Flickungen begannen im Landkreis Mittelsachsen

08.03.2017

Mit der Öffnung von einigen Mischwerken hat das Flicken der Straßen im Landkreis mit Heißmischgut begonnen.

In den vergangenen Wochen wurden die größten Schäden bereits mit sogenannten Kaltmischgut gefüllt, dieses hält aber nicht lange. Bei Fahrzeugen in den Meistereien Mühlau und Hainichen wurde die Winterdiensttechnik schon ab- und die Thermobehälter aufgebaut. Die Behälter haben ein Fassungsvermögen von drei bis fünf Tonnen und werden mit Gas betrieben, so bleibt das Mischgut über den Tag verteilt entsprechend heiß.

Der zuständige Referatsleiter Dirk Schlimper berichtet: „Die Winterschäden werden nach der Abfrage in den Meistereien definitiv größer als in den Jahren zuvor. Konkrete Zahlen und daraus ableitende Bedarfe, stehen final erst nach der Befahrung mit dem Landesamt Ende März/Anfang April fest“, so Dirk Schlimper. Außerdem sei noch nicht überall der Frost richtig raus, erst dann sehe man das genaue Ausmaß. „Heute müssen die Arbeiten auf Grund der Witterung pausieren, sobald es aber nicht mehr so feucht ist und die Temperaturen etwas steigen, geht es mit dem Flicken gleich weiter.“ Rund 1 800 Tonnen an Asphaltmischgut wurden im vergangenen Jahr in Eigenleistung zur Schadstellenbeseitigung der sechs Straßenmeistereien verwendet. Schlimper: „Fakt ist wir werden deutlich mehr benötigen, bisher gibt es nur erste Schätzungen, die mit der Befahrung konkret qualifiziert werden.“

Im Bereich Hainichen wurde jetzt schon ein Fremdunternehmen als Unterstützung für die ersten Reparaturleistungen gebunden. Bisher haben die Meistereien zirka 52 Tonnen an Heißmischgut verwendet. Insgesamt ist der Landkreis für ein Netz von rund 1 600 Kilometer an Bundes-, Staats- und Kreisstraßen für die technische Unterhaltung zuständig. 

Der Winterdienst ist unterdessen weiterhin im Einsatz. Rund 14 000 Tonnen Salz sind in dieser Saison verbraucht worden und damit rund 4 000 Tonnen mehr als im vergangenen Jahr. Beispielsweise waren am Montag zehn Fahrzeuge im Winterdienst und führten Kontrollfahrten durch, heute waren es 17 mit einem Salzverbrauch von 14 Tonnen. Parallel werden bereits die rund 60 Kilometerlangen Schneezäune zurückgebaut. 

Foto: Andrea Funke