Brand mit drohender Explosion – EDEKA-Regionallager in Berbersdorf

26.09.2016

Katastrophenschutzübung des Landkreises Zahlreiche Feuerwehren und Rettungsdienstfahrzeuge waren am Samstag im Landkreis unterwegs. Ziel: das EDEKA-Regionallager. Dort fand eine unangekündigte Katastrophenschutzübung statt.

Die Geschichte: Die Leitstelle Freiberg erhielt 07:12 Uhr einen Notruf, wo von einem Brand mit drohender Explosion am EDEKA-Regionallager in Berbersdorf berichtet wurde. Es wären noch sehr viele Personen im Gelände. Gleichzeitig ein zweiter Notruf, ein Unfall mit drei Pkw, neun verletzte Personen, teilweise eingeklemmt; ebenfalls in Berbersdorf. Daraufhin alarmiert die Leitstelle, Feuerwehren der Gemeinde Striegistal und Hainichen, Rettungsdienst, Katastrophenschutzeinheiten, wie Gefahrgutzug, Erkundungszug, Löschzüge Wasserversorgung und Retten, die Schnelleinsatzgruppen (SEG) aus Hainichen, Döbeln und Freiberg, Führungsgruppen sowie die TEL (Technische Einsatzleitung). Die über 250 Einsatzkräfte kamen aus Striegistal, Mittweida, Rochlitz, Burgstädt, Döbeln, Gleisberg, Ostrau, Hainichen, Penig, Milkau, Geringswalde und Freiberg. 

Bereits nach wenigen Minuten trafen die ersten Rettungsdienstfahrzeuge und Feuerwehren ein.

An der Einsatzstelle wurden alle Einsatzkräfte von Mitarbeitern des Landkreises in Empfang genommen und ihnen mitgeteilt, dass es sich um eine Landkreisübung handelt und welches Übungsziel dahintersteht. Es wurden Aufgaben zugeteilt und alle begannen die verschiedensten Abschnitte abzuarbeiten.

So war ein Massenanfall von Verletzten bei einem Unfall zu bewältigen; ein Brand in der Nähe des Gasbehälters bei EDEKA zu löschen, um ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude zu verhindern. Hierzu musste eine Wasserversorgung über lange Wegstrecken aufgebaut werden. Weiter war ein Gefahrguttransporter mit einer auslaufenden Flüssigkeit zu bearbeiten und eine Ölsperre auf dem nahe gelegenen Teich aufzubringen. Der Rettungsdienst hatte einen Behandlungsplatz (BHP) sowie einen Bereitstellungsplatz aufzubauen. 

„Es war zum ersten Mal eine Übung des Landkreises, von der keiner etwas wusste. Die Übung war nicht bekannt gegeben worden. Dies war Wunsch von vielen Einsatzkräften und uns als Landkreis, bereits seit einigen Jahren. Dies haben wir heute umgesetzt. Ziel war es, einmal die realen Ausrücke- und Eintreffzeiten von zum Beispiel von Katschutzeinheiten oder auch der TEL zu ermitteln“, so Jana Lützner, Referatsleiterin für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz und die Übungsleiterin an diesem Tag.

Bei den meisten Übungen wissen zuvor alle Bescheid und stehen in Bereitstellungsräumen oder auch Wachen bereit. Sicher war nicht jeder erfreut, am Samstagmorgen mit so einer Einsatzmeldung geweckt zu werden. Doch der Landkreis ist verpflichtet mindestens einmal jährlich eine Übung unter seiner Regie durchzuführen.

Konkrete Auswertungen in den einzelnen Einheiten werden in den nächsten Wochen durchgeführt.

Jana Lützner bedankte sich noch bei allen Einsatzkräften für ihre sehr gute Arbeit und auch für ihre Bereitschaft das ganze Jahr über ehrenamtlich für den Landkreis tätig zu sein.

Foto: Marcel Schlenkrich