Corona-Lage am 14. April

14.04.2020

Heute gab es keinen neuen Fall, das Gesundheitsministerium warnt vor Wundermitteln und keine Steigerung der Anfragen beim Allgemeinen Sozialen Dienst.

Von gestern auf heute sind keine neuen Fälle dazu gekommen. Somit gibt es in Mittelsachsen 222 bestätigte Fälle. Sie verteilen sich auf den Altkreis Döbeln mit 67 Fällen, dem Altkreis Freiberg mit 90 Fällen und dem Altkreis Mittweida mit 65 Fällen. Das Gesundheitsamt hat für 685 Personen einen Quarantänebescheid erlassen, 382 Personen haben diese wieder verlassen. Rund 100 Personen sind rechnerisch wieder genesen.

Covid-19: Gesundheitsministerium warnt vor vermeintlichen Wundermitteln

Das Gesundheitsministerium in Sachsen warnt vor vermeintlichen Wundermitteln, die gegen das Coronavirus helfen sollen. Häufig verbergen sich dahinter völlig unwirksame oder im schlimmsten Falle gefährliche Mittel. In diesem Zusammenhang wird beispielsweise aktuell ein vermeintliches Malariaheilmittel auf der Basis von Natriumchlorit, auch unter dem Kürzel MMS (Miracle Mineral Supplement) bekannt, angepriesen. „Tatsächlich gibt es keinen einzigen Nachweis für irgendeine positive Wirkung. Bei Aktivierung des Natriumchlorits entsteht bei der Einnahme das als ätzend und sehr giftig eingestufte Chlordioxid“, heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums.

Masken abgeholt

Am Ostermontag holten rund 50 Träger von Einrichtungen aus den Bereichen ambulante und stationäre Pflege, Suchtberatung sowie Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe Schutzmasken im Landratsamt ab. Die OP-Mundschutzmasken und FFP2-Masken stammen aus einer Lieferung des Freistaates Sachsen vom Wochenende. In seinem Auftrag verteilte der Landkreis die Masken. Eine weitere Ausgabe ist für diese Woche geplant, da zu Ostern nicht alle entsprechenden Träger mit diversen Angeboten erreicht werden konnten. Diese Träger werden durch den Kreis über den neuen Ausgabetermin und -ort per E-Mail informiert. Im Gegensatz zum bisher ausgereichten Desinfektionsmittel handelt es sich aber um keine Spende. Die Ausrüstung ist kostenpflichtig. 

Anfragen beim Allgemeinen Dienst

In diesen Tagen gehen beim Allgemeinen Sozialen Dienst im Jugendamt des Landkreises ganz unterschiedliche Fragen zur aktuellen Situation ein. Beispielsweise zum Umgangsrecht von Eltern. Dies ist in der Sächsischen Verordnung entsprechend geregelt, dass Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts im jeweiligen privaten Bereich möglich sei. Hierzu gibt es auch weitergehende Informationen auf der Internetseite des Freistaates www.coronavirus.sachsen.de oder der Internetseite des Landkreises. „Es erreichen den Allgemeinen Sozialen Dienst nicht mehr Hinweise zu möglichen Kinderwohlgefährdungen im Vergleich zum Zeitpunkt vor den Ausgangsbeschränkungen und den Schulschließungen“, erklärt die Leiterin der Abteilung Jugend und Familie. In der Regel kämen diese Nachrichten und Anrufe aus der Bevölkerung beziehungsweise der Nachbarschaft. Sie versichert, man gehe jedem Hinweis nach und prüfe die Fälle genau. Unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen seien auch Hausbesuche nicht ausgeschlossen.

Richter weist in diesem Zusammenhang nochmals auf die Familienberatungsstellen im Landkreis hin, an welche sich Eltern und Kinder beziehungsweise Jugendliche auch wenden können.

Die Beratungsstelle der Diakonie in Freiberg ist per E-Mail über famber@diakonie-freiberg.de sowie unter der Telefonnummer 03731 482-100 von Montag bis Donnerstag von 08:00 bis 12:00 und 13:00 bis 18:00 Uhr sowie am Freitag von 08:00 bis 14:00 Uhr erreichbar.

Die Beratungsstellen der Diakonie Rochlitz ist per Mail familienberatung@diakonie-rochlitz.de und telefonisch wie folgt zu erreichen:

  • Mittweida: 03727-9967530
  • Rochlitz: 03737-493131, 03737-493125
  • Burgstädt: 03724-15870
  • Frankenberg: Mittwoch und Freitag unter 037206-880443.

Die Beratungsstelle der Volkssolidarität Döbeln ist per Mail über eb-doebeln@volkssoli-doebeln.com sowie unter der Telefonnummer 03431 574764 erreichbar.

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