Erster GPS-Referenzpunkt für den Landkreis Mittelsachsen

11.11.2015

Arbeitet der GPS-Empfänger korrekt? Ab sofort können das Auto-Navigationsgerät oder GPS-fähige Smartphones überprüft werden. Und zwar am neuen sogenannten GPS-Referenzpunkt in der Straße des Friedens 20 in Döbeln.

Der erste Beigeordnete des Landkreises Dr. Lothar Beier hat heute im Beisein von Gerold Werner, Referatsleiter Geobasisinformation und Vermessung im SMI und Ria Liebscher, Referatsleiterin Geodätischer Raumbezug im GeoSN, den ersten GPS-Referenzpunkt im Landkreis für die Nutzung freigegeben. Dieser befindet sich am Gebäude des Landratsamtes in der Straße des Friedens 20 in der Außenstelle Döbeln. Dieser Punkt ist 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche frei zugänglich. Die Experten der unteren Vermessungsbehörde des Landratsamtes Mittelsachsen mit Sitz in Döbeln haben den Punkt genau eingemessen – viel exakter, als das mit den üblichen Freizeitgeräten möglich ist.  Anschließend wurde er gemeinsam mit dem Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen (GeoSN) vermarkt. Auf der auf einen Steinquader montierten Platte kann jeder Nutzer nun selbst überprüfen, wie exakt sein Gerät funktioniert.

Das ist für jeden Fußgänger mit Smartphone interessant, für jeden Nutzer eines Auto-Navigationsgerätes, für Wanderer, Radfahrer und auch für die vielen Anhänger der elektronischen Schnitzeljagd Geocaching.

Um Position und Höhe im Raum berechnen zu können, werden zeitgleich mindestens vier Satelliten benötigt. Unter optimalen Bedingungen können heute mehr als acht Satelliten empfangen werden. Je mehr Satelliten bei der Messung ausgewertet werden können, desto genauer ist die Positionsberechnung. Einzeln genutzte Navigationsempfänger erreichen eine Genauigkeit von fünf bis zehn Metern.

Der geodätische Referenzpunkt ist ein neues Angebot der unteren Vermessungsbehörde für alle interessierten Bürger.