Aus dem Verwaltungs- und Finanzausschuss

19.09.2017

Am 18. September kam der Verwaltungs- und Finanzausschuss des Kreistages zu seiner 23. Sitzung in der Außenstelle des Landratsamtes in Mittweida zusammen.

Handlungskonzept wird erarbeitet

Für die Sozialregion Döbeln wird ein Handlungskonzept mit der Überschrift „Soziale Teilhabe stärken“ erarbeitet. Das hat der Verwaltungs- und Finanzausschuss in seiner Sitzung beschlossen. Ziel ist dabei beispielsweise zu prüfen, ob weitere Leistungsangebote eingeführt werden. Damit werden Ressourcen wirkungsvoll eingesetzt, die Belange einzelner Zielgruppen umfassend berücksichtigt und soziale Lebensbedingungen sowie zukünftige Entwicklungen im Rahmen kommunaler Daseinsvorsorge gestaltet. Der zuständige Beigeordnete Jörg Höllmüller betont: „Die Region Döbeln wurde aufgrund der gewachsenen örtlichen Strukturen und der Verbindung zwischen städtischen und ländlichen Raum ausgewählt. Mehrere Behörden und Institutionen arbeiten in diesem Bereich. Mit der intergierten Sozialplanung möchten wir die Angebote noch besser verbinden und somit steuern.“ Die Hochschule Mittweida begleitet das Konzept wissenschaftlich.

Hintergrund:
Der Landkreis besteht aus sieben Sozialregionen, in denen es ganz unterschiedliche Strukturen und Bedürfnisse gibt.

Projekt wird gefördert

Das erfolgreiche Wohnprojekt Zwischenstopp in Bockelwitz wird fortgeführt. Der Verwaltungs- und Finanzausschuss entschied, dass sich der Landkreis auch 2018 und 2019 mit maximal 60.000 Euro jährlich beteiligen wird. Es wirkt im Bereich der Suchtprävention und gewährleistet eine Betreuung in der Zeit zwischen stationärer Entgiftung und einer Reha-Maßnahme. Träger ist die Diakonie Döbeln e. V, die durch das Fachkrankenhaus Bethanien Hochweitzschen, die Stadt Leisnig und dem Netz-Werk e. V. Mittweida unterstützt wird.  Sowohl die Landesärztekammer als auch das Sächsische Sozialministerium schätzen das Projekt positiv ein. Hierzu entsteht derzeit auch eine Masterarbeit an der Hochschule Mittweida. Durch die Betreuung der Patienten in der Übergangszeit soll einem Rückfall vorgebeugt werden. „Auch der Freistaat soll sich angemessen finanziell an dem Projekt beteiligten. Die Beantragung erfolgt“, so Jörg Höllmüller.