Am Computer den Ernstfall üben

14.11.2014

Am 17. und 18. November üben Katastrophenschutzeinheiten des Landkreises den Ernstfall.

Genutzt wird dabei das für Ausbildungs- und Übungszwecke eingesetzte computergestützte Simulationssystem SAFER. Mitarbeiter des Landratsamtes sowie Vertreter von Feuerwehren, des Rettungsdienstes und Notärzte sind beteiligt – insgesamt rund 40 Personen. Der Ablauf bei einem Massenanfall von Verletzten wird in zwei Szenaren geprobt: Zum einen gibt es einen Unfall auf der A 4 bei Hainichen mit einem Reisebus und einem Gefahrguttransporter und zum anderen ein Unglück mit einem Personenzug in Folge eines Zusammenstoßes mit umgestürzten Bäumen.
 
SAFER bietet die Möglichkeit, verschiedene Szenarien wie beispielsweise Hochwasser, Zugunglücke oder Chemieunfälle realitätsnah und zeitkritisch zu üben. Die Teilnehmer können sich in der 3D-Simulation frei im Szenario bewegen. Die jeweiligen Einsatzkräfte wie der Rettungsdienst erhalten am Rechner alle Daten vom Patienten und müssen entscheiden, wie man ihn behandeln muss. Gleiches gilt bei der Feuerwehr: Es kann ständig eine neue Gefahrensituation auftreten, die vom Übungsleiter gesteuert wird. Die Teilnehmer der Feuerwehr entscheiden dann, ob weitere Einsatzkräfte oder ob ein Tankwagen mit Wasser hinzugezogen werden müssen - und das passiert alles am Computer. Der Leiter der Abteilung Ordnung und Sicherheit Steffen Kräher nahm bereits vor gut zwei Jahren an einer Übung mit diesem Programm teil. Für ihn war es damals eine komplett neue Erfahrung: „Es ist sehr realistisch und von allen Teilnehmern ist viel Konzentration gefragt.“ In Freiberg wird sowohl im Stabsraum, als auch in der Technischen Einsatzleitung geprobt. Dabei handelt es sich um eine kleine mobile Leitstelle in einem LKW, die bei einem Schadensereignis vor Ort die Einsatzkräfte koordiniert.
 
Ermöglicht wird die Übung durch eine Kooperationsvereinbarung von Sachsen und Rheinland-Pfalz. Die Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule Rheinland-Pfalz hat das System SAFER gemeinsam mit Kooperationspartnern entwickelt. Vertreter der Einrichtung betreuen die Übung in Freiberg. Am 20. und 21. November üben hier auch Mitarbeiter und Einsatzkräfte aus dem Landkreis Görlitz mit dem System.