Belegschaftsversammlung der LMK

20.06.2017

In einer Belegschaftsversammlung wurden heute die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH (LMK) über den aktuellen Verhandlungsstand zur Integration der Gesellschaft in die Vereinigten Gesundheitseinrichtungen Mittelsachsen informiert.

Demnach laufen noch die Verhandlungen, die bis Ende Juli abgeschlossen werden sollen. „Neben den zahlreichen juristischen Fragen, steht die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft immer im Fokus“, erklärt der Vorsitzende des Aufsichtsrates und Landrat des Landkreises Mittelsachsen Matthias Damm. Sie sei, wie schon oft kommuniziert, sehr angespannt und hat sich durch die vorübergehende Schließung der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) verschärft. Daher hat sich die Gesellschaft entschieden, jetzt die Verhandlungen für einen Haustarifvertrag mit den Gewerkschaften Marburger Bund für das ärztliche Personal und ver.di für das Pflegepersonal und den Beschäftigten der Verwaltung aufzunehmen. „Das von Sana erarbeitete Zukunftssicherungskonzept sieht eine Vielzahl von Maßnahmen vor, die auch notwendige Kosteneinsparungen beinhalten. Ein zentraler Punkt dabei ist die Tarifstruktur“, erklärt Damm. Es gelte in der künftigen VGE diese zu vereinheitlichen, durch die wirtschaftliche Situation der LMK müssen die Verhandlungen sofort aufgenommen werden. Aktuell gelte in der LMK der TVöD – die Entlohnung liegt über dem Durchschnitt von Klinken in der Umgebung. „Um ein einheitliches Niveau zu erreichen, bedeutet dies Lohnanpassungen“, erklärt der Landrat. Er hofft, dass die Beteiligten aktiv diesen Prozess begleiten und es eine schnelle Einigung gibt, damit die dringend notwendige Sanierung beginnen kann.

Darüber hinaus werden beispielsweise die Kompetenzen der Sana Kliniken im Einkauf helfen, Kosten zu reduzieren. „Durch die Etablierung des Versorgungsnetzwerkes mit zahlreichen medizinischen Themen durch Kooperation und Abstimmung soll sich die Erlösseite stabilisieren“, so Martin Jonas Regionalgeschäftsführer Sachsen/Franken von der Sana Kliniken AG. Die Kombination von Maßnahmen werde mittelfristig die Zukunft der LMK sichern. Beide Partner betonen, dass über die künftige gesellschaftsrechtliche Beteiligungsstruktur und den Willen der LMK in die VGE einzubringen, kein Zweifel besteht, auch zum Zukunftssicherungskonzept besteht grundsätzlich Einvernehmen und man arbeitet gemeinsam daran, die Verhandlungen bis Ende Juli abzuschließen. Aktuell arbeiten bei der LMK über 500 Beschäftigte – jährlich werden rund 10 200 Patienten stationär und 29 000 Patienten ambulant versorgt.

Zum Hintergrund:

Die VGE gehört zu 74 Prozent dem Landkreis und zu 26 Prozent der Sana Kliniken AG. Diese hat mehrere Töchter, wie die Kreiskrankenhaus Freiberg gGmbH oder die Ambulante GesundheitsService GmbH Mittelsachsen – die LMK soll nun ebenfalls eine Tochter werden. Dazu bringt der Landkreis die LMK zu 94 Prozent in die VGE ein. 

Foto: LMK