Corona-Lage am 20. April

20.04.2020

In Mittelsachsen gibt es 241 bestätigte Fälle. Außerdem heute in der Meldung: Community-Masken made in Mittelsachsen, Erleichterung bei Sozialleistungen, Zulassungsbehörde länger erreichbar und die EKM startet einen Malwettbewerb

In Mittelsachsen sind von gestern auf heute keine weiteren Fälle hinzugekommen, über das Wochenende gab es insgesamt vier neue Fälle. Somit wurde das Coronavirus bei 241 Personen in Mittelsachsen nachgewiesen – 76 stammen aus dem Altkreis Döbeln, 95 aus dem Altkreis Freiberg und 70 aus dem Altkreis Mittweida. Das Gesundheitsamt erlies für 809 Personen einen Quarantänebescheid, 525 Personen haben die Quarantäne wieder verlassen.

Community-Masken made in Mittelsachsen

Über die Maskenpflicht im sächsischen Einzelhandel und Öffentlichen Personennahverkehr wird aktuell viel diskutiert. Sachsen war das erste Bundesland, das Mund- und Naseabdeckungen verpflichtend vorschreibt. Weitere Bundesländer und einzelne Städte halten diese Schutzmaßnahme ebenfalls für sinnvoll. Dabei handelt es sich nicht um das ständige Tragen von medizinischen Schutz- oder Atemmasken. Ein Abdeckung von Mund und Nase soll der Tröpfcheninfektion vorbeugen. Sie ist sinnvoll im Kontakt mit Risikogruppen oder dort wo sich mehrere Menschen stetig aufhalten. Die Bedeckung von Mund und Nase rundet die Hygienevorschriften rund um das häufige Händewaschen und Desinfizieren von Oberflächen ab. „Auch wenn die sogenannten Community-Masken kontrovers diskutiert werden, halte ich deren kurzfristigen Einsatz zum Beispiel beim Einkaufen für sinnvoll. Sachsen fordert eine Mund- und Nasen-Abdeckung. Das kann auch ein geeigneter Schal oder ein Tuch sein. Wichtig ist, dass es eng am Gesicht abschließt“, sagt Dr. Annelie Jordan, Leiterin des Gesundheitsamtes. Einige regionale Firmen haben sich auf die Produktion eingestellt. „Wer sich selbst keinen Schutz basteln oder nähen möchte, der kann die regionale Wirtschaft unterstützen. Nachzufragen lohnt sich auf alle Fälle beim Änderungs- oder Schneidergeschäft im Ort, aber man kann auch online bei mittelsächsischen Firmen bestellen“, erläutert Hartmut Schneider, Referatsleiter Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung weiter. Ihre Produktion auf die Mund- und Nase-Bedeckungen umgestellt oder erweitert haben zum Beispiel Flexitex in Augustusburg, die Textildruckerei Innotex in Frankenberg oder das Kurzwarengeschäft Ralf Römpp in Mittweida. Die Wonneberger Manufaktur in Mühlau bietet die klassische Variante mit kochfester Baumwolle und einen modischen Schlauchschal mit Nasenklemme und Fixierband aus Coolmax-Material an. „Egal für was Sie sich entscheiden, die Abdeckungen sollten sich bei möglichst hohen Temperaturen waschen lassen und wenn sie durchfeuchtet sind, gewechselt werden“, gibt Kreisamtsärztin Jordan mit auf den Weg. Die Onlineshops für die Community-Masken und vieles andere mehr sind in der Kauf-regional-Karte unter www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de/service/kaufregional.html zu finden. Weitere Unternehmen werden gern aufgenommen.

Träger werden erneut angeschrieben

Die Antragsteller für Mittel aus dem Programm „Toleranz ist ein Kinderspiel“ werden derzeit erneut angeschrieben. Viele geplante Projekte und Veranstaltungen zur Förderung der Demokratie konnten und können in der kommenden Zeit nicht durchgeführt werden. Der zuständige Lokale Begleitausschuss konnte nach Abschluss der Ausschreibung noch nicht tagen und somit keine Mittel vergeben. Das Gremium besteht aus Vertretern der Kreistagsfraktionen, Behörden, Institutionen und Vereinen. „Mit der Abfrage möchten wir wissen, ob die Träger an ihrer Projektidee festhalten oder sich zwischenzeitlich Änderungen ergaben“, so Katrin Dietze vom Bereich Extremismusbekämpfung. Rund 170.000 Euro stehen für den Aktionsplan vom Bund, Land und dem Landkreis selbst zur Verfügung. Der Ausschuss soll dann schnellstmöglich einberufen werden.

Erleichterung bei Sozialleistungen

Die Grundsicherung und die Hilfe zum Lebensunterhalt wird automatisch ohne weitere Beantragung fortgeführt. Eigentlich müssten diese Leistungen einmal im Jahr neu beantragt werden. Dies entfällt nun, wenn die Leistungen bis zum 31. Juli befristet sind. Damit werden die Hilfeempfänger entlastet und Wege zu verschiedenen Institutionen und somit Kontakte vermieden.

Zulassungsbehörde länger erreichbar

Die Kfz-Zulassungsbehörde ist ab sofort dienstags und donnerstags bis 17:30 Uhr erreichbar, bisher immer bis 15:00 Uhr. Neben den Zulassungsdiensten können nun auch Fahrzeughändler (nicht nur Autohäuser) einen Termin mit der Behörde vereinbaren. Sie ist in Mittweida, Döbeln und Freiberg erreichbar. Ohne Termin erfolgt aber kein Einlass. Hier die konkreten Daten:

Erreichbarkeit Montag bis Freitag 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag 13:00 bis 17:30 Uhr

  • Standort Döbeln: 03731 7991351

  • Standort Freiberg: 03731 799-3616

  • Dienststelle Mittweida 03731 799-6683

  • Zentrale Telefon-Nr. Kfz-Zulassungsbehörde: nur für Fachfragen, keine Terminvereinbarungen – 03731 799-6633

Bearbeitet werden können derzeit ausschließlich notwendige und nicht aufschiebbare Vorgänge.

Die nachstehenden Vorgänge werden aktuell noch nicht zur Bearbeitung angenommen:

  1. externe Abmeldungen (Fahrzeuge aus anderen Zulassungsbezirken abmelden)

  2. Erteilung Ausfuhr-Kennzeichen

  3. Erteilung 07er Oldtimerkennzeichen (inkl. Technikänderungen)

  4. Erteilung 06er Händlerkennzeichen sowie Verlängerung Fahrzeugscheinhefte (generelle Ausnahme: abgelaufene Fahrzeugscheinhefte behalten ihre Gültigkeit zunächst bis zum 26. April 2020)

  5. Zulassungen von Gebrauchtfahrzeugen ohne Dokumente (sog. Scheunenfunde)

  6. Änderung Halterdaten (laufende Änderungsfristen werden zunächst bis zum 26. April 2020 ausgesetzt)

  7. Änderung technischer Daten (laufende Änderungsfristen werden zunächst bis zum 26. April 2020 ausgesetzt)

EKM ruft zum Malwettbewerb auf

Da aufgrund der aktuellen Situation viele Veranstaltungen abgesagt und Kindereinrichtungen geschlossen sind, fordert die EKM Entsorgungsdienste Kreis Mittelsachsen GmbH alle Kinder bis zwölf Jahre im Landkreis zu einem Malwettbewerb heraus. Das Thema des Malwettbewerbs lautet „20 Jahre EKM – Unsere Abfallentsorgung in Mittelsachsen“. Es können selbstgestaltete Bilder zu den Themen Müllabfuhr, Entsorgung und Umwelt eingereicht werden. Die besten Einsendungen erhalten einen der folgenden Preise: Der erste Preis ist der Eintritt für die ganze Familie in ein Spaßbad in der Nähe, der zweite Preis ist ein großes Malpaket der EKM und der dritte Preis ein Baustein-Set im Wert von 25 Euro. Einsendeschluss ist der 15. Mai 2020. Kontakt für die Einsendung: EKM Entsorgungsdienste Kreis Mittelsachsen, Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, Frauensteiner Straße 95, 09599 Freiberg – E-Mail abfallberatung@ekm-mittelsachsen.de

Seit heute muss man im Einzelhandel oder bei der Nutzung eines Verkehrsmittel einen Mundschutz tragen.

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