Brücke in Falkenberg fertig saniert

22.06.2026

Die Sanierung der denkmalgeschützten Brücke über die Bobritzsch im Halsbrücker Ortsteil Falkenberg ist abgeschlossen. Gestern gaben Landrat Sven Krüger, Bürgermeister Sebastian Thümmler sowie Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Firmen den Verkehr wieder frei. 

Seit August vergangenen Jahres erfolgte unter anderem die Instandsetzung der gesamten Natursteinoberflächen, die Verpressung des bestehenden Mauerwerks, die Abdichtung der Brücke 

sowie die Herstellung einer denkmalschutzgerechten Abdeckung der Brüstungsmauern mit Geländer. Auf der Brücke ist kein Gehweg vorhanden. Aufgrund der geringen Breite zwischen den Brüstungswänden ist auch zukünftig keine Regelbreite der Gehwege möglich. Um jedoch trotzdem die Verkehrssicherheit und die Dauerhaftigkeit der Brücke zu verbessern wurde ein Notgehweg angelegt. Die Fahrbahnbreite beträgt einspurig 3,50 Meter. Durch die Anordnung von Schrammborden wird zu einem die Verkehrssicherheit für Fußgänger erhöht und die seitliche Belastung für das Natursteinmauerwerk verringert. Zur Erreichung einer ausreichenden Höhe der Absturzsicherung an den Gehwegen wurden die Brüstungswände mit einem Holmgeländer nach historischen Vorbildern ergänzt.

Die Sanierung war dringend notwendig, da die Brücke erhebliche Schäden aufwies. Neben einer Durchfeuchtung lag zusätzlich Schaden als Folge eines Unfalls vor, der die Verkehrssicherheit des Bauwerks beeinträchtigt. Deshalb wurde die Überquerung vor einem Jahr gesperrt. 

Investiert wurden knapp 600.000 Euro, die teilweise über Fördermittel des Freistaates gedeckt werden können. 

Die Bogenbrücke wurde im 16. Jahrhundert auf Befehl des Kurfürsten August von Sachsen (1553 bis 1586) in Stein gebaut und im Jahre 1994 saniert. Der Überbau besteht aus zwei Stahlbetonbögen. Ein massiver Mittelpfeiler in Flussmitte und zwei Widerlager an den Ufern bilden die Auflager der Bögen.

Blick auf weitere Baustellen

Ende Juli enden die Arbeiten auf der Kreisstraße 8203 im Frankenberger Ortsteil Mühlbach. Eigentlich sollte die Maßnahme im Dezember fertig sein, da es Probleme mit der Baufirma gab, mussten einige Arbeiten neu vergeben werden. Im Zuge der Maßnahme wird die Straße auf eine einheitliche Breite von 5,50 Metern ausgebaut. Neben dem grundhaften Straßenbau werden die Straßen- und Gehwegentwässerung hergestellt sowie ein einseitiger Gehweg neu errichtet. Darüber hinaus erfolgt die Erneuerung der Straßenbeleuchtung. Zwei Haltestellen werden neu gebaut, und im Bereich der Kindertagesstätte entsteht eine sichere Fußgängerquerung. Ergänzend werden Geländer auf den neu errichteten Stützwänden installiert. An dem Projekt beteiligt sind zudem die Stadt Frankenberg, die unter anderem den Gehwegbau, die Haltestellen und die Straßenbeleuchtung mitfinanziert, sowie die MITNETZ Strom, die Leitungen neu verlegt.

Aktuell bereitet die Fachabteilung die Vergabe für den letzten Bauabschnitt der Kreisstraße 8259 in Stein, einem Ortsteil von Königshain-Wiederau, vor. Damit befasst sich der zuständige Ausschuss Kultur, Umwelt und Technik am 1. Juli. Auf einer Länge von 600 Metern wird die Straße grundhaft ausgebaut. „Wie der Name des Ortes Stein verrät, haben wir dort einen schwierigen Untergrund. Daher gehen wir von einer langen Bauzeit von rund zwei Jahren aus“, so Landgraf. Auch ein kleines Stück der Kreisstraße 8270 in Richtung Wiederau wird bis zum Ortsausgang mit gebaut.