Aktueller Stand Kinder- und Jugendpsychiatrie

08.02.2017

Die vollstationäre Versorgung von Patienten der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist weiterhin das Ziel der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH. Über den aktuellen Stand wurde Anfang dieser Woche der Aufsichtsrat der Gesellschaft informiert.

Demnach läuft noch die Suche nach einem Chefarzt beziehungsweise einer Chefärztin. „Wir haben schon sehr intensive Gespräche mit erfahrenen und geeigneten Kandidaten sowie eine sehr konkrete Verhandlung geführt. Ein Kontrakt kam leider, trotz unseres großen Bemühens, nicht zustande“, erklärt Geschäftsführer Florian Claus. „Man spürt, dass diese Aufgabe für die Kandidaten interessant ist und dies macht uns Hoffnung bei der Suche. Der zeitliche Druck ist jedoch enorm hoch und es ist für alle Beteiligten eine Mammutaufgabe.“ Für weitere potentielle Ärzte ist die Frage des Chefarztes enorm wichtig und deshalb liege hier eine der höchsten Prioritäten. Ein weiterer Schwerpunkt, Patienten wieder in Chemnitz und Mittweida vollstationär zu betreuen, sind die Verhandlungen mit dem Städtischen Klinikum Chemnitz. Im Dezember wurde vom Landkreis Mittelsachsen, der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH und dem Klinikum Chemnitz eine Absichtserklärung unterzeichnet mit dem Ziel der vollstationären Versorgung an beiden Standorten. Auf unterschiedlichen Ebenen und in enger Abstimmung wird an einer gemeinsamen Lösung gearbeitet. Aufgrund der Komplexität der Thematik kann aktuell noch kein Umsetzungstermin genannt werden. „Die ärztliche Situation ist leider immer noch die große Hürde. Deutschlandweit werden diese Fachärzte gesucht. Ich bin optimistisch, dass das Engagement vieler Beteiligter für die beiden Standorte sich auszahlt und es wieder in Chemnitz und Mittweida entsprechende Angebote geben wird“, so Landrat Matthias Damm.

Hintergrund:

Die Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH ist Träger der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit den Standorten Chemnitz, Mittweida und Riesa. In Chemnitz und Mittweida ist laut Bettenplan eine vollstationäre Versorgung vorgesehen. Die Betreuung von vollstationären Patienten der Kinder- und Jugendpsychiatrie wurde zum 1. Dezember am Standort Chemnitz konzentriert. Grund ist die angespannte ärztliche Situation. Deshalb wird jetzt in einer neuen Form und damit auch an Lösungen für einen Betrieb an beiden Standorten gearbeitet. Am Standort Mittweida wird seit 1. Dezember eine tagesklinische Versorgung für bis zu elf Patienten angeboten.