Betrieb der Kinder- und Jugendpsychiatrie wird weitergeführt

09.11.2016

Das Landratsamt Mittelsachsen, die Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH sowie das Klinikum Chemnitz gGmbH sprechen sich vorerst für den weiteren Betrieb der Kinder- und Jugendpsychiatrie aus.

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH (LMK) am Standort Chemnitz bleibt vorerst bis 30. November in ihrer jetzigen Form bestehen. Das ist das Ergebnis der heutigen Beratung beim Klinikum Chemnitz. Dieses hat zugesichert, die Nachtdienste bis Monatsende weiterhin freiwillig zu übernehmen, da dies seitens der LMK auf Grund des Ärztemangels nicht möglich ist. „Damit ist für diesen Zeitraum die Versorgung gesichert und wir arbeiten jetzt an einer Lösung über den Erhalt der Station über diesen Zeitpunkt hinaus“, erklärt Landrat Matthias Damm.

Ein zentraler Punkt ist die Akutversorgung, sprich wenn Notfälle in der Nacht in die Station eingeliefert werden beziehungsweise bei aufgenommenen Patienten Krisen eintreten. Bisher übernahm das Klinikum die Aufnahme und erste Versorgung, was aber dauerhaft so nicht mehr möglich ist. „Die Stadt Chemnitz benötigt eine verlässliche Versorgung im Bereich der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie“, erwartet der Geschäftsführer des Chemnitzer Klinikums Dirk Balster. „Über die Möglichkeiten zur weiteren Unterstützung wird der Aufsichtsrat des Klinikums Chemnitz zeitnah beraten“ Die LMK plant perspektivisch in Chemnitz die KJP zu zentralisieren. „Dies ist aber auf Grund der baulichen Voraussetzungen nicht sofort möglich, sondern mit einem Planungsvorlauf verbunden“, erklärt Landrat Matthias Damm. Somit könnte dies in wenigen Jahren erfolgen.

Unterdessen arbeitet die Gesellschaft weiter daran, neue Ärzte für den Bereich zu gewinnen und den Fortbestand auch auf dieser Ebene zu sichern.  „Der Bedarf ist überall groß, deshalb beschreiten wir verschiedene Wege“, so Geschäftsführer Jens Irmer.

Foto: LMK