10. Europäische Impfwoche – Vorbeugen. Schützen. Impfen.

20.04.2015

Dank der Entdeckung und Entwicklung von Impfstoffen ist es möglich, bestimmte Infektionskrankheiten zu vermeiden, zu bekämpfen und Menschenleben zu schützen. Vom 20. bis 25. April soll im Rahmen der 10. Europäischen Impfwoche auf die Notwendigkeit von Schutzimpfungen aufmerksam gemacht werden.

Laut Weltgesundheitsorganisation können Schutzimpfungen jährlich zwei bis drei Millionen Todesfälle aufgrund von Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Masern verhindern (WHO, 2009). Unter dem Motto „Vorbeugen. Schützen. Impfen.“ sollen im Rahmen der 10. Europäischen Impfwoche vom 20. bis 25. April Erwachsene und Sorgeberechtigte auf die Notwendigkeit von Schutzimpfungen und einer hohen Durchimpfungsrate aufmerksam gemacht werden. Die aktuell vorliegenden Masernausbrüche in Deutschland und Europa verdeutlichen dies allzu gut.

Mit Hilfe des Impfpasses kann man nachvollziehen, welche Schutzimpfungen man bisher und in welchem Lebensalter erhalten hat. Mit der nationalen Kampagne „Deutschland sucht den Impfpass“ werden die erforderliche Vollständigkeit aller Impfungen und die Wichtigkeit dieses Dokuments bekräftigt. Die Hinweise der Sächsischen Impfkommission (SIKO) bilden die Grundlage für die öffentliche Empfehlung von Impfungen (Sächsischer Impfkalender www.slaek.de/de/03/impfen.php).

Die Impfung sollte in erster Linie vom behandelnden Kinder- bzw. Hausarzt durchgeführt werden, weil diese am besten über eventuell bestehende Grunderkrankungen und Unverträglichkeiten ihrer Patienten Kenntnis haben. Der öffentliche Gesundheitsdienst (Gesundheitsamt) beteiligt sich an der Schließung von sogenannten „Impflücken“. Diese bestehen bei einer nicht oder nur unzureichend vorhandenen Impfung. Eine Immunität (Impfschutz) ist in diesem Fall nicht gegeben.

Jeder Bürger sollte anhand seiner Impfunterlagen prüfen, ob er den aktuellen Impfschutz besitzt. Hilfestellung dazu können der Kinder- beziehungsweise Hausarzt sowie das Gesundheitsamt geben. Sollte der Impfausweis nicht mehr auffindbar sein, kann gegebenenfalls das Gesundheitsamt Mittelsachsen Auskunft erteilen.

Kontakt:Telefon 03731 799-6437E-Mail gesundheit@landkreis-mittelsachsen.de