Forstbehörde erstellt „Waldordner“

28.06.2017

Der Landkreis Mittelsachsen ist auf einer Fläche von zirka 35 500 Hektar von Wald bedeckt; das ist jeder sechste Hektar (etwa 17 Prozent) des Landkreisterritoriums. Im Maßstab des Landes Sachsen, das zu etwa 29 Prozent bewaldet ist, bedeutet das: Wald ist im Landkreis Mittelsachsen ein knappes Gut und damit besonders wertvoll.

Die untere Forstbehörde des Landkreises hat für alle Städte und Gemeinden Informationen zum Wald textlich und kartografisch in einem „Waldordner“ aufbereitet. Diese werden nun den Gemeinden übergeben. Erste Termine waren schon in den Gemeinden Erlau und Claußnitz sowie in den Städten Geringswalde und Brand-Erbisdorf.

Das zusammengestellte Material enthält neben Informationen zu Organisation und Zuständigkeiten der unteren Forstbehörde mit den Kreisforstrevieren Angaben zu Lage der Waldflächen und Baumartenverteilung im Landkreis und vor allem amtlich neu festgestellte Waldflächenzu- und -abgänge im Stadt- beziehungsweise Gemeindegebiet. Die Einstufung einer Fläche als Wald hat vielfältige Konsequenzen, etwa für die Nutzbarkeit des Grundstücks sowie für Sicherheitsabstände zu Bebauung und offenem Feuer.

Der „Waldordner“ soll einen sicheren Umgang mit dem Wald im Gemeindegebiet ermöglichen und die Kommunen bei der rechtlich sicheren Anwendung der aktuellen Gesetzeslage auf konkreten Flächen hinsichtlich Planung, Genehmigung und Ordnungsrecht unterstützen.

„Wir hoffen, dass der Waldordner nicht nur interessante Lektüre, sondern auch ein hilfreiches Arbeitsmittel für die Städte und Gemeinden sein wird“, so der erste Beigeordnete Dr. Lothar Beier.