Corona-Lage am 17. Dezember

17.12.2020

Heute wies das Robert-Koch-Institut erstmals einen Inzidenzwert über der Marke von 500 für den Landkreis aus.

Statistik

Das Gesundheitsamt Mittelsachsen hat heute 331 neue Fälle an den Freistaat gemeldet. Damit wurden seit März 7660 Fälle registriert, diese verteilen sich auf den Altkreis Mittweida mit 2722 Fällen, den Altkreis Döbeln mit 1078 Fällen und den Altkreis Freiberg mit 3860 Fällen. In den mittelsächsischen Kliniken werden 184 Personen behandelt, davon 14 beatmet. Heute wies das Robert-Koch-Institut erstmals einen Inzidenzwert über der Marke von 500 aus, er beträgt 514,3. Dieser Wert sagt aus, wie viele Personen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen Tagen mit dem Virus infiziert haben. Zwei weitere Todesfälle meldet das Gesundheitsamt im Zusammenhang mit Corona, dabei handelt es sich um zwei Männer im Alter von 73 und 65 Jahren. Beide litten an Vorerkrankungen.

Zum Corona-Virus veröffentlichte der Freistaat zahlreiche Mitteilungen: So äußerte sich der Ministerpräsident zu Medienberichten über weitere Maßnahmen, das Kultusministerium informierte zu LernSax und es gibt einen Aufruf an die niedergelassenen Ärzte.

Ministerpräsident Kretschmer zur Berichterstattung „Abriegelung von Corona-Hotspots“

Zur heutigen medialen Berichterstattung, der Freistaat Sachsen wolle Corona-Hotspots abriegeln, erklärt Ministerpräsident Michael Kretschmer:

„Ich bin jeden Tag im Land unterwegs, spreche mit Ärzten, Krankenschwestern, Bürgermeistern und vielen Menschen. Die Meisten begrüßen die aktuellen Verschärfungen. Viele, die jeden Tag um das Überleben von Corona-Patienten ringen, fragen aber auch sehr nachdenklich: Wird das reichen? Wird das die Pandemie stoppen? Die vielen intensiven Fragen und die Erlebnisse, die dahinterstehen, machen mich sehr nachdenklich. Und natürlich müssen wir überlegen: Was können, was müssen wir noch tun, um diese furchtbare Pandemie zu stoppen?

‚Gemeinden abriegeln‘ klingt extrem hart und wäre extrem hart. Der Arbeitskrisenstab hat am gestrigen Tag eine Analyse der Gemeinden erstellt, die die höchste Inzidenz aufweisen. Diese Gemeinden werden jetzt weiter untersucht, um Schlüsse auf das Infektionsgeschehen in ganz Sachsen zu ziehen. Es sind keine ausgangsbeschränkenden Maßnahmen beschlossen worden. Eine solche Entscheidung steht auch aktuell nicht an. Es geht um eine Analyse der Gründe für die aktuelle Situation und in welchem Umfang die beschlossenen Maßnahmen zu einer Reduzierung der Inzidenz in diesen Gemeinden führt.“

LernSax: Softwarefehler im Rechenzentrum nur schwer zu umgehen

Den dritten Tag in Folge lief LernSax auch gestern nicht einwandfrei. Das teilte das Kultusministerium mit. Die Ursachen dafür sind im Rechenzentrum in Karlsruhe zu suchen. Nachdem bereits in der Vorwoche DDoS-Attacken LernSax zeitweilig behinderten, haben nachfolgende technische Probleme im Rechenzentrum zu einer bisher dreitägigen eingeschränkten Verfügbarkeit von LernSax geführt. Mittlerweile ist es den Technikern gelungen, nicht nur die eigentliche Problemlage zu analysieren, sondern auch erste erfolgreiche Schritte zur Bewältigung zu unternehmen. Dies ist im laufenden Betrieb nicht ganz unkritisch umzusetzen, da es sich um einen Fehler auf Systemebene handelt. In der Folge zeigte sich LernSax gestern über weite Strecken gut zugänglich, allerdings mit Problemen in der Hauptarbeitszeit von 09:00 bis 11:30 Uhr. „Weitere Maßnahmen bis in das kommende Wochenende hinein werden hoffentlich den gewünschten Effekt einer weiteren Normalisierung der Situation bewirken. Bis dahin kann es auch heute noch und in den nächsten Tagen zu Einschränkungen in der Nutzung von LernSax kommen“, heißt es in der Mitteilung.

Landesdirektion flexibilisiert Arbeitszeitrahmen für die unmittelbare Bekämpfung der Pandemiefolgen

Die Landesdirektion Sachsen hat heute eine Allgemeinverfügung nach dem Arbeitszeitgesetz erlassen, um Ausnahmen von Arbeitszeitregelungen zur Bewältigung der Corona-Pandemie zu ermöglichen. Neben einigen Ausnahmen vom Verbot der Sonn- und Feiertagsarbeit - zum Beispiel für Corona-Testzentren oder bei der Produktion von Schutzausrüstungen – werden bis zum 31. März 2021 Arbeitszeiten von zwölf Stunden am Tag in bestimmten Bereichen, wie Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, ermöglicht. So ist es nun zum Beispiel in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern beim Ausfall von Pflegekräften oder Ärzten möglich, selbigen für einen kurzen Zeitraum durch längere Schichten beim verfügbaren Personal zu kompensieren. Präsidentin der Landesdirektion Sachsen, Regina Kraushaar in einer Mitteilung: „Die physischen und psychischen Belastungen der Beschäftigten, die an vorderster Front jeden Tag alles geben, damit der Kampf gegen die Pandemie gelingt, sind enorm. Deshalb ist festgelegt, dass die jetzt geleisteten Mehrstunden innerhalb des nächsten halben Jahres auf die normale tägliche Arbeitszeit von acht Stunden ausgeglichen werden müssen.“

Gemeinsamer Aufruf an niedergelassene  Ärzte in Sachsen

Michael Kretschmer, Gesundheitsministerin Petra Köpping und der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen, Dr. Klaus Heckemann, haben sich angesichts der Situation in den sächsischen Krankenhäusern in einem gemeinsamen Schreiben an die niedergelassenen Ärzte im Freistaat Sachsen gewandt. Darin danken sie den Ärztinnen und Ärzten für die bisher geleistete Arbeit und den täglichen Einsatz für ihre Patientinnen und Patienten. Zugleich bitten sie vor dem Hintergrund der extrem angespannten Situation in den Krankenhäusern um Unterstützung.

In dem Schreiben, das noch heute verschickt werden soll, wird auf die seit Montag geltenden strengen Beschränkungen im Freistaat verwiesen. „Viele Krankenhäuser arbeiten bereits am Limit. Die Ärzte sowie das Pflegepersonal in den Krankenhäusern sind stark belastet, da es parallel mit der Zunahme der Covid-19-Patienten auch einen steigenden Anteil an infiziertem Personal gibt. Über diese Situation sind wir sehr besorgt. Uns ist bewusst, dass auch Sie und Ihr Praxispersonal an Ihre Leistungsgrenzen stoßen. Trotzdem bitten wir Sie gemeinsam, nach Möglichkeit vor dem Fest und zwischen den Festtagen Ihre Praxen geöffnet zu halten, um zu helfen, die Kolleginnen und Kollegen in den Krankenhäusern zu entlasten.“ Weiter heißt es: „Bitte helfen Sie mit, die ambulante Versorgung der Patientinnen und Patienten besonders vor und zwischen den Festtagen abzusichern, so dass nicht durch diese eine zusätzliche Belastung der Notaufnahmen der Kliniken erfolgt.“ Geworben wurde auch dafür, Covid-19-Patienten in den Fällen ambulant zu versorgen, in denen dies medizinisch vertretbar ist.

Hinweis:

Die Zahlen werden täglich auf der Internetseite des Landkreises unter www.landkreis-mittelsachsen.de aktualisiert sowie über die Bürgerinformations- und Warnapp BIWAPP veröffentlicht. Morgen ist das Bürgertelefon von 09:00 bis 12:00 Uhr unter der Rufnummer 03731 799-6249 geschaltet. Fragen können auch per E-Mail gestellt werden unter corona@landkreis-mittelsachsen.de

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