Bilanz 2016: 35 Maßnahmen im Kreisstraßenbau

01.12.2016

Eine positive Bilanz zieht der Landkreis Mittelsachsen in diesem Jahr für die Bausaison an Kreisstraßen.

„Es war mit 35 Maßnahmen  ein anspruchsvolles Programm, das von der Verwaltung, den Baufirmen und vor allem den Kraftfahrern viel abverlangte“, erklärt Landrat Matthias Damm. Zahlreiche Umleitungen und damit verbundene längere Wege mussten in Kauf genommen werden, Anwohner kamen zeitweise nicht an ihre Grundstücke. Er bedankt sich bei den Beteiligten, dass dieses Programm so umgesetzt werden konnte. Matthias Damm: „Gerade im ländlichen Raum, wo Mobilität das A und O ist, brauchen wir eine gute Infrastruktur und ausgebaute Kreisstraßen gehören dazu.“ Insgesamt neun Kilometer Kreisstraße wurde in 16 Projekten erneuert bzw. ausgebaut. 19 Brücken oder Stützmauern sind saniert oder neu entstanden. Insgesamt investierte der Landkreis mit Fördermitteln rund 11,5 Millionen Euro. Mit dabei sind dabei Vorhaben, die im vergangenen Jahr begonnen und nun abgeschlossen wurden. Schwerpunkt bildete wieder die Hochwasserschadensbeseitigung, hinzukommt der reguläre Ausbau und die Erneuerung der Fahrbahn in dem die Asphaltdecke aufgetragen wird. „Einige Projekte werden noch im Dezember abgenommen und für den Verkehr freigegeben“, erklärt der zuständige Beigeordnete Dr. Lothar Beier. Das Ziel der Verwaltung sei, dass so wenige Straßen wie möglich wegen Baustellen im Winter gesperrt bleiben. „Dies hängt natürlich auch von den Witterungsverhältnissen ab, wie weit die Arbeiten fortschreiten“, so Dr. Beier weiter. So hoffe man auf Freigaben in Cämmerswalde, Niederwiesa, Lauenhain, Marbach und Hausdorf. Die Maßnahmen werden im Frühjahr fortgesetzt. Geschlossen bleiben die Kreisstraßen (K) 8250 im Lichtenauer Ortsteil Garnsdorf im Zuge der Böschungsinstandsetzung und in Ottendorf wegen der Sanierung einer Stützwand. In den kommenden Wochen nimmt die Verwaltung noch die Stützwand und Brücken in Mohsdorf und die Brücke in Eulendorf ab.

Mehrere für 2016 ursprünglich geplante Maßnahmen konnten in diesem Jahr nicht umgesetzt werden. Dies hat ganz unterschiedliche Ursachen: Zum einen aus planerischen oder verfahrenstechnischen Gründen, aber auch weil Fördermittel nicht zur Verfügung stehen. Ins kommende Jahr übertragen wurden die K 7547 Kiebitz, der dritte Bauabschnitt K 7706 Breitenau, der zweiten Bauabschnitt der K 8250 Stein, der erste Bauabschnitt in Geringswalde, die K 8203 Mühlbach, der Ersatzneubau der Plattenbrücke bei Goßberg, der Ersatzneubau der Brücke bei Mulda der K 7733, der Ersatzneubau einer Brücke in Littdorf der K 7596 und die Deckensanierung der K 8270 Arras. Als weiteres Projekt sei an dieser Stelle die K 8213 in Rossau genannt. Der Beginn verzögert sich, da das Ergebnis der Ausschreibung weit über den geplanten Kosten lag.  Im November wurde diese Maßnahme erneut ausgeschrieben und steht aktuell kurz vor Zuschlagserteilung, so dass mit dem Bau im Frühjahr begonnen wird. 

Einzelförderung von Straßen- und Brückenbau kommunaler Baulastträger

Über dieses Bauprogramm wurden dieses Jahr sieben von zwölf Maßnahmen vollständig umgesetzt. Die Kosten liegen bei rund 4,6 Millionen Euro. Beispiele sind hier der grundhafte Ausbau der K 7712 zwischen Oberschaar und Niederschöna (Halsbrücke) oder der Ausbau der K 8214 Lorenzstraße im Striegistaler Ortsteil Marbach. Erst kürzlich erfolgte die Verkehrsfreigabe des Ersatzneubaus der Brücke entlang der K 8273 in Erlau OT Crossen.

Hochwasser

Hier begannen in 2016 18 große Baumaßnahmen, bauseits sind 15 fertig. Die Gesamtkosten der abgeschlossenen Maßnahmen liegen bei rund 4,3 Millionen Euro. Als Beispiel wären hier die Ersatzneubauten von zwei Brücken und einer Stützwand im Burgstädter Ortsteil Mohsdorf oder der Brücke entlang der K 8233 in Langenstriegis zu benennen. In Marbach konnte ein Bauwerk auf Grund von baulichen Mängeln nicht wie geplant hergestellt werden. Nach fachlicher Prüfung und einem schwierigen Abwägungsprozess konnte jedoch ein Sanierungskonzept erarbeitet werden, so dass die Brücke noch in diesem Jahr für den Straßenverkehr freigegeben werden soll. Neben den großen Ersatzneubauten von Brücken und Stützwänden führte der Landkreis 2016 aber auch viele  Sanierungen an den Ingenieurbauwerken im Rahmen der Hochwasserschadensbeseitigung durch.

Pauschalförderung für Instandsetzungs- und Erneuerungsmaßnahmen

Der dritte Komplex des Kreisstraßenbaus ist in diesem Jahr neu dazugekommen. Mit der Überarbeitung der Richtlinie zum kommunalen Straßen und Brückenbau gibt es nun neu eine so genannte Pauschalförderung für die Instandhaltung für Kreisstraßen. Über dieses Förderprogramm sollen größere Deckensanierungen und Fahrbahnerneuerungen im Bestand realisiert werden. Insgesamt konnten hierbei rund 5,5 Kilometer Kreisstraße für rund 2,3 Millionen. Euro saniert werden. Beispiele dieser neuen Förderung sind die Fahrbahnerneuerung K 8254 in Taura, der Lückenschluss der K 7735 in Cämmerswalde oder die Deckensanierung auf der K 7515 von der B 169 in die Ortslage Zschaitz. Neben der Sanierung der Kreisstraßen im Bestand konnte über diese Pauschalförderung ein Sanierungskomplex für Ingenieurbauwerke angeschoben werden. Der Landkreis hofft mit Hilfe der Pauschalförderung auch in den kommenden Jahren derartige Sanierungen an Kreisstraßen durchführen zu können.