Das ist neu an kreiseigenen Schulen

16.08.2019

Mit Beginn des neuen Schuljahres gibt es auch einige Neuerungen an den Schulen in Trägerschaft des Landkreises. Die Einrichtungen haben zahlreiche neue Angebote und Projekte.

„Die Pädagoginnen und Pädagogen sowie alle weiteren Beschäftigten sind sehr engagiert, die Schulen weiterzuentwickeln und inhaltlich attraktiv zu gestalten“, so der zweite Beigeordnete Jörg Höllmüller. In seine Zuständigkeit fällt der Bildungsbereich. 22 Schulen befinden sich in der Trägerschaft des Landkreises, darunter Gymnasien, das Freiberg-Kolleg, Schulen mit Förderschwerpunkten sowie berufsbildende Schulen. In den vergangenen sechs Wochen wurde in die Gebäude und Einrichtung investiert. „Wir sind sehr froh und den Firmen dankbar, dass die geplanten Maßnahmen abgeschlossen werden konnten. Der Umfang reichte von der Sanierung von Räumen bis hin zum Umbau von Toiletten“, erklärt Ina Liebscher, Leiterin des Referates Liegenschaften und Gebäude. Als weiteres größeres Vorhaben startet Ende August der nächste Bauabschnitt im Außenbereich der Wilhelm-Pfeffer-Schule Rochlitz. Geplant sind beispielsweise ein Schulgarten und ein grünes Klassenzimmer.

Schulen mit Förderschwerpunkten

Die Dr.-Lothar-Kreyssig-Schule in Flöha hat sich erfolgreich um die Teilnahme am Gesundheitsprojekt der Unfallkasse Sachsen „Schule mit Herz“ beworben. Erwartet werden in dessen Ergebnis viele Anregungen für die Schüler- und Lehrergesundheit. Zahlreiche präventive Maßnahmen plant auch die Pestalozzischule in Rochlitz. Darüber hinaus gibt es Lobtage für besondere Leistungen, die von der Schulsozialarbeiterin organisiert werden. „Parallel laufen die Vorbereitungen für die Festwoche zum 40-jährigen Bestehen der Einrichtung, was ein Höhepunkt im neuen Schuljahr sein wird“, erklärt die Leiterin des Referates Bildung Carmen Randhahn-Renner. Die Regenbogenschule in Döbeln begeht im Mai 2020 ihr 25-jähriges Jubiläum. Wie auch die anderen Schulen mit Förderschwerpunkten nimmt die Wilhelm-Pfeffer-Schule in Rochlitz wieder an mehreren sportlichen Wettkämpfen teil, wie dem Nikolausturnier im Fußball oder einem Schwimmwettkampf in Limbach-Oberfrohna. Die Schule am Taurastein in Burgstädt bildet eine neue Klasse, somit gibt es dort dann zwölf Klassen.

Gymnasien

Eine Schülergruppe der achten und neunten Klasse des Johann-Mathesius-Gymnasiums Rochlitz beteiligt sich an einem Projekt des Referates Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung. Dabei beschäftigen sie sich mit der Geschichte des Schlosses Rochlitz und erarbeiten zum Beispiel Spielszenen sowie virtuelle Rundgänge, die durch das 360°-Team technisch umgesetzt werden. Außerdem beginnt die Schule damit, ab der Klassenstufe 11 schrittweise den fächerverbindenden Unterricht wieder einzuführen. „In bewährter Art und Weise plant die Einrichtung wieder mindestens drei Konzerte mit den eigenen Chören und der eigenen Band. Diese haben immer eine große Resonanz“, erklärt Randhahn-Renner. Das Bernhard-von-Cotta Gymnasium in Brand-Erbisdorf erweitert sein Ganztagsangebot mit „Robotik/Programmierung“. Generell will sich das Haus verstärkt der Digitalisierung und der Berufsorientierung zuwenden. Anfang Oktober stellen Schülerinnen und Schüler Arbeiten aus dem Kunstunterricht in der Galerie „Kontraste“ des Künstlers Ocón im nordrhein-westfälischen Erwitte-Horn aus. Am Samuel-von-Pufendorf-Gymnasium Flöha wird ein neues Schulkonzept umgesetzt, dessen Ziel unter anderem darin besteht, leistungsstarke und leistungsschwache Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern. Außerdem werden vier schulspezifische Profile eingeführt. Diese haben die Schwerpunkte in der Naturwissenschaft und der Gesellschaftswissenschaft sowie im Sport und im künstlerischen Bereich.

Berufsbildende Schulen

Mit dem 1. August 2019 hat sich ein neues Ausbildungskompetenzzentrum in der beruflichen Bildung gegründet. Es heißt „Berufliches Schulzentrum für  Agrarwirtschaft, Ernährung und Hauswirtschaft Freiberg mit Fachschulzentrum Freiberg-Zug“. Hierfür wurde das Fachschulzentrum Freiberg-Zug dem Beruflichen Schulzentrum für Ernährung, Haus- und Agrarwirtschaft in Freiberg zugeordnet. „Damit haben wir dann ein Alleinstellungsmerkmal in der Region: In einem Haus können wir die Erstaus- und Fortbildung anbieten“, so der zweite Beigeordnete Jörg Höllmüller. Beide Einrichtungen erzielen mit dem Zusammenschluss Synergieeffekte. Unterrichtet wird derzeit noch in Freiberg in der Turnerstraße 5, der Bergstiftsgasse 1 und auf dem Schachtweg 2 sowie  in der Hauptstraße 150. „Perspektivisch möchten wir uns auf die Turnerstraße und Hauptstraße konzentrieren, denn das Freiberg-Kolleg benötigt in der Bergstiftsgasse mehr Kapazität“, so Höllmüller. Das Berufliche Schulzentrum Julius-Weisbach beteiligt sich am Programm ERASMUS+ Leitaktion 1 mit dem Titel „Plus 4 – Das große Plus für Sachsens Schulsystem“. In diesem Kontext werden Auszubildende im Beruf Immobilienkaufmann/-frau im ersten Halbjahr des Schuljahres 2019/20 Zeit im Ausland verbringen. Geplant sind in der ersten Runde zwölf angehende Immobilienkaufleute für drei Wochen und eine Begleitperson vom BSZ für eine Woche zu entsenden. Als Zielländer sind Irland, Spanien (Mallorca), Malta und Griechenland (Kreta) vorgesehen.

Erstmalig besteht am BSZ Schachtweg 2 zudem die Möglichkeit, eine Ausbildung zum Staatlich geprüften Techniker in der Fachrichtung Bergbautechnik zu beginnen. „Auf der Grundlage einer Ausnahmegenehmigung vom Kultusministerium, die auch für die Fachrichtungen Bohrtechnik sowie Geologietechnik gilt, konnte eine neue Klasse gebildet werden“, so Referatsleiterin Carmen Randhahn-Renner. Das Schulgesetz sieht eine Mindestschülerzahl von 16 vor, es werden voraussichtlich  neun Fachschüler starten. „Damit bleibt diese in Deutschland einmalige Ausbildung in den genannten Fachrichtungen erhalten“, betont der zweite Beigeordnete Jörg Höllmüller. Interessenten können sich weiterhin kurzfristig bewerben.