Afrikanische Schweinepest auf dem Vormarsch

22.05.2018

Die Ausbruchsfälle von Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen sind in den letzten Monaten näher an die deutsche Grenze herangerückt. Die Fallzahlen bei Schwarzwild in Polen steigen stark an. Aus diesem Anlass informiert das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landkreises Mittelsachsen und gibt wichtige Hinweise.

Was ist die Afrikanische Schweinepest?
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine Tierseuche, die nur Haus- und Wildschweine befällt. Sie wird direkt von Tier zu Tier oder indirekt über kontaminierte Gegenstände und Futter übertragen. Das Virus ist bei niedrigen Temperaturen hochresistent und kann zum Beispiel bis zu sechs Monate in ungekochten Produkten aus Schweinefleisch überleben. Die Afrikanische Schweinepest ist für den Menschen ungefährlich. Es besteht jedoch eine Ansteckungsgefahr für Haus- und Wildschweine durch kontaminierte, weggeworfene Speisereste. So kann ein unachtsam weggeworfenes Wurstbrötchen ausreichen, um die Krankheit zu verbreiten. 

Über das Verfüttern oder die unsachgemäße Entsorgung von entsprechenden Produkten, beispielsweise Wegwerfen von Resten an Rastplätzen, können sich Wildschweine mit dem Erreger infizieren. Die Verfütterung von Küchenabfällen oder Essensresten an Schweine (Haus‐  und Wildschweine) ist grundsätzlich verboten.  

Hinweise an Schweinehalter
Die Bestimmungen der Schweinehaltungshygieneverordnung sind von allen Schweinehaltern einzuhalten: unter anderem stalleigene Kleidung, sichere Unterbringung der Schweine ohne Kontaktmöglichkeit zu Wildschweinen, Zugang zur Haltung nur mit Genehmigung des Tierhalters, Futter‐ und Einstreulagerung geschützt vor Wildschweinen. Die Auslaufhaltung von Schweinen ist beim zuständigen Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt (LÜVA) anzuzeigen, die Freilandhaltung von Schweinen bedarf der Genehmigung durch das zuständige LÜVA. Beides ist nur unter Einhaltung strenger seuchenhygienischer Auflagen möglich. 

Verendet aufgefundene Wildschweine
Die Auswertung der ASP‐Meldungen in den anderen Mitgliedsstaaten hat ergeben, dass die Untersuchung verendeter Wildschweine für eine frühzeitige  Erkennung des Eintrages der ASP sehr entscheidend ist. Daher sind von verendet aufgefundenen Wildschweinen (Fallwild/Unfallwild) Organ‐ und/oder Blutproben durch den Jagdausübungsberechtigten zu entnehmen und zur Untersuchung einzusenden. 

Wer verendete Wildschweine, auch mit fortgeschrittener Zersetzung, feststellt, sollte bitte den jeweiligen Jagdpächter beziehungsweise die untere Jagdbehörde unter Telefon 03731 799‐3622  oder ‐3623 verständigen.

Weitere Informationen sind im Internet unter www.landkreis-mittelsachsen.de/das-amt/behoerden/afrikanische-schweinepest.html zu finden.