1. Mittelsächsische Demografiekonferenz in Flöha mit hoher Teilnehmerzahl

31.03.2015

In der vergangenen Woche veranstaltete der Landkreis in Kooperation mit den sechs im Landkreis verankerten LEADER-Regionen die 1. Mittelsächsische Demografiekonferenz in der „Alten Baumwolle“ in Flöha.

Mehr als 60 Teilnehmer waren gekommen, um sich zu informieren, zu diskutieren und Ideen auszutauschen. Darunter war eine Vielzahl von Bürgermeistern, die sich in ihrer täglichen Arbeit mit dem demografischen Wandel konfrontiert sehen.

Im vergangenen Jahr ließ der Landkreis Mittelsachsen, gefördert über die Richtlinie FR-Regio ein Demografiekonzept erarbeiten. Ziel des Konzeptes war es, analytische Grundlagen zu liefern und Handlungsempfehlungen zum Umgang mit dem demografischen Wandel zu formulieren. „Wir möchten Ihnen heute einige Ergebnisse des Demografiekonzeptes vorstellen und Ihnen gleichzeitig mit dem Bundesprogramm „Land(auf)Schwung“ eine Möglichkeit für die Einwerbung zusätzlicher Fördermittel vorstellen“, eröffnete Dr. Lothar Beier, der 1. Beigeordnete des Landkreises Mittelsachsen die Konferenz. „Gleichzeitig ist es uns wichtig, den demografischen Wandel als Chance zu begreifen und Ihnen Mut zu machen“, so der 1. Beigeordnete weiter.

Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Mittelsachsen, Annett Schrenk informierte zum Projekt „Neulandgewinner“, bei dem der Landkreis Mittelsachsen bereits zum zweiten Mal punkten konnte. Über die Robert Bosch Stiftung werden zukünftig Kleinprojekte im ländlichen Raum des Landkreises Mittelsachsen gefördert. Im weiteren Verlauf der Konferenz stellte Anja Terpitz, Inhaberin des Büros M&M aus Oschatz die wichtigsten Ergebnisse des Demografiekonzeptes vor. „Das Demografiekonzept liefert eine gute Grundlage für die Bewerbung beim Bundesprogramm „Land(auf)Schwung“, erklärte Anja Terpitz. „Wichtig ist, auf bereits etablierten Strukturen aufzubauen und vorhandene Ressourcen einzubeziehen“, so Terpitz weiter.

Am Ende der Konferenz wurden Strategie- und Projektvorschläge vorgestellt, für die noch pfiffige Ideen gesucht werden. „In der Nestbau-Zentrale könnten Landlotsen dafür sorgen, dass Zuzügler aufs Land gelotst werden“ bringt Dr. Martin Antonow, Oberbürgermeister der Stadt Brand-Erbisdorf einen Vorschlag ein. „Ich schlage vor, dass wir den Kleinprojektefond „Vogelfutter“ nennen, das passt gut zum Thema „Nestbau“, ist sich Jana Ahnert aus Erlau sicher. Die Frage, ob der Landkreis Mittelsachsen mit dem Zukunftskonzept im Wettbewerb mit den anderen Landkreisen punkten kann, wird sich Ende Juni entscheiden. „Wir freuen uns über die rege Teilnahme und hoffen, dass die heutige Konferenz dazu beitragen konnte, den demografischen Wandel als Prozess aufzufassen, der aktiv von allen Akteuren gestaltet werden muss“, schlussfolgert der 1. Beigeordnete Dr. Lothar Beier. Weitere Informationen unter www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de.