Pflegenetz


junge und alte Menschen zusammen
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junge Frau und älterer Mann
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Das Pflegenetz Mittelsachsen ist ein Zusammenschluss aus Netzwerkpartnern im Landkreis, die Betroffene bei der Beratung und Versorgung in allen Bereichen rund um das Thema Pflege unterstützen. Betroffene erhalten hier wesentliche Informationen zu den Entlastungs- und Unterstützungsangeboten im Landkreis Mittelsachsen. Damit soll es ihnen möglich sein, Hilfen im Bedarfsfall schnell und wohnortnah in Anspruch nehmen zu können. Verschiedene Dienste und Träger aus dem medizinischen, pflegerischen und sozialen Leistungsbereich sowie bürgerschaftliche Initiativen und Selbsthilfevereinigungen engagieren sich für Menschen mit Hilfebedarf. Weitere Dienstleister und Institutionen können sich dem Netzwerk jederzeit anschließen.

Der Landkreis Mittelsachsen widmet sich seit 2011 dem Aufbau des Pflegenetzes. Seit 2016 gibt es am Landratsamt eine zentrale Stelle zur „Pflegekoordination“, um die Aktivitäten und weitere Vernetzung der im Landkreis bestehenden Versorgungsstrukturen auszubauen.

Für professionelle Dienste, Träger, Anbieter und Netzwerkpartner

Menschen schauen auf Laptop
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Vernetzung, Beratung und Versorgung in allen Pflegefragen

In regelmäßigen Netzwerktreffen werden aktuelle Schwerpunkte aus den Sozialregionen (SR) des Landkreises mit  den Leistungserbringern diskutiert und Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Zusammenarbeit abgeleitet.

Wir unterstützen
  • als Ansprechpartner für Hilfesuchende, für pflegende Angehörige, sowie für Träger und Dienste, die mit dem Thema Pflege zu tun haben
  • durch trägerneutrale und fachkompetente Beratung
  • durch die Organisation bedarfsorientierter Unterstützungs- und Versorgungsangebote
Werden Sie Teil des Netzwerkes!

Sie möchten sich professionell im Pflegenetz Mittelsachsen engagieren? Profitieren Sie vom Netzwerkaustausch und werden kostenfreies Mitglied über die Beitrittserklärung.

Leitlinien zur vernetzten Pflegeberatung im Landkreis Mittelsachsen (PDF)
Aufbau des Pflegenetz Mittelsachsen (PDF, barrierefrei)
Aufgaben der Netzwerkpartner (PDF)
Sozialregionen im Landkreis Mittelsachsen (PDF, barrierefrei) 
Ansprechpartner der Landkreisverwaltung – Pflegekoordination (PDF, barrierefrei)

Aktuelles

Schulungsangebot zum „Demenz Partner"

Gruppenfoto mehrerer Frauen und eines Mannes - zwei Frauen halten das Schild mit der Aufschrift "Wir sind Demenz Partner".

Dem Thema Demenz sensibel zu begegnen, den hohen Anteil Betroffener im Landkreis Mittelsachsen in den Blick zu nehmen und sich im fachspezifischen Umgang mit diesem Personenkreis weiterzubilden, war Grundidee des zweiten Beigeordneten Jörg Höllmüller, als er die Weiterbildung zum „Demenz Partner“ für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Soziales am Landratsamt Mittelsachsen initiierte. Der Kurs im September 2021 wurde durch die Landesinitiative Demenz Sachsen e. V. Alzheimer Gesellschaft inhaltlich durchgeführt und vermittelte den Beschäftigten des Landratsamtes zunächst medizinisches Hintergrundwissen zu Diagnostik, Prävention, Verbreitung, Entstehung sowie den wesentlichen Demenzformen. Ein wesentlicher Bestandteil war zudem die Befähigung im Umgang und der Kommunikation mit betroffenen demenzerkrankten Menschen sowie die Vermittlung allgemeiner Entlastungs- und Unterstützungsangebote für Erkrankte und pflegende Angehörige.

Die Landesinitiative Demenz Sachsen e. V. bietet ab 2022 neben einem Präsenzkurs pro Landkreis auch viermal im Jahr einen Demenz Partner Kurs online an. Darüber hinaus schult sie Multiplikatoren zu Kursanbieterinnen und Kursanbietern. Über die Pflegekoordination des Landkreis Mittelsachsen können sich Interessierte registrieren lassen. Damit soll der Ausbau der Schulungsangebote für spezifische Berufsgruppen unterstützt werden, wie beispielsweise für öffentliche Verwaltungen, den Einzelhandel oder Personennahverkehr, aber auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der pflegerischen und medizinischen Versorgung.

„Lokale Allianz für Menschen mit Demenz“ – Sozialregion 5 West (Mittweida)

Logo: Ein Kreis mit durchzogenen Linien und Schriftzug Lokale Allianz für Menschen mit Demenz

Im Rahmen des Ausbaus der pflegerischen Versorgungsstrukturen im Landkreis unterstützt die Koordinierungsstelle des Pflegenetz Mittelsachsen den Aufbau des regionalen Netzwerkes „Lokale Allianz für Menschen mit Demenz“. Antragsteller und Initiator der Lokalen Allianz in der Sozialregion ist die Fakultät Soziale Arbeit der Hochschule Mittweida.

Die Maßnahme beruht auf dem gleichnamigen Förderprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ziel ist die dauerhafte Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihren Zu- und Angehörigen, indem lokale Netzwerke aufgebaut und vorhandene weiterentwickelt werden. Die Förderung erstreckt sich über drei Jahre, mit einer Fördersumme von insgesamt 30.000 Euro pro Netzwerk. In Mittweida hat ein Gründungstreffen zum Aufbau des Netzwerkes unter Beteiligung verschiedenen lokaler Partner bereits stattgefunden und zum 1. Januar 2022 können die geplanten Einzelprojekte starten.

Schwerpunkte der Arbeit des Netzwerkes liegen unter anderem in der Förderung der Teilhabe von Menschen mit Demenz, in der Aufklärungsarbeit und dem Ausbau von Schulungsangeboten sowie in der Sensibilisierung für die Bedürfnisse demenzkranker Menschen durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit. Zudem sollen Angebote zur Unterstützung Betroffener erweitert und demenzsensible Strukturen in der Region ausgebaut werden. Durch eine kontinuierliche und fachlich beratende Begleitung der Pflegekoordinatorin des Landratsamtes sollen Maßnahmen entwickelt werden, um in weiteren Sozialregionen des Landkreises Anregung zu finden und weitere Netzwerke zu etablieren.

Frauen und Männer stehen mit Abstand auf einer breiten Treppe
Von links: Bianka Hammer und Prof. Dr. Barbara Wedler (beide Hochschule Mittweida und Initiatorinnen der Lokalen Allianz), Sebastian Pelz (MVZ Mittweida GbR), Kevin van Hagen (AWO Südsachsen gGmbH), Steffi Bartsch (Landesinitiative Demenz Sachsen e. V.), Julia Winterlich (Hochschule Mittweida), Susanne Finck (Landratsamt Mittelsachsen), Jana Gruhn (Rats-Apotheke), Florian Claus (Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH), Gabriele Beyer (Hochschule Mittweida), Holger Müller (Stadt Mittweida). Foto: Helmut Hammer, Hochschule Mittweida

Weiterführung der care4future®-Netzwerke

Gruppenfoto von Schülerinnen und Schülernauf einer Wiese. Im Hintergrund sind Bäume zu sehen.
Projekttag in der Evangelischen Werkschule Milkau im September 2021

Es ist ein Baustein im Bereich der Nachwuchskräftegewinnung, den bereits mehrere Unternehmen im Landkreis Mittelsachsen zu schätzen wissen. Sie engagieren sich als Kooperationspartner in care4future®-Netzwerken und bieten Schülern der 8. und 9. Klassenstufen die Chance, durch praxisnahes Erleben die Vielfältigkeit des Pflegeberufes und den Inhalt der generalistischen Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann kennenzulernen.

In Mittelsachsen gibt es derzeit drei aktive care4future®-Netzwerke in den Regionen Mittweida, Freiberg und Lunzenau. Begonnen haben die Netzwerke 2019 auf Initiative der Pflegekoordination und mit Unterstützung der contec GmbH, die ähnliches in ganz Deutschland begleitet. An jedem Netzwerk sind mindestens eine allgemeinbildende Schule, eine Berufsfachschule, ein Krankenhaus sowie verschiedene ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen beteiligt. In Lunzenau ergänzt ein ambulanter Hospizdienst die bestehende Kooperation. Die Projektpartner entwickeln gemeinsam ein Curriculum für das Kursangebot der Schüler und sind dabei in der Ausgestaltung sehr kreativ. Herzstück des Projektes besteht darin, dass Auszubildende aus den Praxiseinrichtungen die Schüler begleiten und ihnen vermitteln, was sie mit dem Pflegeberuf verbinden.

Im September 2021 starteten nun die Netzwerke ins Schuljahr 2021/22. Obwohl die Umsetzung der Kursangebote durch die Corona-Pandemie erneut unterbrochen werden musste, halten alle Projektbeteiligten an dem Angebot für die Schüler fest. Die Aussicht, über dieses Angebot der Berufsorientierung weitere junge Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern, ist dabei die Motivation aller Netzwerkpartner, die über die vergangenen Jahre stabile und vertrauensvolle Kooperationsbeziehungen aufgebaut haben.

Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser sowie allgemeinbildende Schulen und Berufsfachschulen in weiteren Sozialregionen des Landkreises, die ebenfalls am Netzwerkaufbau interessiert sind, können sich bei der Pflegekoordinatorin des Landkreises Mittelsachsen informieren und beraten lassen.

Veranstaltungsangebote

  • Pflegetreffen Mittelsachsen – Standort Freiberg
    30. Juni 2022, 14:00 bis 18:00 Uhr
    Veranstaltungsort: Mensa des Fachschulzentrums Freiberg-Zug, Hauptstraße 150,
    09599 Freiberg
  • Pflegetreffen Mittelsachsen – Standort Döbeln
    29. August 2022, 14:00 bis 17:00 Uhr
    Veranstaltungsort: Alte Schule Beicha, Am Schmiedeberg 2, 04720 Döbeln OT Beicha
    Anmeldung über https://mitdenken.sachsen.de/1029445
  • Pflegetreffen Mittelsachsen – Standort Mittweida
    31. August 2022, 14:00 bis 18:00 Uhr
    Veranstaltungsort: Berufliches Schulzentrum Döbeln-Mittweida, Poststraße 13,
    09648 Mittweida
    Anmeldung über https://mitdenken.sachsen.de/1029446
  • 4. Netzwerkkonferenz Hospizarbeit und Palliativversorgung
    im Landkreis Mittelsachsen

    7. September 2022, 14:00 bis 18:00 Uhr
    Veranstaltungsort: Johann-Mathesius-Gymnasium, Seminarstraße 1, 09306 Rochlitz
    Programm und Anmeldung über https://hospiz-palliativ-sachsen.de/veranstaltungen-2/4-netzwerkkonferenz-hospizarbeit-und-palliativversorgung-mittelsachsen/

Rückblicke

Zweitägiger Fachtag „Kompetenz Demenz“ in Mittweida

Im Rahmen des studentisches Projekts „Kompetenz Demenz“ der Fakultät Soziale Arbeit an der Hochschule Mittweida fand in Kooperation mit dem Pflegenetz Mittelsachsen und der Landesinitiative Demenz Sachsen e. V. Alzheimer Gesellschaft eine Fachtagung zum Thema statt. Die Veranstaltung am 2. und 3. November 2021 sollte Anregung sein, um zukünftig und regelmäßig über Demenz ins Gespräch zu kommen und somit Erkrankten und ihren Angehörigen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu erleichtern.

Im Fokus dieser zwei Tage stand der Austausch derer, die im Arbeitsfeld haupt- und ehrenamtlich tätig sind sowie die Information und Beratung für pflegende Angehörige und Menschen mit Demenz. Abwechslungsreiche Fachvorträge und Workshops nahmen unter anderem Blick auf den aktuellen Forschungsstand zum Krankheitsbild, auf die Unterstützungs- und Angehörigenarbeit sowie auf die sozialraumorientierte Einbettung von Menschen mit Demenz. Bei verschiedenen Ausstellungsständen von Anbietern, Behörden, und Initiativen konnten sich die Zielgruppen individuell und bedarfsspezifisch informieren, austauschen und vernetzen.

Die Veranstaltung kam bei Besuchern und Veranstaltern gleichermaßen positiv an. Im Nachgang schrieb eine Teilnehmerin an das Pflegenetz: „Diese zwei Tage haben mir als betroffener Angehörigen sehr geholfen, die Situation meiner Schwiegermutter im richtigen Licht zu sehen und sehr einfühlsam damit umzugehen.“ Eine Weiterführung des Formates im nächsten Jahr ist wünschenswert.

Impressionen von den Fachtagen 

(Fotos: Helmut Hammer, Hochschule Mittweida)

sprechender Dozent vor im Hörsaal vor Zuhörern
Vortrag eines Dozenten im Hörsaal mit mehreren Zuhörern.
Mehrere Frauen auf einer Treppe
Mehrere Bilder auf Staffeleien, eine Person schaut sich ein Bild an
Interessentin an einem Stand auf dem Markt der Möglichkeiten
Dozent in märchenhaftem Kostüm vor Zuhörern

Erste Informationsveranstaltung „Demenz“ durchgeführt

In Sachsen gibt es mehr als 103 000 Menschen mit Demenz, in Mittelsachsen selbst sind es weit über 8 000 Betroffene. Hinter ihnen steht jeweils eine Vielzahl von Zu- und Angehörigen und in vielen Familien ist die Erkrankung sogar lebensbestimmend. Dennoch findet das Thema nur schwer und fast übersehbar Platz in unserer Gesellschaft.

Um einen Beitrag zur Sensibilisierung und Aufklärung zu diesem Fachgebiet zu leisten, hat sich die Koordinierungsstelle des Pflegenetz Mittelsachsen gemeinsam mit starken Partnern im Jahr 2021 auf den Weg gemacht und verschiedene Aktionen umgesetzt, die im kommenden Jahr fortgeführt werden. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Maßnahmen vor und laden Sie herzlich ein, 2022 an diesen mitzuwirken.

Mit dem Fachthema „Demenz“ hat das Pflegenetz Mittelsachsen in diesem Jahr das Portfolio an Veranstaltungen erfolgreich erweitert. Aufbauend auf die 2020 durchgeführte Infoveranstaltung „In Sachen guter Pflege“ hatte sich der Vorsitzende des Seniorenbeirates Döbeln Lothar Schmidt als Initiativgeber an das Pflegenetz des Landkreises Mittelsachsen gewandt. Unter dem Aspekt „Demenz geht uns alle an und ist eine Aufgabe, der gemeinsam am besten begegnet werden kann“ wurde in Zusammenarbeit mit der Landesinitiative Demenz Sachsen e. V. Alzheimer Gesellschaft eine Veranstaltung konzipiert, die letztendlich 100 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer ansprach. Im Fokus der Infoveranstaltung stand Grundlagenwissen zum Erkennen einer Demenzerkrankung sowie der Umgang mit Betroffenen. Zudem wurden demenzspezifische Angebote zur Versorgung und Entlastung in der Region – also „Hilfen vor Ort“ – vorgestellt.

Perspektivisch soll auch dieses Angebot im Landkreis Mittelsachsen verstetigt werden. Hierzu sucht die Pflegekoordinatorin nach Partnern aus dem Landkreis, die als Multiplikatoren und „fachliche Experten im Bereich Demenz“ gemeinsam mit dem Pflegenetz die Veranstaltungen inhaltlich durchführen. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

3. Netzwerkkonferenz Hospizarbeit und Palliativversorgung

Im Ratssaal Mittweida fand am 14. Oktober 2020 eine weitere Netzwerkkonferenz Hospizarbeit und Palliativversorgung im Landkreis Mittelsachsen statt, eine Kooperation zwischen dem Landesverband für Hospizarbeit und Palliativmedizin Sachsen e .V., dem Pflegenetz Mittelsachsen und vielfältigen mittelsächsischen Akteuren. Das Ziel der regelmäßig stattfindenden Veranstaltung besteht im Ausbau der Vernetzung zwischen den Leistungserbringern der Hospiz- und Palliativarbeit mit den Verantwortlichen in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten. Zur inhaltlich-organisatorischen Ausgestaltung fanden Vorbereitungstreffen mit den regionalen Leistungserbringern statt, in deren Ergebnis die Idee entstand, neben dem Austausch zu aktuellen Entwicklungen der Hospizarbeit und Palliativversorgung im Landkreis auch fachspezifische Workshops anzubieten. Abschließend endete die Konferenz mit einem ethisch-juristischen Forum zum Thema „Essen und Trinken am Lebensende“. Allen Beteiligten gilt der Dank für das Gelingen der Fachtagung. Themenvorschläge für die kommende, im Jahr 2022 geplante, Netzwerkkonferenz können gerne an das Pflegenetz Mittelsachsen gerichtet werden.

Fachtag ATB, Kursanbieter, Nachbarschaftshelfer

Großen Zuspruch und rege Beteiligung fand am 8. November 2019 die Einladung des Pflegenetz Mittelsachsen zum ersten Treffen der Nachbarschaftshelferinnen und -helfer im Landkreis Mittelsachsen. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen und Austausch, stand beim Treffen im Generationenbahnhof Erlau insbesondere die Erfassung möglicher Unterstützungsbedarfe der Engagierten im Fokus. Mit Ihrem Engagement machen die Helferinnen und Helfer vielen Pflegebedürftigen das Leben ein Stück leichter und schenken Zeit für gemeinsame Aktivitäten, Unterhaltungen, Spaziergänge oder andere stundenweise erbrachte Tätigkeiten. Hierdurch wird die soziale Teilhabe bis ins hohe Alter unterstützt und der Verbleib der Betroffenen in der eigenen Wohnung begünstigt.

Derzeit gibt es in Mittelsachsen etwa 100 Nachbarschaftshelferinnen und -helfer, die zukünftig vom Landkreis stärker in ihrer wertvollen Arbeit unterstützt werden sollen. Das Interesse des Landkreises besteht darin, die Angebote der Nachbarschaftshilfe in Zusammenarbeit mit den Pflegeanbietern auszubauen und mit entsprechenden Rahmenbedingungen zu stärken, zum Beispiel für die wohnortnahe Qualifizierung der Engagierten. Auf Anregung aller Beteiligten soll es im kommenden Jahr eine Fortsetzung des Erfahrungsaustausches geben, zu dem auf Grundlage der bereits vorgemerkten Rückmeldungen noch zusätzliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden. 

Erstmalig wurden an diesem Tag in einer gesonderten Zusammenkunft auch Projektträger eingeladen, die im Landkreis Mittelsachsen das inhaltlich ähnlich ausgerichtete Programm „Alltagsbegleiter für Senioren“ anbieten. Alltagsbegleitung richtet sich an Menschen, bei denen noch kein Pflegebedarf vorliegt, die aber in ihrer häuslichen Umgebung ebenso Unterstützung im Alltag benötigen. Der Erfahrungsaustausch der Projektträger wurde fachlich unterstützt durch Mitarbeiterinnen der Fachservicestelle Sachsen für Alltagsbegleitung, Nachbarschaftshilfe und anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag. Eine jährliche Fortsetzung der Projektträger-Treffen wurde im Kreise der Teilnehmenden ebenfalls vereinbart.

Auftaktveranstaltung care4future®

Mit einer Auftaktveranstaltung startete am 28. Oktober 2019 in der Region Mittweida und am 29. Oktober 2019 in Freiberg das Kursangebot care4future® für insgesamt 42 Schülerinnen und Schüler der siebten bis neunten Klassenstufen. Im Rahmen der schulischen Berufsvorbereitung steht nun „Pflege“ für ein Jahr mit auf dem Stundenplan der drei beteiligten Oberschulen und einem Gymnasium.

Bei der Berufswahl  benötigen die jungen Menschen möglichst konkrete Vorstellungen über die Inhalte und Anforderungen eines Berufsfeldes. Hier setzt das Projekt care4future® an, das auf regionaler Ebene allgemeinbildende Schulen und Berufsfachschulen mit Unternehmen aus der Gesundheits- und Sozialwirtschaft vernetzt. Im Rahmen des Projektes erhalten die beteiligten Schülerinnen und Schüler bei den Praxispartnerinnen und Partnern vertiefende Einblicke in den Beruf der Pflegefachfrau/des Pflegefachmannes. In vorbereitenden Netzwerktreffen stimmten sich die beteiligten Partnereinrichtungen zum Praxiseinsatz der Schülerinnen und Schülern ab, entwickelten ein Curriculum und schlossen miteinander eine Kooperationsvereinbarung. Neben der Förderung in Theorie und Praxis dient das Projekt gleichzeitig der Imageverbesserung und dem Fachkräftemangel in der Pflege, speziell mit Bezug zur Alten- und Krankenpflege. Die Netzwerkpartnerinnen und -partner setzen darauf, das zunächst auf das Schuljahr 2019/2020 ausgerichtete Projekt im Anschluss weiter fortzusetzen, gegebenenfalls unter Beteiligung weiterer Träger.

Die Netzwerkpartner der Sozialregion Freiberg:

AWO Kreisverband Freiberg e. V., DRK Kreisverband Freiberg e. V., Kreiskrankenhaus Freiberg gGmbH, Seniorenheime Freiberg gGmbH, Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe Brand-Erbisdorf zusammen mit der Oberschule Brand-Erbisdorf

Die Netzwerkpartner der Sozialregion Mittweida:

AWO Südsachsen gGmbH, Altenpflegeheim Schweikershain gGmbH, BSVS Pflege- und Betreuungs gGmbH, DRK Kreisverband Döbeln-Hainichen e. V., Pflegeheim Haus Abendsonne und HKP gGmbH, Klinikum Mittweida der Landkreis Mittweida GmbH zusammen mit dem Berufsschulzentrum Döbeln- Mittweida, dem städtischen Gymnasium Mittweida, der evangelischen Werkschule Milkau und der evangelischen Mittelschule Lunzenau.

Freiberger Pflegestammtisch ins Leben gerufen

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Pflegebereich werden auf Bundes- und Landesebene gestaltet, aber die Pflege findet vor Ort statt. Um die Zusammenarbeit der verschiedenen Pflegeanbieter und Gesundheitsdienstleister weiter ausbauen zu können, fand am 30. Januar 2019 in Freiberg ein Pflegestammtisch unter Federführung des Pflegenetz Mittelsachsen und des Kreiskrankenhaus Freiberg gGmbH statt, unter Beteiligung ambulanter und stationärer Pflegedienstleister, der Agentur für Arbeit und der Stadtverwaltung Freiberg sowie Vertreter/innen aus den Bereichen Bildung und Ehrenamt.

Im Mittelpunkt des regionalen Austausches stand der Blick auf die Zukunft der Pflegeberufe und Pflegeausbildung am Standort Freiberg. Die Schulleiterinnen Annett König (Medizinische Berufsfachschule des Klinikums Chemnitz) und Ines Stäglich (Berufsfachschule für Altenpflege und Pflegehilfe Brand-Erbisdorf) informierten die Teilnehmenden über den derzeitigen Umsetzungsstand sowie die anstehenden Neuerungen im Rahmen der Novellierung der Pflegeausbildung (Gesetz zur Reform der Pflegeberufe). Möglichkeiten, um die Attraktivität der Pflege- und Gesundheitsberufe zu steigern, den Beruf zu bewerben und Interesse für diesen Berufszweig am Standort Freiberg zu wecken, sollen im Folgenden durch einen Lenkungskreis aus Freiberger Netzwerkpartnern in den Blick genommen werden.

Mit dem gemeinsamen Ziel einer guten und umfassenden Versorgung der Betroffenen, verwies auch Stefan Todtwalusch, Geschäftsführer der Kreiskrankenhaus Freiberg gGmbH, auf die Wichtigkeit von Kooperationen und den Ausbau persönlicher Beziehungen zwischen den regionalen Anbietern. Um die Zusammenarbeit der Akteure in Freiberg weiter zu stärken und ein regelmäßiges Zusammenkommen zu ermöglichen, kündigte die Pflegedirektorin des Kreiskrankenhauses, Sabine Hesse, die Fortsetzung des Pflegestammtischs für den 29. August 2019 an. Hierdurch soll sich dieser zu einem festen Forum für die professionellen Anbieter etablieren.

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Für Betroffene, Ratsuchende und Angehörige

In jeder Alltagssituation die passende Lösung

Menschen, die aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen oder bestehender Pflegebedürftigkeit Hilfen benötigen,

  • beraten wir rund um das Thema Pflege und Älterwerden
  • unterstützen wir bei der Suche nach geeigneten wohnortnahen Angeboten
  • vermitteln wir entlastende Angebote durch Kontaktherstellung und Einbindung anderer Partner im Beratungsnetzwerk
Mehr Zeit für die wichtigen Dinge

Sie können Ihren Alltag nicht mehr alleine bewältigen? Sie benötigen eine kostenfreie und trägerneutrale Beratung? Sie suchen einen vertraulichen Ansprechpartner in Ihrer Nähe?

  • Nutzen Sie die Pflegeberatung Ihrer Kranken- und Pflegeversicherung
  • Informieren Sie sich zu landesweiten Angeboten und Beratungsstellen in Ihrer Nähe über die Pflegedatenbank Sachsen
  • Finden Sie Beratungsstellen im Landkreis Mittelsachsen über die „Netzkarte Beratung“ des Mittelsachsen-Atlas  

Aktuelles

Kontakt- und Anlaufstellen für Nachbarschaftshilfe nehmen ihre Arbeit auf

Seit 2014 gibt es in Sachsen die Möglichkeit, die Nachbarschaftshilfe als anerkanntes Angebot zur Unterstützung im Alltag zu nutzen. Grundlage für die Anerkennung und Förderung von Unterstützungsangeboten in der Pflege stellt § 7 der Betreuungsangeboteverordnung dar, die zum 31. Dezember 2021 von der Sächsischen Pflegeunterstützungsverordnung abgelöst wird. Immer mehr Pflegebedürftige nutzen den Entlastungsbetrag der Pflegeversicherung, um die kontinuierliche Unterstützung eines Nachbarschaftshelfers in Anspruch zu nehmen. Auch für pflegende Angehörige stellt das Angebot eine große Entlastung dar.

Zur Unterstützung dieser engagierten Personen wurden sachsenweit mehrere Kontakt- und Anlaufstellen für Nachbarschaftshilfe eingerichtet. Seit dem 1. Januar 2021 gibt es diese erstmalig auch im Landkreis Mittelsachsen, an den Standorten Leisnig und Brand-Erbisdorf. Die vorrangigen Aufgaben dieser Institutionen bestehen in der Akquise sowie Vermittlung zwischen Nachbarschaftshelfern und Pflegebedürftigen. Weitere Schwerpunkte bilden Beratung und Information, Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung sowie die Bereitstellung von Austausch- und Schulungsmöglichkeiten für die Helfer.

Mit diesen neuen Kontakt- und Anlaufstellen für Nachbarschaftshelfer ist ein erster wichtiger Schritt getan, die regionalen Angebote zu erweitern. Die Koordinierungsstelle des Pflegenetz Mittelsachsen ist bestrebt, weitere Partner zur Stärkung der Nachbarschaftshilfe zu gewinnen, um in anderen Sozialregionen ebenfalls Anlaufpunkte zur Unterstützung pflegebedürftiger Seniorinnen und Senioren zu schaffen. Bei Interesse und Beratungsbedarf können sich Träger an die Pflegekoordinatorin des Landkreises wenden.

Kontaktdaten der Anlaufstellen:

BeratungsZentrumLebenszeit
Chemnitzer Straße 3, 04703 Leisnig
Marlen Paul, Telefon: 0152 28389374
E-Mail: bzl.marlen.paul@lebenszeit-ev.de
Homepage: www.lebenszeit-ev.de

FBAB Fort- und Berufsbildungsakademie GmbH Brand-Erbisdorf
Berthelsdorfer Straße 6, 09618 Brand-Erbisdorf
Monique Wiltner, Telefon: 037322 8650
E-Mail: kontakt@fbab-bildung.de
Homepage: www.fbab-bildung.de

Weitere Informationen zum Thema Nachbarschaftshilfe können auf der Homepage des PflegeNetz Sachsen des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt unter www.pflegenetz.sachsen.de/nachbarschaftshelfer-4685.html nachgelesen werden.

Veranstaltungsangebote

Woche der Demenz 2022

Demenz – eine große Herausforderung für pflegende Angehörige

Am Welt-Alzheimertag im September standen die Krankheit und Erkrankte im Fokus. Der Tag soll aufklären und gleichzeitig die Probleme der Pflege Angehöriger zu Hause sichtbar machen. Denn die Belastungen sind groß und viele mit der Situation überfordert. Eine Feststellung, die sich täglich in den Gesprächen des Pflegesorgentelefons nachzeichnen lässt.

Ungefähr 1,6 Millionen Menschen leben in Deutschland, die von der Erkrankung Demenz betroffen sind. Um das Thema Demenz in die Öffentlichkeit zu bringen und auf die Situation der Erkrankten und deren Angehörigen aufmerksam zu machen, ist seit 1994 der 21. September als „Welt-Alzheimertag“ ausgerufen. In diesem Jahr stand dieser unter dem Motto „Verbunden bleiben”. Der diesjährige Welt-Alzheimertag und die damit verbundene Woche der Demenz im Landkreis Mittelsachsen waren geprägt von einer Vielzahl an Veranstaltungen, die das Thema Demenz aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchteten. So lud die Lokale Allianz für Menschen mit Demenz in Mittweida auf den Marktplatz oder die FBAB Fort- und Berufsbildungsakademie GmbH zu einem Tag der offenen Tür in die Kontaktstelle für Nachbarschaftshilfe Mittelsachsen. Selbst Humor in der Selbsthilfe kam bei der gleichnamigen Veranstaltung nicht zu kurz. Stets mit dem Ziel verbunden, es den Angehörigen zu ermöglichen, eine anhaltende Verbindung mit Menschen mit Demenz zu halten. Dass das alles andere als leicht ist, erleben die Mitarbeitenden des Pflegesorgentelefons Mittelsachsen täglich aufs Neue. Demenz gehört zu den häufigsten Erkrankungen, mit denen pflegende Angehörige umgehen müssen. „Demenzkranke benötigen meist eine dauerhafte Aufsicht und Pflegende können dadurch nicht einfach weg und die Situation verlassen. Ihre Bedürfnisse kommen zu kurz und Frustration ist die Folge”, berichtet Isabel Hartwig. Sie ist Pflegeberaterin der EURO Plus Senioren-Betreuung GmbH und sitzt gemeinsam mit erfahrenen Kolleginnen im Auftrag des Landkreises Mittelsachsen am anderen Ende des Pflegesorgentelefons. 

Auch 2023 wird die Woche der Demenz im Landkreis Mittelsachsen wieder umgesetzt werden.

Demenz beeinträchtigt nicht nur das Gedächtnis

Bei Demenz und Alzheimer denken die meisten oft an eine zunehmende Vergesslichkeit. Doch Demenz beeinträchtigt nicht nur das Gedächtnis, sondern auch viele andere Fähigkeiten. Der Alltag in der eigenen Wohnung wird zur Herausforderung und mit fortschreitender Krankheit können selbst Angehörige nicht mehr erkannt werden. Auch das Sprechen ist mitunter betroffen. Dadurch werden Gespräche mit Erkrankten immer schwieriger. Ebenso kann sich der Emotionszustand Erkrankter instabil zeigen − von traurig bis hin zu aggressiv. Für Angehörige kommt die Unausweichlichkeit der Erkrankung dazu. Medikamente können den geistigen Abbau hinauszögern. Heilbar sind die meisten Demenzformen jedoch nicht. Daher nimmt der Pflegeaufwand stetig zu, ohne eine Chance auf Besserung.

Die große Herausforderung für Angehörige

„Angehörige sind daher schnell überfordert und durch die Pflege zu Hause fehlt es an Hilfe und Unterstützung. Diese Hilflosigkeit kann dann dazu führen, dass Gewaltsituationen entstehen, in denen Pflegende die Erkrankten vernachlässigen oder die Geduld verlieren und den Alltag mit einer dementen Person einfach nicht mehr leisten können”, berichtet Susanne Finck aus ihrer Erfahrung als Pflegekoordinatorin des Landkreises. Dabei stellt sich schnell das Gefühl der Überforderung ein. Was Angehörige für sich tun können, bevor es soweit kommt? Sich helfen lassen. Gespräche zu führen und Unterstützung anzunehmen, sorgt für eine spürbare Entlastung. Gerade in der Pflege zu Hause. Bereits der Austausch mit jemandem, der Herausforderungen im Umgang mit Demenz kennt, kann ein erster Schritt sein.

Entlastung am Telefon

Mit dem Pflegesorgentelefon stellt der Landkreis Mittelsachsen eine derartige Gesprächsmöglichkeit zur Verfügung. Sich in einem anonymen Anruf das Herz ausschütten und Fragen stellen zu können, ist das Angebot, das die Rufnummer 0800 1071077 bereithält. Nicht nur in Mittelsachsen, sondern weit über die Landkreisgrenze hinaus. Angesprochen ist, wer sich angesprochen fühlt: Menschen, die sich in einer Pflegebeziehung oder einer pflegerischen Situation befinden, die Fragen, Sorgen oder Grenzen aufwirft. „Verbunden bleiben” − auch wenn es schwerfällt. Die Woche der Demenz bietet hierfür zahlreiche Informationsmöglichkeiten und die Chance zum Austausch mit anderen Betroffenen. Denn wer verbunden bleibt, kann im nächsten Schritt sogar neue Verbindungen knüpfen − zu Erkrankten, Pflegenden und Angehörigen

Das Pflegesorgentelefon auf einen Blick
  • Die Telefonhotline steht Anrufern unabhängig vom Wohnort zur Verfügung.
  • Rufnummer: 0800 1071077
  • Kostenfrei, vertraulich und anonym erreichbar
  • Sprechzeiten: Mo/Mi/Fr von 14:00 bis 18:00 Uhr sowie Di/Do von 13:00 bis 14:30 Uhr
  • E-Mailadresse: pflegesorgentelefon@landkreis-mittelsachsen.de
  • Außerhalb der telefonischen Erreichbarkeit können der Anrufbeantworter oder die E-Mailadresse für Anliegen genutzt werden. Auch Rückrufwünsche können erfüllt werden.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Kontakt:
Pflegenetz Mittelsachsen
Tel. 03731 799-6356
E-Mail pflegenetz@landkreis-mittelsachsen.de

Informationsveranstaltungen „In Sachen guter Pflege“

Seit November 2018 werden durch die Koordinierungsstelle des Pflegenetz Mittelsachsen in enger Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden sowie Pflegeberaterinnen und Pflegeberatern unterschiedlicher Pflegekassen Informationsabende für interessierte Bürgerinnen und Bürger angeboten. Inhaltlich richten sich diese Veranstaltungen sowohl an Menschen, die bereits pflegen, als auch an Personen, die sich frühzeitig zum Thema Pflegebedürftigkeit beziehungsweise Pflege eines Angehörigen informieren möchten. Neben allgemeinen Fragen und dem Älter werden im eigenen Zuhause werden regionale Entlastungs- und Unterstützungsangebote aufgezeigt, um im Fall der eintretenden Pflegesituation eine Überforderung der Betroffenen zu vermeiden. Gleichfalls erhalten Interessierte Hinweise zur Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung. Auch auf Anfrage von Vereinen, Initiativen und Verbänden an das Pflegenetz können Termine in Städten und Gemeinden organisiert werden. Aktuelle Veranstaltungstermine werden rechtzeitig auf der Homepage des Pflegenetz Mittelsachsen sowie dem Mittelsachsenkurier, den Amtsblättern sowie lokalen Tageszeitungen veröffentlicht.

Erste Informationsveranstaltung „Demenz“ durchgeführt

Erste Informationsveranstaltung „Demenz“ durchgeführt

In Sachsen gibt es mehr als 103 000 Menschen mit Demenz, in Mittelsachsen selbst sind es weit über 8 000 Betroffene. Hinter ihnen steht jeweils eine Vielzahl von Zu- und Angehörigen und in vielen Familien ist die Erkrankung sogar lebensbestimmend. Dennoch findet das Thema nur schwer und fast übersehbar Platz in unserer Gesellschaft.

Um einen Beitrag zur Sensibilisierung und Aufklärung zu diesem Fachgebiet zu leisten, hat sich die Koordinierungsstelle des Pflegenetz Mittelsachsen gemeinsam mit starken Partnern im Jahr 2021 auf den Weg gemacht und verschiedene Aktionen umgesetzt, die im kommenden Jahr fortgeführt werden. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Maßnahmen vor und laden Sie herzlich ein, 2022 an diesen mitzuwirken.

Mit dem Fachthema „Demenz“ hat das Pflegenetz Mittelsachsen in diesem Jahr das Portfolio an Veranstaltungen erfolgreich erweitert. Aufbauend auf die 2020 durchgeführte Infoveranstaltung „In Sachen guter Pflege“ hatte sich der Vorsitzende des Seniorenbeirates Döbeln Lothar Schmidt als Initiativgeber an das Pflegenetz des Landkreises Mittelsachsen gewandt. Unter dem Aspekt „Demenz geht uns alle an und ist eine Aufgabe, der gemeinsam am besten begegnet werden kann“ wurde in Zusammenarbeit mit der Landesinitiative Demenz Sachsen e. V. Alzheimer Gesellschaft eine Veranstaltung konzipiert, die letztendlich 100 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer ansprach. Im Fokus der Infoveranstaltung stand Grundlagenwissen zum Erkennen einer Demenzerkrankung sowie der Umgang mit Betroffenen. Zudem wurden demenzspezifische Angebote zur Versorgung und Entlastung in der Region – also „Hilfen vor Ort“ – vorgestellt.

Perspektivisch soll auch dieses Angebot im Landkreis Mittelsachsen verstetigt werden. Hierzu sucht die Pflegekoordinatorin nach Partnern aus dem Landkreis, die als Multiplikatoren und „fachliche Experten im Bereich Demenz“ gemeinsam mit dem Pflegenetz die Veranstaltungen inhaltlich durchführen. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Leitfaden „Unterstützung im Pflegefall“

Wenn eine Pflegesituation eintritt wissen viele Betroffene zunächst nicht, an wen sie sich mit ihren Fragen wenden können oder welche Unterstützungsmöglichkeiten ihnen gegeben sind. Dabei gibt es im Landkreis Mittelsachsen ein vielfältiges Angebot an regionalen Beratungs- und Versorgungsangeboten. Auch Fragen zur Finanzierung der gegebenen Möglichkeiten tauchen schnell auf. Hierbei können zunächst die Pflegeberater und -beraterinnen der Pflegekassen Auskunft zur Inanspruchnahme von Leistungen aus der Pflegeversicherung geben. Sie unterstützen zudem bei der entsprechenden Antragstellung und stellen die möglichen Versorgungsarten vor, so zum Beispiel die Pflege zu Hause durch einen ambulanten Dienst oder eine Pflegeperson, teilstationäre Angebote wie Tages- oder Kurzzeitpflege oder die Betreuung in einem vollstationären Pflegeheim. Zusätzlich können bei der Suche nach passenden wohnortnahen Angeboten auch die regional ansässigen Pflegeanbieter kontaktiert werden.

Eine erste Orientierung bietet der Flyer des Pflegenetz Mittelsachsen, der Betroffenen einen Leitfaden zur Unterstützung im Pflegefall an die Hand gibt. Zudem beinhaltet er weiterführende Informationen sowie konkrete Kontakt- und Anlaufstellen zur Beratung durch die Pflegekassen und die Servicestellen der Abteilung Soziales des Landratsamtes. Dies entlastet alle Beteiligten, allen voran die Hilfesuchenden und deren Angehörige.

Weiterführende Informationen

Kontakt

Landratsamt Mittelsachsen
Abteilung Soziales
Pflegekoordinatorin
Susanne Finck
Tel. 03731 799-6356

Mitarbeiterin Pflegekoordination
Jacqueline Fechtner
Tel. 03731 799-6228

E-Mail pflegenetz[at]landkreis-mittelsachsen.de

Notfalldosen für Mittelsachsen

In häuslichen Notsituationen liefert sie Rettungskräften lebenswichtige Informationen zur hilfebedürftigen Person.

Erklärvideo

Pflegesorgentelefon 
► 0800 1071077

Seit 2021 ist das Pflegesorgentelefon des Landkreises kostenfrei und anonym erreichbar. Es richtet sich an pflegende Angehörige und Pflegebedürftige, die eine Überforderung oder einen Konflikt erleben.

Sprechzeiten:
Mo./Mi./Fr. 14 bis 18 Uhr sowie
Di./Do. 13 bis 14:30 Uhr

Leitlinien des Pflegesorgentelefons
(PDF)

E-Mail pflegesorgentelefon[at]
landkreis-mittelsachsen.de
.

Mit den Sorgen gut aufgehoben

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