Füchse werden größer

27.08.2026

Jungen Füchsen, so niedlich sie aussehen, sollte man nicht zu nahe kommen. Denn Füchse können Krankheiten wie die Fuchsräude übertragen.

Die in diesem Jahr geborenen Füchse werden immer größer und haben mittlerweile das Welpenalter hinter sich gelassen. Sie beginnen nun selbst Nahrung zu suchen und sehen dabei für viele noch so „niedlich“ aus. Aber das Veterinäramt warnt, dass man generell den Füchsen nicht zu nahe kommt. Sie können verschiedenste Krankheiten übertragen, wie zum Beispiel eine Hautkrankheit, die sogenannte Fuchsräude. Sie wird von Sarkoptesmilbe verursacht und ist sehr Anstecken, auch Hunde können mit der Krankheit anstecken. Sie ist aber gut therapierbar. Eine Zahl der Krankheitsfälle liegt dem Veterinäramt nicht vor. 

Prinzipiell gilt zudem jeder Fuchs als potenzieller Bandwurmträger. Der Fuchsbandwurm ist in Sachsen flächendeckend verbreitet. Durch die Aufnahmen der mikroskopisch kleinen Bandwurmeier kann sich der Mensch als Fehlwirt insbesondere über die Verkostung roher Waldpilze und den Verzehr roher bodennah gewachsener Waldbeeren infizieren. Auf jeden Fall ist es ratsam, Obst aus Wäldern und Gärten sowie Pilze immer gründlich zu waschen. Alles, was erhitzt ist, kann sicher verzehrt werden (eingekochtes Obst, Marmeladen, gebratenes/gekochtes Gemüse). zwei bis vier Mal jährlich sollten Katze und Hunde entwurmt werden, da sie auch Träger des Fuchsbandwurms sein können.

Als weitere Schutzmaßnahme vor Krankheiten sollte beispielsweise Fuchskot, wie beim Hund, mit einer Plastiktüte entfernt werden. 

Grundsätzlich ist es schwierig, den Fuchs von Grundstücken fernzuhalten. Die beste und effektivste Möglichkeit ist, alle frei verfügbaren Nahrungsquellen (wie z.B. offenliegendes Hunde- oder Katzenfutter, Vogelfutter, Essensreste) zu entfernen sowie Mülltonnen geschlossen und sauber zu halten. Auch Schuhe und leicht zu transportierende Gegenstände, die dem Fuchs als Spielzeug dienen könnten, sollten zumindest über Nacht weggeräumt werden. Denkbare Unterschlupfmöglichkeiten können unter der Voraussetzung, dass sich kein Fuchs oder Jungtiere darin befinden, unzugänglich gemacht werden. 

Füchse sind nicht aggressiv und greifen Menschen nicht an. Im Allgemeinen versuchen die Tiere, dem Menschen aus dem Weg zu gehen. Nur halbzahme Füchse, die durch Fütterung an den Menschen gewöhnt wurden und neugierige Jungfüchse, die den Menschen noch nicht kennen, trauen sich dichter an Menschen heran. Bei unbeabsichtigten Begegnungen mit einem Fuchs gilt: Ruhe bewahren und dem Tier einen Fluchtweg freilassen.

Wenn es Probleme mit einem Fuchs gibt, dann können sich Betroffene an die untere Jagdbehörde wenden oder in dringenden Fällen an die Polizei wenden.

Foto: adobe.stock.com/valdisskudre