Krebsberatung unterstützte mehr als 1700 Mal

26.03.2026

Die Ambulante Krebsberatungsstelle des Landkreises Mittelsachsen hat im Jahr 2025 insgesamt 1781 Beratungseinheiten durchgeführt. Damit bleibt sie eine wichtige Anlaufstelle für Menschen mit einer Krebserkrankung sowie für deren Angehörige.

Die Häufigkeit der Krebserkrankungen nimmt stetig zu. Betroffene und Familien stellt das häufig vor große körperliche, psychische und soziale Herausforderungen. Neben der Krankheitsbewältigung spielen auch Fragen zu Sozialleistungen, Rehabilitation oder Pflege eine wichtige Rolle. Die Krebsberatungsstelle unterstützt Ratsuchende dabei mit psychosozialer und sozialrechtlicher Beratung.

„Unser Ziel ist es, Betroffene und ihre Angehörigen in dieser schwierigen Lebensphase zu begleiten, Orientierung zu geben und ihre Selbstwirksamkeit zu stärken“, erklärt Corinna Richter vom Gesundheitsamt des Landkreises Mittelsachsen. Die Beratung erfolgt persönlich, telefonisch, schriftlich oder digital. Bei Bedarf sind auch Hausbesuche möglich. Die Gespräche finden am Hauptstandort im Gesundheitsamt in Mittweida sowie in den Servicestellen in Freiberg und Döbeln statt. Das Angebot ist kostenfrei und vertraulich.

Im Jahr 2025 nutzten vor allem ältere Menschen das Beratungsangebot. Häufig ging es um Fragen zu Pflege, Schwerbehinderung, Rehabilitation sowie zur Organisation des Alltags mit der Erkrankung. Auch die Unterstützung bei sozialrechtlichen Anträgen oder bei der Suche nach psychologischer Hilfe spielte eine wichtige Rolle. Patienten schildern Schwierigkeiten, fachärztliche und auch hausärztliche Termine zu bekommen. Dies stellt ein großes Problem im ländlichen Raum dar.

Neu eingeführt wurde im April 2025 ein Gesprächskreis für Betroffene und Angehörige, der seitdem regelmäßig stattfindet. Zusätzlich bietet die Beratungsstelle Möglichkeiten zur Entspannung und Stressbewältigung, die sowohl in Einzelberatungen als auch im Gesprächskreis genutzt werden.

Neben der Beratung engagiert sich die Krebsberatungsstelle auch in der Präventions- und Aufklärungsarbeit. Beim „Tag des Gesundheitsamtes“ im März 2025 informierte sie beispielsweise über Hautkrebsprävention und Hitzeschutz im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vernetzung mit Arztpraxen, Kliniken, Rehaeinrichtungen und Selbsthilfegruppen. Vier Selbsthilfegruppen wurden 2025 durch die Beratungsstelle begleitet und unterstützt.

Das Team der Beratungsstelle besteht aus zwei Diplom-Sozialarbeiterinnen mit psychoonkologischer Weiterbildung. Die Beratungsstellen werden aus Mitteln des GKV-Spitzenverbandes und des Verbandes der Privaten Krankenversicherungen gefördert sowie aus Steuermitteln des Freistaates Sachsen mitfinanziert.