Ehemalige Produktionshalle in Rossau wird Notunterkunft für Asylbewerber und Flüchtlinge

01.12.2015

Im Rossauer Gewerbegebiet wird in den kommenden Wochen eine ehemalige Fabrikhalle als Notunterkunft für Asylsuchende hergerichtet. Darüber informieren der Leiter der Stabsstelle Asyl Dieter Steinert und Bürgermeister Dietmar Gottwald die Unternehmen in dem Gebiet.

Der anhaltende Zustrom an Asylsuchenden macht es erforderlich, neue Unterkünfte zur akquirieren und bereitzustellen. Wöchentlich werden dem Landkreis zurzeit bis zu 250 Flüchtlinge zugewiesen, allein bis Jahresende 1 100 Personen. Der Landkreis geht davon aus, dass die wöchentlichen Zuweisungen weiter steigen werden. Die Kapazitäten der bestehenden Unterkünfte sind nahezu vollständig ausgeschöpft. Auch der von den Kommunen zur Verfügung gestellte Wohnraum, kann hier nur bedingt Abhilfe leisten – ist aber dennoch sehr wichtig. Derzeit wurden der GSQ über 400 Wohnungen gemeldet, davon sind zirka 70 kurzfristig bezugsfähig – rund 30 Wohnungen wurden vertraglich schon gebunden. Erste Wohnungen wurden auch schon bezogen und genutzt. „Wir gehen davon aus, dass wir bis Jahresende zirka 50 Wohnungen beziehen werden“, erklärt Dieter Steinert von Stabsstelle Asyl.

Im Rahmen der Vorbereitungen werden Arbeiten im Hinblick des Abwassers und der Heizungsanlage erforderlich. Derzeit gehen die Verantwortlichen davon aus, dass frühestens Mitte Januar die Nutzung der Halle mit einer Kapazität von zirka 300 Personen als Notunterkunft erfolgen kann. Übergangsweise, wahrscheinlich noch in diesem Jahr, ist seitens der Verwaltung angedacht, mittels einem beheizbaren Zelt 150 Personen dort unterzubringen. In Abhängigkeit der Zuweisungszahl und der zur Verfügung stehenden Plätze im gesamten Landkreis könnte auf dem gleichen Gelände eine Aufstockung der Kapazität mit mobilen Objekten erfolgen. Betrieben wird die Einrichtung durch die Gesellschaft für Strukturentwicklung und Qualifizierung Freiberg mbH. Aus Sicht der Verwaltung könnte der Standort eine zentrale Rolle bei der Registrierung und Verteilung von Asylsuchenden im Landkreis Mittelsachsen spielen.

Ende November lebten 2500 Asylsuchende im Landkreis Mittelsachsen.