Feldahorn ist der Baum des Jahres 2015

23.04.2015

Am 25. April ist der Tag des Baumes. Aus diesem Anlass stellt Naturschutzhelfer Bernd Jentsch den Baum des Jahres 2015 vor - den Feldahorn.

Der Feldahorn, oder auch Maßholder genannt, ist einer von hunderten weltweit vorkommenden Ahornarten. Er ist in Mitteleuropa und Westasien beheimatet, in Mitteleuropa ist er vom Tiefland bis in die Gebirgslagen von 900 Metern Höhe zu finden. Es ist ein sommergrüner, reichverzweigter, zehn bis fünfzehn Meter hoher und bis zu 200 Jahre alt werdender Baum mit rundlicher Krone oder ein sparriger, mehrstämmiger Strauch. Gegenüber den bei uns häufiger vorkommenden Ahornarten wie Bergahorn und Spitzahorn hat der Feldahorn wesentlich kleinere Blätter, ebenfalls drei- bis fünflappig, aber an den Spitzen abgerundet. Die Blüten sind gelbgrün. Pro Blüte entwickeln sich zwei zusammengesetzte Nussfrüchte mit je einem Flügel. Sie sind im Gegensatz zu den anderen Ahornarten spitzwinklig angeordnet und bilden die bekannten „Ahornnasen“.

Der Feldahorn kommt mit feuchten wie auch mit trockenen, sonnigen Standorten zurecht und ist recht anspruchslos beziehungsweise robust. Da er sich gegenüber Krankheiten sehr resistent zeigt, ist er unter der heutigen Umweltbelastung ein wichtiges Gehölz. Eine relativ hohe Salztoleranz prädestiniert ihn besonders als Straßenbaum. Außerdem wird er zur Begrünung von Dämmen und Böschungen und zur Rekultivierung angepflanzt. Für hohe Schnitthecken ist er ebenfalls auf Grund seiner Schnittverträglichkeit geeignet. Natürlich ist er auch in Eichen-Hainbuchen-Mischwäldern, im Saum von Gebüschen, Waldrändern, Feldrainen und Hecken zu finden.

Der Feldahorn ist ein relativ langsam wachsender Baum, der auch deshalb ein festes Holz entwickelt, das mit seiner rötlich getönten, feinen Maserung für Furniere, als Drechselholz oder zur Herstellung von Holzblasinstrumenten und Werkzeugstielen verwendet wird.