Jugendhilfeausschuss: Vergabe von Fördermitteln

14.11.2017

Der Jugendhilfeausschuss entschied in seiner Sitzung über die Vergabe von Fördermitteln an die verschiedensten Vereine und Institutionen, die sich in dem Bereich engagieren. Unterstützung erhalten so ehrenamtliche und hauptamtliche Jugendclubs, Streetworker, Familientreffs oder ambulante Angebote mehrerer Verbände und Angebote der Schulsozialarbeit oder der Jugendgerichtshilfe. Die getroffenen Beschlüsse stehen unter dem Vorbehalt des noch zu beschließenden Kreishaushaltes für 2018.

Im Bereich der Jugendarbeit in Form von Treffs oder Clubs werden 64 Maßnahmen gefördert, die Summen bewegen sich zwischen 1.100 Euro und 100.000 Euro. „Wir haben viele ehrenamtlich geführte Einrichtungen, die jeweils knapp über 1.000 Euro im Jahr erhalten. Darüber hinaus gibt es hauptamtlich betriebene Angebote, bei denen wir die Personalstellen mitfinanzieren“, erklärt die zuständige Abteilungsleiterin im Landratsamt Heidi Richter. Insgesamt stellt der Landkreis Gelder für rund 25 Vollzeitstellen zur Verfügung. Erstmals in diesem Jahr erhält ein Jugendtreff in Leubsdorf eine entsprechende Zuwendung.

Finanzielle Mittel erhalten beispielsweise aus dem Bereich der Abteilung Jugend und Familie der Kreissportbund für den Koordinator Sportjugend, der Kreisjugendring für die Jugendverbandsarbeit, der Deutsche Kinderschutzbund für deren Arbeit im Bereich des Kinder- und Jugendschutzes sowie der Sächsische Jugendverband EC für ein Medienprojekt. Neu aufgenommen wurde die Förderung einer halben Fachkraftstelle bei der regionalen Fachstelle für Suchtprävention der Stadtmission Chemnitz. Ebenfalls mit fast einer halben Stelle wird das Projekt Alternative Beschulung in Mittweida unterstützt, das sich mit Schulschwänzern auseinandersetzt und diese wieder an den Schulalltag heranführt. Träger ist hier der Verein zur Förderung der beruflichen Bildung Mittweida e. V. Der Jugendhilfeausschuss bestätigte ebenfalls die Förderung für fünf Vollzeitstellen in ambulanten Maßnahmen im Bereich der Jugendgerichtshilfe an die Träger AWO Grimma, CJD Sachsen, Oase Mittweida.

Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung des Jugendhilfeausschusses war die Schulsozialarbeit, die an 32 Schulen im Landkreis vorgehalten und über die entsprechende Förderrichtlinie finanziert werden. „Vordergründig handelt es sich hier um Förder- und Oberschulen. Rund 1,4 Millionen Euro sind dafür im Haushalt vorgesehen. „Den größten Teil der Kosten trägt der Freistaat. Ab dem Schuljahr 2018/2019 ist eine Vollfinanzierung der Personalaufwendungen bei Oberschulen in öffentlicher Trägerschaft vorgesehen“, erklärt Richter. Verschiedene Vereine sind Träger der Angebote in Flöha, Freiberg, Burgstädt, Erlau, Döbeln, Roßwein, Frankenberg, Mittweida, Leisnig, Lichtenau, Oederan, Eppendorf, Rechenberg-Bienenmühle, Hartha, Penig, Halsbrücke, Bobritzsch-Hilbersdorf, Waldheim, Claußnitz und Sayda. Über 25 Vollzeitstellen können in Folge des Beschlusses positiv beschieden werden.

Freiberg erhält weitere Mittel zur Schaffung von Plätzen im Bereich der Kindertagesstätten. Es handelt sich um 187.500 Euro nicht abgerufene Landes- und 18.750 Euro nicht abgerufene Landkreismittel. Ein Träger gab die bewilligten Beträge zurück, da dieser ein Vorhaben mit einem anderen Programm realisiert. Vorgesehen sind weitere insgesamt 206.250 Euro für den Neubau der  Kita in der Külzstraße. Bereits in der vergangenen Sitzung des Ausschusses wurden der Maßnahme Gelder zugesprochen, der maximale Fördersatz wurde aber nicht ausgereizt. „In der Universitätsstadt ist ein großer Bedarf, daher haben wir empfohlen, die weiteren Gelder entsprechend zu vergeben“, erklärt Richter. 

Foto: Andrea Funke