Deutsches Rotes Kreuz sichert Rettungsdienst im Großteil des Landkreises ab

05.09.2014

Das Deutsche Rote Kreuz mit seinen Kreisverbänden führt auch in den kommenden Jahren den Rettungsdienst im Großteil Mittelsachsens durch.

Das ist das Ergebnis einer Ausschreibung des Landkreises, der Träger des Rettungsdienstes für die Regionen Freiberg und Mittweida ist. Diese Aufgabe umfasst auch den Krankentransport.Heute unterzeichneten die Vertreter der Kreisverbände Döbeln-Hainichen, Rochlitz und Freiberg die entsprechenden Verträge im Landratsamt. Sie laufen ab Februar 2015 für mindestens fünf Jahre. „Der Rettungsdienst ist eines der zentralsten Elemente der Daseinsvorsorge. Ich freue mich, dass wir weiterhin einen solchen erfahrenen Partner an unserer Seite haben“, erklärte Landrat Volker Uhlig. Schon seit über 20 Jahren erbringen die Kreisverbände diese Leistung. Der Landkreis habe die Aufgabe optimale Bedingungen für die Dienstleister herzustellen, wie moderne Fahrzeuge oder auch Wachen.

Insgesamt gab es bei der Ausschreibung fünf Lose für die Bereiche Rochlitz, Hainichen/Frankenberg/Mittweida, Freiberg, Flöha und Burgstädt. Die Zuschläge erhielten jeweils die Kreisverbände des Deutschen Roten Kreuzes: für Rochlitz der Kreisverband Rochlitz, für Hainichen/Frankenberg/Mittweida der Kreisverband Döbeln-Hainichen, für Freiberg und Flöha der Kreisverband Freiberg. Für den Bereich Burgstädt ist derzeit noch ein Vergabenachprüfverfahren anhängig. Bis zum Ende des Verfahrens ist der Rettungsdienst auch dort in jedem Fall gesichert, der derzeit vom Arbeiter-Samariter-Bund abgedeckt wird. Das Auftragsvolumen aller Lose beträgt zirka 70 Millionen Euro.

Bis zur Inbetriebnahme der Regionalleitstelle 2016 in Chemnitz werden die Einsätze in Freiberg koordiniert. Im vergangenen Jahr wurden 76 500 Einsätze der Rettungswagen, der Notarzteinsatzfahrzeuge und der Krankentransportwagen registriert.

Daten und Fakten
Der Landkreis unterhält insgesamt zwölf Rettungswachen: Freiberg (mit Außenstelle in Brand-Erbisdorf), Dittmannsdorf (OT von Reinsberg), Clausnitz (OT von Rechenberg-Bienenmühle), Mulda, Eppendorf, Flöha, Frankenberg, Hainichen, Mittweida, Penig, Rochlitz (mit Außenstelle in Geringswalde) und Burgstädt. Hinzu kommt die saisonbetriebene Bergrettungswache in Holzhau.  Mittelsachsen verfügt in den Altkreisen Freiberg und Mittweida über 25 Rettungstransportwagen, 24 Krankentransportwagen und acht Notarzteinsatzfahrzeuge. 2013 rückte der Rettungswagen (RTW) 27 056 Mal aus, das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) 8 407 Mal und mit dem Krankentransportwagen (KTW) wurden 41 039 Einsätze durchgeführt. Zum Jahr 2012 war das eine Steigerung im RTW-Bereich von rund 800 Einsätzen und im NEF-Bereich von knapp 400 Einsätzen. Im KTW-Sektor gab es eine Steigerung von über 7 000 Einsätzen (2012: 26 214 RTW, 8 030 NEF und 33 249 KTW).

Aufgabenträger im Altkreis Döbeln ist der Rettungszweckverband der Versorgungsbereiche Landkreis Leipzig und Region Döbeln.