Aktionstag: „Gemeinsam Leben in Mittelsachsen“

20.06.2017

Am 21. Juni findet ein Aktionstag unter dem Motto „Gemeinsam Leben in Mittelsachsen“ in Hartha statt.

Schon zum zweiten Mal findet der Aktionstag „Gemeinsam Leben in Mittelsachsen“ statt. Er hat den Schwerpunkt Inklusion und Sucht. Am 21. Juni sind alle Interessierten ab 09:00 Uhr in die Hartharena in Hartha eingeladen. Über 20 Einrichtungen, Institutionen, Vereine und Schulen sind in die Vorbereitung mit eingebunden. Es gibt Stände, die zum Mitmachen und Ausprobieren einladen – von der Mixbar der Suchtberatungsstelle bis zum Rollstuhlparcours. Organisiert wird der Tag durch die Stadt, den Landkreis in Form des Behindertenbeirates und des Gesundheitsamtes sowie der Initiative für Demokratie Mittelsachsen e. V. Die erste Ausgabe fand im vergangenen Jahr in Freiberg statt. „Wir möchten mit dem Tag die Bevölkerung für die beiden Themen Sucht und Inklusion sensibilisieren – denn Behinderung kann eine Folge von Suchterkrankungen sein. Wir zeigen welche Angebote es gibt, welche Bedürfnisse vorhanden sind und wie aktiv trotz Behinderung das Leben sein kann“, so der zweite Beigeordnete Jörg Höllmüller. Er wird den Tag ab 9 Uhr gemeinsam mit Bürgermeister Ronald Kunze eröffnen. „Es handelt sich hier um zwei wichtige Themenfelder und wir hoffen auf eine breite Resonanz, Schulen aus der Umgebung haben bereits ihre Teilnahme zugesagt. Darüber hinaus sind alle Interessierten eingeladen in die Hartharena zu kommen, denn es ist ein generationsübergreifender Tag“, erklärt Harthas Bürgermeister. Schon die erste Beratung habe das Interesse der Beteiligten gezeigt, sich am 21. Juni zu beteiligen.

Im vergangenen Jahr sind die Suchtberatungsstellen in Mittelsachsen und das Fachkrankenhaus Bethanien Hochweitzschen am häufigsten auf Grund von Alkoholkonsum aufgesucht wurden – dicht gefolgt von illegalen Drogen.  Das geht aus der entsprechenden Statistik hervor, die demnächst veröffentlicht wird. „Dies hat sich in den vergangenen Jahren stetig entwickelt“, erklärt der Psychiatriekoordinator des Landkreises Matthias Gröll. Daher sei eine frühe präventive Arbeit wichtig. Unter anderem stellen sich die Suchtberatungsstellen aus Döbeln und Freiberg mit einer alkoholfreien Mixbar vor. „Dabei kommt man ganz leicht ins Gespräch und kann auch Hemmnisse abbauen, eine Beratungsstelle aufzusuchen“ erläutert Gröll. Außerdem wird mit sogenannten Rauschbrillen gezeigt, welche Auswirkungen der Konsum von Alkohol hat.

Ähnlich ist es im Bereich Behinderung. „Es soll dargestellt werden, wie viele Arten der Behinderungen es gibt, an welchen Punkten wir Hilfe benötigen bzw. wir damit auch umgehen und letztendlich Berührungsängste nehmen“, so der Vorsitzende des Behindertenbeirates Sven Jeschke. Unter anderem wird Blindenfußball und Völkerball im Rollstuhl gespielt, ein Bogenschießverein für Behinderte präsentiert sich sowie der Blindenverband, die Regenbogenschule Döbeln oder die Alphabetisierungsstelle Chemnitz. „Wir möchten deutlich zeigen, dass es nach einer Diagnose oder einem Unfall mit dem Leben trotz Behinderung weiter geht und wie viele Möglichkeiten und Perspektiven es gibt“, so Jeschke weiter. Unter anderem sind unter diesem Aspekt Reha-Zentren, die Arbeitsagentur, das Jobcenter und die Behindertenwerkstatt der Diakonie in Hartha vertreten. Diese sorgt auch für das Catering.

Finanziell gefördert wird der Tag durch den Lokalen Aktionsplan „Toleranz ist ein Kinderspiel“. Jörg Höllmüller betont, dass der Tag fortgesetzt wird. Entsprechende Gespräche mit möglichen Austrägern laufen.