Aus dem Ausschuss für Umwelt und Technik: Rettungsdienst erhält neue Fahrzeuge

16.11.2017

Der Bereich Rettungsdienst war Bestandteil in zwei Tagesordnungspunkten der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik.

So ging es um die Anschaffung von neuen Fahrzeugen und die künftige Rettungswache in Roßwein. Diese soll vom jetzigen Standort Naußlitz in die Poststraße umziehen, da das bisherige angemietete Objekt nicht mehr zeitgemäß ist. Die alte Post in Roßwein wird in ein Ärztehaus um- und ausgebaut. In diesem Zuge ist die Integrierung der Rettungswache sowie der Neubau einer dazugehörigen Fahrzeughalle vorgesehen. Der Ausschuss beriet über ein entsprechendes notwendiges Vertragsverhältnis mit einer Mindestlaufzeit von 15 Jahren. Es soll zum 1. April 2019 wirksam werden. „Dieser Standort ist strategisch günstig gelegen und dient dem Landkreis langfristig zur Erfüllung seiner Aufgaben im Bereich des Rettungsdienstes“, erklärt der Leiter der Abteilung Ordnung und Sicherheit Steffen Kräher. 

Außerdem berieten die Mitglieder des Ausschusses über die Beschaffung von sieben Rettungstransportwagen (RTW) und sechs Krankentransportwagen (KTW). Es handelt sich dabei fast ausschließlich um Ersatzbeschaffungen, die nach sechs Jahren und einer Laufleistung von über 300.000 Kilometer notwendig sind. Ein Rettungstransportwagen erweitert die Flotte für die Wache in Penig, was im bestätigten Bereichsplan Rettungsdienst vorgesehen ist. Die anderen RTW gehen nach Flöha, Geringswalde, Hainichen, Dittmannsdorf, Eppendorf und Burgstädt. Die KTW sind für Penig, Freiberg, Flöha und Burgstädt vorgesehen. Eine Firma aus Schönebeck soll im kommenden Jahr die Fahrzeuge ausliefern. Investiert werden rund 1,6 Millionen Euro, es erfolgt aber durch die Krankenkassen die Refinanzierung. Somit verfügt der Landkreis als Träger des Rettungsdienstes dann über insgesamt 50 Rettungstransportwagen, Krankentransportwagen und Notarzteinsatzfahrzeuge.

Die Landkreisverwaltung hat verschiedene Reinigungsleistungen für Verwaltungsgebäude und Schulen ausgeschrieben, wie für das Gymnasium Rochlitz, das Fachschulzentrum Freiberg-Zug oder das Förderschulzentrum in Brand-Erbisdorf. Der Ausschuss für Umwelt und Technik beriet über die Ergebnisse der Ausschreibungen für das Gymnasium Burgstädt, den Standort des Beruflichen Schulzentrums Döbeln-Mittweida in Burgstädt und den Verwaltungsstandort Mittweida. Sie haben ein Gesamtvolumen von rund 674.000 Euro in den kommenden vier Jahren. Die Mitglieder votierten dafür, dass Firmen aus Halle und Dresden die Leistungen ab dem kommenden Jahr durchführen.

Für notwendige Ausgleichsleistungen bei der Erbringung des öffentlichen Personennahverkehrs im Bereich liniengebundener Busverkehr gibt es einen Vertrag zwischen dem Landkreis und der REGIOBUS Mittelsachsen GmbH, den sogenannten ÖDLA (Öffentlichen Dienstleistungsauftrag). Dieser regelt, dass die Gesellschaft jährlich entsprechende Ausgleichsmittel für die Leistungen erhält. Der Ausschuss beriet über die aktuelle Kostenentwicklung und beschloss eine überplanmäßige Aufwendung/Auszahlung von 472.000 Euro. Sie wurde notwendig, da sich Ausgaben wie für Material und Personal erhöhten. Außerdem erhielt die Gesellschaft weniger Einnahmen im Bereich Ausbildungsverkehr in den Jahren 2016 und 2017. Damit liegen die Aufwendungen des Landkreises in diesem Jahr hier bei insgesamt rund 9,25 Millionen Euro. Die landkreiseigene REGIOBUS Mittelsachsen GmbH hat derzeit 419 Beschäftigte und 169 Linienkonzessionen. Jährlich werden rund 13 Millionen Personen auf einem über 4 100 Kilometer langen Liniennetz in einer sehr hohen Qualität und Zuverlässigkeit befördert. Die Busse legen dabei aktuell rund 12,2 Millionen Kilometer entsprechend des Fahrplanes zurück.