Coronavirus


Erkrankungsstand in Mittelsachsen (5. April 2020): 161 Fälle

Labordiagnostisch bestätigte Nachweise des Coronavirus in Landkreis Mittelsachsen

Region Erkrankungsfälle
Döbeln 50
Freiberg 65
Mittweida 46
Todesfälle gesamt 1

 

Entwicklung der Erkrankungszahlen:

Kalenderwoche 14

Datum 30. März 31. März 1. April 2. April 3. April 4. April 5. April
Fälle gesamt 96 102 109 127 141 159  

 

Kalenderwoche 13

Datum 23. März 24. März 25. März 26. März 27. März 28. März 29. März
Fälle gesamt 35 44 51 61 68 83 85

 

Kalenderwoche 12

Datum 16. März 17. März 18. März 19. März  20. März 21./22. März
Fälle gesamt 5 9 13 17 24 ohne Meldung

 

Kalenderwoche 11

Datum 9. März 10. März 11. März 12. März 13. März 14./15. März
Fälle gesamt 0 0 0 0 3 ohne Meldung

 


Häufige Fragen & Antworten

Stand 3. April 2020

Gesundheit

Wie wird das neuartige Coronavirus übertragen?

Das sogenannte SARS-CoV-2 wird hauptsächlich via Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Ähnlich wie die Influenzaviren gelangen die Coronaviren über die Schleimhäute (Atemwege/Mund/Nase) sowie die Augenbindehaut in den Körper. Nach aktuellem Kenntnisstand beträgt die Inkubationszeit bis zu 14 Tage.

Allgemein sei gesagt: Die Übertragung findet über Sekrete der Atemwege statt, diese können durch ganz verschiedene Umstände an die Hände gelangen. Daher sollte ein Anfassen im Gesicht gerade Tabu sein und die Hände müssen regelmäßig gründlich gewaschen werden.

Nach aktueller Kenntnis des Gesundheitsamtes könne der Erreger aber auch mehrere Tage auf Oberflächen überleben.

Besteht die Gefahr sich auch über Gegenstände zu infizieren?

Nach aktueller Kenntnis des Gesundheitsamtes könne der Erreger mehrere Tage auf Oberflächen überleben.

„Die Stabilität von Coronaviren in der Umwelt hängt von vielen Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Beschaffenheit der Oberfläche sowie vom speziellen Virusstamm und der Virusmenge ab. Im Allgemeinen sind humane Coronaviren nicht besonders stabil auf trockenen Oberflächen. In der Regel erfolgt die Inaktivierung in getrocknetem Zustand innerhalb von Stunden bis einigen Tagen. Für das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 zeigen erste Laboruntersuchungen laut einem Preprint-Artikel (eine Veröffentlichung, die noch nicht durch ein in der Wissenschaft übliches Peer-Review-Verfahren geprüft wurde), dass es nach starker Kontamination bis zu drei Stunden als Aerosol, bis zu vier Stunden auf Kupferoberflächen, bis zu 24 Stunden auf Karton und bis zu zwei bis drei Tagen auf Edelstahl und Plastik infektiös bleiben kann."         

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung

Abfälle aus Privathaushalten, die mit dem neuartigen Coronavirus in Kontakt gekommen sind beziehungsweise sein könnten, sind in einer luftdichten Verpackung im Restabfall zu entsorgen. Es ist darauf zu achten, die kontaminierten Abfälle unzugänglich für Dritte aufzubewahren.

Welche Symptome treten auf?

Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber sind typische Anzeichen, einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei schwereren Verläufen treten Atemprobleme und Lungenentzündung auf. Todesfälle gab es bisher vor allem bei älteren Patienten oder Menschen, die an chronischen Grunderkrankungen leiden. Der Krankheitsverlauf ähnelt bei 80 Prozent der Erkrankten einer normalen Erkältung. 

Wann sollte man mit einer Atemwegserkrankung ärztlichen Rat einholen und nach einem Test fragen?

Das Robert-Koch-Institut gibt folgende Hinweise, wann man nach einem Test fragen sollte – auch mit leichten Symptomen:

  • bei Kontakt zu einem Erkrankten in den letzten zwei Wochen, bei dem im Labor eine COVID-19-Diagnose gestellt wurde,

  • bei bestehenden Vorerkrankungen oder wenn die Atemwegserkrankung schlimmer wird (Atemnot, hohes Fieber oder Ähnliches);

  • bei Kontakt während der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen, die ein hohes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf haben (zum Beispiel im Krankenhaus oder der Altenpflege).

Schon bevor das Testergebnis vorliegt, sollte man sich selbst isolieren, das heißt zu Hause bleiben, alle engen Kontakte unter zwei Metern meiden, gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen (falls vorhanden) einen Mund-Nasenschutz tragen.                         (Quelle RKI)

Robert-Koch-Institut

Wo kann ich mich testen lassen?

Corona-Ambulanz im Krankenhaus Mittweida

Das Medizinische Versorgungszentrum der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH hat seit 26. März auf dem Krankenhausgelände in Mittweida eine Corona-Testambulanz eröffnet. 

Ab 6. April können Testungen in der Corona-Ambulanz Mittweida bei Personen mit begründetem Verdacht erfolgenEin begründeter Verdacht liegt nach aktuell geltenden Vorgaben des Robert-Koch-Institutes vor, wenn Erkältungszeichen (Fieber, Husten und Ähnliches) und Kontakt zu einem Corona-positiv getestetem Patienten beziehungsweise Risikogruppe innerhalb der letzten 14 Tage bestanden hat. Es wird darum gebeten, zur Abklärung der Notwendigkeit einer Testung vorab telefonisch mit der Corona-Ambulanz oder mit dem Hausarzt Kontakt aufzunehmen. Die Corona-Ambulanz ist telefonisch am Montag, Dienstag und Donnerstag von 09:00 bis 16:00 Uhr sowie am Mittwoch und Freitag von 09:00 bis 13:00 Uhr. Die Telefonnummer lautet 03727 99-1090. Geöffnet hat die Ambulanz in der Hainichener Straße 4 – 6 in Mittweida montags bis freitags von 09:00 bis 11:00 Uhr. Für die Testung wird die Krankenversicherungskarte benötigt.

Die Corona-Ambulanz finden die Patienten in der Cafeteria direkt am Eingang zum Krankenhausgelände. Es wird darum gebeten, den öffentlichen Parkplatz an der Hainichener Straße gegenüber der Zufahrt zur Robert-Koch-Straße zu nutzen und den Ausschilderungen zu folgen.

Kontakt: 
Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH
Hainichener Straße 4 – 6,
09648 Mittweida

Öffnungszeiten:
wochentags von 09:00 bis 11:00 Uhr

 

Corona & Grippediagnostik im Krankenhaus Freiberg

Seit 25. März bietet das Kreiskrankenhaus Freiberg zur Unterstützung der niedergelassenen Hausarztpraxen eine ambulante Anlaufstelle für Corona-Verdachtsfälle an. In der Fieberambulanz können sich jene Patienten auf das Coronavirus testen lassen, die eine entsprechende Symptomatik gemäß der Richtlinien des Robert-Koch-Institutes aufweisen. Das sind aktuell: akute respiratorische Symptomatik, wie Husten, Fieber und Ähnliches und Kontakt zu Corona-positiv getestetem Patienten beziehungsweise Risikogruppe. 

Getrennt von der sonstigen Notfallversorgung können über die Fieberambulanz auch Patienten versorgt werden, die einer stationären Aufnahme bedürfen und die unter einem begründeten Verdacht stehen, mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2/COVID-19) infiziert zu sein. Als begründete Verdachtsfälle gelten Personen, die maximal 14 Tage vor Symptombeginn Kontakt mit einem bestätigten Fall hatten und akute Atemwegserkrankungen aufweisen.

Kontakt: 
Kreiskrankenhaus Freiberg
Fieberambulanz – Corona & Grippediagnostik
Donatsring 20, 09599 Freiberg
(Der Zugang ist ausgeschildert. bitte folgen Sie den roten Pfeilen.)
Telefon 03731 77-1923

Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr. 09:00 bis 14:00 Uhr
Sa. und So. 09:00 bis 13:00 Uhr

Corona & Grippediagnostik im Kreiskrankenhaus Freiberg

Aus welchem Grund müssen Kontaktpersonen 14 Tage in Quarantäne?

Ziel ist, Kontaktpersonen von labordiagnostisch bestätigten Infektionsfällen möglichst lückenlos zu identifizieren und ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Inkubationszeit, die 14 Tage beträgt, in häuslicher Quarantäne zu beobachten. In dieser Zeit ist das Gesundheitsamt mit den Betroffenen im telefonischem Kontakt, um den Gesundheitszustand zu verfolgen und rasch zu handeln, falls Symptome auftreten sollten. Personen, auch die im selben Haushalt leben, sollten möglichst engen Körperkontakt vermeiden. Kontaktoberflächen wie Tische oder Türklinken sowie WCs und Bad-Armaturen sollten regelmäßig mit Haushaltsreiniger gereinigt werden. Zudem gelten die allgemeinen Regeln, um sich vor einer Ansteckung zu schützen.

Welche Mittel sind geeignet für Desinfektionsmaßnahmen?

Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich „begrenzt viruzid" (wirksam gegen behüllte Viren), „begrenzt viruzid PLUS" oder „viruzid" anzuwenden. 

(Quelle: RKI)

Wie kann sich jeder Einzelne vor einer Ansteckung schützen?

Durch die Einhaltung einfacher Hygieneregeln: „Intensives Händewaschen mit Seife reicht schon. Wir empfehlen, das Händeschütteln zu vermeiden und sich nicht ins Gesicht zu fassen, gerade wenn man draußen ist und die Hände nicht gewaschen sind“, so Mittelsachsens Amtsärztin Dr. Annelie Jordan. Zudem gelte es, die Ansteckung anderer Personen durch Tröpfchen, welche beim Husten oder Niesen entstehen, zu verringern. „Das heißt, in die Armbeuge oder ein Taschentuch niesen beziehungsweise husten“, erläutert Jordan. Außerdem sollte nach Möglichkeit Abstand von möglichen Erkrankten von ein bis zwei Metern gehalten werden. 
 

Existiert eine Schutzimpfung?

Nein

Gibt es Orte im Landkreis, die gemieden werden sollten?

Nein. Aktuell gibt es in Mittelsachsen kein Risikogebiet.

Können sich Haus- und Nutztiere mit dem Coronavirus infizieren?

Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass sich Nutztiere mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infizieren können. Auch gibt es bisher keine Hinweise darauf, dass beispielsweise Hunde oder Katzen eine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 spielen. (Quelle: FLI) 

Mehr Informationen dazu stellt das Friedrich-Löffler-Insititut bereit.

Kitas, Schulen & Bildung

Bis wann sind die Schulen geschlossen?

Seit 18. März sind alle Schulen und Kitas sowie die Kindertagespflege in Sachsen bis einschließlich 17. April geschlossen. Hierzu ist eine Allgemeinverfügung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Abstimmung mit dem Sächsischen Kultusministerium ergangen. Die Schule entscheidet, über welche Kommunikationswege die Schülerinnen und Schüler mit Lernmaterial versorgt werden.

Eine Notbetreuung an Kitas und Grundschulen wird gewährleistet. Um die Kontakte so begrenzt wie möglich zu halten, wird diese nur für einen eng begrenzten Personenkreis angeboten.

Mehr Informationen dazu im Internetauftritt des Freistaates Sachsen im Bereich Bildung.

Welche Regelungen gelten für Kitas?

Für Kindertageseinrichtungen/Kindertagespflege entfallen die Betreuungsangebote vom 18. März bis zum 17. April 2020. 

Sachsens Staatsregierung und die Kommunalen Spitzenverbände haben sich am 20. März 2020 zur Erstattung von Kitagebühren verständigt. Bis zu einer gesetzlichen Regelung gehen die Städte und Gemeinden in Vorfinanzierung. Der Freistaat wird die kommunalen Belastungen durch eine zentrale Finanzierungsregelung kompensieren. 

Wie ist die Notbetreuung geregelt?

Mit der Allgemeinverfügung des Freistaates Sachsen vom 24. März 2020 wurde der Personenkreis, für den die Möglichkeit der Notbetreuung besteht, ausgeweitet. Demnach haben Träger (Kommune beziehungsweise freier Träger) die Pflicht, in allen ihren Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen eine Notbetreuung sicherzustellen. Diese Plicht besteht dann, wenn

  • beide Personensorgeberechtigte oder der Alleinsorgeberechtigte (nur Bestätigung – kein Nachweis erforderlich) beziehungsweise in den Fällen von Umgangsregelungen der zur Antragstellung aktuell Personensorgeberechtigte in Bereichen der kritischen Infrastruktur tätig und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Gründe an einer Betreuung des Kindes gehindert sind;

  • nur einer der Personensorgeberechtigten (beziehungsweise in den Fällen von Umgangsregelungen) im Gesundheitswesen sowie im Bereich der ambulanten beziehungsweise stationären Pflege oder im Polizeivollzugsdienst tätig ist und aufgrund dienstlicher und betrieblicher Gründe an einer Betreuung des Kindes gehindert ist;

  • Eltern oder auch Kita-Fachkräfte um das Kindeswohl fürchten. In diesen Fällen ist zwingend das zuständige örtliche Jugendamt zu informieren, um mit dessen Zustimmung die Notbetreuung abzusichern.

Für Kinder und Eltern gelten dabei folgende persönliche Voraussetzungen:

  • keine Corona-Krankheitssymptome Covid 19, 

  • kein Kontakt zu einer infizierten Person oder seit dem Kontakt sind 14 Tage vergangen, 

  • seit 14 Tagen kein Aufenthalt im Risikogebiet oder in einem Gebiet, das innerhalb von 14 Tagen danach als solches ausgewiesen wurde.

Der Nachweis über einen Anspruch ist mittels des Formulars Notbetreuung gegenüber der Leitung der Betreuungseinrichtung zu erbringen. Die Bestätigung des Arbeitgebers kann am Folgetag nachgereicht werden.

Personensorgeberechtigte müssen in Bereichen der sogenannten kritischen Infrastruktur tätig und aufgrund dienstlicher und betrieblicher Gründe an der Betreuung ihrer Kinder gehindert sein. Zu den systemrelevanten Berufen gehören nun unter anderem auch: Banken sowie Sparkassen, die Landwirtschaft, Bergsicherung und Grubenwehren, sicherheitsrelevante IT-Infrastruktur, Binnenschifffahrt, Krankenkassen, Rentenversicherung, Sanitätshäuser, Psychologische Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten, Psychosoziale Notfallversorgung, stationäre und ambulante Hilfen der Behinderten-, Kinder- und Jugendhilfe – mehr dazu in Anlage 1 der Allgemeinverfügung

Mehr Informationen dazu im auch Internetauftritt des Freistaates Sachsen im Bereich Bildung.

Rechtsverordnungen und Allgemeinverfügungen des Freistaates Sachsen

Werden Verdienstausfälle wegen Kinderbetreuung entschädigt?

Seit 31. März 2020 nimt die Landesdirektion Anträge auf Entschädigung wegen Verdienstausfall entgegen, wenn die Kinderbetreuungseinrichtung oder Schule wegen der Corona-Pandemie geschlossen wurde. Die Entschädigung wird gewährt, wenn die Sorgeberechtigten ihrer Tätigkeit infolge der Schließung nicht weiter nachgehen konnten und für die Kinder eine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit nicht verfügbar ist.

Auch Selbstständige können diese Regelung für sich in Anspruch nehmen. Die Entschädigung wird für die zu betreuenden Kinder gewährt, wenn diese das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Die Erstattung kann jedoch auch erfolgen, wenn das zu betreuende Kind älter als zwölf Jahre ist, aber behindert und auf Hilfe angewiesen ist.

Die Entschädigung ist auf längstens sechs Wochen beschränkt. Sie erfolgt in Höhe von 67 Prozent des Netto-Arbeitsentgeltes. Für einen vollen Monat jedoch wird höchstens ein Betrag von 2.016 Euro gewährt. Im Übrigen kann pro Familie nur ein Antrag gestellt werden.

Vom Beginn der siebenten Woche an wird die Entschädigung in Höhe des Krankengeldes gewährt.

Die Entschädigung kann unter anderem durch Zuverdienste aus Ersatztätigkeiten oder Leistungen der Arbeitslosenversicherung in ihrer Höhe gemindert werden.

Alle Details zur Antragstellung sowie die erforderlichen Antragsformulare gibt es auf der Internetseite der Landesdirektion Sachsen im Portal Inneres, Soziales und Gesundheit, Bereich Infektionsschutz.

Öffentliche Infrastruktur & Kultur

Was bedeuten die Ausgangsbeschränkungen für den Einzelnen?

Mit der Sächsischen Corona-Schutz-Verordung verlängert der Freistaat Sachsen die bestehenden Ausgangsbeschränkungen bis zum 20. April.

Diese untersagt es der Bevölkerung in der aktuellen Corona-Epidemie die eigenen vier Wände ohne triftigen Grund zu verlassen. Dadurch soll der soziale Kontakt zwischen den Menschen auf ein absolutes Mindestmaß reduziert werden, um weitere Ansteckungen möglichst zu verhindern.

Wer bei etwaigen Kontrollen durch die Ordnungsbehörden auf der Straße angetroffen werde, müsse deshalb die Gründe benennen, warum er sich außer Haus aufhält. Dies kann durch Vorlage einer Arbeitgeberbescheinigung, eines Betriebs- oder Dienstausweises oder durch mitgeführte Personaldokumente erfolgen.

Die neue Rechtsvorschrift benennt dafür einige Ausnahmen. Das sind unter anderem der Hin- und Rückweg zur Arbeit, der Hin- und Rückweg zur Kindernotbetreuung von Eltern, die darauf einen Anspruch haben. Wege zum Einkaufen sind weiterhin erlaubt. Auch Abhol- und Lieferdienste (auch im Rahmen von ehrenamtlicher Tätigkeit) dürfen sich frei bewegen. Natürlich dürfen Bürgerinnen und Bürger das Haus verlassen, um zum Arzt und zu medizinischer Behandlung zu kommen. Aber auch dabei gilt, dass derzeit nur die unbedingt medizinisch unaufschiebbaren Behandlungen durchgeführt werden sollten. Sport und Bewegung an der frischen Luft sind geboten, aber auch hier gelte, dass die Bewegung draußen vorrangig im Umfeld der häuslichen Umgebung allein, in Begleitung des Lebenspartners oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts erfolgen sollte. Erlaubt ist künftig auch der Besuch mobiler Verkaufsstände unter freiem Himmel oder in Markthallen für Lebensmittel, selbsterzeugte Gartenbau- und Baumschulerzeugnisse sowie Tierbedarf, sofern durch geeignete Abstände zwischen den Verkaufsständen ein Mindestabstand der Besucher an den Ständen von zwei Metern gewährleistet ist. Weiterhin ist es möglich zur unabdingbaren Versorgung von Haustieren die Wohnung zu verlassen. Auch die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen, sowie die Begleitung Sterbender sind erlaubt.

Bis auf wenige Ausnahmen wird dagegen der Besuch in Alten- und Pflegeheimen, Einrichtungen und ambulant betreuten Wohngemeinschaften und Wohngruppen mit Menschen mit Behinderungen, in Krankenhäusern sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen gänzlich untersagt. 

Im Rahmen der neuen Rechtsverordnung einigte sich die Sächsische Staatsregierung auf die Erstellung eines Bußgeldkataloges: Folgende drei wesentliche, häufige Verstöße und die dazugehörigen Regelsätze beziehungsweise Bußgelder wurden festgelegt.

  1. § 2 Abs. 1 VO: Verlassen der häuslichen Unterkunft ohne triftigen Grund.
    Bußgeld: 150 Euro

  2. § 3 Nr. 1 – 3 VO: Verstoß gegen Besuchsverbot  
    Bußgeld (für Besuchenden): 500 Euro

  3. § 3 Nr. 3 VO Überschreitung der in der Rechtsverordnung vorgegebenen angegebenen Personenzahl
    Bußgeld (für verantwortliche Einrichtungsleitung): 500 bis 1.000 Euro – je nach Einrichtungsgröße

Rechtsverordnungen und Allgemeinverfügungen des Freistaates Sachsen

Wo sind Hinweise für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu finden?

Für Fachkräfte und Unternehmen werden komprimierte Informationen auf der Internetseite www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de bereitgestellt und regelmäßig aktualisiert.

www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de

Welche Einrichtungen/Geschäfte müssen geschlossen werden?

Nachdem bereits Schulen und Kitas geschlossen, Veranstaltungen verboten sowie der Handel und das Hotel- und Gaststättengewerbe eingeschränkt wurde, müssen nun auch Badeanstalten, Friseure sowie Bau- und Gartenbaumärkte schließen.

In den Geschäften, die öffnen dürfen, müssen die Auflagen zur Hygiene eingehalten werden. Dazu gehören unter anderem ausreichende Waschgelegenheiten und Desinfektionsmittel für das Personal, die regelmäßige Desinfektion von Einkaufswagen und Kassenbändern in kurzen Abständen, das Verbot von Selbstbedienung bei offenen Backwaren, Steuerung des Zutritts zur Vermeidung von Warteschlangen. Dienstleister und Handwerker dürfen ihrer Tätigkeit nur dann nachgehen, wenn diese ohne Publikumsverkehr stattfindet.

Gaststätten sind zu schließen. Ausgenommen sind Personalrestaurants und Kantinen in der Zeit zwischen 06:00 und 18:00 Uhr, wenn sie die Hygieneauflagen erfüllen. Gaststätten ist zwischen 06:00 und 20:00 Uhr ein Außer-Haus-Verkauf erlaubt beziehungsweise ein Liefer- und Abholservice ohne zeitliche Beschränkung.

Mobile Verkaufsstände unter freiem Himmel und in Markthallen, die dem Verkauf von Lebensmitteln, selbst erzeugten Gartenbau- und Baumschulerzeugnissen sowie Tierbedarf dienen, dürfen seit 1. April in Sachsen öffnen.

Unverändert davon können selbst produzierende und vermarktende Gartenbaubetriebe und Baumschulen für den Verkauf öffnen.

Rechtsverordnungen und Allgemeinverfügungen des Freistaates Sachsen

Gilt der reguläre Fahrplan für Busse und Züge im ÖPNV

Seit 23. März gilt bei REGIOBUS Mittelsachsen der Ferienfahrplan. Im Verbundgebiet für Bus-Passagiere gilt außerdem: Bitte hinten einsteigen. Zum Einstieg werden nur noch die hinteren Türen der Busse geöffnet. Es gelten aber weiterhin die Tarif- und Beförderungsbedingungen. Wer kein Ticket vorweisen kann, wird bis zur nächsten Verkaufsstelle mitgenommen – siehe auch Allgemeinverfügung zur Beschränkung der Benutzung von Bussen. Fahrkarten können in den Verkaufsstellen bei REGIOBUS in Burgstädt, Mittweida, Freiberg, Döbeln sowie in den Shops in einigen mittelsächsischen Bahnhöfen, per Handyticket und an den Automaten erworben werden.

Auch im Zugverkehr gibt es in Mittelsachsen ab April Einschränkungen. Das betrifft den Regionalexpress 3 (RE 3) zwischen Dresden und Hof. Es entfallen, bis auf einen Zug morgens (04:52 ab Dresden) und einen in der nachmittäglichen Hauptverkehrszeit (14:27 ab Hof), die Fahrten des RE 3 im Abschnitt Dresden – Zwickau. Als Alternative können die Fahrgäste stündlich die Regionalbahn (RB) 30 nutzen, die ab Zwickau Richtung Hof als RE 3 weiter verkehrt. Diese Änderungen gilt bis mindestens zum 19. April. Zudem enden die Züge der S 3, die regulär bis Freiberg fahren, bereits in Tharandt. Die Züge der RB 45 (Chemnitz – Elsterwerda) fahren weiterhin planmäßig. Der Stundentakt zwischen Leipzig und Döbeln der Regionalbahn 110 bleibt erhalten. Fahrkarten können aus Sicherheitsgründen nicht mehr direkt bei dem Personal im Zug erworben werden. Die Fahrscheine sind im Vorverkauf an den Fahrkartenautomaten oder Kundencentern sowie online erhältlich. Die MRB-Kundencenter in Chemnitz und Zwickau sind aktuell zu leicht geänderten sowie die Partneragentur in Mittweida zu den gewohnten Zeiten geöffnet. In den MRB-Kundencentern können auch telefonisch Fahrkarten bestellt und auf dem Postwege zugesandt werden. Alle weiteren MRB-Kundencenter und Partneragenturen sind bis auf Weiteres geschlossen. Generell gilt weiterhin, dass der Zustieg in die Züge der Mitteldeutschen Regiobahn nur mit gültiger Fahrkarte erlaubt ist. Den detaillierten Fahrplan sowie weitergehende Informationen erhalten Fahrgäste auf der Webseite www.mitteldeutsche-regiobahn.de und der 24h-Service Nummer: 0341 231898288 (Ortstarif).

Ab Montag bis Donnerstag verkehren die Züge zwischen Freiberg und Holzhau der Freiberger Eisenbahn im Ferienfahrplan im 2-Stunden Takt. An den Wochenenden beziehungsweise Feiertagen verkehren die Züge ab 08:40 Uhr bis 16:15 Uhr ebenfalls im 2-Stunden-Takt. Die Gesellschaft bittet auf die geänderten Fahrpläne zu achten. Diese sind auf der Internetseite hinterlegt: www.freiberger-eisenbahn.de/  Die Fahrplanänderungen gelten vorerst bis 19. April 2020.

Welche Regelungen gelten für Veranstaltungen?

Um das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus zu reduzieren, untersagt der Freistaat Sachsen mit Allgemeinverfügung vom 31. März unter anderem öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen sowie sonstige Ansammlungen, bei denen es zu einer Begegnung von Menschen kommt. Außerdem sind Versammlungen unabhängig von der Zahl der Teilnehmenden untersagt und Badeanstalten zu schließen. 

Mehrere vom Landkreis organisierte Veranstaltungen müssen außerdem ausfallen.

Rechtsverordnungen und Allgemeinverfügungen des Freistaates Sachsen

Kann ich meine Angehörigen im Krankenhaus/Pflegeheim noch besuchen?

Nein, der Besuch in Alten- und Pflegeheimen, Einrichtungen und ambulant betreuten Wohngemeinschaften und Wohngruppen mit Menschen mit Behinderungen, die im Anwendungsbereich des § 2 Sächsisches Betreuungs- und Wohnqualitätsgesetz erfasst sind, in Krankenhäusern sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt (Einrichtungen nach § 23 Abs. 3 Nr. 1 und 3 Infektionsschutzgesetz) sind untersagt.

Ausgenommen hiervon sind Besuche von engsten Angehörigen auf Geburts-, Kinder- und Palliativstationen sowie Hospize und Besuche zur Sterbebegleitung naher Angehöriger. Hierbei wird die Zahl der gleichzeitig anwesenden Angehörigen auf fünf Personen begrenzt.

Auf die Verhaltensweisen zur Einhaltung der Hygiene ist durch die Leitung der vorgenannten Einrichtungen oder einer von ihr bestimmten Person in besonderem Maße hinzuweisen.

Das Betreten der zuvor genannten Einrichtungen zu therapeutischen oder medizinischen Zwecken sowie zu nicht aufschiebbaren baulichen Maßnahmen am und im Gebäude gilt nicht als Besuch im Sinne dieser Regelung.

Rechtsverordnungen und Allgemeinverfügungen des Freistaates Sachsen

Was müssen Pflegedienste beachten? Welche Empfehlung gibt das Gesundheitsamt?

Das Landratsamt erreichen von Pflegediensten und von Angehörigen der zu Pflegenden zahlreiche Anfragen. Sie reichen von Schutzausrüstung, über deren Anwendung bis hin zu Krankheitsfällen und einer drohenden Betriebseinstellung.

Pauschal lässt sich dies in kurzer und knapper Form nicht beantworten. Grundsätzlich verweist das Gesundheitsamt auf die Richtlinien des Robert-Koch-Instituts. Dieses hat drei verschiedene Empfehlungen für diesen Bereich im Internet veröffentlicht:

Nach diesen Richtlinien arbeitet das Gesundheitsamt. Bei den Hinweisen zu den Optionen zum Management von Kontaktpersonen unter Personal muss das Gesundheitsamt mit der Einrichtung oder dem ambulanten Pflegedienst individuell die Situation besprechen und Auflagen festlegen. Für das Robert-Koch-Institut und dadurch folglich für das Gesundheitsamt ist die Kontaktintensität entscheidend.

Schutzausrüstung für den gesamten Pflegebereich kann durch den Landkreis nicht gestellt werden. Die Knappheit an Schutzausrüstung ist bekannt und auf Bundes-, Landes- und auf Ebene des Kreises wird sich bemüht, Schutzausrüstung zu beschaffen.

Wie steht es um den Grenzverkehr nach Tschechien?

Tschechien untersagt seit 14. März allen Deutschen und anderen von Tschechien zur Risikogruppe erklärten Nationen die Einreise. Zugleich werden allen tschechischen Staatsbürgern und Ausländern mit Daueraufenthalt in dem EU-Mitgliedsstaat Reisen ins Ausland verboten. Übertritte sind nur noch in Ausnahmefällen an sieben ausgewiesenen Grenzübergängen zu Deutschland und vier zu Österreich möglich, wie für Deutsche mit Aufenthaltstitel in Tschechien.

Ab 26. März schließt Tschechien nun auch für Berufspendler die Grenze. Demnach können tschechische Arbeitnehmer sich mindestens 21 Tage oder länger in Deutschland aufhalten und hier ihrer Tätigkeit nachgehen, dabei müssen sie eine Wohnung oder andere Unterkunft haben. Nach ihrem Aufenthalt in Deutschland müssen sie sich bei ihrem Gesundheitsamt melden und 14 Tage in Quarantäne.

Die Beratungsstelle für ausländische Beschäftigte in Sachsen (BABS) bietet weitere Informationen im Zusammenhang mit der Grenzschließung.

Für Arbeitgeber:
Die Aufnahme von Berufspendlern aus Tschechien und Polen wird gefördert, die wegen der aktuellen Grenzregularien nicht täglich nach Hause zurückkehren können. Je Arbeitnehmerin/Arbeitnehmer, die/der eine Unterkunft in Sachsen nimmt, wird eine Pauschale von 40,00 Euro pro Nacht an den Arbeitgeber gezahlt, soweit die  Zuwendungsvoraussetzungen erfüllt sind. Für mitreisende Angehörige beträgt die Pauschale 20,00 Euro pro Nacht. Ab sofort ist das Antragsformular auf der Internetseite der Landesdirektion Sachsen verfügbar. Zuwendungsempfänger sind Arbeitgeber, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus dem Gesundheitssektor beschäftigen. Die ausgefüllten und unterschriebenen Anträge sind bei der Landesdirektion einzureichen.

Wie kann ich anderen helfen?

Für Engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich in der aktuellen Lage rund um den Coronavirus einbringen wollen, wurde die Helfer-Website www.teamsachsen.de der Koordinierungsstelle der Sächsischen Hilfsorganisationen ins Leben gerufen.

Das „TEAM SACHSEN“ bietet die Möglichkeit, sich mit eigenen Stärken und individuellen Zeitbudgets einzubringen und zu engagieren. Hierfür ist eine Registrierung über die Helfer-Website erforderlich. Bitte registrieren Sie sich nur, wenn Sie noch nicht in Strukturen einer Hilfsorganisation integriert sind, die im Katastrophenfall zum Einsatz kommen können.

Zusätzlich gibt es einen Onlinekurs zum Thema Hygiene- und Desinfektionsschulung. Dieser steht jeder Bürgerin und jedem Bürger zur Verfügung unabhängig davon, ob sie oder er sich im „Team Sachsen" engagieren möchten.

Auch der Abruf von Hilfe kann über diese Koordinierungsstelle erfolgen. Einsatzmöglichkeiten gibt es beispielsweise für Nachbarschaftshilfen.

Kontakt:
„TEAM SACHSEN“ 
E-Mail: ich-brauche-hilfe@teamsachsen.de 
Telefon 0351 4678-150
Internet https://teamsachsen.de/start/startseite.html

Sind Beerdigungen auszusetzen?

Beerdigungen (Erdbestattungen und Urnenbeisetzungen) dürfen nur im engsten Familienkreis stattfinden, wobei die Anzahl 15 Personen (bezogen auf den Familienkreis) nicht überschreiten darf.

Verfahren & Anliegen an die Behörde

Ist die Abfallentsorgung sichergestellt?

Aufgrund der aktuellen Ausgangsbeschränkungen des Freistaates zur Minimierung des Ansteckungsrisikos mit dem neuartigen Coronavirus gibt es folgendes zu beachten:

  • Die Entsorgung der Abfälle (Rest-, Bio-, Papier- und Verpackungsabfall) sowie die Abholung des Sperrmülls (für den bereits Termine vergeben wurden) erfolgt bis auf Weiteres wie bisher. Bitte stellen Sie Ihre Abfallbehälter am Vorabend des Entsorgungstages bereit.

  • Die Sammlung des Schadstoffmobils und die kommunale Problemstoffannahme bei der Firma FNE Freiberg ist ab 24. März 2020 vorläufig eingestellt.

  • Alle Wertstoffhöfe im Landkreis Mittelsachsen bleiben bis auf Weiteres geschlossen.

  • Das illegale Abladen von Abfällen, insbesondere vor Wertstoffhöfen und an Standplätzen des Schadstoffmobils wird zur Anzeige gebracht, und kann mit Bußgeldern bestraft werden.

Die aktuellsten Informationen zur Abfallentsorgung im Landkreis Mittelsachsen können auf der Internetseite der EKM Entsorgungsdienste Kreis Mittelsachsen GmbH unter „Aktuelles“ nachgelesen oder telefonisch unter 03731 2625-0, -41, -42 oder -44 erfragt werden.

www.ekm-mittelsachsen.de

Hat die Corona-Krise Auswirkungen auf meinen laufenden Bauantrag?

Das Staatsministerium für Regionalentwicklung hat die Corona-Krise mit Hinweisschreiben vom 18. März 2020 als wichtigen Grund für eine Verlängerung aller baurechtlichen Antragsverfahren eingestuft. Es kann zu Verzögerungen in der Bearbeitung kommen. Das Referat Bauantragsbearbeitung ist jedoch bemüht im Rahmen der gesetzlichen Anforderungen möglichst unbürokratisch und schnell zu entscheiden.

Bei Fragen nehmen Sie Kontakt mit dem Referat Bauantragsbearbeitung unter Telefon 03731 799-1951 oder -1914 auf.

Referat Bauantragsbearbeitung

Wie geht es weiter mit meinem LEADER-Fördervorhaben?

Für Vorhaben, die über LEADER gefördert werden und die aufgrund der derzeitigen Ausnahmesituation nicht wie geplant durchgeführt werden können (zum Beispiel durch Schließung, Lieferstopp oder Personalausfall), erfolgt eine Prüfung des Einzelfalls unter Beachtung der Regelungen zur höheren Gewalt und außergewöhnlichen Umständen. Den Begünstigten sollen grundsätzlich keine Nachteile entstehen. Es besteht hierbei eine Anzeigepflicht mit der dafür geltenden Frist (siehe Nr. 11.8 der NBest-ELER): Der Fall höherer Gewalt oder außergewöhnlicher Umstände ist der Bewilligungsbehörde innerhalb von 15 Arbeitstagen nach dem Zeitpunkt, ab dem der Begünstigte hierzu in der Lage ist, schriftlich mitzuteilen.

Für Rückfragen und Erläuterungen (auch vorab) steht das Fachreferat unter Telefon 03731 799-1612 oder E-Mail poststelle.ile@landkreis-mittelsachsen.de zur Verfügung.

Referat Förderung Ländliche Entwicklung

Hat die Fahrerlaubnisbehörde noch geöffnet?

Die Fahrerlaubnisbehörde sichert nur noch die eingeschränkte Bearbeitung dringlicher Fälle in der Hauptstelle in Döbeln ab. Der Zutritt erfolgt ausschließlich nach telefonischer Terminabsprache/Terminbestätigung:

Erreichbarkeit:  

  • Montag bis Freitag 07:30 Uhr bis 12:00 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag 13:00 bis 16:00 Uhr unter der Servicehotline: 03731 799-1454

  • E-Mail service-fahrerlaubnisbehoerde@landkreis-mittelsachsen.de

Dringliche Fälle sind Verlängerungen der Gültigkeit von Fahrerlaubnissen (LKW, Bus, Fahrgastbeförderung) und der Schlüsselzahl 95, die bis zum 30. April 2020 ablaufen sowie die Ausstellung von Ersatzdokumenten, wenn diese zur Berufsausübung benötigt werden (Kraftfahrer im Fernverkehr).

Referat Fahrerlaubnisbehörde

Kann ich meinen Pkw noch an- oder ummelden?

Seit dem 24. März 2020 ist der Zutritt zur Kfz-Zulassungsbehörde Mittelsachsen an den drei Standorten vorerst nur noch nach telefonischer Terminvereinbarung für Autohändler und Zulassungsdienste gestattet. Ohne Termin erfolgt kein Einlass.

Hotline für Terminvereinbarungen

► Erreichbarkeit Mo. bis Fr. 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr sowie Di. und Do. 13:00 bis 15:00 Uhr

Dienststelle Döbeln Dienststelle Freiberg Dienststelle Mittweida
03731 799-1351 03731 799-3616 03731 799-6683
Zentrale Telefonnummer der Kfz-Zulassungsbehörde –
nur für Fachfragen, keine Terminvereinbarungen:
03731 799-6633

 

Bearbeitet werden können derzeit ausschließlich notwendige und nicht aufschiebbare Vorgänge.

Die nachstehenden Vorgänge werden aktuell nicht zur Bearbeitung angenommen:

  1. externe Abmeldungen (Fahrzeuge aus anderen Zulassungsbezirken abmelden)

  2. Erteilung Ausfuhr-Kennzeichen

  3. Erteilung Kurzzeitkennzeichen

  4. Erteilung 07er Oldtimerkennzeichen sowie H-Kennzeichen (inkl. Oldtimerzulassungen; Technikänderungen)

  5. Erteilung 06er Händlerkennzeichen sowie Verlängerung Fahrzeugscheinhefte (generelle Ausnahme: abgelaufene Fahrzeugscheinhefte behalten ihre Gültigkeit zunächst bis zum 19. April 2020)

  6. Zulassungen von Gebrauchtfahrzeugen ohne Dokumente (sog. Scheunenfunde)

  7. Keine zusätzlichen Motorräder/Quads bzw. nicht erforderliche Anhänger

  8. Änderung Halterdaten (laufende Änderungsfristen werden zunächst bis zum 19. April 2020 ausgesetzt)

  9. Änderung technischer Daten (laufende Änderungsfristen werden zunächst bis zum 19. April 2020 ausgesetzt)

  10. Ausstellung von Ersatzdokumenten

Referat Kfz-Zulassungsbehörde

Gibt es Änderungen bei der Stabsstelle Ausländer- und Asylangelegenheiten?

Aufgrund der Behördenschließung gelten folgende Maßnahmen:

  • Die Onlineterminvergabe für den Stabsbereich Ausländer- und Asylrecht bleibt offen. Hierdurch wird gewährleistet, dass die Anliegen in Form  einer Terminanfrage eingereicht werden können. Zwar werden die vereinbarten Termine aufgrund der Behördenschließung aktuell abgesagt, allerdings erfolgt dennoch eine Bearbeitung des Anliegens und gegebenenfalls eine Zusendung von Dokumentenverlängerungen oder sonstiger Bescheinigungen.

  • Antragstellungen beziehungsweise die Abgabe von Unterlagen soll während der Dauer der Behördenschließung auf postalischem und elektronischem Weg erfolgen.

  • Personen, deren visafreier Aufenthalt/Besuchsvisa in Kürze endet und die aufgrund der Corona-Krise an der Ausreise gehindert sind, werden gebeten sich rechtzeitig postalisch, telefonisch oder per E-Mail an den Stabsbereich Ausländer- und Asylrecht zu wenden.

Die Telefonhotline 03731 799-3600 des Stabsbereiches Ausländer- und Asylrecht wird für die Dauer der Behördenschließung auf folgende Zeiträume ausgedehnt:

  • Montag, Mittwoch und Freitag: von 09:00 bis 12:00 Uhr, 

  • Dienstag und Donnerstag: von 09:00 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 18:00 Uhr

Stabsstelle Ausländer- und Asylangelegenheiten

Ich bin Jäger – kann ich jetzt noch jagen?

Die Einzeljagd ist ein „triftiger Grund“ im Sinne der Allgemeinverfügung vom 22. März 2020, vorausgesetzt, dass dabei die Bedingungen des allgemeinen Kontaktverbotes eingehalten werden. Das heißt, dass die Jagd von Anfang bis Ende ausschließlich allein oder in Begleitung Lebenspartner/Angehörige des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung ausgeübt wird.

Die Trichinellenuntersuchung findet derzeit im Landratsamt Mittelsachsen wie gewohnt statt. Die Proben sind in die an den Standorten in Mittweida, Freiberg beziehungsweise Döbeln vorhandenen Probenbriefkästen einzuwerfen. Die einzige Einschränkung ist, dass eine persönliche Übergabe nicht mehr erfolgt, da das Landratsamt für Besucherverkehr geschlossen ist.

Bei Fall- und Unfallwild von Schwarzwild muss weiterhin immer eine Beprobung mit Bluttupfern erfolgen. Die Übergabe erfolgt ebenfalls über die Probenbriefkästen. Sollten mehrere Stücken Fallwild an einem Ort beziehungsweise innerhalb kürzester Zeit aufgefunden werden, ist eine Absprache mit dem Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt (LÜVA) zum weiteren Vorgehen zwingend notwendig.

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Referat Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt

Werden laufende Leistungen ausgezahlt (Grundsicherung, Blindengeld, Elterngeld)?

Aktuell ist das Landratsamt Mittelsachsen grundsätzlich für den Besucherverkehr geschlossen, arbeitet aber weiter. Die Leistungen beispielsweise Grundsicherung oder Elterngeld werden wie gewohnt überwiesen.

Die Fachbereiche stehen auch weiterhin telefonisch und per E-Mail für Fragen zur Verfügung. 

Landratsamt Mittelsachsen
Postadresse:
Frauensteiner Straße 43, 09599 Freiberg

Besucheradresse:
 
Am Landratsamt 3, 09648 Mittweida

Erreichbarkeit:
Bürgertelefon: 03731 799‐6249
Mo, Mi., Fr. 09:00 bis 16:00 Uhr
Di. und Do. 09:00 bis 18:00 Uhr
Sa. und So. 09:00 bis 13:00 Uhr

E-Mail corona[at]landkreis-mittelsachsen.de

Gebärdentelefon

Fragen von Gehörlosen und Hörgeschädigten werden im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) per Videotelefonie im Internet – direkt und ohne zusätzliche Software beantwortet. Benötigt wird ein stationäres oder mobiles internetfähiges Endgerät
Bundesministerium für Gesundheit  

Erreichbarkeit
Mo. bis Do. 08:00 bis 18:00 Uhr
Fr. 08:00 bis 12:00 Uhr