Erste Straßenschäden werden repariert

27.02.2026

Mit den höheren Temperaturen taut auch der Boden auf und die Straßenschäden werden in Mittelsachsen sichtbar.

„Ein vollständiges Lagebild werden wir uns in den kommenden Wochen erarbeiten. Sicher ist, dass die Straßen betroffen sind, in deren Körper es immer wieder Eingriffe gab und/oder die ohnehin schon in einem sehr schlechten Zustand waren“, erklärt die Leiterin der Abteilung Straßen Claudia Landgraf. Vor allem die Staatsstraßen seien die Sorgenkinder der sechs Straßenmeistereien im Landkreis. Die Schäden treten nach ständigen Frost-Tau-Wechseln auf, wenn Wasser durch Risse in der Fahrbahn oder offene Fugen in die unteren Asphaltschichten dringen kann. „Das eindringende Wasser gefriert und löst somit den Asphalt aus der Fahrbahn. Neue Löcher und Risse führen zu weiteren Schäden“, erläutert sie.

Derzeit kann die eigentliche Flickung noch nicht erfolgen. Die Mischwerke für Asphalt haben noch nicht geöffnet, wahrscheinlich erfolgt dies im März. Und auch dann ist die Witterung entscheidend, es darf nicht zu kalt und zu nass sein. Große, beziehungsweise gefährliche Schadstellen werden dennoch bereits jetzt instand gesetzt. Dafür kommt sogenanntes Kaltmischgut zum Einsatz. Dieses hält nicht lange, stellt jedoch zumindest eine provisorische Verbesserung dar. Claudia Landgraf betont: „Wir möchten das mittelsächsische Straßennetz befahrbar halten. Aktuell sind keine Sperrungen aufgrund von Schäden geplant. Da einige Schadstellen allerdings bereits seit Jahren bestehen, wird es immer schwieriger, diese zu reparieren.“

Landrat Sven Krüger bittet schon jetzt die Kraftfahrerinnen und -fahrer um Verständnis für die bevorstehenden Einschränkungen des Verkehrs infolge der Flickungen: „Es werden Arbeiten teilweise halbseitig durchgeführt und da appelliere ich vorsichtig und mit Respekt an den Baustellen vorbeizufahren. Wo es zu eng ist, muss eine Vollsperrung erfolgen.“

Sven Krüger hofft, dass der Freistaat zusätzliche Mittel zur Verfügung stellen wird. „Der Winter ist nach jetziger Sicht kostenintensiver im Vergleich zu den Vorjahren. Das wirkt sich auf das Budget für andere Unterhaltungsmaßnahmen aus, denn alle Arbeiten werden nur aus einem Topf bezahlt. Straßen haben im ländlichen Raum eine enorme Bedeutung und dem sollte auch Rechnung getragen werden.“

Nach einer ersten Schadensaufnahme sind im Bereich der Straßenmeisterei Brand-Erbisdorf die Bundesstraße (B) 171 Neuclausnitz bis Friedebach, die Staatsstraße (S) 209 in der Ortslage Mulda, die S 207 Ortslage Großwaltersdorf vor allem die Querungen durch den Breitbandausbau und die S 235 Ortslage Langenau bis Kleinhartmannsdorf. Ebenfalls geschädigt ist die S 185 Rechenberg-Bienenmühle. Diese wird aber ab nächster Woche gebaut. Auch die Kreisstraßen weisen Schäden auf, wie zum Beispiel die Kreisstraße (K) 7708 in der Ortslage Niedersaida, die K7705 und 7754 in der Ortslage Hennersdorf (Bauarbeiten sollen erfolgen) sowie die K 7734 in der Ortslage Clausnitz.

Im Bereich der Straßenmeisterei Freiberg sind besonders betroffen die S 206 in den Ortslagen Brand-Erbisdorf, St. Michaelis und Berthelsdorf, die S 184 in der Ortslage Weißenborn, die S 196 in der Ortslage Krummenhennersdorf und die K 7702 zwischen Gahlenz und Hammerleubsdorf.

Straßenschäden gibt es im Gebiet der Rochlitzer Meisterei fast überall. Die schlimmsten Schäden weisen beispielsweise auf: wieder die S 36 zwischen Massanei und Waldheim, die S 250 zwischen Neugepülzig und Zetteritz, die S 32 von Waldheim bis Kriebethal, die K 7532 zwischen Waldheim und Heiligenborn, die K 8294 Ortsausgang Geringswalde Richtung Langenau, die K 8275 Ortslage Schwarzbach, die S 247 Ortslage Frankenau, die K 8230 Mittweida Richtung Rossau, die S 32 Rossau bis Höckendorfer Kreuz und die K 8230 Schönborn-Dreiwerden Richtung Sachsenburg.

Die Straßenmeisterei Döbeln ist seit vergangener Woche dabei, die Schäden an der B 169 in der Ortslage Heyda und zwischen den Knotenpunkte B 175 (Masten) und S34 (Zschepplitz) auszubessern. Auch an der S 34 zwischen Niederstriegis und Döbeln, der S 44 bei Brösen und der S 35 Meila bis Ostrau müssen Schlaglöcher geflickt werden. Betroffene Kreisstraßen sind unter anderem die K 7530 Gebersbach bis Großwitzschen oder die K 7592 Ortslage Zschochau.

Im Zuständigkeitsbereich der Straßenmeisterei Hainichen zeigen sich unter anderem die folgenden Problemstellen: die Bundesstraßen 180 von Kunnersdorf in Richtung Dittmansdorf sowie 169 in der Ortslage Frankenberg von der Tankstelle bis zur Kreuzung Chemnitzer Straße, die S 34 Ortslage Hainichen bis OT Kaltofen, die S 237 vom  Abzweig Hohenfichte bis zur B 173 Falkenau, die S 201 in der Ortslage Hainichen sowie die S 202 zwischen Frankenberg und Sachsenburg. Betroffene Kreisstraßen sind unter anderem die K 8297 von der B 169 bis Littdorf sowie die K 7705 und K 8206 in den Ortslagen Hennersdorf beziehungsweise Langenstriegis.

Die größten Schäden nach der Wintersaison verzeichnet die Straßenmeisterei Mühlau auf den folgenden Straßen: S 200 in der Ortslage Altmittweida (Neusorger Straße), S 204 Ortslage Lichtenau in den Ortsteilen Niederlichtenau und Auerswalde sowie auf der S 242 Ortslage Burgstädt (Chemnitzer Straße). Betroffene Kreisstraßen sind die K 8208 in Mohsdorf, die K 8250 in Ottendorf sowie die K 8250 in Köthensdorf.