Frauennetzwerk

04.03.2016

Das Frauennetzwerk Mittelsachsen feiert am 8. März sein fünfjähriges Jubiläum. Gastgeber der Geburtstagsfeier ist der Müllerhof e. V. Mittweida. Die Gäste erwartet eine bunte Mischung aus Tanz, Theater und guten Gesprächen unter dem Motto „Geheimnissen auf der Spur – wenn Frauen plaudern.“ Beginn ist 15:00 Uhr.

Das Mittweidaer soziokulturelle Zentrum gehört mit vier weiteren Vereinen aus dem Landkreis  und den Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Annett Schrenk und der Stadt Freiberg, Katrin Pilz zu den Gründungsmitgliedern des Netzwerkes. Der damalige Anspruch war die Arbeit der Vereine zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und mit gemeinsamen Aktionen den Blick auf besondere Lebenslagen von Mädchen und Frauen im ländlichen Raum zu lenken.

Diesen Anspruch verfolge das Netzwerk auch heute noch, so die Gleichstellungsbeauftragte Annett Schrenk. Sieht sie auf die Arbeit der vergangenen fünf Jahre zurück, so sieht sie neben Schatten vor allem Licht. So sei es dem Frauennetzwerk gelungen,  als Träger des Projektes „Wir für die Region – Vereinsarbeit stärken im ländlichen Raum“ der Robert Bosch Stiftung neue Impulse für die Vereinsarbeit im Landkreis zu setzen. Auch die jährlich durchgeführte „Mittelsächsische Frauenzeit“ habe sich etabliert und ist aus dem Veranstaltungskalender der Netzwerk-Vereine nicht mehr wegzudenken. Aufmerksamkeit erzeugte 2014 auch die Ausstellung „Frauen hinterlassen Spuren im Landkreis“ der mittelsächsischen Landfrauen oder im vergangenen Jahr die Diskussionsrunde der evangelischen Frauen in Freiberg zum Thema „Frauen in den Weltreligionen – Judentum, Christentum und Islam“. Momentan setzt der Müllerhof e. V. Mittweida sein Theaterprojekt „Septum Mulliers“ Schritt für Schritt um, um auf bedeutsame Frauen der Reformation aufmerksam zu machen. Und nicht zuletzt war das Frauennetzwerk in den vergangenen Jahren auch dann präsent, wenn es in den Kommunen des Landkreises galt, auf die Notwendigkeit von Toleranz und Weltoffenheit aufmerksam zu machen.

Dabei weiß die Gleichstellungsbeauftragte, dass sich die Frauenarbeit im ländlichen Raum zu wandeln beginnt. Der Generationswechsel in den Vereinen, veränderte politische Rahmenbedingungen, neue Handlungsfelder und politische Diskurse erfordern auch ein neues Herangehen. „Wir stellen uns im Frauennetzwerk immer wieder die Frage, was bewegt Frauen von heute, wie sehen sie sich, wie können sie sich besser in unseren Landkreis einbringen und welche Bedarfe haben sie im ländlichen Raum. Doch wir können diese Fragen nicht beantworten, wenn wir nicht gemeinsam über diese Dinge ins Gespräch kommen.“ Sie würde sich daher um mehr und um neue Mitstreiterinnen im Netzwerk freuen, vor allem auch aus dem politischen Spektrum. Deshalb unterstützt sie auch die Idee von Elisabeth Schwerin einen überparteilichen Gesprächskreis von Frauen in der mittelsächsischen Kommunalpolitik zu bilden. In der Helene-Weber-Preisträgerin und im Team des Müllerhofes e. V. sieht sie einen Motor des Netzwerkes. Und deshalb freut sich die Gleichstellungsbeauftragte auch auf die Geburtstagsparty am 8. März 2016 und auf viele Gäste.