Aktionstag zu Sucht und Inklusion in Freiberg

28.04.2016

Am 4. Mai findet auf dem Schlossplatz in Freiberg ein Aktionstag zu den Themen Sucht und Inklusion statt. Von 13:00 bis 17:00 Uhr erwartet die Besucher ein buntes Programm und zahlreiche Aktionen sowie verschiedene Informationsstände.

„Manche denken, die beiden Themen passen nicht zusammen, aber Behinderung kann eine Folge von Suchterkrankungen sein“, erklärt Sven Jeschke, ­Vorsitzender des Behindertenbeirates und Initiator des Tages. Gemeinsam mit der Initiative für Demokratie ohne Extremismus Mittelsachsen e. V., dem Landkreis und der Stadt Freiberg organisiert er den Tag. 

Beteiligt sind beispielsweise die Verkehrswacht mit einem Rollstuhl- und Rollator-Parkour, der Behindertenverband, das ­Regenbogenhaus sowie zahl­reiche Praxen. „Wir möchten zeigen, wie lebenswert das ­Leben trotz Behinderung ist, aber ­natürlich auch die Bevölkerung für unsere ­Belange sensibilisieren und mit Interessierten ins ­Gespräch kommen“, so ­Jeschke weiter. 

Matthias Gröll ist im Gesundheitsamt des Landratsamtes Ansprechpartner für die Suchtberatungsstellen im Landkreis und arbeitet eng mit diesen zusammen. „Sogenannte ‚Droge Nummer eins‘ ist weiterhin der Alkohol, dies geht aus der jährlichen Suchtstatistik hervor“, so Gröll. Deshalb bietet die Diakonie Döbeln alkoholfreie Cocktails an, um zu zeigen, wie gut diese schmecken und dass es auch ohne Rum und Co. geht. Dazu gibt es auch ein Rezeptbuch. Wichtige ­Grundlagen rund um Sucht­prävention und Lebenskompetenzförderung werden die Diakonie Freiberg und der ­Kinderschutzbund an speziellen Informations-Pavillons vermitteln. „Natürlich versuchen wir dies auf niedrigschwelligem ­Niveau zu reali­sieren, um vor ­allem Jugendliche zu erreichen“, so Gröll. Gleichzeitig kann mit einem ­solchen Aktionstag auch gezeigt werden, wer die ­Ansprechpartner sind, um die Angst vor einer ­professionellen Beratung zu nehmen. 

Es beteiligen sich rund 20 Ins­titutionen und Firmen. „Freiberg ist der Auftakt, in den kommenden Jahren soll es jeweils in einer anderen Stadt einen ­solchen Tag geben. An die nächste Ausrichterkommune ­werden wir einen Staffelstab übergeben“, erklärt Ralf Schreiber von der Initiative für Demokratie ohne Extremismus Mittelsachsen e. V.