Bildungskoordinierung für Neuzugewanderte in Mittelsachsen

21.06.2017

„Sport verbindet!“ − unter diesem Motto stellte der Landessportbund Sachsen erstmalig sein Programm „Integration durch Sport“ im Landkreis Mittelsachsen vor. Dieser bietet gezielte Aufklärung an, um sportbegeisterte Migranten für die Mitgliedschaft in Sportvereinen zu gewinnen.

In Kooperation mit dem Kreissportbund Mittelsachsen e. V. wurden die Themen Vereinssport, Verbandsstrukturen und  Sportvereine im Landkreis als Unterrichtseinheiten mit theoretischen und praktischen Anteilen aufbereitet und in den Lehrplan von Integrationskursen eingebettet. Durch die Vermittlung der Bildungskoordinatoren des Landkreises Mittelsachsen konnte dieses Konzept erstmalig bei einem Bildungsträger der Region, den Eckert-Schulen in Freiberg, zum Einsatz kommen.

Der Landessportbund lud hierfür Issam Jabba, den Trainer der D-Jugend-Fußballmannschaft des BSC Freiberg ein, der seit zweieinhalb Jahren in Deutschland lebt. Als Trainer und Spieler des BSC Freiberg berichtete er von seinen Erfahrungen mit Sport für seine Integration in die Region. „Sein Beispiel verdeutlicht, dass Integration eine Bereicherung für alle Seiten darstellt: Für den Verein, der einen wertvolles Mitglied gewinnt aber auch für Issam Jabba, der im Verein neue Freunde gewonnen und vor allem auch seine sprachlichen Fähigkeiten ausgebaut hat“, erklärt Dieter Steinert von der Stabsstelle Asyl im Landratsamt Mittelsachsen.

Der Landessportbund plant die Umsetzung des Programmes „Integration durch Sport“ auch für andere Bildungsformate für Neuzugewanderte und wird bei der Umsetzung in Mittelsachsen durch die Bildungskoordinatorinnen des Landkreises unterstützt.Weitere Informationen zu den Tätigkeitsbereichen der ­Bildungskoordinatorinnen stehen im Internetauftritt des Landkreises Mittelsachsen zur Verfügung.

Foto: Kreissportbund Mittelsachsen e.V.