Asylunterkunft in Königshain-Wiederau bleibt zunächst bestehen

26.02.2016

Die Notunterkunft in Königshain - Wiederau wird zunächst bis Ende März nicht freigezogen. Dies ist das Ergebnis eines Gesprächs von Landrat Matthias Damm und Vertretern des Helferkreises in der Gemeinde

„Binnen kürzester Zeit sind hier Strukturen und Netzwerke zur Unterstützung der Asylsuchenden entstanden, die nach Möglichkeit aufrecht erhalten werden sollten“, erklärt Damm. Sie seien auch ein deutliches Zeichen, wie stark ehrenamtliches Engagement greift. Dafür dankt der Landrat ausdrücklich. Er zeigte in dem Gespräch aber auch auf, wie es zu der Entscheidung kam, die Unterkunft zunächst nicht weiter zu betreiben.

Im Dezember vergangenen Jahres waren die Unterbringungskapazitäten des Landkreises erschöpft und das wöchentliche Niveau an Zuweisungen war anhaltend hoch. Deshalb entstand auf der Fläche in Königshain-Wiederau eine Notunterkunft. Die Zuweisungszahlen sanken Anfang des Jahres deutlich, andere Unterbringungsobjekte wurden vorbereitet und stehen nun zur Verfügung.

Im Landkreis sind zurzeit freie Kapazitäten in anderen Objekten vorhanden und die Unterbringung in Zelten ist nur eine Notunterkunft. Hinzu kommt die Kostenstruktur einer solchen Einrichtung. Deshalb entschied sich der Landkreis, diese Unterkunft freizuziehen.

In den kommenden vier Wochen soll der Freizug so vorbereitet werden, dass die ehrenamtlichen Strukturen und das Umfeld der seit mehreren Wochen lebenden Asylsuchenden nicht aufgegeben werden muss.

Eine wichtige Rolle spielt dabei eine dezentrale Unterbringung, in Form der Nutzung von Wohnungen - auch in Nachbargemeinden. Ein entsprechendes Gespräch wird in der kommenden Woche mit dem Bürgermeister gesucht.

Zuweisungsprognosen liegen dem Landkreis nur bis Ende März vor. Da aber ein Anstieg der Zahlen folgen könnte, bleibt das Zelt zunächst stehen.
Ende März ist ein weiteres Arbeitsgespräch geplant.