Asylwohnprojekt in Clausnitz

22.02.2016

Das Asylwohnprojekt in Clausnitz erhält einen neuen Leiter. Dies entschied heute der Landrat in Abstimmung mit dem Betreiber. Wer die Funktion endgültig übernimmt, entscheidet sich in Kürze. Die Betreuung der Asylbewerber ist jedoch weiterhin über den Betreiber abgesichert.

Der bisherige Leiter erhält eine andere Aufgabe innerhalb des Betreiberunternehmens. Landrat Matthias Damm betont, dass der bisherige Leiter eine nicht zu beanstandende Arbeit vorweisen kann. „Wir haben die Entscheidung zum Schutz seiner Person und durch die bundesweite Diskussion über ihn getroffen,“ erklärt Landrat Matthias Damm. Parallel läuft auch die Aufarbeitung der Ereignisse vom vergangenen Donnerstagabend im Ortsteil Clausnitz der Gemeinde Rechenberg-Bienenmühle seitens des Landkreises, bei denen beispielsweise Fragen der Informations- und Kommunikationskette analysiert werden.

Damm verurteilt erneut die Art des Protestes: „Eine ablehnende Minderheit vermittelt ein Menschenbild, welches unserer Region überhaupt nicht entspricht.“

Im Ortsteil Clausnitz der Gemeinde Rechenberg-Bienenmühle sind vergangene Woche erstmalig Wohnungen mit insgesamt 20 Asylsuchenden belegt worden. Die Ankunft des Busses behinderten zirka 100 Personen.  Insgesamt wurden zehn Wohnungen angemietet, neun sind für die eigentliche Unterbringung und eine für den administrativen Bereich, die Kapazität liegt bei 25 Personen. Die untergebrachten Asylsuchenden stammen aus dem Iran, Syrien, Afghanistan und Libanon. Sie

werden neben dem Betreiber vor Ort auch von einem Arbeitskreis betreut. „Diese ehrenamtliche Struktur ist sehr wichtig und hat auch bei zahlreichen Einrichtungen deutlich gezeigt, wie stark sich die Bevölkerung um die Menschen bemüht,“ so Damm.