Breitbandausbau Mittelsachsen – Ansprechpartner in der Verwaltung

30.08.2016

„Eines der zentralen Themen in den kommenden Jahren in Mittelsachsen ist der Breitbandausbau“, erklärt Landrat Matthias Damm bei einer Pressekonferenz in Freiberg. Die schnelle Datenverbindung sei eine bedeutende Infrastruktur für die Einwohner und Unternehmen. Deshalb begrüßt der Landrat auch entsprechende Förderprogramme des Landes und des Bundes, ohne diese seien die Städte und Gemeinden nicht in der Lage dies erfolgreich zu gestalten.

„Die Zeit drängt aber, denn die Mittelbereitstellung der Programme, die teilweise nur bis 2018 laufen, folgt dem ‚Windhund-Prinzip´“, ergänzt der erste Beigeordnete Dr. Lothar  Beier, zu dessen Geschäftskreis Kreisentwicklung, Umwelt und Technik dieses Thema gehört.

Wichtige Grundlage für die Förderung ist eine begleitende Beratung durch ein ausgewiesenes Ingenieurbüro, diese wird  pauschal mit 50.000 Euro unterstützt. In Mittelsachsen haben bereits 28 Kommunen die Förderzusage, weitere 14 Anträge laufen.

„Wir unterstützen die Kommunen, beraten, vermitteln und haben konkrete Ansprechpartner dazu in der Verwaltung. Denn auch der Landkreis hat insgesamt ein Interesse an einem flächendeckendem Ausbau“, so Dr. Beier.  Zudem stünde der Kreis eng mit der zuständigen Stelle der Digitalen Offensive Sachsen und den im Kreisgebiet agierenden Ingenieurbüros in Kontakt. Den Ausbau wieder als Landkreis für das gesamte Gebiet zu koordinieren, wie vor fünf Jahren, ist in der Form nicht mehr möglich, überall gibt es ganz unterschiedliche Formen und Grundlagen der Infrastruktur für einen Ausbau. „Das beginnt beim Antennenkabel, das genutzt werden kann, und endet beim Glasfaserkabel. Erfreulicherweise treten jetzt auch weitere potentielle Netzbetreiber, wie Energiedienstleister auf den Markt und beteiligen sich am Ausbau“, erklärt der erste Beigeordnete. Er begrüßt die Ideen wie Konferenz „demisa“ die ausgehend von Augustusburg eine Informationsplattform für die Gemeinden schafft oder die Bemühungen im Burgstädter Raum, in dem sich Kommunen zu einem Cluster zusammenschließen. „Wichtig ist hier alle Städte und Gemeinden mitzunehmen und zu sensibilisieren, um die große Chance des Ausbaus auch zielführend und in diesem sehr engen Zeitrahmen zu schaffen“, appelliert Dr. Beier abschließend. 

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