Corona-Lage am 9. Juni 2021

09.06.2021

Es greifen ab Freitag weitere Lockerungen, die Schulen und Kitas gehen wieder in den Regelbetrieb und das Gesundheitsamt verabschiedet die Bundeswehr. 

Statistik

Die Zahl Corona-Nachweise ist auf 24 231 gestiegen. Das sind 23 Fälle mehr im Vergleich zum Vortag. In den Krankenhäusern werden 33 Covid-Patienten behandelt, davon zehn auf der Intensivstation. Der Inzidenzwert liegt laut Robert Koch-Institut in Mittelsachsen heute bei 29,9.

Weitere Lockerungen wegen geringer Inzidenz

Seit fünf Werktagen hintereinander liegt die Inzidenz im Landkreis unter 50. Damit greifen ab Freitag weitere Lockerungen, die notwendige Bekanntmachung wurde im elektronischen Amtsblatt des Landkreises veröffentlicht. Bei den Kontaktbeschränkungen dürfen jetzt auch in geschlossenen Räumen zehn Personen zusammenkommen, wobei Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres unberücksichtigt bleiben. Die Innengastronomie kann mit Kontakterfassung für Besucher geöffnet werden. Sollten dort Personen aus mehreren Hausständen an einem Tisch sitzen, müssen diese einen negativen tagesaktuellen Test nachweisen, beziehungsweise nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind. Übernachtungsangebote sind nach vorheriger Terminbuchung und mit Kontakterfassung sowie tagesaktuellem Test zu Beginn des Aufenthalts möglich. Bei Beerdigungen und Eheschließungen sind jetzt bis zu 50 Personen zulässig, wobei die Testpflicht beziehungsweise der Nachweis über Genesung oder Impfung unberührt bleibt. Außerdem ist Kontaktsport auf Innensportanlagen mit bis zu 30 Personen mit tagesaktuellem Test beziehungsweise dem Nachweis einer Genesung oder Impfung und mit einer entsprechenden Kontakterfassung zulässig, wobei auch das Anleitungspersonal einen tagesaktuellen Test nachweisen muss. Dies gilt nicht für genesene oder geimpfte Personen.

Definition Genesene: Der positive PCR-Test darf nur ein halbes Jahr zurückliegen und muss mindestens 28 Tage her sein.

Information des Kultusministeriums:
Normalbetrieb für Schule und Kita im Landkreis Mittelsachsen und Erzgebirge

Aufgrund stabiler Sieben-Tage-Inzidenz unterhalb von 50 können Schulen und Kindertageseinrichtungen im Landkreis Mittelsachsen ab Freitag (11. Juni) wieder in den Regelbetrieb zurückkehren. Im Landkreis Erzgebirge findet der Regelbetrieb in Kitas und Schulen ab Montag (14. Juni) statt. Hier greift die neue Schul- und Kita-Verordnung, die den Regelbetrieb ab einer stabilen Inzidenz von unter 100 ermöglicht. Damit kann wieder Präsenzunterricht für alle Schüler und ohne Teilung der Klassen stattfinden. Auch in Kindertageseinrichtungen ist wieder ein Regelbetrieb entsprechend der pädagogischen Konzepte möglich. „Ich freue mich, dass ab nächster Woche dann wieder alle Schüler in ganz Sachsen im Regelbetrieb unterrichtet werden. Das wird höchste Zeit. Es sind dann noch sechs Wochen Schule, die intensiv dazu genutzt werden, die Lernstände zu ermitteln, Lücken zu schließen und neuen Lernstoff zu vermitteln. Unsere Lehrer werden hier sensibel vorgehen und keinen Notenmarathon auslösen. Eltern und Schüler können sich wieder auf einen geregelten Schulalltag freuen“, so Kultusminister Christian Piwarz. Laut der neuen Regelungen in der Kita- und Schulverordnung kann nach jetzigem Stand zudem ab Montag in fast allen Landkreisen die Maskenpflicht für Schüler und Schulpersonal im Schulgebäude wegfallen, da die regionale Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 35 liegt. Für den Erzgebirgskreis und Mittelsachsen wird diese Regelung voraussichtlich erst Mitte der Woche eintreten, wenn die Inzidenz weiter fällt.

Bundeswehr verlässt das Gesundheitsamt

Seit Oktober 2020 unterstützt die Bundeswehr das Gesundheitsamt Mittelsachsen. Nun ist das Engagement ausgelaufen und die letzten der rund 50 Soldatinnen und Soldaten werden das Gesundheitsamt per 13.Juni verlassen. „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung der Bundeswehr und dass dies in der Form möglich war. Das zeigt auch deutlich, welche nationale Aufgabe Corona ist“, so der Landrat. „Ich danke jeder einzelnen Soldatin und jedem einzelnen Soldaten für die geleistete Arbeit im Namen der Kreisverwaltung und der Bürgerinnen und Bürger unseres Kreises herzlich.“ Er verabschiedete heute gemeinsam mit dem Zweiten Beigeordneten Jörg Höllmüller und Vertretern des Gesundheitsamtes die Bundeswehr offiziell. Die Männer und Frauen haben das Gesundheitsamt vorwiegend bei der telefonischen Nachverfolgung von Kontakten unterstützt. Sie kamen aus der Kaserne in Frankenberg sowie von verschiedenen Bundeswehrstandorten in Bayern und Thüringen. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitsamt bedeutete die Verstärkung durch die Bundeswehr eine deutliche Entlastung bei der Kontaktermittlung und Kontaktpersonen-Betreuung. Amtsärztin Dr. Carina Pilling: „Unser oberstes Ziel ist es, die Infektionszahlen zu verringern. Entscheidend ist dabei auch die schnelle Ermittlung der Kontaktpersonen. Hier leistete die Bundeswehr eine hervorragende Arbeit.“ Pro Fall müssen teilweise 20 Kontakte und mehr abgearbeitet werden. Für diese Aufgaben sind Freundlichkeit und Fingerspitzengefühl erforderlich. Die Kontakt-Nachverfolger in Uniform durchlaufen daher vor ihrem Einsatz eine Schulung zum Containment-Scout.

Auch nach dem Abschied der Bundeswehr sind im Gesundheitsamt weiterhin rund 40 externe Mitarbeiter im Einsatz, die sich mit dem Kontaktpersonen-Management beschäftigen. Die Soldaten halfen aber nicht nur in den Gesundheitsämtern. Sie arbeiten auch im Impfzentrum des Landkreises in Mittweida. Dort packen sie auch weiterhin mit an. Zehn Bundeswehrsoldaten unterstützen den reibungslosen Ablauf im Impfzentrum, helfen den Impflingen bei der Orientierung und beantworten Fragen. René Illig vom DRK Kreisverband Döbeln-Hainichen e. V. leitet das Impfzentrum und freut sich über die tatkräftige Unterstützung durch die Bundeswehr: „Die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und den zivilen Mitarbeitern klappt sehr gut. Alle sind unterdessen ein eingespieltes Team.“

Hinweis des Kreissportbundes:

Viele Vereine stehen vor der Herausforderung, ihre Vereinsarbeit zu digitalisieren – sei es bei Online-Formaten für Veranstaltungen oder bei der Mitgliederverwaltung. Sie wollen nach der langen, coronabedingten Pause wieder mit ihrer gemeinnützigen Tätigkeit durchstarten. Jetzt gilt es zum Beispiel, die Mitgliederzahlen bei Kindern und Jugendlichen zu stabilisieren und die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu stärken. Vereine, denen für digitale Angebote und ihr Vereinsmanagement die Technik beziehungsweise das spezielle Wissen fehlen, können sich jetzt um eine Unterstützung bewerben. Es wurde kurzfristig ein spezielles Angebot entwickelt: das Förderpaket Digitalisierung.

Anträge können bis 21. Juni 2021 gestellt werden. Informationen gibt es im Internetauftritt des Kreissportbundes Mittelsachsen e. V.

Die Bundeswehr hat in dieser Woche ihren letzten Einsatz im Gesundheitsamt. Unter anderem bedankte sich Landrat Matthias Damm für deren Unterstützung.

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