Aufforderung des Landratsamtes Mittelsachsen zur Abgabe von Interessenbekundungen zur Teilhabe an der Unterstützung für Naturschutzstationen

18.04.2018

Der Freistaat Sachsen wird auch im Jahr 2019/2020 voraussichtlich Naturschutzstationen finanziell unterstützen. Dafür sollen jährlich jeweils 1,5 Millionen Euro bereitgestellt werden. 
Unterstützt werden sollen Einrichtungen, die mit einem Standort im jeweiligen Landkreis praktische Naturschutzarbeit leisten (Maßnahmen in den Bereichen Artenschutz, Biotoppflege, Schutzgebietsbetreuung, naturschutzfachliche Dokumentation) sowie Umweltbildung ausüben. 
In einem ersten Schritt können solche Einrichtungen, die im Landkreis Mittelsachsen tätig sind, ihr Interesse an einer Unterstützung bekunden. 
Die Interessenbekundungen müssen bis 18. Mai 2018 (Datum des Posteinganges)an das:
     Landratsamt Mittelsachsen 
     Referat Naturschutz
     Frauensteiner Straße 43
     09599 Freiberg 
übergeben worden sein. Der postalischen Übergabe gleichgestellt ist eine Einreichung per Telefax an 03731 7994086 oder per E-Mail an manuela.ziegler@landkreis-mittelsachsen.de

Bei der Entscheidung über die Teilhabe an der finanziellen Unterstützung werden folgende Mindest- und Abwägungskriterien zugrunde gelegt – deren Einhaltung/Beachtung/Umsetzung ist mit der einzureichenden Interessenbekundung nachzuweisen:

Mindestkriterien

(1) Es findet eine kontinuierliche, ganzjährige Tätigkeit in eigenen Räumlichkeiten statt.

(2) Fest angestelltes, fachkompetentes Personal dient als Ansprechpartner bzw. arbeitet in der Projektleitung.
(3) Die Naturschutzstation ist in ihrer Arbeit landkreisorientiert, regional vernetzt und arbeitet mit der Unteren Naturschutzbehörde eng zusammen. Sofern durch einen gemeinsamen Naturraum geboten, kann die Unterstützung auch die kreisübergreifende Zusammenarbeit mit anderen Naturschutzstationen umfassen.
(4) Die Naturschutzstation übt Tätigkeiten im Bereich der praktischen Naturschutzarbeit und Umweltbildung aus.
(5) Aktive Mitwirkung bei der Sicherung der Nachwuchsgewinnung für das Naturschutzehrenamt auf der Grundlage eines vom Landkreis vorgegebenen Ausbildungsplanes (Curriculum Basiskurs)

Abwägungskriterien 
(1) Kooperationen mit anderen Naturschutzstationen
(2) Durchführung mittel- und langfristiger Tätigkeiten zur Gewinnung von Nachwuchs im Ehrenamt, insbesondere zur Heranführung an den Kreisnaturschutzdienst und die Ausbildung von Artexperten
(3) Mitarbeit im Netzwerk Umweltbildung Sachsen sowie Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz sowie dem Deutschen Verband für Landschaftspflege – Landesverband Sachsen e.V.
(4) Vermittlung von Bildungsinhalten im Bereich der NATURA 2000-und Biodiversitätsthematik 
(5) Durchführung von unterstützenden Tätigkeiten für den Landkreis durch Koordinierung, Vernetzung und Information von Naturschutzhelfern

Die Formblätter für die Interessenbekundung und der vom Landkreis vorgegebenen Ausbildungsplanes (Ausbildung Basiskurs) können abgefordert werden:

a) per Email über: manuela.ziegler@landkreis-mittelsachsen.de 
oder 
b) telefonisch unter 03731 7994160.

 

Freiberg, 18. April 2018

Udo Seifert                    
Referatsleiter
Referat Naturschutz

 

1 Auszug aus der Bekanntmachungssatzung des Landkreises Mittelsachsen vom 15. Juni 2017§ 2 Inhalt der Bekanntmachung
Öffentliche Bekanntmachungen haben mit vollem Wortlaut zu erfolgen. Sofern eine Rechtsverordnung oder Satzung genehmigungspflichtig ist oder genehmigungspflichtige Teile enthält, muss auch die Tatsache der Genehmigung unter Angabe der Genehmigungsbehörde und des Datums der Genehmigung bekannt gemacht werden. 
§ 3 Ersatzbekanntmachung 
(1) Sind Pläne oder zeichnerische Darstellungen, insbesondere Karten, Bestandteile einer Rechtsverordnung oder Satzung, können sie dadurch öffentlich bekannt gemacht werden, dass 
   1. ihr wesentlicher Inhalt in der Rechtsverordnung oder Satzung umschrieben wird, 
   2. sie an einer bestimmten Verwaltungsstelle des Landratsamtes Mittelsachsen zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten, mindestens aber
       wöchentlich 20 Stunden, für die Dauer von mindestens 2 Wochen niedergelegt werden und 
   3. hierauf bei der Bekanntmachung der Rechtsverordnung oder Satzung hingewiesen wird. 
(2) Absatz 1 gilt für sonstige öffentliche Bekanntmachungen entsprechend.“