Festveranstaltung zur letzten Kreistagssitzung

17.04.2014

Im Rahmen einer Festveranstaltung klang am 16. April die erste Wahlperiode des Kreistages Mittelsachsen aus. Dabei erinnerten Landrat Volker Uhlig und die Vorsitzenden der fünf Kreistagsfraktionen in ihren Redebeiträgen an die vergangenen sechs Jahre.

Insgesamt 28 Mal kamen die Mitglieder in Freiberg zusammen. „Bei kontroversen Sachverhalten waren die Diskussionen bei aller Emotionalität stets sachlich. Das verdeutlicht ein hohes Niveau bei der Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg“, so Uhlig. Es sei ein Vertrauensverhältnis im Kreistag gewachsen. Er hofft, dass sich das Gremium auch in der kommenden Wahlperiode auf einer solch konstruktiven Ebene wiederfindet. Der Kreistag hat mit seinen Aufbauleistungen das erste Kapitel des mittelsächsischen Geschichtsbuches geschrieben, denn zahlreiche Entscheidungen zur Grundstruktur mussten getroffen werden. Das beginnt bei der Hauptsatzung als Grundlage jeglicher weiterer Beschlüsse, geht weiter über die Geschäftsordnung oder auch dem Wappen. Viele Bereiche wurden mittelsächsischen Strukturen angepasst. „Aber nur dort, wo es für die Entwicklung des Landkreises positive Effekte gibt“, unterstreicht der Landrat. Kritisch begleitet wurden vom Kreistag beispielsweise Fragen, die die Kreisverwaltung betreffen wie Personalmanagement- oder das Standortkonzept. Rückschau wurde auf zahlreiche Sitzungen gehalten wie zur Entscheidung zum amtlichen Kennzeichen, zur Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH, zur Betreuung von Langzeitarbeitslosen sowie zum Haushalt. „Es gibt viele Beschlüsse, die nicht leicht gefallen sind. Aber wir hatten auch den Mut, uns dafür die Zeit zu nehmen, um die Sachlagen ausführlich zu erörtern“, so Uhlig. Er unterstrich außerdem, dass die Mitglieder auf ehrenamtlicher Basis arbeiten und das Engagement nicht nur die vier beziehungsweise fünf Sitzungen im Jahr betreffen. So gab es mehrere Ausschüsse und Arbeitsgruppen. Abschließend blickte Volker Uhlig auf die Aufgaben der neuen Wahlperiode, eine große Herausforderung ist der demografische Wandel: „Der Spagat besteht darin, trotz der finanziellen Möglichkeiten, eine breit gefächerte Struktur der Daseinsvorsorge aufrecht zu erhalten.“

Statistik (Stand März):

  • 429 Beschlüsse wurden in 28 Sitzungen gefasst.

  • Die gesamte Sitzungszeit betrug 126 Stunden und 40 Minuten.

  • Die längste Sitzung war die 2. öffentliche Sitzung des Kreistages am 18. September 2008. Sie ging über acht Stunden (15:00 bis 23:00 Uhr).

  • Die kürzesten Sitzungen waren die 2. nichtöffentliche Sitzung am 2. Juni 2010 (19:30 bis 19:40 Uhr) und die 21. öffentliche Sitzung am 24. Juli 2012 (17:25 bis 17:35 Uhr). Beide Sitzungen dauerten nur zehn Minuten.

  • Erster Beschluss am 20. August 2008 war die Wahl des Kreisrates Dr. Heinrich Douffet zur Vereidigung des Landrates.

  • Ältester Kreisrat ist Dr. Heinrich Douffet mit fast 80 Jahren. Die jüngste Kreisrätin ist Maria Wollmerstädt mit 27 Jahren.

 

Foto: Andrea Funke