Corona-Lage am 21. April

21.04.2020

In Mittelsachsen ist mit 241 die Zahl der Infizierten erneut konstant. In der heutigen Meldung berichtet das Landratsamt über den virtuellen Landkreislauf, die Erreichbarkeit der Fahrerlaubnisbehörde und die Hilfe für Ausbildungsbetriebe.

In Mittelsachsen ist die Zahl der bestätigten Infizierten erneut konstant bei 241. Rechnerisch sind 180 Personen wieder genesen. „Es besteht keine Meldepflicht für Gesundschreibungen, daher lässt sich der Wert nur errechnen. In der Regel gelten die Infizierten nach zwei Wochen als geheilt“, erklärt die Leiterin des Gesundheitsamtes Dr. Annelie Jordan. Aus Sicht von Landrat Matthias Damm lässt sich daran noch keine belastbare Tendenz ablesen: „Es ist sehr erfreulich, dass die Zahlen stabil sind, aber wir müssen weiterhin die aktuelle Entwicklung abwarten.“ Die bestätigten Fälle könnten mit der Öffnung der Läden und Teilöffnung der Schulen unter Umständen wieder steigen. Daher appelliert er an die Bevölkerung die Hygieneregeln stets zu beachten. „Regelmäßiges Händewaschen, Abstand halten und in die Armbeuge niesen beziehungsweise husten“, so Damm. Er bedankt sich für die Mitwirkung der Einwohnerinnen und Einwohner in dieser Zeit und beim Umgang mit dem Virus. Gespannt sei er auch auf die kommenden Entwicklungen und die anstehenden Entscheidungen in der nächsten Woche. „Es ist von jedem viel Eigenverantwortung und Disziplin gefragt, um Infektionsketten zu unterbrechen.“

Der erste virtuelle Landkreislauf startet am Samstag

Der Landkreislauf findet doch noch statt und startet am Wochenende digital. Ursprünglich sollte er in Roßwein ausgetragen werden, was auf Grund der Corona-Krise nicht möglich ist. Aufgerufen sind jetzt alle Sportbegeisterten sich daran zu beteiligen. Eine Staffel besteht aus drei Personen, die ganz unabhängig und selbst geplant bis 10. Mai Strecken von 1,5, drei und fünf Kilometer laufen. Sie stoppen ihre Zeit und tragen das Ergebnis in einer Internetplattform ein. „Ich freue mich, dass es hier eine Lösung gibt, den Lauf trotz Corona durchzuführen. Die Veranstaltung hat eine große Tradition und stellt ein verbindendes Element im Kreis dar“, erklärt Landrat Matthias Damm. Er ist Schirmherr des Laufes und gibt am Samstag den symbolischen Startschuss, der im Internet gezeigt wird. Eine zwischenzeitlich in Erwägung gezogene Verlegung der Veranstaltung in den Herbst kam letztlich durch die zahlreichen anderen Lauf-Veranstaltungen in diesem Zeitraum nicht in Betracht. „Mit einer Terminierung zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr würden wir auch allen bestehenden Herbstveranstaltungen in die Quere kommen und diese gegebenenfalls schädigen“, so Veranstaltungsreferent und Wettkampfleiter Sylvio Christ vom Kreissportbund. Ein wichtiger Grund war nach Angaben des Geschäftsführers des Kreissportbundes Benjamin Kahlert zudem der Beschluss des Bundes, dass Großveranstaltungen bis zum 31. August 2020 nicht stattfinden dürften. „Inwiefern das Sportjahr zu Ende geführt wird, kann man momentan nur spekulieren“, so Kahlert. Nachdem 27 Jahre der Landkreislauf in dreizehn verschiedenen Kommunen und Gemeinden des Landkreises durchgeführt wurde, will der Kreissportbund mit dieser neuen Veranstaltungsart begeistern. Der Präsident des Kreissportbundes Volker Dietzmann hofft, dass sich viele beteiligen: „Laufen zählt zu den simpelsten Sportarten. Einfach Schuhe an und los gehen.“ Im Vordergrund stünde auch diesmal wieder der Spaß und die Motivation sich zu bewegen. Die gewählte Variante sei mit den Corona-Regelungen vereinbar, denn jeder läuft allein. Dennoch werde die Gemeinschaft gestärkt. „Man tritt miteinander in Kontakt, findet sich als Staffel und tauscht sich zu den Laufergebnissen aus“, so Dietzmann. Landrat Matthias Damm: „In Mittelsachsen gibt es so schöne Strecken zum Laufen. Ich lade alle ein mitzumachen sowie dieses Modell und diese tolle Idee erfolgreich zu gestalten.“ Anmelden kann man sich über die Internetseite des Kreissportbundes www.ksb-mittelsachsen.deTraditionell findet der Landkreislauf am letzten Samstag im April statt. 2021 ist geplant ihn in Roßwein durchzuführen.

Ablauf

  1. Ein Team besteht aus drei Personen.
  2. Festgelegt werden muss, wer aus eurem Team welche Distanz zurücklegt. Dabei gibt es folgende Einzelstrecken: 1,5 Kilometer, drei Kilometer und  fünf Kilometer.
  3. Alle Teammitglieder müssen ihre Teilstrecke zwischen Samstag, 25. April 2020, 14:00 Uhr (Startschuss durch Landrat Mathias Damm via Facebook) und Sonntag, 10. Mai 2020 absolvieren.
  4. Alle Teammitglieder laufen unabhängig voneinander.
  5. Der Mannschaftskapitän trägt im Anschluss die Ergebnisse aller seiner Mitglieder bis spätestens Sonntag, 10. Mai 2020 online unter www.ksb-mittelsachsen.de beziehungsweise dem Auswertungsteam von www.sachselauf.de ein.
  6. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
  7. Am 12. Mai 2020 werden dann die Teamwertungen und Einzel-Ergebnisse der Veranstaltung veröffentlicht. Weiterhin wird ein Urkundendruck eingerichtet.
  8. Vom 25. April bis 11. Mai 2020 werden keine Laufzeiten veröffentlicht, sondern nur die bisherigen Teilnehmer.
  9. Dieses Format gibt es natürlich auch für die Jüngsten beim Mini-Landkreislauf über 3 x 400 Meter. Der Mannschaftskapitän zum Beispiel Trainer, Lehrer, Erzieher sendet im Anschluss die Ergebnisse mittels Ergebnisformular aller seiner Mitglieder bis spätestens Sonntag, 10. Mai 2020 an: christ@ksb-mittelsachsen.de oder Fax: 03731 1633349

Mitteilungsblatt des Landkreises erscheint später

Die April-Ausgabe des Mitteilungsblattes des Landkreises, der „Mittelsachsenkurier“, erscheint erst am Samstag. Ursprünglich sollte er morgen erscheinen. Grund für die Verschiebung ist die Verteilung, die auf Grund der Situation nicht am gleichen Tag im ganzen Landkreis gewährleistet werden kann. Das Mitteilungsblatt erscheint zwölfmal im Jahr mit einer Auflage von 160 000 Stück.

Fahrerlaubnisbehörde länger erreichbar

Die Fahrerlaubnisbehörde ist ab sofort dienstags und donnerstags bis 17:30 Uhr zu erreichen, bisher bis 16:00 Uhr. Sie sichert aber nur die eingeschränkte Bearbeitung dringlicher Fälle in der Hauptstelle in Döbeln ab. Dringliche Fälle sind Verlängerungen der Gültigkeit von Fahrerlaubnissen (LKW, Bus, Fahrgastbeförderung) und der Schlüsselzahl 95, die bis zum 15. Mai 2020 ablaufen sowie die Ausstellung von Ersatzdokumenten, wenn diese zur Berufsausübung benötigt werden (Kraftfahrer im Fernverkehr). Der Zutritt erfolgt ausschließlich nach telefonischer Terminabsprache/Terminbestätigung. Die Behörde ist von Montag bis Freitag von 07:30 Uhr bis 12:00 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag von 13:00 bis 17:30 Uhr zu erreichen. Die Telefonnummer lautet  03731 799-1454 und die E-Mail lautet service-fahrerlaubnisbehoerde@landkreis-mittelsachsen.de.

Coronahilfe für von Kurzarbeit betroffene Ausbildungsbetriebe

Die von der Corona-Krise betroffenen Ausbildungsbetriebe in Sachsen werden mit einem Zuschuss zur Ausbildungsvergütung unterstützt. Eine dementsprechende Förderrichtlinie des Arbeits- und Wirtschaftsministeriums wurde heute vom Kabinett in Dresden verabschiedet. Es werden Ausbildungsbetriebe unterstützt, die von Kurzarbeit während der Corona-Krise betroffen sind und nicht mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigen.  Der einmalige Zuschuss wird in Höhe des individuellen Ausbildungsentgeltes für sechs Wochen (1,5 Monate) bis zum Zeitpunkt des Anspruchs auf Kurzarbeitergeld gewährt. Begünstigt werden Ausbildungsverhältnisse in Berufen nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) bzw. Handwerksordnung (HwO), für die Kurzarbeit bewilligt worden ist. Die Förderanträge können ab Montag, 27. April, bei den zuständigen Stellen (zum Beispiel Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer oder Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie) eingereicht werden und werden von dort nach Bestätigung des Ausbildungsverhältnisses an die Bewilligungsbehörde (Landesdirektion Sachsen) zur Bearbeitung weitergeleitet. Die Zuwendung wird für den Zeitraum gewährt, in dem für das zu fördernde Ausbildungsverhältnis kein Anspruch auf Kurzarbeitergeld der Bundesagentur für Arbeit besteht. Der Zuschuss wird bewilligt, wenn der Auszubildende gegenüber seinem Ausbildungsbetrieb einen Anspruch auf Zahlung der Ausbildungsvergütung gemäß § 19 Abs. 1 Nr. 2 BBiG für sechs Wochen (1,5 Monate) hat.

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