Geflügelpestvirus: Untersuchungsergebnisse negativ

02.12.2016

In Mittelsachsen ist nach jetzigem Stand noch kein Fall des Geflügelpestvirus bekannt. Weitere negative Untersuchungsergebnisse gingen beim zuständigen Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt (LÜVA) des Landkreises ein – für die drei Wildvogelfunde vom Wochenende und einem Sperber, der am Dienstag eingesendet wurde.

Insgesamt wurden bisher 18 verendete Vögel  an die Landesuntersuchungsanstalt übergeben. Dabei handelt es sich um Haus- und Wildvögel aus dem gesamten Landkreis. Das Geflügelpestvirus H5N8 ist bei Wildvögelpopulationen vorhanden. Zum Stand 1. Dezember 2016 sind in Deutschland 418 Nachweise des hochpathogenen Virus bei Wildvögeln gemeldet. Auch in 16 Hausgeflügelhaltungen gab es bisher schon Ausbrüche der klassischen Geflügelpest in diesem Jahr.  Es ist wahrscheinlich, dass besonders infizierte, aber nicht erkrankte Wildvögel den Erreger weiterverbreiten. Deshalb ist es wichtig, die Tiere entsprechend in Ställen oder Volieren mit dichter Abdeckung nach oben vor dem Eintrag des Virus soweit als möglich zu schützen.

Es handelt sich bei dem Influenzavirus H5N8 außerdem um einen sehr ansteckenden Typ, deshalb hat das LÜVA diese konsequente Entscheidung getroffen, vorübergehend keine Ausstellungen von Vögeln mehr zu genehmigen. Untersagt sind Vogelschauen, Märkte oder Veranstaltungen ähnlicher Art. Eine entsprechende Allgemeinverfügung ist auf der Internetseite des Landkreises nachzulesen und wird im Amtsblatt am 7. Dezember 2016 veröffentlicht.