Elektronische Ausgabe des Amtsblattes des Landkreises Mittelsachsen

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Ausgabe 63/2026e vom 24. April 2026 mit

Öffentliche Bekanntmachung


Aufforderung des Landratsamtes Mittelsachsen zur Abgabe von Interessenbekundungen zur Teilhabe an der Unterstützung für Naturschutzstationen

vom 31.03.2025


Der Freistaat Sachsen wird auch im Jahr 2027/2028 voraussichtlich die Naturschutzstationen finanziell unterstützen.

Die finanziellen Mittel für die Basisunterstützung der Naturschutzstationen sowie die Koordinierung des Programmes Junge Naturwächter Sachsen (JuNa) können zum jetzigen Zeitpunkt für 2027 in Höhe von 1,5 Mio € nur anteilig verbindlich und für 2028 noch nicht zugesagt werden.

Unterstützt werden sollen Einrichtungen, die mit einem Standort im jeweiligen Landkreis praktische Naturschutzarbeit leisten (Maßnahmen in den Bereichen Artenschutz, Biotoppflege, Schutzgebietsbetreuung, naturschutzfachliche Dokumentation) sowie Umweltbildung ausüben.

In einem ersten Schritt können solche Einrichtungen, die im Landkreis Mittelsachsen tätig sind, ihr Interesse an einer Unterstützung bekunden.

Die Interessenbekundungen müssen bis 12.06.2026 (Datum des Posteinganges) an das:

Landratsamt Mittelsachsen
Referat Naturschutz
Frauensteiner Straße 43
09599 Freiberg

übergeben worden sein.  Der postalischen Übergabe gleichgestellt ist eine Einreichung per Telefax an 03731 7994086 oder per E-Mail an NR.Vollzug@landkreis-mittelsachsen.de

Bei der Entscheidung über die Teilhabe an der finanziellen Unterstützung werden folgende Mindest- und Abwägungskriterien zugrunde gelegt – deren Einhaltung/Beachtung/Umsetzung ist mit der einzureichenden Interessenbekundung nachzuweisen:

Mindestkriterien (müssen erfüllt sein)

(1) Es findet eine kontinuierliche, ganzjährige Tätigkeit in eigenen oder dauerhaft angemieteten Räumlichkeiten statt.

(2) Fest angestelltes, fachkompetentes Personal (auch befristet) dient als Ansprechpartner bzw. arbeitet in der Projektleitung *).

(3) Die Naturschutzstation ist in ihrer Arbeit landkreisorientiert, regional vernetzt und arbeitet mit der Unteren Naturschutzbehörde eng zusammen. Sofern durch einen gemeinsamen Naturraum geboten, kann die Unterstützung auch die kreisübergreifende Zusammenarbeit mit anderen Naturschutzstationen umfassen.

(4) Die Naturschutzstation übt Tätigkeiten im Bereich der praktischen Naturschutzarbeit und Umweltbildung aus.

(5) Aktive Mitwirkung bei der Sicherung der Nachwuchsgewinnung für das Naturschutzehrenamt auf der Grundlage eines vom Landkreis vorgegebenen Ausbildungsplanes (Curriculum Basiskurs).

(6) Durchführung von unterstützenden Tätigkeiten für den Landkreis durch Koordinierung, Vernetzung und Information von Naturschutzhelfern.

Abwägungskriterien (keine Muss-kriterien, diese werden für die Auswahl der zu unterstützenden Naturschutzstationen sowie zur Ermittlung der Höhe der Unterstützung hinzugezogen)

(1) Kooperationen mit anderen Naturschutzstationen.

(2) Durchführung mittel- und langfristiger Tätigkeiten zur Gewinnung von Nachwuchs im Ehrenamt, insbesondere zur Heranführung an den Kreisnaturschutzdienst und die Ausbildung von Artexperten.

(3) Mitarbeit im Netzwerk Natur Sachsen (früher Netzwerk Umweltbildung Sachsen) sowie Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz sowie dem Deutschen Verband für Landschaftspflege – Landesverband Sachsen e.V.

(4) Vermittlung von Bildungsinhalten im Bereich der NATURA 2000-und Biodiversitätsthematik.

(5) Aktive Mitwirkung bei der Sicherung der Nachwuchsgewinnung für das Naturschutzehrenamt auf der Grundlage eines vom Landkreis vorgegebenen Ausbildungsplanes (Curriculum Praxiskurse).

Die Formblätter für die Interessenbekundung und der vom Landkreis vorgegebenen Ausbildungsplanes (Ausbildung Basiskurs und Praxisbausteine) können abgefordert werden:

a) per Email an: NR.Vollzug@landkreis-mittelsachsen.de

oder

b) telefonisch unter 03731 7994144.

*) Dieses Mindestkriterium gilt auch als erfüllt, wenn erst mit Hilfe der finanziellen Unterstützung festangestelltes oder befristetes Personal bei der Naturschutzstation beschäftigt wird.

Freiberg, 31. März 2026

gez. Udo Seifert 
Referatsleiter
Referat Naturschutz