Förderprogramm Lieblingsplätze für alle wird fortgesetzt

11.11.2016

Mittelsachsen erhält im kommenden Jahr erneut 190.500 Euro aus dem Investitionsprogramm Barrierefreies Bauen „Lieblingsplätze für alle“. Ab sofort können entsprechende Anträge beim Landratsamt gestellt werden.

„Es ist ein gutes Signal aus Dresden für die Interessen der Menschen mit Behinderung“, erklärt der zweite Beigeordnete Jörg Höllmüller. Er begrüßt die erneute Auflage ausdrücklich. Unterstützt werden kleinere Investitionen mit einem Volumen von maximal 25.000 Euro, die von Einrichtungen des Kultur-, Freizeit- und Bildungsbereichs, aber auch Praxen oder Gaststätten beantragt werden können. Von dem Programm sind öffentliche kommunale Gebäude fast ausgeschlossen. „Wenn es sich bei deren Nutzung um ein freiwilliges Angebot handelt, ist eine Unterstützung möglich“, erklärt der  zuständige Ansprechpartner in der Verwaltung Uwe Donner.

Bis zum 27. Januar 2017 läuft die Frist, um einen Antrag für eine Zuwendung zu stellen. Wichtig sei nach Angaben Donners ein Foto des Projektes und das ausgefüllte Antragsformular. „Welche Projekte am Ende eine Förderung erhalten, entscheidet der Behindertenbeirat des Landkreises, der schon seit vielen Jahren das Programm unterstützt“, unterstreicht Jörg Höllmüller. Schon in den vergangenen zwei Jahren wurden mehr Gelder beantragt als zur Verfügung standen, zum Teil doppelt so viel.

Der Vorsitzende des Beirates Sven Jeschke zieht eine positive Bilanz: „Wir konnten mit den rund 600.000 Euro viel bewegen. Zahlreiche Rampen, Behindertentoiletten und kleinere Lifte sind entstanden, die uns den Alltag erleichtern und Teilhabe möglich machen.“ Auch akustische Anlagen sind mit den Geldern angeschafft worden. Er hofft, dass sich bei dem jetzigen Aufruf wieder viele Interessierte melden und Projekte realisieren. Insgesamt wird der Freistaat, vorbehaltlich des Haushaltsbeschlusses, rund 2,5 Millionen Euro für das Programm zur Verfügung stellen.

Im Geschäftskreis Soziales und Gesundheit beantwortet Interessierten Uwe Donner unter Telefon 03731 799-3382 gern Fragen zum Verfahren.

Foto: Pressmaster/Shutterstock.com

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