Workshop hatte es gegeben. Dabei wurden vier große Themenfelder besprochen:  „Leben und Lernen in Mittelsachsen“, „Entdecken und Erholen in Mittelsachsen“, „Wirken und Wissen in Mittelsachsen sowie „Mitanpacken und Mitgestalten in Mittelsachsen“.
Das Leitbild soll motivieren, Orientierung bieten und werben und ist zugleich der Handlungsrahmen für die Arbeit des Kreistages und der Landkreisverwaltung. Im nächsten Schritt werden konkrete Maßnahmen zur kurz-, mittel- und langfristigen Umsetzung der Visionen benannt.
Dass bereits ein mittelsächsisches Bewusstsein gewachsen ist, zeigen zahlreiche erfolgreich gewachsene Strukturen:  Wichtige Katalysatoren in der Entwicklung dieses Zusammengehörigkeitsgefühls sind die Wirtschaft, Vereine, Verbände und natürlich die Kultur. „Überall dort, wo die Organisationsstrukturen auf den Landkreis ausgerichtet sind,  wie beispielsweise Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, Kreissportbund, unser gemeinsames Theater und beim Mittelsächsischen Kultursommer, denken die Menschen schon mittelsächsisch. Beispiele sind die hohe Akzeptanz des mittelsächsischen Landkreislaufes und gemeinsame wirtschaftliche Aktivitäten wie unsere Ausbildungsmessen, die nach einem Konzept an verschiedenen Standorten des Landkreises durchgeführt werden“, erklärt der erste Beigeordnete Dr. Lothar Beier.

Gesellschafterverträge angepasst

Die Gesellschaftsverträge von mehreren Unternehmen, an denen der Landkreis Anteile hält, müssen überarbeitet werden. Sie sind die rechtliche Grundlage für die Geschäftstätigkeit. Der Kreistag stimmte den neuen Fassungen zu. Angepasst wurden beispielsweise die Verträge der REGIOBUS Mittelsachsen GmbH, der Altenpflegeheim Schweikershain gemeinnützige GmbH oder der Vereinigte Gesundheitseinrichtungen Mittelsachsen GmbH. Notwendig wurde dies im Zuge der Fortentwicklung des Kommunalrechts und der Gemeindeordnung in der jetzigen Fassung. Außerdem gab es noch weitere Anpassungen zur Vereinheitlichung der Gesellschaftsverträge. Bereits im Dezember wurden Gesellschaftsverträge den aktuellen rechtlichen Regelungen angepasst.

Kreistag entscheidet über Maßnahmen zum Straßenbau

Rund 2,5 Millionen Euro stellt der Freistaat für Erneuerungs- und Instandhaltungsmaßnahmen an Kreisstraßen 2018 zur Verfügung. Weitere 270.000 Euro kommen vom Landkreis als Eigenanteil dieser Förderung nach der Richtlinie Kommunaler Straßenbau Teil B hinzu. Der Kreistag entschied über eine Liste, wie die Mittel untersetzt werden. „13 Vorhaben sind darin enthalten von Planungskosten bis zu Rahmenverträgen für kleinere Reparaturen an Brücken und Stützwänden“, erklärt die zuständige Referatsleiterin Claudia Richter. Schon im Mai startet die Fahrbahnerneuerung im Peniger Ortsteil Obergräfenhain auf einer Länge von 1,4 Kilometern, die bis Ende des Jahres läuft. Die Straße ist sehr marode, an einigen Stellen erfolgt ein grundhafter Ausbau. Parallel laufen die Planungen für die Instandsetzung der K 8257 Langenleuba-Oberhain.
Im Herbst beginnt die Sanierung der Widerlager an der Holzbrücke Hennersdorf, die zur Kreisstraße 7705 gehört. Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. „Wir arbeiten unter der Brücke, es wird keine Vollsperrung geben“, so Richter. Planungskosten sind für die Lange Straße in Oederan vorgesehen. Die Strecke dient der Umleitung der Maßnahme in Breitenau. Für Herbst ist ebenfalls eine Fahrbahnerneuerung in Höckendorf der K 8212 vorgesehen. Der 800 Meter lange Abschnitt betrifft vor allem die Ortslage. Die Kreisstraße 7733 zwischen Friedebach und Dorfchemnitz erhält ab September eine neue Fahrbahn auf einer Länge von zwei Kilometern. Richter: „Hier teilen wir aber die Maßnahme, da es über den Winter keine Vollsperrung geben sollte.“ Abgeschlossen werden final die Arbeiten der  K 7703 in Niederwiesa: Die Braunsdorfer Straße erhält ebenfalls eine neue Decke auf 600 Metern. Nach mehreren Hochwassermaßnahmen und dem grundhaften Ausbau erfolgt im August beziehungsweise September der Lückenschluss. Ebenso im Sommer oder Herbst könnten die Arbeiten an der K 8251 zwischen Ottendorf und Röllingshain beginnen, der Abschnitt war durch den Umleitungsverkehr in Folge von Projekten in Auerswalde und Ottendorf in Mitleidenschaft gezogen worden. Eine Entwässerungsrinne soll in Seifersbach an der 8231 noch in diesem Jahr fertig sein. Abschließend betont aber die Referatsleiterin: „Die Liste beinhaltet mehr Vorhaben, als die Förderung abdecken kann. Infolge von Genehmigungen und Bauerlaubnissen kommt es immer wieder zu Verschiebungen. Wir möchten aber handlungsfähig bleiben und wählen daher diesen Schritt“, so Richter.
Der Kreistag ermächtigte in einem Tagesordnungspunkt den Landrat zur Vergabe von Bauleistungen an Kreisstraßen, wenn eine Vergabe nicht aus terminlichen Gründen nicht im regulären Ausschuss möglich ist.

Wappensatzung angepasst

Es steht jedermann frei, das Wappen und die Flagge des Landkreises Mittelsachsen zu künstlerischen und wissenschaftlichen Zwecken sowie zu Unterrichtszwecken abzubilden. Diese Änderung  der Wappensatzung hat der Kreistag in seiner Sitzung am 28. März beschlossen.  Das Landratsamt Mittelsachsen folgt damit einer entsprechenden Änderung der Sächsischen Landkreisordnung, die die Verwendung um den Passus der Unterrichtszwecke Ende des vergangenen Jahres erweitert hatte.

Hintergrund:
Der Kreistag des Landkreises Mittelsachsen hatte in seiner Sitzung am 10. Juni 2009 das Wappen und die Flagge für den Landkreis Mittelsachsen beschlossen: Schlägel und Eisen stehen für den Altkreis Freiberg. Der Löwe für die Markgrafschaft Meißen, der alle drei Kreise als Bergbauregion angehörten. Die drei Wellenbalken entstammen dem alten Kreiswappen von Mittweida und die drei Wecken sind dem Wappen der Burggrafschaft Leisnig entlehnt, welche sich auf dem Gebiet des Kreises Döbeln innerhalb der Markgrafschaft Meißen befand. Die Verwendung des Wappens regelt die Satzung des Landkreises über die Verwendung des Kreiswappens.

Rechnungshof prüfte Hilfe zur Erziehung

Der Sächsische Rechnungshof (SRH) hat im Landkreis Mittelsachsen eine überörtliche Prüfung im Schwerpunkt Heimerziehung/sonstige betreute Wohnform nach dem Paragrafen 34 SGB VIII, die im Wesentlichen die Jahre 2014/2015 betraf, durchgeführt. Über das Ergebnis sind die Mitglieder des Kreistages informiert worden. So beurteilten die Prüfer beispielsweise die bereits installierten Maßnahmen zur Prävention und zur Drogenmissbrauchsbekämpfung als positiv. Sie regten eine Weiterentwicklung dieser crystalbezogenen Hilfen an. Für die Kinder- und Jugendhilfe hat der Drogenkonsum zur Folge, dass vermehrt Kinder und Jugendliche aus den Familien herausgenommen werden müssen. Optionen für eine Rückführung seien dabei aufgrund der bleibenden psychischen Erkrankungen so gut wie ausgeschlossen. Steigende Verweildauern und Kostenanstiege in der Heimerziehung sind die Folge. Die Prüfer des Rechnungshofes bemerkten, dass neben dem außerschulischen Bereich auch an den schulischen Bereich der Hinweis geht, Bedingungen und Strategien zu entwickeln, die diesen Konsum reduzieren. Kooperationen zwischen Jugendamt und weiteren Sozialpartnern sind um den Bezug zu Kindern und Jugendlichen in Heimerziehung und betreuten Wohnformen zu erweitern.
Ebenfalls ein Thema im Bericht waren Pflegefamilien. Diese ist in vielen Fällen geeigneter als die Heimunterbringung/Unterbringung in sonstiger betreuter Wohnform. Aktuell verfügt der Landkreis über 175 Pflegefamilien mit 229 Pflegekindern. Der Sächsische Rechnungshof empfahl, die Vernetzung der Pflegefamilien, beispielsweise auf ehrenamtlicher Basis, zu intensivieren. Leistungen der Vollzeitpflege sollen systematisch mit neuen Formen der Heimerziehung (familienähnliche Klein(st)gruppen) auf qualitative und daraus ableitbare finanzielle Aspekte (Preis/Leistung sowie Kosten/Fall) untersucht werden. Zudem regten die Prüfer die Erweiterung von bestehenden Kooperationsvereinbarungen auf Kinder und Jugendliche in Heimerziehung sowie die Fortschreibung von strategischen Fortbildungskonzepten in den Jugendämtern an. Der Kreistag hat den Prüfungsbericht über die überörtliche Prüfung „Hilfen zur Erziehung im Bereich des SGB VIII – Kinder- und Jugendhilfe“ vom November 2017 zur Kenntnis genommen und den Jugendhilfeausschuss beauftragt, sich mit den Feststellungen und Folgerungen des Sächsischen Rechnungshofs vertiefter zu befassen und Handlungserfordernisse für die örtliche Kinder- und Jugendhilfe im Landkreis abzuleiten. Schon in der vergangenen Sitzung des Jugendhilfeausschusses ging es um die Angebotsentwicklung der stationären erzieherischen Hilfen nach § 34 SGB VIII. Nach einer aktuellen Untersuchung des Landratsamtes und Trägern der freien Jugendhilfe gibt es in Mittelsachsen ausreichend Plätze. In 35 Angeboten können bis zu 256 Kinder und Jugendliche betreut werden.

Verwaltungsstandortkonzept fortgeschrieben

Die Grundstruktur der Verwaltungsstandorte bleibt erhalten und es wird vor allem in bestehende und bestandskräftige Gebäude investiert. Wesentliche Investitionen werden über das Programm „Brücken in die Zukunft“ finanziert und sind dementsprechend im Maßnahmeplan enthalten. Der Maßnahmeplan wurde unter anderem dafür entsprechend in einem gesonderten Beschluss angepasst. Bis 2020 sollen die Vorhaben umgesetzt sein.
Einige Maßnahmen im Überblick:

Mittweida
Am Standort Mittweida werden bestandskräftige Gebäude weiter zukunftsfähig saniert. So werden unter anderem die Fassade des Hauses A saniert und das Haus E brand- und sicherheitstechnisch ertüchtigt. Darüber hinaus ist vorgesehen, künftig das Haus B wegen des sehr hohen unwirtschaftlichen Investitionsaufwandes nicht mehr als Verwaltungsgebäude zu nutzen. Ersatzweise sollen dafür benötigte Unterbringungskapazitäten im Haus F erschlossen werden. Dazu gibt es Gespräche mit dem Jobcenter.

Döbeln
Das Haus B in Döbeln, Mastener Straße 15, wird wieder als Verwaltungsgebäude „aktiviert“ werden. Dafür notwendig ist der Anbau eines neuen Treppenhauses mit Aufzug. Damit ist das Gebäude komplett barrierefrei zugänglich. Ergänzt wird die Maßnahme durch den Abriss des nicht mehr nutzbaren Hauses D und die Schaffung benötigter Stellflächen. Zudem erfolgen am Standort der Ausbau der Rettungswache sowie die Errichtung von sieben neuen Garagenstellplätzen.

Freiberg
Der vorgesehene Erweiterungsanbau in der Frauensteiner Straße 43 in Freiberg wird nicht kommen, da dieser nach weiteren Planungsuntersuchungen mit dem zur Verfügung stehenden Budget nicht finanzierbar ist. Ersatzweise ist nunmehr vorgesehen, den Flachbau am Hauptstandort abzureißen und in gleicher Art und Größe durch einen flexibel nutzbaren Verwaltungsbau, der auch den energetischen und barrierefreien Anforderungen entspricht, zu ersetzen. Des Weiteren ist die Neugestaltung des Haupteingangs Frauensteiner Straße vorgesehen. Bestandteil dieser Maßnahme sind die brandschutz- und sicherheitstechnische Ertüchtigung des Erdgeschosses und die Schaffung beziehungsweise Neuausrichtung des Servicebereichs. Die Immobilie am Rotvorwerk soll brandschutztechnisch und barrierefrei ertüchtigt werden, dafür soll unter anderem ein neues Treppenhaus gebaut werden. Nach Abschluss der Maßnahmen soll die Notunterbringung von Verwaltungsbereichen im Fachschulzentrum Zug aufgelöst werden.

Maßnahmeplan angepasst
Weil das Bauvorhaben am Hauptstandort des Landratsamtes Mittelsachsen in Freiberg nicht realisiert wird, beschloss der Kreistag zudem eine dritte Änderung des Maßnahmeplanes zur Umsetzung des Sächsischen Investitionskraftstärkungsgesetzes „Brücken in die Zukunft“. Als Ersatz für diese Maßnahme, für die Baukosten in Höhe von rund 6,6 Millionen Euro eingeplant waren, können vier andere Projekte realisiert werden: der Ersatzneubau des Flachbaus sowie die Neugestaltung des Haupteingangsbereichs mit Servicestelle an der Frauensteiner Straße 43 in Freiberg, die brandschutztechnische Ertüchtigung der Außenstelle Am Rotvorwerk sowie die sicherheitstechnische Ertüchtigung und die Schaffung der Barrierefreiheit des Verwaltungsgebäudes sowie neuer Stellfläche an der Mastener Straße 15 in Döbeln. Der Kreistag ermächtigte Landrat Matthias Damm, angemeldete Reservemaßnahmen in den Maßnahmeplan aufzunehmen, sollte das vom Freistaat Sachsen bewilligte Gesamtbudget nicht ausgeschöpft sein.

Kreisrat Veit Lindner wird Mitglied im Jugendhilfeausschuss

Die Besetzung des Jugendhilfeausschusses hat sich verändert. Grund ist das Ausscheiden des bisherigen stellvertretenden Mitglieds Michael Jubelt.  Für ihn rückt Kreisrat Veit Lindner nach. Der Jugendhilfeausschuss besteht aus dem Vorsitzenden und 14 weiteren stimmberechtigten Mitgliedern sowie mindestens neun beratenden Mitgliedern. Für jedes stimmberechtigte Mitglied ist ein Stellvertreter zu wählen. Sie sind ehrenamtlich tätig. Der Kreissportbund ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Dessen Vorsitzender Eric Braun ist Mitglied des Jugendhilfeausschusses. Jubelt war sein Stellvertreter. Aufgrund eines Umzugs außerhalb des Landkreises Mittelsachsen stellte er einen Antrag auf Entlassung aus dem Jugendhilfeausschuss. Diesem gaben die Mitglieder statt. Der Kreistag sprach sich zugleich für die Wahl Lindners als stellvertretendes Mitglied aus.

Weiterführung der Arbeitsgruppe Schulnetzplanung und Schülerbeförderung

Der Kreistag hat die Weiterführung der Arbeitsgruppe Schulnetzplanung und Schülerbeförderung beschlossen. Der neue Vorsitzende des Beratungsgremiums, das seit Oktober 2008 existiert, ist der 2. Beigeordnete Jörg Höllmüller. Diesem Gremium gehören zudem je ein Vertreter der im Kreistag etablierten Fraktionen, ein Abgeordneter des Sächsischen Städte- und Gemeindetages e.V. Kreisverband Mittelsachsen sowie jeweils ein vom Kreiselternrat, Kreisschülerrat und von der Geschäftsführung des Zweckverbandes Verkehrsverbund Mittelsachsen Entsandter an. „Der Landkreis Mittelsachsen ist verpflichtet, bis zum 31. Dezember 2019 einen Schulnetzplan für allgemeinbildende Schulen zu beschließen und beim sächsischen Kultusministerium als oberster Schulaufsichtsbehörde einzureichen. Bis dahin steht keine der Bildungseinrichtungen zur Disposition“, erläuterte Jörg Höllmüller. Die Hoheit für die Schulnetzplanung berufsbildender Schulen ist mit dem novellierten Schulrecht am 1. August 2017 auf den Freistaat Sachsen selbst übergegangen, ergänzte er.

Hintergrund:
Der Landkreis Mittelsachsen ist Bildungsstandort für 129 allgemeinbildende Schulen, das heißt 74 Grundschulen, 28 Oberschulen, 13 gymnasiale Bildungseinrichtungen und 14 allgemeinbildende Förderschulen, sowie für 14 berufsbildende Einrichtungen, darunter drei Berufliche Schulzentren ein Fachschulzentrum und zwei Fachschulen für Landwirtschaft als Kernstück der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Auf dem Sektor der beruflichen Fortbildung bestehen insbesondere im agrarwirtschaftlichen Bereich herausragende Bedingungen. Das Fachschulzentrum Freiberg-Zug mit Fortbildungsmöglichkeiten in den Bereichen Technik (Landwirtschaft sowie Umwelt und Forstwirtschaft) beziehungsweise Wirtschaft (Landwirtschaft und Hauswirtschaft) genießt in Sachsen das Alleinstellungsmerkmal. Der Landkreis selbst ist Träger von 21 Schulen, darunter fünf Gymnasien, das Freiberg-Kolleg, acht Förderschulen mit der Besonderheit eines Schulteiles Klinikschule sowie sechs berufsbildenden Einrichtungen.

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news-1714 Mon, 26 Mar 2018 14:37:06 +0200 Integrationsmesse Mittelsachsen /das-amt/neuigkeiten/integrationsmesse-mittelsachsen.html „Hindernis Herkunft“ − Potentiale richtig nutzen − Integration durch Bildung und Arbeit … … so lautet das Motto der ersten Integrationsmesse in Mittelsachsen. Ziel ist es in diesem Jahr, Migrantinnen und Migranten über Möglichkeiten für Arbeit, Ausbildung und weitere Bildungswege im Landkreis zu informieren. 
Die mittelsächsischen Unternehmen haben dabei nicht nur die Möglichkeit, mit den Messebesuchern in Kontakt zu kommen und sie auf ihr Unternehmen aufmerksam zu machen, sondern auch bei Fachfragen gleich alle wichtigen Ansprechpartner vor Ort zu finden. Fachleute zu den Themengebieten der Sprachvermittlung, Qualifizierung und Weiterbildung, Anerkennung von Abschlüssen und Bewerbungen sollen weiterhelfen. Die Integrationsmesse in Mittelsachsen öffnet am Mittwoch, 20. Juni 2018, von 10:00 bis 14:00 Uhr im Tagungszentrum des Deutschen Brennstoffinstituts Freiberg, Halsbrücker Straße 34 in Freiberg, ihre Türen.

Bei Interesse melden Sie Ihr Unternehmen mit dem Anmeldungebogen für die Integrationsmesse an. Mit dem Unternehmersteckbrief beteiligen Sie sich an der Veröffentlichung auf der Jobwall oder in der Messezeitung.

 

Hinweis zum Ausfüllen und Speichern der nebenstehenden Formulare:
Bitte speichern Sie das jeweilige Formular erst ab, füllen es dann aus und senden Sie es als Anhang an die genannte E-Mail-Adresse.

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news-1709 Fri, 23 Mar 2018 12:13:06 +0100 Feierliche Übergabe der neuen Rettungswache Flöha an den DRK-Kreisverband Freiberg e.V. /das-amt/neuigkeiten/feierliche-uebergabe-der-neuen-rettungswache-floeha-an-den-drk-kreisverband-freiberg-ev.html Am heutigen Freitag, 23. März, ist der neue, lichtdurchflutete Anbau für die Rettungswache an der Turnerstraße 11 in Flöha an den Kreisverband Freiberg des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) übergeben worden. In diesem sind Aufenthalts- und Funktionalräume untergebracht. Damit verbessern sich die Arbeitsbedingungen für die 41 Mitarbeiter. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,3 Millionen Euro. Notwendig wurde der Bau, weil das Gebäude sowohl 2002 als auch 2013 vom Hochwasser betroffen war. In der Rettungswache Flöha sind ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) sowie jeweils zwei Rettungstransportwagen (RTW) und Krankentransportwagen (KTW) stationiert. Im vergangenen Jahr  war der Notarztwagen 2 238 Mal im Einsatz, der RTW 2949 Mal und der KTW  3094 Mal.  „Der Rettungsdienst ist eines der zentralsten Elemente der Daseinsvorsorge. Moderne Strukturen und Bedingungen sind sehr wichtig - auch für die Mitarbeiter. Denn sie setzen sich Tag für Tag selbstlos für das Wohl anderer, ihnen fremder Menschen ein, und tun alles dafür, um im Notfall deren Leben zu retten“, sagte Landrat Matthias Damm.

Ab Ende August wird am Standort Flöha zudem ein zusätzliches Fahrzeug für den Rettungsdienst stehen. Der Landkreis Mittelsachsen beschafft einen Schwerlast-Rettungswagen für adipöse Patienten. Das Fahrzeug wird dann für den gesamten Landkreis und auch für den Rettungszweckverband Chemnitz-Erzgebirge zur Verfügung stehen. Mit dem Fahrzeug können Patienten bis 350 Kilogramm Körpergewicht transportiert werden.

Die Kosten für den Bau der Rettungswache werden zu 100 Prozent vom Freistaat Sachsen und der Bundesrepublik Deutschland übernommen. Grundlage bildet die Richtlinie Hochwasserschäden 2013 Teil D – Aufbauhilfen für Träger öffentlicher Infrastruktur. Die Rettungswache Flöha wurde Anfang der 1990-er Jahre neu erbaut. Zum Hochwasser 2002 war sie komplett überflutet. Im Anschluss liefen Trocknungs- und Sanierungsarbeiten, sodass ab 2004 der Betrieb der Rettungswache wieder aufgenommen werden konnte. Beim Hochwasser 2013 waren die Sozialräume im Untergeschoss erneut betroffen. „Infolgedessen kam es zu extremem Aufstieg von Feuchtigkeit in der Rettungswache. Es erfolgte ein Gutachten und eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zur Sanierung oder Neubau. Ergebnis war, dass ein Neubau wirtschaftlicher als die Sanierung ist“, erläuterte Jana Lützner, Referatsleiterin Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz im Landratsamt Mittelsachsen.

2015 begann die Planung. Der Neubau sollte an der bestehenden Rettungswache angegliedert und die vorhandenen Garagen weiter genutzt werden.  Der Neubau steht nun oberhalb des Hochwasserniveaus. Nachdem am 17. Juni 2016 der positive Fördergeldbescheid vom Freistaat Sachsen eingetroffen war, begann im August 2016 der Bau eines zweigeschossigen Funktionalgebäudes an die bestehende Fahrzeughalle mit Aufenthalts-, Umkleide-, Ruhe- und Sanitärräumen sowie Notarztzimmer, Apotheke und Verwaltungsraum.

Im Februar dieses Jahres konnten der Anbau fertiggestellt werden. Der Kostenrahmen von 1,3 Millionen Euro wurde nicht überschritten. „Es sind noch letzte Restarbeiten in der Fahrzeughalle durchzuführen sowie die Auflage aus dem Fördermittelbescheid, der Rückbau der alten Rettungswache, umzusetzen“, so Jana Lützner.

 

Hintergrund:

Der Landkreis ist Träger des Rettungsdienstes. Weitere Rettungswachen im Landkreis befinden sich in den Bereichen Rochlitz, Hainichen/Frankenberg/Mittweida, Freiberg, Flöha und Burgstädt sowie im Bereich Döbeln. Der Landkreis ist seit diesem Jahr Träger des Rettungsdienstes in ganz Mittelsachsen. Der Altkreis Döbeln wurde bis zum Jahresende 2017 vom Rettungszweckverband der Versorgungsbereiche Landkreis Leipzig und Region Döbeln betreut. Dieser wurde zum 31. Dezember aufgelöst. Der Kreistag beriet über einen entsprechenden öffentlich-rechtlichen Vertrag zur Abwicklung des Verbandes. Im gesamten Landkreis sind sieben NEF, 31 RTW und 29 KTW verfügbar. Sie rückten 2017 insgesamt zu knapp 83.000 Einsätzen aus (NEF: 14.409, RTW 37.505, KTW 30.980).

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news-1693 Tue, 13 Mar 2018 09:00:40 +0100 Soziale Teilhabe - Was ist das und wie kann man diese beeinflussen? /das-amt/neuigkeiten/soziale-teilhabe-was-ist-das-und-wie-kann-man-diese-beeinflussen.html Über diese und andere Fragen tauschten sich am Montag, 12. März, rund 80 engagierte Akteure aus sozialen Institutionen, Politik, Verwaltung und ehrenamtlichen Angeboten im Volkshaus Döbeln aus. Die Teilnehmenden setzten sich in getrennten Tischrunden zusammen und diskutierten verschiedene Themen – wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf, gesundes Aufwachsen von Kindern oder die Attraktivität der Region Döbeln bis hin zum Einfluss auf Lebenslagen, Beteiligungsmöglichkeiten sowie zur Funktionsfähigkeit von Angebots- und Netzwerkstrukturen. Nach gut drei Stunden wurden in einer Abschlussgalerie die Ergebnisse der insgesamt acht Thementische präsentiert und somit allen Teilnehmenden zugänglich gemacht. Besonders wertvoll sind die vielfältigen Ideen, Überlegungen und erste Lösungsansätze, wie man soziale Teilhabe in der Sozialregion Nord (Döbeln) gestalten und stärken kann. Beispielsweise gab es mehrere Vorschläge, wie die Inanspruchnahme der Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket, insbesondere der Leistungen zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft (u.a. Sport, Kultur, Freizeit), erhöht werden könnte.

Wie geht es nun weiter?

Die Veranstalter der Sozialregionalkonferenz in der Region Döbeln - der Landkreis Mittelsachsen und die Hochschule Mittweida/Fakultät für Soziale Arbeit – werten die gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse aus, die Eingang in ein Handlungskonzept speziell für die Sozialregion Nord - Döbeln, Roßwein, Waldheim, Hartha, Leisnig, Großweitzschen, Ostrau und Zschaitz-Ottewig - finden sollen. Das Handlungskonzept soll noch im Jahr 2018 abgestimmt und vorgestellt werden.

Die Mitwirkenden der in dieser Art ersten Sozialregionalkonferenz freuten sich über den großen Zuspruch und die engagierte Beteiligung der Veranstaltungsteilnehmer.

Der zweite Beigeordnete des Landkreises, Jörg Höllmüller zog ein positives Fazit: „Über 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich aktiv in den Prozess eingebracht, konstruktiv diskutiert und viele interessante Ansätze zusammengetragen. Wir sind dankbar für dieses fachübergreifende Engagement. Ich bin mir sicher, dass sich vieles, was heute angesprochen wurde, in dem Handlungskonzept wiederfinden wird.“

Hintergrundinformationen:

In Mittelsachsen ist im Frühjahr 2017 ein erster Sozialbericht gemeinsam von Landkreis und der Hochschule Mittweida/Fakultät Soziale Arbeit vorgelegt worden, der sich mit der Lebenssituation und den Lebenslagen der Menschen in Mittelsachsen bezogen auf Sozialregionen mit verschiedenen Merkmalen beschäftigt. Damit bildet der 1. Sozialbericht für den Landkreis Mittelsachsen nun die Grundlage für weitere Analyse und Ableitung von konkreten Ansätzen, Maßnahmen und Projekten, die soziale Lebenslagen und Teilhabeprozesse beeinflussen und stärken können.

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news-1692 Tue, 13 Mar 2018 08:43:34 +0100 Woche der offenen Unternehmen eröffnet /das-amt/neuigkeiten/woche-der-offenen-unternehmen-eroeffnet.html Zur Tradition geworden ist die gemeinsame Auftaktveranstaltung der Woche der offenen Unternehmen der Landkreise Zwickau, Erzgebirgskreis und Mittelsachsen. In diesem Jahr wurde die Woche der offenen Unternehmen im Landkreis Zwickau, im Traditionsunternehmen Friweika eG unter Beisein des Landrats des gastgebenden Landkreises Zwickau Dr. Christoph Scheuerer, des Landrats des Erzgebirgskrieses Frank Vogel sowie des 1. Beigeordneten des Landkreises Mittelsachsen Dr. Lothar Beier eröffnet. Marco Wunderlich, Vorstand der Friweika eG, begrüßte vor allem die zahlreich erschienen Schülerinnen und Schüler, die sich über das Unternehmen und einen der zwölf im Unternehmen angebotenen Ausbildungsberufen informieren wollten. Neben dem Vorstand hatten die Jugendlichen mit Max Fritzsche, Auszubildender im dritten Lehrjahr im Ausbildungsberuf Fachkraft für Lebensmitteltechnik kompetente und auskunftsfreudige Gesprächspartner.

In ihren Grußworten würdigte Landrat Vogel (Erzgebirgskreis) vor allem die sehr gute Zusammenarbeit der drei Landkreise bei der Vorbereitung und Umsetzung der Woche der offenen Unternehmen. Dr. Lothar Beier richtete sich in seinem Grußwort direkt an die Schülerinnen und Schüler. „Nutzen Sie diese Woche um möglichst viele Ausbildungsberufe oder Tätigkeiten die über ein Studium erreichbar sind kennen zu lernen. Auch die Erkenntnis: `Das ist nichts für mich.` hilft Ihnen die richtige Entscheidung zu treffen.“

In dem sich anschließenden Firmenrundgang konnten sich die Schülerinnen und Schüler sowie die Gäste ein eindrucksvolles Bild vom Knowhow und der Logistik des Unternehmens machen in dem jährlich 135.000 Tonnen Kartoffeln verarbeitet werden.

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news-1689 Mon, 12 Mar 2018 10:00:00 +0100 Amphibienschutz an Straßen – Frühjahrswanderung beginnt /das-amt/neuigkeiten/amphibienschutz-an-strassen-fruehjahrswanderung-beginnt-1.html Gegenwärtig werden mobile Leiteinrichtungen für die im März beginnende Frühjahrswanderung der Amphibien an Straßen aufgebaut. Am 6. und 7. März bäumte sich der Winter noch einmal mit einer geschlossenen Schneedecke auf. Aber schon in den darauffolgenden Tagen stiegen die Temperaturen an und auch nachts erwarteten die Wetterexperten keinen Frost mehr. Somit startete die untere Naturschutzbehörde (uNB) mit ihrer Umweltwerkstatt sowie ehrenamtliche Helfer und Naturschutzverbände ab sofort mit dem Aufbau der mobilen Amphibienschutzanlagen. Am Mittwoch, 7. März, wurde der erste Zaun in Döhlen in der Gemeinde Ostrau aufgebaut.

Ab dieser Woche, wenn es nachts auch regnet, werden die Amphibien sprunghaft aus ihren Winterschlafquartieren erwachen und sich auf Wanderschaft zu ihren Laichgewässern begeben. Dies gilt für alle freilebenden Amphibien – auch als Kröten, Frösche und Molche bekannt. Nach ihrem Winterschlaf steuern diese immer wieder jene Tümpel, Teiche und Wasserlachen an, in denen sie selbst als Kaulquappen und Larven schlüpften. Auf dem Weg zu den Laichgewässern müssen die Amphibien oft verkehrsreiche Straßen überqueren und das endet für viele Tiere tödlich. Um dies zu verhindern, wurden bereits an vielen Hauptkonfliktstellen stationäre Amphibienleiteinrichtungen errichtet. Da diese noch nicht an allen Schwerpunkten vorhanden sind, werden auch in diesem Jahr mobile Leiteinrichtungen errichtet – insgesamt an 28 Konfliktpunkten.

„Nur durch den Einsatz der ehrenamtlichen Helfer war es möglich, dass im Landkreis Mittelsachsen in den vergangenen Jahren tausende Amphibien vor dem sicheren Straßentod gerettet werden konnten - allein im letzten Jahr waren es über 15 630 Exemplare. Die Tiere werden am Straßenrand in Fangeimer verbracht und über die Straße getragen“, so Udo Seifert, Referatsleiter Naturschutz und Landwirtschaft. Gleichzeitig werden unter anderem Erhebungen zu Anzahlen und Arten geführt, um aktuelle Informationen zu den Vorkommen zu erhalten.

Bei diesen Einsätzen in den Morgen- und Abendstunden sind die ehrenamtlichen Helfer ebenfalls den Gefahren des Straßenverkehrs ausgesetzt. Sie wurden daher mit einer Warnweste ausgestattet und zur Einhaltung des Arbeitsschutzes und der Straßenverkehrsordnung verpflichtet. Für die Schwerpunkte der Amphibienwanderung wurde zudem eine gesonderte Beschilderung mit entsprechenden Verkehrszeichen beantragt. Um Unfälle zu vermeiden, werden daher alle Autofahrer gebeten, die entsprechenden Geschwindigkeitsbeschränkungen und Hinweisschilder mit dem Amphibienzeichen zu beachten und besonders vorsichtig zu fahren – auch auf allen Straßenabschnitten, die sich in Gewässernähe befinden. Denn die Amphibienwanderung erfolgt nicht nur an den Schwerpunktstellen.

An folgenden Straßenabschnitten werden die mobilen Amphibienleiteinrichtungen aufgebaut. Diese werden durch Kommunen, Naturstationen und ehrenamtlichen Helfern sowie dem Landkreis und den Naturschutzbund Freiberg e. V. betreut:

  • S 210 zwischen Großwaltersdorf und Gränitz, im Weißbachtal

  • K 7701 zwischen Marbach und Grünhainichen

  • K 7701 zwischen Marbach und Einmündung Waldkirchener Straße

  • K 7701 zwischen Ortsausgang Schellenberg Richtung Hohenfichte

  • S 205 vor Ortseingang Kleinwaltersdorf nach Bahnübergang

  • K 8251 im Bereich Ortseingang von Königshain

  • S 200 kurz nach Ortsausgang Erlau

  • S 32 zwischen Höfchen und Kriebstein

  • K 8214 innerhalb der Ortslage Marbach/Striegistal

  • S 35 im Bereich des Krebsbaches in Döhlen

  • S 34 im Bereich der „Sieben Kurven“ in Hainichen

  • S 247 rechts von Niederelsdorf nach Oberelsdorf

  • S 247 rechts von Oberelsdorf nach Niederelsdorf

  • B 173 Memmendorf am Gasthof „Goldener Stern“

  • S 207 Oederan in Fahrtrichtung Eppendorf rechts der Straße

  • Gemeindestraße Geringswalde, an der Altgeringswalder Straße

  • S 202 nach Ortsausgang Sachsenburg links in Fahrtrichtung Frankenberg

  • Straße der Stadt Mittweida: Bürgerwald, an der S 201 rechts in Richtung Rossau, Staubecken

  • S 242 rechts von Mutzscheroda nach Altzschillen

  • K 7794 rechts zwischen Hohentanne und Rothenfurth

  • K 7717 rechts zwischen Reichenbach in Richtung Großvoigtsberg

  • Straße der Stadt Flöha: zwischen Lärchenstraße und der Straße Am Pfarrwald

  • Gemeindestraße an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße  in Flöha an der Kleingartenanlage„Bergidyll“

  • Gemeindestraße am Wald in Eppendorf an der Waldsiedlung

  • Gemeindestraße rechts auf der Chursdorfer Straße in Chursdorf in Richtung Helsdorf

  • Gewerbegebiet Siebenlehn: auf dem Versandweg gegenüber der Firma Cyberport (blaue Werkshalle)

  • S 185 in Rechenberg-Bienenmühle auf der Muldentalstraße rechts gegenüber dem Ökologischem Bad

  • Pulverstraße links und rechts zur Zufahrt der Firma WECO Pyrotechnik Freiberg

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news-1678 Fri, 09 Mar 2018 09:52:00 +0100 Dritter Bauabschnitt Ausbau K 7706 in Breitenau beginnt /das-amt/neuigkeiten/dritter-bauabschnitt-ausbau-k-7706-in-breitenau-beginnt.html Am 12. März 2018 beginnt der dritte Abschnitt des Ausbaus der Kreisstraße (K) 7706 in Oederan, Ortsteil Breitenau. Dabei handelt es sich um eine Gemeinschaftsmaßnahme des Landkreises mit der Stadt Oederan, dem Zweckverband Kommunale Wasserver- und Abwasserentsorgung "Mittleres Erzgebirgsvorland" (ZWA) Hainichen, der Mitnetz Strom und eins Energie. Die Straße wird verbreitert. Zudem wird ein Gehweg angelegt, um die Sicherheit für Fußgänger zu erhöhen.

Was wird gemacht?

  • grundhafter Straßenausbau auf einer Länge von 990 Meter und einer einheitlichen Breite von 5,50 Meter, einschließlich einer etwa 90 Meter langen Stützwand (Landkreis Mittelsachsen)

  • Neubau eines bis 1,60 Meter breiten Gehweges einschließlich Straßenbeleuchtung (Stadt Oederan)

  • Neubau eines Mischwasserkanals (ZWA Hainichen)

  • Erneuerung beziehungsweise Neubau der Trinkwasserleitung (ZWA Hainichen)

  • Neuverlegung NS/MS-Kabel (MITNETZ STROM GmbH)

  • Änderung / Erneuerung der Gasanlagen (eins Energie Sachsen)

Von wann bis wann wird gebaut?

Die voraussichtliche Bauzeit läuft von März 2018 bis August 2019 in vier Bauabschnitten.

Umleitungsstrecke

Die Umleitung erfolgt über die Bundesstraße 173 und Staatsstraße 237 Falkenau.

Kosten

  • Höhe der Baukosten: 1,308 Million Euro, davon rund 700.000 Euro für den Landkreis

  • Fördermittelquelle: Straßen- und Gehwegbau über GRW-Infra

  • Höhe der Fördermittel: 85 Prozent

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news-1682 Fri, 09 Mar 2018 08:25:00 +0100 10. „Trialog“ in Flöha /das-amt/neuigkeiten/10-trialog-in-floeha.html Psychisch kranke Menschen, deren Angehörige sowie Fachärzte, Therapeuten und interessierte Bürger sind zum nächsten Flöhaer „Trialog“ am 13. März 2018, 16:30 Uhr im Diakonie-Zentrum Flöha herzlich eingeladen. Der nächste Flöhaer „Trialog“ findet am 13. März 2018, 16:30 Uhr im Diakonie-Zentrum Flöha, Bahnhofstr. 8 b statt. Psychisch kranke Menschen, deren Angehörige sowie Fachärzte, Therapeuten und interessierte Bürger sind herzlich eingeladen, „auf Augenhöhe“ miteinander ins Gespräch zu kommen. Betroffene können ihr Krankheitserleben schildern, Professionelle ihr helfendes Handeln erklären. „Unter der Überschrift > Krisen: Wie gerate ich hinein? Wie finde ich heraus? < wollen wir gemeinsam diskutieren, welche Risiken, aber auch welche Chancen mit Krisen verbunden sein können“, sagt Andreas Hunger, Leiter der Wohnstätte Haus Weitblick der Diakonie Flöha, welche die Veranstaltung initiiert hat. Die Moderation wird vom Psychiatriekoordinator Matthias Gröll übernommen.

Der Eintritt  ist frei.

 

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news-1685 Thu, 08 Mar 2018 09:10:58 +0100 Neuer Grundstücksmarktbericht beschlossen /das-amt/neuigkeiten/neuer-grundstuecksmarktbericht-beschlossen-1.html 4 503 bebaute Grundstücke wechselten 2015/16 für rund 454 Millionen Euro den Besitzer. Das geht aus dem neuen Grundstücksmarktbericht hervor. Der neue Grundstücksmarktbericht ist durch den Gutachterausschuss für den gesamten Landkreis Mittelsachsen beschlossen worden. Er stellt eine Auswertung des Grundstücksmarktes der Jahre 2015/2016 dar. Gültig sind diese Daten für zwei Jahre. Die Bodenrichtwerte wurden bereits im August 2017 beschlossen.
Grundlage ist die Kaufpreissammlung, die in der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses geführt wird. Laut Baugesetzbuch sind Notare verpflichtet, eine Kopie aller Grundstücksübertragungen (Kauf, Schenkung, Tausch und Ähnliches) eines Grundstückes dem Gutachterausschuss zu übersenden. In den vergangenen zwei Jahren erfasste der Gutachterausschuss 7 600 Kaufverträge. Damit ist die Zahl im Vergleich zum vergangenen Erhebungszeitraum um 14 Prozent gestiegen. Insgesamt erhielten 4 503 bebaute Grundstücke im Wert von rund 454 Millionen Euro einen neuen Besitzer. Dieser Bereich umfasst neben Ein- und Mehrfamilienhäusern auch Industrie- und Gewerbeobjekte sowie bebaute landwirtschaftliche Grundstücke, wie Bauernhöfe oder Stallanlagen. Im Bereich der unbebauten Grundstücke wurden 2 461 Verträge mit einem Gesamtvolumen von 76 Millionen Euro geschlossen. Stark gestiegen ist die Nachfrage nach Mehrfamilienhäusern. Wurden im vorherigen Auswertungszeitraum 409 Käufe registriert, so sind es im aktuellen 1 237 Käufe. Der Geldumsatz dagegen ist mit rund 127 Million Euro gleich geblieben. 
Der Grundstücksmarktbericht enthält neben der allgemeinen statistischen Auswertung zum Flächen- und Umsatzvolumen auch Informationen über die Arbeit des Gutachterausschusses und seiner Geschäftsstelle im Auswertungszeitraum, Angaben über Sondereigentum (Eigentumswohnungen), Gebäudefaktoren, Liegenschaftszinssätze, Sachwertfaktoren, Orientierungswerte für verschiedene Nutzungsarten (Gartenland / Wasserflächen und Ähnliches) sowie Angaben zu frei vereinbarten Pachtpreisen für Garagen-, Garten- und Wochenendgrundstücke im gesamten Kreisgebiet.

Eigentumswohnungen
Den Auswertungen zu Eigentumswohnungen im Grundstücksmarktbericht ist zu entnehmen, dass für Eigentumswohnungen in der Freiberger Innenstadt das meiste Geld gezahlt wird. So liegt der Mittelwert für eine Eigentumswohnung, Baujahr nach 1991 bis 2010, im Erstverkauf bei zirka 1.112 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche – in den anderen Städten des Landkreises liegt der Mittelwert bei 692 Euro. Auch im Wiederverkauf derartiger neu gebauter Eigentumswohnungen führt die Stadt Freiberg mit einem Durchschnittswert von rund 1.010 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche – in den anderen Städten liegt der Kaufpreis im Durchschnitt bei 691 Euro.

Vergleichsfaktoren Gebäude
Unter dieser Rubrik sind durchschnittliche Gebäudewerte/Preise pro Quadratmeter Wohnfläche gestaffelt nach Baujahresklassen und Sanierungszustand zu finden. So beträgt zum Beispiel der durchschnittliche Kaufpreis für ein freistehendes Einfamilienhaus der Baujahresklasse 1919 bis 1949 im sanierten Zustand rund 1.044 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Im unsanierten Zustand, gleiche Baujahresklasse, werden im Durchschnitt 198 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gezahlt.

Einblick in Grundstücksmarkbericht
Ab sofort ist der Grundstücksmarktbericht in der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses im Landratsamt, Außenstelle Döbeln, einsehbar. Mündliche Auskünfte am Telefon beziehungsweise in der Geschäftsstelle sind kostenlos. Für schriftliche Auskünfte werden Gebühren im Rahmen des Kostenverzeichnisses für Leistungen des Gutachterausschusses und seiner Geschäftsstelle erhoben. Im vergangenen Auswertungszeitraum erteilte die Geschäftsstelle Gutachterausschuss insgesamt rund 9 200 mündliche und 850 schriftliche Auskünfte.

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news-1683 Wed, 07 Mar 2018 10:00:00 +0100 Gemeinsame Presseerklärung der Stadtverwaltung Freiberg und des Landratsamtes Mittelsachsen /das-amt/neuigkeiten/gemeinsame-presseerklaerung-der-stadtverwaltung-freiberg-und-des-landratsamtes-mittelsachsen.html Nach intensiven Gesprächen haben sich Mittelsachsens Landrat Matthias Damm und Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger auf eine einheitliche Lesart der Asylbewerber- und Flüchtlingszahlen in der Kreisstadt Freiberg geeinigt. Die mehrfach in den Medien zitierten 900 Asylbewerber beziehungsweise Flüchtlinge ergeben sich aus einem Infobrief des Landkreises, der in regelmäßigen Abständen den Bürgermeistern als Darstellung der aktuellen Flüchtlingssituation im Landkreis bereitgestellt wird. Die im Infobrief des Landkreises Nr. 4/2017 ausgewiesenen rund 900 Personen in Freiberg setzen sich aus rund 720 Asylbewerbern und Geduldeten zusammen, für die der Landkreis als Unterbringungsbehörde zuständig ist, sowie aus etwa 170 anerkannten Flüchtlingen, die noch in Gemeinschaftsunterkünften und Wohnungen leben, die vom Landkreis vorgehalten werden.

Die Statistik des Landkreises zeigt, dass rund 1400 Personen aus humanitären Gründen in Freiberg wohnen. Dazu zählen – neben den Asylbewerbern und Geduldeten – unter anderem auch Asylberechtigte, anerkannte Flüchtlinge, subsidiär Schutzberechtigte und Personen, bei denen ein Abschiebeverbot besteht, die sich selbstständig Wohnungen in Freiberg gesucht haben. Diese Gruppe mit Fluchthintergrund macht 49 Prozent der im Landkreis lebenden Personen aus. Von ihnen sind rund 40 Prozent Kinder und Jugendliche im Alter bis 17 Jahre, bei denen Betreuungs- und Schulpflicht greift.

Insgesamt leben in Freiberg rund 5200 Personen, bei denen nach der Definition des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge ein Migrationshintergrund vorliegt. Von diesen haben etwa 4.000 die alleinige ausländische Staatsbürgerschaft, unter ihnen sind wiederum zirka 2000 Personen, deren Nationalität zu einer Region gehört, die zu den Hauptherkunftsstaaten zählt (z.B. Naher Osten insbesondere Syrien, Nord- und Zentralafrika sowie Vorderasien) – bei ihnen ist davon auszugehen, dass sie längere Zeit in Freiberg bleiben und hier auch ein Studium oder eine Ausbildung beginnen, bestenfalls eine Arbeit aufnehmen – so wie es einigen Wenigen bereits gelungen ist.

„Für mich zeigen diese Zahlen eindeutig, dass in unserer Stadt ein derzeitiger akuter Integrationsbedarf für mindestens 2000 Menschen besteht“, betont Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger.

Mittelsachsens Landrat Matthias Damm ergänzt: „Da Freiberg nachweislich die Hauptlast im Landkreis trägt, ist das gemeinsame Ziel, für Freiberg Lösungen zu finden.“ So wird der Landkreis seinen bereits vor Monaten begonnenen Kurs der schwerpunktmäßigen Verteilung von Asylbewerbern und Geduldeten außerhalb der Kreisstadt fortsetzen.

Der Landrat und der Oberbürgermeister haben vereinbart, dass die weitere Entwicklung und Umsetzung der angesprochenen Maßnahmen durch eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Stadt und des Landkreises begleitet wird und dies in enger Zusammenarbeit mit dem Städte- und Gemeindetag und weiteren Institutionen transparent erfolgt.

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news-1684 Wed, 07 Mar 2018 10:00:00 +0100 Landrat und Städte- und Gemeindetag beraten /das-amt/neuigkeiten/landrat-und-staedte-und-gemeindetag-beraten.html Die Umsetzung der Wohnsitzauflage in Mittelsachsen war am Dienstagabend ein Thema eines Gesprächs des Vorstandes des Städte- und Gemeindetages Mittelsachsen mit Landrat Matthias Damm und Vertretern der Verwaltung. Ab 1. April ist das Landratsamt durch einen Erlass des Freistaates Sachsen verpflichtet, bei künftigen Aufenthaltserlaubnissen eine Wohnsitzauflage für das Gebiet des Landkreises Mittelsachsen auszusprechen. Optional kann hier ein konkreter Ort zugewiesen oder ein Ort von der Wohnsitznahme ausgeschlossen werden. In zweiten Fall spricht man von einer negativen Auflage. Ein Bescheid hat eine maximale Gültigkeit von drei Jahren.

„Wir möchten Freiberg entlasten und sprechen daher mit Bürgermeistern und Wohnungsunternehmen, um hier positiv steuern zu können“, erklärt Landrat Matthias Damm. Von den Kursen und Angeboten für Asylbewerber und Flüchtlinge konzentrieren sich viele in der Kreisstadt und es müsse gelingen, in der Fläche entsprechende Angebote vorzuhalten, beziehungsweise neu zu schaffen. Nach Angaben des zuständigen Leiters der Stabsstelle Asyl Dieter Steinert wird ein Kriterienkatalog zur Bewertung der Kommunen erarbeitet, um so für die Steuerung ein objektives Bild zu erhalten. Schwerpunkte sind unter anderem Verkehr, Gesundheitswesen, Schulen, Vereine oder Integrationsinitiativen. „Außerdem möchten wir die Flüchtlinge auf das Leben in der Wohnung vorbereiten. Dies passiert einerseits mit einer Broschüre namens ,WohnRatGeber‘, die beispielsweise als Unterrichtsstoff in den Integrationskursen eingebaut werden kann, und andererseits mit gleichnamigen Vorträgen gemeinsam mit der Verbraucherzentrale in Gemeinschaftsunterkünften und im Jobcenter“, so Steinert.

Der Vorsitzende des Städte und Gemeindetages Mittelsachsen Ronny Hofmann ergänzt:  „Mit einer Regionalkonferenz mit Bürgermeistern und Wohnungsunternehmen zur Zusammenarbeit möchten wir Details besprechen und festlegen, wie diese hier funktionieren kann.“ Diskutiert werden beispielsweise der Aufbau einer Wohnungsbörse oder die Vermittlung von Dolmetschern, psychosozialer Beratung oder die Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen in Kooperation mit den Wohnungsunternehmen. „Als Stabsstelle werden wir ein Übergangsmanagement vom Rechtskreis Asylbewerbungsleistungsgesetz hin zum Sozialgesetzbuch II etablieren“, erklärt Steinert. Außerdem sollen anerkannte Flüchtlinge eine ausführliche Beratung erhalten und so motiviert werden, ihren Wohnsitz im Landkreis, unter Beachtung einer gleichmäßigen Verteilung, selbstständig zu wählen.

„Eine negative Wohnsitzauflage ist nicht einfach zu erstellen, sondern bedarf erheblicher rechtlicher Hürden. So muss juristisch sicher begründet werden, warum beispielsweise in einem Ort keine gute Integration möglich wäre und in einem anderen Ort gleichwohl eine bessere“, erklärt Steinert. Zirka 500 Asylsuchende könnten demnächst, je nach Verfahrensstand, von einer Wohnsitzauflage betroffen sein. Hofmann betont, dass die Städte und Gemeinden bei der Aufgabe wie in der Vergangenheit mitwirken: „Wichtig sind die Unterstützung und eine aktive Begleitung des Prozesses durch den Kreis, damit eine Verteilung in der Fläche erfolgreich gelingt.“ Bei den Asylbewerbern hat der Landkreis die Unterbringung und Zuweisung in der Kreisstadt Freiberg reduziert. So sind seit Oktober elf Personen zugewiesen worden. „Diesen Weg werden wir weiter gehen“, betont Landrat Matthias Damm.

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news-1681 Wed, 07 Mar 2018 08:16:28 +0100 Natur-Entdecker gesucht /das-amt/neuigkeiten/natur-entdecker-gesucht.html Vom 6. bis 8. April findet für junge Leute aus Mittelsachsen ein „Entdecker-Wochenende“ in der Naturschutzstation „Dachsenberg“ in der Dresdner Heide statt. Daran können neben schon aktiven „Jungen Naturwächtern“ aus dem Landkreis auch naturbegeisterte Mädchen und Jungen teilnehmen, die gern mal unverbindlich ins „Naturwächter-Dasein“ reinschnuppern möchten. Gesucht sind Mädchen oder Jungen, die Lust darauf haben, Pfützen, Tümpel und Teiche ganz neu zu entdecken – als Lebensraum von Unke, Molch, Salamander & Co.

Die Teilnehmer*innen beobachten das Verhalten der Tiere im Wasser, untersuchen Laich im Teich, sie erfahren, warum der Frosch keine Warzen hat und können erleben, wie es sich anfühlt, eine lebendige Kröte in der Hand zu halten.  Und sie lernen, wie sie selbst aktiv werden können, um diese spannenden Tiere zu schützen. 

Veranstaltungsort: Naturschutzstation Dachsenberg, Kamenzer Straße 7, 01099 Dresden

Zeit:

  • 6. April 2018 – ca. 16.00 Uhr individuelle Anreise;

  • 7. April 2018 – ganztägiges Programm;

  • 8. April 2018 – 15.00 Uhr individuelle Abreise

Kosten:  60 Euro pro Teilnehmer für Übernachtung, Verpflegung, Programm

An- und Abreise:  Individuell, eventuell in Fahrgemeinschaften

Alter der Teilnehmer: 7 – 16 Jahre

Kontakt für Informationen für Interessierte und formlose Anmeldung bis 16. März 2018:

E-Mail sylvia.eggert@landkreis-mittelsachsen.de oder
Tel. 03731 799-2115 (Mo – Fr. von 7:30 bis 12:30 Uhr)

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news-1680 Tue, 06 Mar 2018 16:27:11 +0100 Frauentagsveranstaltung: Sagenhafte Frauen /das-amt/neuigkeiten/frauentagsveranstaltung-sagenhafte-frauen.html „Sagenhafte Frauen“ heißt die Veranstaltung des Landkreises Mittelsachsen zum diesjährigen Frauentag. Diese findet am 7. März 2018, 16:30 Uhr in die Villa Gückelsberg in der Fabrikweg 4 in 09557 Flöha statt. Lassen Sie sich inmitten einer kreativen Schaffens- und Produktionsstätte entführen in die Sagenwelt Mitteldeutschlands, auf die die Dresdner Künstlerin Sylke Zimbel einen so sachkundigen wie weiblichen Blick wirft. Ausgehend vom Lied der Sontga Margriata wird Sylke Zimpel in ihrem Vortrag der Frage nachgehen, wie diese mythologischen Frauengestalten beschrieben werden und in welchen Zusammenhängen sie in den Sagen auftauchen. Welches Verhältnis sie zu den Menschen eingegangen sind  – wofür sie standen  – und was sie uns Frauen von hier auch heute noch Spannendes mitzuteilen haben.

„Lieder über tolle Weiber“ – ein bunter Mix aus Operette, Musical und Chanson und vorgetragen von den Gesangskünstlerinnen Anna Piontkowsky und Elisabeth Letocha sowie der Pianistin Betty (Pi Wei Chun) runden den Abend ab, der Raum lassen wird für gute Gespräche und neue Begegnungen.

Es gibt wenige Restplätze. Anmelden können sich Interessierte unter der E-Mail-Adresse gleichstellung@landkreis-mittelsachsen.de.

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news-1677 Mon, 05 Mar 2018 13:33:46 +0100 Aufforderung zur Teilnahme am Interessenbekundungsverfahren für Inobhutnahmestelle /das-amt/neuigkeiten/aufforderung-zur-teilnahme-am-interessenbekundungsverfahren-fuer-inobhutnahmestelle.html Der Landkreis Mittelsachsen sucht einen anerkannten Träger der freien Jugendhilfe zur Beteiligung an der Wahrnehmung der Aufgaben der Inobhutnahme und der vorläufigen Inobhutnahme ab 1. Juli 2018. Die zu schaffende Inobhutnahmestelle soll über eine Kapazität von fünf Plätzen verfügen. Maßnahmen zum Schutz von Minderjährigen sind hoheitliche Aufgaben des örtlichen öffentlichen Trägers der Jugendhilfe und durch die §§ 42 und 42 a SGB VIII geregelt. Die Beteiligung eines anerkannten Trägers der freien Jugendhilfe an den Aufgaben erfolgt gemäß § 76 SGB VIII.

Im Rahmen der Interessenbekundung soll ein anerkannter Träger der freien Jugendhilfe ermittelt werden, der die umfassende stationäre Betreuung und Versorgung der in Obhut genommenen Minderjährigen sicherstellt. Für den maximalen Umfang der Beteiligung gilt der Beschluss des Jugendhilfeausschusses JHA 015/05./2015. Bei dem aufzunehmenden Personenkreis handelt es sich um Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis siebzehn Jahren.

Die Einreichung der Interessenbekundung hat bis zum 6. April 2018 beim Landratsamt Mittelsachsen, Abteilung Jugend und Familie, Frauensteiner Straße 43, 09599 Freiberg zu erfolgen.

Kontakt:

Rückfragen und Abforderung der Unterlagen:
Landratsamt Mittelsachsen
Abteilung Jugend und Familie
Denny Haunstein
Tel. 03731 799-6573

und für fachlich-inhaltliche Fragen:
Carmen Randhahn-Renner
Tel. 03731 799-6451

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news-1674 Thu, 01 Mar 2018 16:54:20 +0100 Übernahme der Kosten für Trichinenuntersuchungen /das-amt/neuigkeiten/uebernahme-der-kosten-fuer-trichinenuntersuchungen.html Der Freistaat Sachsen übernimmt die anfallenden Verwaltungsgebühren für die ab dem 1. Januar 2018 durchgeführten Trichinenuntersuchungen beim Schwarzwild. Jagdausübungsberechtigte und zugelassene Wildverarbeitungsbetriebe sind verpflichtet, Schwarzwild im Rahmen der Lebensmittelgewinnung auf Trichinen untersuchen zu lassen. Die Landkreise und Kreisfreien Städte erheben für diese Untersuchung eine Gebühr auf Grundlage des Verwaltungskostengesetzes des Freistaates Sachsen. Das Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz übernimmt die bei den sächsischen Landkreisen und Kreisfreien Städten anfallenden Verwaltungsgebühren für die ab dem 1. Januar 2018 durchgeführten Trichinenuntersuchungen beim Schwarzwild befristet bis 31. Dezember 2019 (Verwaltungsvorschrift des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz zur Reduzierung des Ausbreitungsrisikos der Afrikanischen Schweinepest durch Erstattung der Gebühren für die Trichinenuntersuchung bei Schwarzwild (VwV Trichinenerstattung Schwarzwild) vom 15. Dezember 2017 SächsABl. 2018 Nr. 2, S. 53).

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news-1673 Thu, 01 Mar 2018 09:41:56 +0100 Aus dem Ausschuss für Umwelt und Technik /das-amt/neuigkeiten/aus-dem-ausschuss-fuer-umwelt-und-technik-1.html Die Sanierung der Altablagerung „Nossener Straße/Sportplatz“ im Striegistaler Ortsteil Marbach war ein Themenschwerpunkt der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik am 28. Februar 2018. Dabei wurde der Landrat ermächtigt, die Zustimmung zur Zuschlagserteilung für die Bauausführung vorzunehmen, wenn dies aus terminlichen Gründen nicht in einer regulären Ausschusssitzung möglich ist. Die Ausschreibung führt die Gemeinde Striegistal durch, es ist ein gemeinsames Projekt. Notwendig wird die Maßnahme, da eine vorhandene Betonverrohrung eines Baches innerhalb der Deponie stark verschlissen und nicht mehr standsicher ist. Sie wurde vor der Nutzung der Fläche für die Entsorgung von Haus- und Sperrmüll zu DDR-Zeiten vorgenommen. In Folge des maroden Zustandes versickert Wasser durch Undichtigkeiten, was wiederum zu Schadstoffauswaschungen des Deponiegutes und zu entsprechenden Einträgen in das Grundwasser führt. Notwendige Fördermittel in Höhe von über 650.000 Euro bewilligte bereits die Landesdirektion. Bis zum Sommer sollen die Arbeiten beginnen. Dabei wird eine neue Verrohrung in die Deponie gelegt und die bisherige verschlossen. Oberhalb der Altlast befindet sich ein Sportplatz der Gemeinde, in diesem Bereich ist der Bach ebenfalls verrohrt. Sie plant das Gewässer in Form einer Maßnahme zur Beseitigung von Hochwasserschäden wieder offenzulegen. Die Arbeiten sollen im Mai beginnen bis zum Frühjahr 2019 beendet sein.

In einer Vorlage wurde der Ausschuss durch die Abteilung Straßen über die Vergaben von aktuellen Baumaßnahmen informiert. Hintergrund ist eine Ermächtigung des Kreistages an den Landrat, entsprechende Leistungen über 300.000 Euro an den wirtschaftlichsten Anbieter zu vergeben. Die Walter Straßenbau KG erneuert auf der Kreisstraße 8212 im Bereich Höckendorf die Fahrbahn auf einer Länge von rund 700 Metern zwischen Mitte März und Mitte Mai. Der Auftrag hat ein Volumen von 237.000 Euro. Schon begonnen haben die Arbeiten zum Ersatzneubau einer Brücke auf der K 7597 in Gleisberg durch die Bau-Berger GmbH, die bis Ende Juni mit einem Umfang von rund 268.000 Euro abgeschlossen sein sollen. Ab 5. März wird die Maßnahme an der K 7706 im Oederaner Ortsteil Breitenau durch die Chemnitzer Verkehrsbau GmbH umgesetzt. Bis Mai 2019 erfolgt der Ausbau der Straße für 1,3 Millionen Euro.

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news-1670 Wed, 28 Feb 2018 07:03:11 +0100 Gymnasien präsentieren sich zum Tag der offenen Tür /das-amt/neuigkeiten/gymnasien-praesentieren-sich-zum-tag-der-offenen-tuer.html Drei Gymnasien in Trägerschaft des Landkreises präsentieren sich zu einem Tag der offenen Tür. Martin-Luther-Gymnasium Hartha
Am 3. März 2018 in der Zeit von 10:00 bis 13:00 Uhr können sich Interessierte über Lehr- und Lernbedingungen sowie über Möglichkeiten der außerunterrichtlichen Freizeitgestaltung informieren. Die Bildungseinrichtung legt großen Wert auf die nachhaltige Weiterentwicklung der schulischen Qualität. Grundlage dafür ist das gemeinsam von Lehrern, Schülern und Eltern entwickelte Schulprogramm. Die topmodernen Räume für den naturwissenschaftlichen Unterricht, die Ateliers und Werkstätten der HarthArena bieten insbesondere für den Unterricht in den drei Profilen (naturwissenschaftliches, sprachliches und künstlerisches Profil) sowie für die Ganztagsangebote (GTA) hervorragende materiell-technische Voraussetzungen. Kennenlerntage in der Klasse fünf, das Sozialpraktikum in der Klassenstufe neun, das Erstellen einer komplexen Leistung in Klassenstufe zehn, das Prüfungsmanagement in Klasse elf sowie eine Berufs- und Studienberatung durch ehemalige Schüler und eine gezielte Abivorbereitung sind wichtige Schritte auf dem Weg zum Abitur. 

Gymnasium Burgstädt
Über das Bildungsprogramm, Lernziele und die Freizeitangebote am Gymnasium Burgstädt können sich künftige Schüler und Interessierte am 3. März 2018 in der Zeit von 09:00 bis 12:00 Uhr zum Tag der offenen Tür ein Bild machen. Pädagogen geben Auskunft über den Unterricht sowie über schulorganisatorische Aspekte. Schüler halten Vorträge zu Fachthemen, im naturwissenschaftlichen Bereich kann man Experimentalvorträgen folgen und es gibt Einblicke in Schüler- und Sprachwettbewerbe. Das Gymnasium Burgstädt ist eine Schule mit Ganztagsangeboten (GTA). Schüler können aus über 20 Freizeitangeboten aus den Bereichen Fremdsprachen, Sport, Technik und dem musischen Bereich auswählen. 

Samuel-von-Pufendorf-Gymnasium Flöha
Am 2. März 2018, nachmittags von 16:00 bis 19:00 Uhr, öffnet das Gymnasium seine Türen für alle künftigen Schüler, deren Eltern, Interessierte und Gäste. An diesem Tag wird es 16:00 Uhr eine Vorstellung der Bildungseinrichtung durch die Schulleitung, umrahmt mit einem musikalischen und sportlichen Programm geben. Fachkabinette können besichtigt werden und Schüler präsentieren die Ergebnisse des fächerübergreifenden Unterrichts. Es besteht die Möglichkeit mit der Schulleitung und Lehrern ins Gespräch zu kommen, Informationen zum Schulalltag, zum Unterricht oder auch zu den vielfältigen Ganztagsangeboten 
(GTA) zu bekommen. Außerdem kann man sich über die Arbeit des Schüler- und Elternrates informieren. Mit einer vom Schülerrat organisierten Rallye können sich Besucher an verschiedenen Stationen ausprobieren.
 

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news-1669 Wed, 28 Feb 2018 06:53:55 +0100 Anmeldungen der Schüler der Klassenstufe vier an einer weiterführenden allgemeinbildenden Schule /das-amt/neuigkeiten/anmeldungen-der-schueler-der-klassenstufe-vier-an-einer-weiterfuehrenden-allgemeinbildenden-schule.html Die Schüler der Klassenstufe vier an den 74 Grundschulen im Landkreis Mittelsachsen erhalten heute die Bildungsempfehlungen für den Besuch einer weiterführenden allgemeinbildenden Schule und damit eine Orientierung für ihre weitere Schullaufbahn. Sorgeberechtigte Eltern sind verpflichtet, ihre Kinder an einer Oberschule beziehungsweise an einem Gymnasium ihrer Wahl bis zum 7. März 2018 anzumelden. Dafür stehen im Landkreis Mittelsachsen 28 Oberschulen und zwölf Gymnasien zur Verfügung. Sorgeberechtige Eltern von Schülern der Klassenstufe vier ohne gymnasiale Bildungsempfehlung können ihr Kind ebenfalls an einem Gymnasium ihrer Wahl bis zum 7. März 2018 anmelden. Zur Anmeldung wird der Termin für ein verpflichtendes Beratungsgespräch vereinbart und auf den Termin der schriftlichen Leistungserhebung hingewiesen.

Schüler der Klassenstufe fünf und aufsteigend, die an ein Gymnasium wechseln möchten, müssen ebenfalls nach erfolgter besonderer Bildungsberatung von den Sorgeberechtigen mit einem Antrag auf Aufnahme an ein Gymnasium bis 9. März 2018 angemeldet werden. Folgende Unterlagen sind bei der Anmeldung einzureichen:

  • Original der Bildungsempfehlung

  • Original des „Aufnahmean-trages für Mittel-/Oberschulen beziehungsweise Gymnasium“, unterzeichnet von den Sorgeberechtigten

  • Kopie der Halbjahresinforma-tion Klasse vier

  • Geburtsurkunde oder eine amtliche beglaubigte Kopie.

Beim Einreichen der Unterlagen per Post ist das Datum des Poststempels maßgebend zur Einhaltung der Frist. Einen endgültigen Bescheid über die Aufnahme an einer Oberschule oder an einem Gymnasium erhalten die sorgeberechtigten Eltern zum 24. Mai 2018. 

Für die Wahl eines Gymnasiums sind einerseits das prägende Profil der Einrichtung sowie auch das Angebot an Fremdsprachen, möglicher Ganztagsangebote, die Erreichbarkeit im Rahmen der notwendigen Schülerbeförderung, Speisenversorgung und anderes mehr von Bedeutung.
In Trägerschaft des Landkreises Mittelsachsen befinden sich fünf allgemeinbildende Gymnasien:

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news-1668 Tue, 27 Feb 2018 09:04:11 +0100 Jugendhilfeausschuss: TANDEM Sachsen gestartet /das-amt/neuigkeiten/jugendhilfeausschuss-tandem-sachsen-gestartet.html Am 26. Februar 2018 fand die 14. Sitzung des Jugendhilfeausschusses des Kreistages unter anderem mit nachfolgenden Themen statt. Angebotsentwicklung für stationäre erzieherische Hilfen

Im Bereich der stationären erzieherischen Hilfen nach § 34 SGB VIII gibt es in Mittelsachsen ausreichend Plätze. Das ergab eine entsprechende Untersuchung der Abteilung Jugend und Familie im Landratsamt gemeinsam mit den Trägern der freien Jugendhilfe. Deren Ergebnisse waren Gegenstand der Sitzung des Jugendhilfeausschusses. In 35 Angeboten können bis zu 256 Kinder und Jugendliche betreut werden. Die Auslastung der Einrichtungen ist sehr hoch, obwohl die Zahl der vorgehaltenen Plätze in den vergangenen beiden Jahren stark angestiegen ist. 118 Plätze stehen beispielsweise für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die dem Landkreis zugewiesen wurden, zur Verfügung. In den vergangenen Monaten kamen immer weniger Jugendliche auf diesem Weg in den Landkreis, so dass eine planerische Prüfung der Kapazitäten erforderlich wurde.

„Wir haben im Landkreis ein vielfältiges Angebot an stationären Einrichtungen, dass von zahlreichen Trägern vorgehalten wird.“, erklärt die zuständige Planerin im Landratsamt, Sylvia Kempe. Das Ziel der Verwaltung sei, die Zahl der zu betreuenden Kinder- und Jugendlichen aus dem Landkreis in den hiesigen Einrichtungen zu erhöhen. Diese Quote liegt für einheimische Kinder und Jugendliche zurzeit bei rund 50 Prozent, die Hälfte der Heimunterbringung erfolgt außerhalb des Landkreises. Um dieses Ziel zu erreichen, soll der fachliche Austausch mit den Trägern weiterentwickelt, regelmäßige Belegungsinformationen ausgetauscht und in der Abteilung Jugend und Familie ein Fachcontrolling aufgebaut werden.

Informationen der Verwaltung

Für die Sozialregion Döbeln wird ein Handlungskonzept mit der Überschrift „Soziale Teilhabe stärken“ erarbeitet. Darüber informierte der zweite Beigeordnete Jörg Höllmüller im Jugendhilfeausschuss. Dazu findet die erste Sozialregionalkonferenz am 12. März statt. „Die Region Döbeln wurde aufgrund der gewachsenen örtlichen Strukturen und der Verbindung zwischen städtischen und ländlichen Raum ausgewählt. Mehrere Behörden, Institutionen und ehrenamtlich engagierte Bürger arbeiten in diesem Bereich“, so Höllmüller. Deren Wissen, Erfahrung und Idee wird bei der Konzepterstellung einfließen. Akteure von Vereinen, Pflegediensten, Wohnungsgesellschaften, Einrichtungen sowie aus der Politik und Verwaltung sind am 12. März in das Volkshaus in Döbeln schriftlich eingeladen worden. Die Hochschule Mittweida begleitet das Konzept wissenschaftlich.

Noch bis zum 31. März können sich Interessierte für das Amt des Jugendschöffen bewerben. Neu ist, dass sich auch bewerben darf, wer aktuell bereits in der zweiten Amtsperiode tätig ist. Im Rahmen dieses Ehrenamtes nehmen die Bürgerinnen und Bürger an der Rechtssprechung teil und wirken in der Strafgerichtsbarkeit bei Amts- und Landgerichten in Verhandlungen gegen Heranwachsende und Jugendliche mit. Der Schöffe soll grundsätzlich zu nicht mehr als zwölf Sitzungstagen im Jahr herangezogen werden. Neben der Erstattung von Fahrtkosten und sonstigen notwendigen Auslagen erhält der Schöffe eine Entschädigung für Zeitversäumnis und Verdienstausfall. Interessenten für das Amt des Jugendschöffen füllen bitte das Bewerbungs- und Vorschlagsformular auf der Homepage des Landkreises unter www.landkreis-mittelsachsen.de aus.

Zum Stand 31. Januar 2018 erhielten 3 963 Kinder und Jugendliche Unterhaltsvorschussleistungen im Landkreis. Dies ist nach Angaben von der zuständigen Abteilungsleiterin Heidi Richter eine deutliche Steigerung. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 gab es insgesamt 2 700 Leistungsempfänger. Die Aufwendungen für Unterhaltsvorschussleistungen im Jahr 2017 belaufen sich auf rund 6,5 Millionen Euro, 2016 lag diese Zahl bei 4,2 Millionen Euro.

TANDEM Sachsen im Landkreis Mittelsachsen gestartet – neue Chancen für Familien

Im Februar 2018 startete ein neuartiges Förderprogramm für Familien im Landkreis Mittelsachsen. In mittelsächsischen Städten und Gemeinden leben langzeitarbeitslose Eltern, die trotz guter Arbeitsmarktlage und sinkender Arbeitslosigkeit noch keinen Arbeitsplatz finden konnten. Das Modellprogramm TANDEM des Freistaates Sachsen richtet sich an Elternpaare und Alleinerziehende, die mit ihren Kindern in Bedarfsgemeinschaften leben und damit auf Leistungen des Jobcenters angewiesen sind.

Um was geht es konkret? 
Im Unterschied zu anderen Fördermaßnahmen steht bei TANDEM Sachsen die gesamte Familie im Vordergrund der Förderung und Unterstützung. Jedes Familienmitglied wird nach seinen individuellen Bedürfnissen gefördert, umso den Anspruch auf gesellschaftliche und berufliche Teilhabe im Sinne von Integration in Ausbildung, Beschäftigung und Bildung zu realisieren. Weitere Intentionen des Förderprogramms sind die Alltagsstrukturen der teilnehmenden Familie zu stabilisieren, Bildungschancen zu erhöhen sowie verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit, Hilfebedürftigkeit und Stigmatisierung zu durchbrechen und insbesondere die Erwerbschancen der Eltern auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu erhöhen.  

Wie erfolgt die Umsetzung? 
Zur Umsetzung in Mittelsachsen wurde als Projektträger das CJD Sachsen – eine Einrichtung des Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands e.V. – beauftragt. Es gibt landkreisweit zwei Projektstandorte, jeweils einer in Freiberg (Domgasse 2a) und einer in Döbeln ab 1. März (Obermarkt 14). Beratungsteams des beauftragten Trägers – in der Regel Sozialpädagogen und Psychologen – begleiten und unterstützen die Eltern und ihre Kinder gleichermaßen. Durch Kooperation mit Fallmanagern des Jobcenters und Beratern des örtlichen Jugendamtes erfolgt über die Regelangebote hinaus ganzheitliche Betreuung.

Was können teilnehmende Familien erwarten? 
Das Modellprojekt beinhaltet umfassende Lebenskompetenzförderung in jeglicher Hinsicht. Ziel ist es, durch gezielte Aktivierung, Beschäftigungs-und Arbeitsmarktförderung mindestens ein Elternteil in ein nachhaltiges Beschäftigungsverhältnis zu vermitteln. Gleichzeitig erhalten Kinder und Jugendliche der teilnehmenden Familien bestmögliche Förderung im Hinblick auf die Entwicklung persönlicher und sozialer Kompetenzen. Das können Angebote zur individuellen Lernförderung, Prävention und Gesundheitsförderung oder auch Angebote in kreativen, sportlichen oder künstlerischen Bereichen sein. Je nach Alter der Kinder oder Jugendlichen wird auch die Lebensphase des Überganges von Schule in Ausbildung, Studium und Beruf unterstützt und gefördert. Familien, die an einer Teilnahme an TANDEM interessiert sind, können sich an ihre zuständige Integrationsfachkraft im Jobcenter Mittelsachsen wenden.

Hintergrundinformation: 
TANDEM Sachsen wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und aus Landesmitteln des Freistaates Sachsen in einem Zeitraum von drei Jahren gefördert. Grundlage der Zusammenarbeit vor Ort bildet eine Kooperationsvereinbarung zwischen Projektträger, Jobcenter und Jugendamt.

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