Endpreis muss optisch erkennbar sein

30.04.2014

Zu den Aufgaben des Landratsamtes gehört es auch, zu überprüfen, ob die Preise an Waren und Leistungen richtig dargestellt sind.

Beispielsweise hängen beim Friseur im Schaufenster Preislisten aus, woraus hervorgeht, wie viel ein Haarschnitt oder die Färbung kostet. „Aber das ist nicht immer so und damit nicht transparent gegenüber den Verbrauchern“, erklärt Eva-Maria Riesener von der Abteilung Ordnung und Sicherheit im Landratsamt Mittelsachsen. Deshalb gibt es die Preisangabenverordnung. Verstöße gegen diese Vorschriften können Bußgelder bedeuten. Die Verordnung besagt, dass von den Händlern oder Dienstleistern der Endpreis anzugeben ist. Dieser entspricht dem tatsächlich zu zahlenden Preis einschließlich aller Steuern und sonstiger preisgestaltender Bestandteile. „Der Endpreis ist bei der Aufschlüsselung von Preisen optisch deutlich hervorzuheben“, unterstreicht Riesener. Bei verpackten und teilverpackten Waren, die nach Gewicht, Volumen, Länge oder Fläche angeboten werden, ist neben dem Endpreis auch der Preis je Mengeneinheit - der Grundpreis - anzugeben. Als Mengeneinheit gilt jeweils ein Kilogramm, ein Liter, ein Kubikmeter, ein Meter oder Quadratmeter. Ist der Packungsinhalt kleiner als 250 Gramm beziehungsweise 250 Milliliter, darf sich der Grundpreis auf 100 Milliliter beziehen. Bei loser Ware, ist lediglich der Grundpreis anzugeben. Wer Leistungen anbietet, wie beispielsweise der Friseur, hat ein Preisverzeichnis mit den Endpreisen für seine wesentlichen Leistungen auszustellen. Wenn dabei Stundensätze, Kilometersätze und andere Verrechnungssätze angegeben werden, müssen auch diese wesentlichen Leistungen erfasst werden. Das Verzeichnis ist im Geschäft und zusätzlich (sofern vorhanden) im Schaufenster oder Schaukasten anzubringen. Ansprechpartner für Fragen sind neben dem Landratsamt auch die Industrie- und Handelskammer und der regionale Einzelhandelsverband.

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Tel. 03731 799 3680 oder -3532
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